Kategorie: Fachsprachenforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Inci, Dirim; Prof. Dr. / Universität Wien, Institut für Germanistik
Döll, Marion; Dr. / Universität Wien, Institut für Germanistik
Projektleitung intern
Gilly, Dagmar; Mag.phil. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Knappik, Magdalena; Mag. / Universität Wien, Institut für Germanistik
Kooperationspartner
Universität Wien, Institut für Germanistik
Laufzeit
2011 – 2012
Beschreibung
Ziel dieses österreichweiten Projekts ist es, ein Kompetenzmodell zu den sprachlichen Anforderungen eines Studiums an einer Pädagogischen Hochschule in Österreich zu entwickeln. Dieses Modell bildet die Grundlage für die Entwicklung eines förderdiagnostischen Instruments für Lehramtsstudierende an Österreichischen Pädagogischen Hochschulen in Bezug auf ihre wissenschaftssprachliche Kompetenz. Innerhalb zweier Erhebungszeiträume kommen folgende Forschungsmethoden zum Einsatz: ExpertInnen-Interviews mit PH-DozentInnen, Unterrichtsbesuche und Textanalysen.

Die Pädagogische Hochschule Steiermark beteiligt sich dabei durch die Koordination der Datenerhebung vor Ort einerseits und durch die Abstimmung relevanter Ergebnisse für die (Weiter-)Arbeit an den Pädagogischen Hochschulen in Österreich.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Gierlinger, Erwin; Mag. Dr. OStR Prof.
Projektleitung intern
Gierlinger, Erwin; HS-Prof. Mag. Dr. OStR Priv.-Doz. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hütter, Johanna; Mag.
Weiss, Doris; Mag.
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2020
Beschreibung
1.) Ausgangslage/Problemaufriss:
Content and language integrated learning (im weiterem: CLIL) als Unterrichtsmethode die Sachfachunterricht mit dem Erlernen einer Fremdsprache verbindet ist in den vergangenen Jahren in Europa äußerst populär geworden (Perez Cañado, 2012). Eine massiv anwachsende Anzahl von Forschungsartikeln, Handreichungen für LehrerInnnen und Unterrichtsmaterialien sind ein klarer Indikator für die Popularität dieser Unterrichtsmethode (Coyle, Hood, & Marsh, 2010); (Dale & Tanner, 2012); (Genesee & Hamayan, 2016); (Grieveson & Superfine, 2012); (Mehisto, Marsh, & Frigols, 2008).

Auch in Österreich ist ein Trend in dieser Richtung in verschiedenen Unterrichtsfächern (Abuja, 2007); (Gierlinger, 2007); (Nezbeda, 2005) und im jeweiligem Forschungsinteresse ((Dalton-Puffer, 2011), (Hüttner et al., 2013); (Gierlinger, 2017a)) zu bemerken. Weiteres ist durch die verpflichtende Einführung von CLIL an HTLs www.cebs.at/index.php und verstärkten Bemühungen im berufsbildendem Bereich fremdsprachlicher Sachfachunterricht und dessen methodologische Umsetzungen von hohem Interesse für SachfachlehrerInnen in Österreich geworden. Österreich hat jedoch im Gegensatz zu anderen europäischen (und internationalen) Staaten einen sehr offenen und unregulierten Zugang zu CLIL beschritten. CLIL stellt ein von LehrerInnen initiiertes und nur über sehr breite organisatorische Vorgaben des Paragraphen 15/3 des SCHUG reguliertes methodisches Phänomen dar. In anderen Worten, die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben LehrerInnen eine beinahe autarke Vorgangsweise bezüglich der Implementation von CLIL und dessen methodologischer Vermittlung. Diese offene Unterichtssituation hat speziell bei SachfachlehrerInnen, die als Zweitfach kein Sprachfach haben tendenziell zu einer immersiven Sprachvermittlung geführt, die gekennzeichnet ist von (1) exklusivem bis überwiegendem Gebrauch der Zielsprache, (2) überwiegend ungeplantem und beiläufigem „incidental“ Spracherwerb mittels „comprehensible input“ der in Anlehnung an Krashen‘s Input Hypothese (Krashen, 1985) als notwendig und ausreichend für den Spracherwerb gesehen wird. Obwohl diese methodisch wenig elaborierte Vorgangsweise von SpracherwerbsforscherInnen (Lightbown, 2017) und SpracherwerbspädagogInnen (Brüning & Purrmann, 2014); (Hüttner & Smit, 2014); (Leung & Morton, 2016), zunehmend kritisch betrachtet wird, wird sie jedoch von SachfachlehrerInnen auch aufgrund pragmatisch kontextueller Rahmenbedingungen präferiert. Als Hauptargumente dafür werden mangelnde Ausbildung im Bereich Sprachbewusstsein/language awareness (Gierlinger, Hametner, & Spann, 2007); (Hüttner et al., 2013) und zeitliche Zwänge bei der Stoffvermittlung angeführt.
Dieses Phänomen impliziten Spracherwerbs scheint im Bereich der „written skills“ noch virulenter zu sein da im Gegensatz zu den „spoken skills“ die Rolle der „written skills“ im CLIL Unterricht „largely underappreciated“ (Llinares, Morton, & Whittaker, 2012, p. 244) ist und kaum Lernzuwächse feststellbar sind (Dalton-Puffer, 2009).
Diese Ausgangslage zeigt, dass CLIL trotz seiner zunehmenden Popularität als Unterrichtsmethode in den europäischen Klassenzimmern (Marsh, Mehisto, Wolff, & Frigols, 2010) gerade im Bereich seiner methodischen Vermittlung einer engeren Zusammenarbeit von CLIL-Theoretikern und CLIL-Praktikern benötigt.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht