Bildungsungleichheiten in Österreich

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2012 – 2030
Beschreibung
Seit Beginn der 2000er Jahre rückten im Zuge der Veröffentlichung der ersten PISA-Studie Bildungsungleichheiten zunehmend wieder in den Blick der Bildungsforschung und Bildungspolitik. National als auch international werden vor allem Ungleichheiten im Kompetenzerwerb (z.B. Lese- oder Mathematikleistung) als auch in der Bildungsbeteiligung (z.B. Besuch von formal höheren Schulformen wie etwa Gymnasien) in Bezug auf sozioökonomische und ethnisch-kulturelle Hintergrundfaktoren in den Blick genommen. Bildungsungleichheiten im Kompetenzerwerb wurzeln bereits in der vorschulischen Zeit, bestehen somit bereits bei der Einschulung und werden von außerschulischen Faktoren – insbesondere durch die familiäre Sozialisation – bedingt. Darüber hinaus werden jedoch auch dem Bildungssystem, Schule und Unterricht eine Rolle bei der Entstehung und Verstärkung von Ungleichheiten zugeschrieben. Beispielweise wird angenommen, dass eine frühe Trennung von Schüler*innen hinsichtlich ihres Leistungsniveaus, soziale und ethnisch-kulturelle Segregation (z.B. Häufung von sozioökonomisch-benachteiligten Schüler*innen an Schulstandorten) und daraus resultierende Effekte der Zusammensetzung der Lerngruppen (Kompositionseffekte) mit einer Verstärkung von Ungleichheiten verbunden sind. Darüber hinaus weisen Daten auch darauf hin, dass Ungleichheiten im Kompetenzerwerb während der Corona-bedingten Schulschließungen zugenommen haben. Der Publikationsschwerpunk „Bildungsungleichheiten in Österreich“ befasst sich neben der Beschreibung von Ungleichheiten mit unterschiedlichen Faktoren, die mit der Entstehung und Verstärkung von Ungleichheiten verbunden sein können. Dabei werden sowohl Aspekte des Bildungssystems als auch Merkmale der familiären Sozialisation in den Blick genommen. Methodisch dominiert ein quantitativer Ansatz, wobei sowohl Sekundärdaten (z.B. PISA, Daten der Bildungsstandardüberprüfungen) als auch Primärdaten verwendet werden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht