Forschungsschwerpunkt: Selbstwirksamkeit

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Seethaler, Elisabeth; B.Ed. Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Seethaler, Elisabeth; BEd Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2010 – 2018
Beschreibung
Inhalt
Ausgehend von dem geltenden Experten-Paradigma der Lehr-Lernforschung wurden und werden die Persönlichkeitsdispositionen allgemeine Selbstwirksamkeit, bereichsspezifische Lehrer-Selbstwirksamkeit und proaktive Einstellung sowie die Dimensionen erfolgreicher Klassenführung nach dem Linzer Konzept der Klassenführung bei Lehramtsstudierenden von Beginn ihres Studiums bis zum Ende und darüber hinaus in ihrem Arbeitsfeld Schule im Rahmen einer Langzeitstudie erhoben. Im Fokus steht die Frage, inwieweit Selbstwirksamkeit und/oder bereichsspezifische Lehrer-Selbstwirksamkeit und/oder pro aktive Einstellung untereinander und mit den drei Dimensionen erfolgreicher Klassenführung („Unterricht gestalten, Verhalten kontrollieren, Beziehungen fördern” aus dem Linzer Konzept zur Klassenführung) von Studierenden im
Rahmen ihrer Schulpraxis und später im Rahmen ihrer unterrichtlichen Tätigkeit als Lehrperson in Verbindung stehen. Die erste Projektphase (2010 bis 2012) erstreckte sich von Studienbeginn der Probandinnen und Probanden bis
zum Ende des vierten Semesters. In einer zweiten Phase (2012 bis 2015) wurden die Lehramtsstudierenden bis zum Abschluss ihres Studiums begleitet. In Phase III (2015-2018) werden die Absolventinnen und Absolventen der
Stichprobe, die mittlerweile ein bis drei Dienstjahre in einer Schule absolviert haben, erneut hinsichtlich der oben angeführten Persönlichkeitsdispositionen und ihrer Verbindung zum pädagogischen Handeln als ausgebildete Lehrperson im Berufsfeld Schule befragt.
Methode
Die Langzeitstudie (seit 2010) beinhaltet quantitative und qualitative Erhebungen mit bisher neun Messzeitpunkten und 11 verschiedenen Messinstrumenten bzw. Verfahren. In die Untersuchung sind 309 Studierende, 333 Lehrende und
bislang 10.086 SchülerInnen aus ca. 60 Schulen eingebunden.
Dissemination
Die bisherigen Ergebnisse aus Phase I und II belegen: Zwischen Selbstwirksamkeit, Lehrer-Selbstwirksamkeit und proaktiver Einstellung und pädagogischem Handeln bestehen statistisch relevante Zusammenhänge.
Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse aus Phase II werden derzeit publiziert. Die Untersuchung im Rahmen von Phase III ist aktuell in Vorbereitung und wird um zusätzliche Instrumente zur Erhebung der Persönlichkeitsdispositionen erweitert. Für die Einschätzung des pädagogischen Handels werden als Instrumente der bisherige Linzer Diagnosebogen zur Klassenführung, das für die Studie erstellte Instrument zur Erhebung des pädagogischen Könnens
sowie weitere Tests zur Erfassung des pädagogischen Wissens eingesetzt.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
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Projektleitung gesamt
Pelzmann, Deborah; B.Ed. OStR
Projektleitung intern
Pelzmann, Deborah; BEd OStR
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2013 – 2016
Beschreibung
Nach acht Jahren „Atelierunterricht” beschreitet die Praxisvolkschule der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig neue Wege. Als Praxis- und Forschungsschule sieht sie ihre Aufgabe auch darin, neue Lehr- und Lernformen auszuprobieren, zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Die Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig hat sich in theoretischen Fragen von der Universität Salzburg beraten und begleiten lassen. Einige
Workshops zur Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan von Frau Dr. Martinek halfen den Lehrenden der Schule dabei, Wissen zur Selbstorganisation zu erlangen, welche die Grundlage der Lernwerkstätten bildet.
In diesem Zusammenhang war es auch zentral, für die Lehrenden den Begriff „Selbstorganisation” genau zu definieren. Dazu wurde u.a. auf folgende Zugänge zum Terminus zurückgegriffen: Anne Levin und Arnold (2009, 154-
155) zufolge bezieht sich Selbstregulation darauf, dass Lernende wesentliche Entscheidungen über Inhalt, Zeitpunkt, Form und Ziel des Lernens treffen.
Es geht dabei jedoch nicht um ein Maximum in allen Bereichen, sondern darum, dem/der Lernenden Handlungsspielräume zu eröffnen. Herold und Herold (2011, S. 28) meinen, dass bei Selbstregulation nicht im Vordergrund steht, dass sich Schüler und Schülerinnen ihren Schulalltag und das, was sie lernen sollen, inhaltlich und formell selbst organisieren, „sondern, dass die Selbstorganisation von Systemen (…) im pädagogischen Alltag und bei Lernprozessen berücksichtigt wird.”
Wissenschaftliche Evaluation
Zu Beginn der Umsetzung des Lernwerkstättenkonzeptes wurde 2013 eine Ist-Stand- Erhebung zu Themen wie Autonomie, Selbstwirksamkeit, Differenzierung, Selbstregulation beim Lernen, Konzentration, Lernklima, Freude an der Schule und soziale Aspekte durchgeführt. Befragt wurden 83 Schülerinnen und Schüler aus 2 zweiten und aus 2 ersten Klassen, wobei die ersten Klassen erst kurz vor der Befragung in den Lernwerkstättenbetrieb eingeführt wurden. Die Interviews wurden von Studierenden der Pädagogischen Hochschule durchgeführt, die wissenschaftliche Auswertung von der Universität Salzburg. Die Ergebnisse zum ersten Erhebungszeitpunkt waren sehr positiv und belegten, dass das schulische Angebot von den Lernenden sehr geschätzt wurde. Zum zweiten Erhebungszeitpunkt im Schuljahr 2015 wurden sowohl die Schüler und Schülerinnen, als auch die Eltern befragt. Die Ergebnisse sind in einem Forschungsbericht von Frau Dr. Martinek festgehalten. Im Sommersemester 2016 werden die Ergebnisse für die Kollegenschaft aufbereitet und weitere Forschungsfragen erarbeitet.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Seethaler, Elisabeth; BEd Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Seethaler, Elisabeth; BEd Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Klug, Julia Loretta; Dr.
Müller, Simone; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2024
Beschreibung
Ausgehend von der Annahme, dass kognitiver wie praktischer Kompetenzerwerb durch Training, Intervention und Erfahrung (Blömke, Gustafsson & Shalvelson, 2015) erfolgt, werden, auf Basis des von Bergsmann, Klug, Burger, Först und Spiel (2017) konstruierten Kompetenscreenings, die Selbsteinschätzungen der Studierenden zu ihrer Klassenführungskompetenz erhoben. Hierfür wurden für die im Lehrveranstaltungsformat im Fokus stehenden Handlungsstrategien nach dem Linzer Konzept der Klassenführung (Lenske & Mayr, 2015) entsprechende zu erwerbende Kompetenzen formuliert und im Kompetenzscreening verankert. Die Studierenden schätzen sich mithilfe des Instruments sowie anhand des Linzer Diagnosebogens zur Klassenführung (LDK; Mayr et al., 2018) zu Beginn und am Ende der Lehrveranstaltung zur Klassenführung ein. Zudem absolvieren sie gegen Ende der Lehrveranstaltung den Test „Lehrerwissen zu Klassenführung“ (Streib, Krammer, Seethaler & Lenske, under Review), um zu kontrollieren, ob Kompetenz- und Wissenszuwachs zur Klassenführung Zusammenhänge aufweisen. Darüber hinaus wird der Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen wie den Big-Five (B5T; Satow, 2012) und der Teacher-Self-Efficacy (TSE; Pfitzner-Eden, Thiel & Horsley, 2015) überprüft. Es wird davon ausgegangen, dass Studierende durch die Teilnahme an der Lehrveranstaltung „Lehr-/Lernarrangements zum Erwerb von Klassenführungsstrategien“ einen signifikanten Zuwachs ihrer Klassenführungskompetenzen erreichen und zwischen ihren Kompetenz- und LDK-Einschätzungen sowie ihrem Wissen zur Klassenführung signifikante Zusammenhänge bestehen. Ferner wird erwartet, dass extraverierte, gewissenhafte und offene Studierende (B5T), eine höhere Lehrer-Selbstwirksamkeit (TSE) und einen höheren Kompetenzzuwachs aufweisen.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sommer, Nicola; Mag. Dr. MSc.
Projektleitung intern
Sommer, Nicola; Mag. Dr. MSc.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Klug, Julia Loretta; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Quantitative Vorgehensweise mittels Online-Fragebogen:
– Quantitative Längsschnittstudie: 3 Messzeitpunkte, zu Beginn des Online-Seminars Prätest, am Ende Posttest und Follow-up nach einem halben Jahr Tätigkeit in der Schule
– Betroffene Schüler_innen: 3 Messzeitpunkte, zu Beginn des Online-Seminars Prätest, am Ende Posttest und Follow-up nach einem halben Jahr
– Elternteil: 3 Messzeitpunkte, zu Beginn des Online-Seminars Prätest, am Ende Posttest und Follow-up nach einem halben Jahr

Instrumente
– Demographische Variablen
– Vorerfahrungen
– Lehrer_innen-Interessensskala (Mayr, 1998) verändert
– Kompetenzerhebung nach dem Competence model
Template provided by the project ‘Internal Quality Management: Evaluating and Improving Competence Based Higher Education’ – Fragen orientiert an der Erhebung von Gutzweiler, Neese & In-Albon (2020)
– Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung (Jerusalem & Schwarzer, 1999) für Lehrpersonen und Eltern; Skala zur Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung (Schwarzer & Schmitz, 1999)
– Fragebogen zu Ressourcen im Kindes- und Jugendalter (FRKJ 8-16) mit der Skala Selbstwirksamkeit, Schulbezogene Selbstwirksamkeitserwartung (Jerusalem & Satow, 1999)
– Schulische Partizipationsskala (S-PS 24/7)
– Fürsorglichkeit des Lehrers (Saldern & Littig, 1987), Fürsorglichkeit des Lehrers (Clausen, 2002)
– Zusätzliche Fragen für Eltern: Zufriedenheit mit der Schule

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Geier, Ingrid; B.Ed. Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Geier, Ingrid; BEd Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2022
Beschreibung
Forschungsfrage
Das Projekt soll im Rahmen der Forschungskolloquiums am 12.4. bzw. 7.06. noch geschärft werden.
1. Inwieweit unterstützen die hochschuldid. Lehr- und Lernkonzepte „Service-Learning“ und „Active Citizenship Learning“ eine demokratische Kultur?
2. Welche Rolle spielt (Selbst-)Reflexion im „Service-Learning“ bzw. „Active Citizenship Learning“ und wie werden Reflexionsprozesse initiiert?
3. Welche Schlüsselfaktoren können in den beiden Konzepten ein tieferes Verständnis von Demokratie unterstützen?

theoret. Zugang
Das vom Europarat präsentierte Kompetenzmodell (Council of Europe, 2016, S.11) für eine demokratische Kultur soll als Basismodell für das Projekt herangezogen werden. Es zeigt zwanzig Kompetenzen eingeteilt in demokratische Prinzipien, um ein konstruktives und gleichberechtigtes Zusammenleben zu ermöglichen. Das Kompetenzmodell hilft Menschen darin zu unterstützen, als autonome Sozialakteurinnen und -akteure persönliche Lebensziele im Rahmen demokratischer Strukturen und unter Achtung der Menschenwürde und Menschenrechte selbst zu bestimmen und diese entsprechend zu verfolgen.

Forschungsstand
Die demokratische und interkulturelle Kompetenz gilt als Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts (Deardorff, 2006) und wird als Fähigkeit definiert, wichtige Werte, Einstellungen, Fähigkeiten, Wissen bzw. Denken zu fördern, um effizient und angemessen auf die Forderungen, Anforderungen und Chancen eingehen zu können (Council of Europe, 2016, p. 10), die sich im Austausch in demokratischen und interkulturellen Situationen ergeben. Damit rücken Lehr- und Lernkonzepte in den Fokus, die dem Individuum zum einen ermöglichen, eigene Potentiale zu entfalten und gleichzeitig die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung gegenüber kulturell unterschiedlichen demokratischen Gesellschaften (Bokova, 2013) in den Blick nehmen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Seethaler, Elisabeth; B.Ed. Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Seethaler, Elisabeth; BEd Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2019
Beschreibung
Bisher ist die Generierung von Wissen und Können rund um Klassenführung bei Lehramtsstudierenden im deutschsprachigen Raum kaum systematisch beforscht. So gibt es wenige Studien zu spezifischen Lernarrangements im Lehramtsstudium. Piwowar, Ophardt und Thiel (2016) etwa untersuchen Lehr-Lernarrangements zur Förderung von Kompetenzen im Klassenmanagement im Vorbereitungsdienst. Diese Forschung bezieht sich jedoch auf die zweiphasige LehrerInnenausbildung. Nachdem auch nach der Reform der LehrerInnenbildung in Österreich (BGBl I, 2013a) die Lehramtsstudierenden bereits mit einem Bachelor-Abschluss eigenverantwortlich in den Lehrberuf eintreten (können) (BGBl I, 2013b), ist das Erlernen von Klassenführung bereits im Rahmen der ersten Phase essentiell. Hier setzt das von 2016 bis 2019 laufende Projekt an: Dem Modell zur Entwicklung vom Novizen zum Experten nach Berliner (2001, 2004) folgend, werden Lehr- und Lernarrangements konstruiert und im Rahmen einer Interventionsstudie (N=200) an vier Pädagogischen Hochschulen Österreichs auf deren Wirksamkeit geprüft. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Lehramtsstudierenden nicht als „tabula rasa” in den Lernprozess eintreten, sondern mit unterschiedlichen relevanten Teilkompetenzen in unterschiedlich ausgeprägter Form bereits das Lehramtsstudium beginnen (Neuweg, 2010, S. 39). Insofern ist bei den anzubietenden Lernarrangements zu berücksichtigen, dass die persönlichen Erfahrungen und die damit verbundenen Fähigkeiten der Lehramtsstudierenden einbezogen werden. Darüber hinaus gilt es nach Ophardt und Thiel (2016, S. 18) zum Erlernen der Klassenführung komplexe Lernarrangements mit sich ergänzenden Ansätzen wie theorie-, simulations- und videobasiertem Lernen anzubieten. Die daraus für die Studie abgeleiteten Interventionen untersuchen die Wirksamkeit des Einsatzes von Rollenspielen bzw. videobasierten Trainings. Ziel ist es, dass die Lehramtsstudierenden nach Durchlaufen der entwickelten Lehr- und Lernarrangements Strategien der Klassenführung erkennen, analysieren und beurteilen können.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Seethaler, Elisabeth; B.Ed. Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Seethaler, Elisabeth; BEd Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2021
Beschreibung
Das Projekt schließt an die Untersuchung „Selbstwirksamkeit und Klassenführung II” an. Die seit 2010 laufende Längsschnittstudie gliedert sich in zwei Phasen: Phase A Ausbildungszeit (2010-2015) und Phase B Berufsfeld (2017-2022). In Phase A waren 314 Studierende und als externe EvaluatorInnen 299 Praxisschullehrpersonen sowie 10 086 SchülerInnen eingebunden. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen (Lehrer)Selbstwirksamkeit und erfolgreicher Klassenführung (Seethaler, 2012, 2015, 2017). Bisherige Studien (z.B. Urton, Wilbert & Hennemann, 2014) zeigen auf, dass Lehrpersonen mit einer hohen Selbstwirksamkeitsüberzeugung eher dazu neigen, sich herausfordernden pädagogischen Settings zu stellen, erfolgreicher im Umgang mit Stresssituationen und daraus resultierend, seltener Burnout-gefährdet sind (z.B. Klassen & Chiu, 2011; Dauber & Döring-Seipel, 2010; Schmitz, 1999). Ferner gestalten sie ihre Stunden effizienter und bringen lernschwachen SchülerInnen mehr Geduld und Zuwendung entgegen (z.B. Kocher, 2014; Schwarzer & Jerusalem, 2002). Diese positiven Effekte lassen vermuten, dass der Glaube an die eigenen Fähigkeiten eine erfolgreiche Klassenführung begünstigt, die wiederum dazu dient „eine Umwelt zu schaffen, die förderlich ist für das akademische und sozial-emotionale Lernen”, indem das Wohlbefinden und die Gesundheit von SchülerInnen und Lehrpersonen gestärkt oder zumindest nicht gemindert wird (Lenske & Mayr, 2015).

Die Ergebnisse aus Phase A belegen erstens, dass zwischen Selbstwirksamkeit und Lehrer-Selbstwirksamkeit statistisch relevante Zusammenhänge bestehen. Zweitens haben, bezogen auf die Selbsteinschätzungen, Selbstwirksamkeit und Lehrer-Selbstwirksamkeit Einfluss auf eine erfolgreiche Klassenführung. Andererseits wird dieser Einfluss durch die Fremdeinschätzungen (externe EvaluatorInnen) in Phase A nicht bestätigt (Seethaler, 2012; 2017). Ziel der Untersuchung in Phase B ist es, zu überprüfen, inwieweit sich die Merkmale Selbstwirksamkeit, Lehrer-Selbstwirksamkeit sowie weitere Persönlichkeitsmerkmale in den ersten Berufsjahren verändert haben und welchen Einfluss diese Dispositionen im Berufsfeld auf eine erfolgreiche Klassenführung (Selbst- und Fremdeinschätzungen) ausüben. Zusätzlich wird, um die Parameter erfolgreicher Klassenführung noch stärker zu differenzieren, das „Pädagogische Unterrichtswissen” (PUW – König & Blömeke, 2010) sowie das „Lehrerwissen über Klassenführung“ (Kurz & Lenske, 2016) erhoben, um zu beforschen, inwieweit dieses die Klassenführungsqualitäten in der Selbst- und Fremdeinschätzung mittels Linzer Diagnosebogen zur Klassenführung (LDK) (Mayr, Eder, Fartacek & Lenske, 2013) beeinflusst. Dazu werden wieder, neben den Selbsteinschätzungen, für die Fremdeinschätzungen zur Klassenführung die SchülerInnen einbezogen. Des Weiteren ist es Ziel, qualitativ zu erheben, wie die Inhalte und die Qualität des Lehramtsstudiums seitens der Befragten retrospektiv bewertet werden und welche Parameter für die Entwicklung ihrer Klassenführungsqualitäten verantwortlich gemacht werden können.

Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Graz
Sprache
Projektleitung gesamt
Amtmann, Elfriede; Prof. BEd. MSc Mag. Dr.
Mayr, Andrea Theresia; Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Amtmann, Elfriede; Prof. BEd MSc Mag. Dr.
Mayr, Andrea Theresia; Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Zysberg, Leehu;
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2021
Beschreibung
Lehren ist ein anspruchsvoller Beruf. Von den Lehrkräften wird erwartet, dass sie komplexe Lernprozesse anleiten und gleichzeitig Kreativität, Flexibilität und fundiertes Wissen über ihre Inhalte sowie pädagogische Fähigkeiten und Kompetenzen zeigen. Lehrerausbildungsprogramme erfordern sowohl akademisches Lernen als auch praktische Leistung im Rahmen des Praktikums. Daher sind die Bewältigungsfähigkeiten, die Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit der Studierenden, in stressreichen Umgebungen Ressourcen zu rekrutieren, als wichtig anzusehen und zu erfassen.
In der vorliegenden Studie sollen Zusammenhänge zwischen mentaler Belastbarkeit, positivem psychologischem Kapital und des akademischen sowie sozialen Engagements von Lehramtsstudierenden untersucht werden. Es wird der Frage nachgegangen, ob Studierende mit hohem Engagement eine hohe mentale Belastbarkeit und persönliche Ressourcen wie Optimismus, Selbstwirksamkeit, Hoffnung und Belastbarkeit aufweisen.
Beschreibung (engl.)
Teaching is a demanding profession. Teachers are expected to guide complex learning processes while demonstrating creativity, flexibility and profound knowledge of their content, pedagogical skills and competences. Teacher training programmes require both academic learning and practical performance as part of the internship. Therefore, the coping skills, resilience and ability of students to recruit resources in stressful environments are important to understand and grasp.
In this study, the relationships between mental resilience, positive psychological capital and the academic and social engagement of student teachers will be investigated. The question will be investigated whether students with high engagement have a high mental resilience and personal resources such as optimism, self-efficacy, hope and resilience.
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Bericht