Kategorie: Friedensforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Grillitsch, Waltraud; FH-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Rippitsch, Daniela Anna Maria; Mag. Prof.
Scherling, Josefine; Mag. Dr. MA Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Fachhochschule Kärnten
Laufzeit
2014 – 2018
Beschreibung
Anlässlich des 25 jährigen Jubiläums des „Übereinkommens über die Rechte des Kindes“ der Vereinten Nationen (1989) wurde im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science vom Studiengang Soziale Arbeit der Fachhochschule Kärnten in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP) Kärnten, des Bundesrealgymnasiums Feldkirchen, der Volksschule Himmelberg und der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KIJA) Kärnten ein partizipatives Forschungsprojekt zum Thema „Jugendliche erforschen Kinderrechte“ eingereicht. Das Forschungsprojekt zielt unter Einbeziehung aller Projektpartner darauf ab, fruchtbare Konzepte zu entwickeln, die es erlauben, ein gestärktes Bewusstsein von Kinderrechten in den Alltag von Bildungsinstitutionen zu implementieren. Das Besondere an dieser Förderschiene ist es, dass Kinder und Jugendliche unter Begleitung von Wissenschafter/innen zu Forscher/innen – in diesem Fall im Bereich der Kinderrechte – werden und die für dieses Projekt relevanten Ergebnisse erzielen. — Die Pädagogische Hochschule bringt sich ein u.a. in Form von wissenschaftlicher Expertise und der Konzeption und Durchführung von vier aufeinander aufbauende Lehrveranstaltungen (in Kooperation mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), die sich thematisch mit dem Wissensaufbau zu Kinderrechten und deren didaktischer Umsetzung widmen. Neben einer interdisziplinären Ring-Lehrveranstaltung, in der ein multiperspektivischer Blick auf die Thematik der Kinderrechte gerichtet wurde, wurde im Sommersemester 2015 von denStudierenden der Pädagogischen Hochschule Klagenfurt, Viktor Frankl Hochschule und der Alpen-Adria- Universität Klagenfurt eine Kinderrechte-Exkursion für die Zielgruppe Primarstufe entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Im Wintersemester 2015/16 stand die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Kinderrechte-Spaziergangs in Klagenfurt mit SchülerInnen des BRG Feldkirchen im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung. Die Lehrveranstaltung im darauffolgenden Sommersemester widmete sich der Thematik Zukunft im Kontext der Kinderrechte. Im Rahmen dieses Seminars stellten sich die Studierenden der Herausforderung eine Zukunftswerkstatt nach Robert Jungk zu planen und mit den SchülerInnen des BRG Feldkirchen umzusetzen und zu evaluieren. — Dieses innovative Lehrveranstaltungskonzept wurde von der Alpen-Adria Universität Klagenfurt für den Staatspreis Ars Docendi Preis für exzellente Lehre 2016 nominiert und wurde im Atlas der guten Lehre (eine Initiative des BMWFW) aufgenommen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Scherling, Josefine Margrit; Mag. MA Prof.
Projektleitung intern
Scherling, Josefine; Mag. Dr. MA Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2017
Beschreibung
Im Dezember 2011 wurde die „Deklaration für Menschenrechtsbildung und Training“ von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Deklaration bildet, wie Peter Kirchschläger (2011) konstatiert, „den bisherigen Höhepunkt verschiedener internationaler Initiativen im Bereich der Menschenrechtsbildung“. Sie ist ein Meilenstein zur Legitimierung von Menschenrechtbildung im regionalen, nationalen und globalen Kontext. Ausgehend von diesem Dokument wird in dieser Dissertation versucht, einen kritischen Blick auf die Menschenrechtsbildung zu werfen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Bedeutung der Zukunftsdimension (dem Einfluss, dem Verständnis und dem Gebrauch derselben) innerhalb von Menschenrechtsbildung. Die Fragen nach den Zielen von Menschenrechtsbildung, nach dem auch langfristig gedachten ‚Wohin?’ und den damit einhergehenden Konsequenzen im Rahmen der (Menschenrechts-)Bildungsprozesse werden in dieser Forschungsarbeit kontrovers diskutiert. — Folgende Forschungsfragen sollen im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden: (•) Inwiefern spielt die Zukunftsdimension – die Beschäftigung mit Zukunftsbegriffen, wie sie sich in verschiedenen Diskursen zeigen – eine Rolle in der/für die Menschenrechtbildung? (•) Inwiefern entsteht eine neue Qualität von Menschenrechtsbildung in Richtung kritischen Bewusstseins und Ermächtigung, wenn die Zukunftsdimension bewusst mitgedacht und ins Konzept integriert wird?
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Maurič, Ursula; Mag. MA / Pädagogische Hochschule Wien
Scherling, Josefine Margrit; Mag. Dr. MA Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2021
Beschreibung
Basierend auf einem kritischen und interdisziplinären Ansatz der Global Citizenship Education (GCE) wurde an zwei österreichischen Pädagogischen Hochschulen in Kärnten und Wien ein Forschungsprojekt entwickelt, um Bezugspunkte für die Vermittlung von GCE in der Hochschulbildung zu identifizieren. Das Projekt bedient sich der Aktionsforschung für die Datenerfassung und -analyse. Während des laufenden Forschungsprozesses werden fünf Arten von Daten gesammelt: Feldnotizen von Peer-Beobachtungen, formale halbstrukturierte Peer-Interviews, Forschungstagebücher, Projektdokumente wie Abschlussarbeiten und Feedback von Student/innen sowie Expert/inneninterviews. Auf der Suche nach Bezugspunkten für die Lehre von GCE anerkennen die Forscher/innen gleichzeitig die Notwendigkeit einer kritischen Analyse der Rahmenbedingungen für GCE an Hochschulen.
Beschreibung (engl.)
Based on a critical and interdisciplinary approach to Global Citizenship Education (GCE), a research project was developed at two Austrian university colleges of teacher education (UCTE) in Carinthia and Vienna in order to identify points of reference for teaching GCE in higher education. In a multi-methods approach, the project adopts action research for data collection and analysis. Five types of data are collected during the ongoing research process: field notes of peer-observations, formal semi-structured peer-interviews, research diaries, project documents such as students´ final papers and feedback as well as expert interviews. In search of points of reference for teaching GCE in their role as teacher educators the researchers, at the same time, recognize the need to deliver a critical analysis of the framework conditions for GCE at institutions of higher education.
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Wutti, Daniel; HS-Prof. MMag. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Brousek, Jan; Dr.
Grafenanuer, Danijel; Dr.
Rehsmann, Daniel; Mag.
Wintersteiner, Werner; Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2020
Beschreibung
Dieses Projekt folgt einer fünfjährigen transnationalen Kooperation zwischen slowenischen und österreichischen ForscherInnen und RepräsentantInnen der Zivilgesellschaft zur Erinnerungspolitik und –kultur der beiden Länder. Es ist zugleich Dokumentation eines vergangenen Prozesses als auch eine Intervention in den fortwährenden Dialogprozess, wie mit der konfliktreichen Vergangenheit des Alpen-Adria-Raums kritisch und gewaltlos umgegangen werden kann.

Der barocke englische Titel des Projekts ist zugleich die Beschreibung seines Programms: “Building the Peace Region Alps-Adria. Envisioning the Future by Dealing with the Past. Open and Inclusive Dialogue and Public Discourse within Austria and Slovenia and between the Countries (PRAA)”. Das Projekt versteht sich als eine kritische Reflexion dieses genau geplanten und organisierten “BürgerInnendialogs”, bei dem einander widersprechende (historische) Narrative immer wieder mit einander konfrontiert wurden. Im Besonderen ging es dabei um den Ersten Weltkrieg und die Grenzstreitigkeiten in seinem Gefolge, um das NS-Regime und die Nazi-Besetzung Jugoslawien, um den Widerstand der PartisanInnen und neuen Grenzstreit in der Nachkriegszeit, um die Frage der Kärntner SlowenInnen und die österreichisch-jugoslawischen Beziehungen in der Zeit des Kalten Krieges sowie um die Bewertung des Titoismus in Slowenien (bzw. Jugoslawien).

Im Projekt wird ein Buch herausgegeben und eine internationale wissenschaftliche Konferenz veranstaltet. Die Arbeit kreist um folgende drei Fragen:

– Wie können wir mit der komplexen Konfliktlage in unserem eigenen Land wie im Nachbarland konstruktiv umgehen? Das gilt natürlich ganz besonders für die Frage der Bewertung des Partisanenkampfes

– Wie können wir vermeiden, dass diese offenen oder schlummernden Konflikte nach wie vor von der Politik für ihre Machtspiele instrumentalisiert werden?

– Welche neuen Zukunftsperspektiven können aus diesem Dialog erwachsen? (Wie) können wir eine „Friedensregion“ Alpen-Adria schaffen?

Das Projektteam handelt mit konkreten Visionen und Perspektiven für einen weiteren Dialogprozess, auch abseits österreichisch-slowenischer Beziehungen. Verschiedene historische Narrative und Sichtweisen werden nicht ignoriert oder „versöhnt“, sondern miteinander konfrontiert, und zwar auf respektvolle Art und Weise.

Beschreibung (engl.)
This project if following a five-year process of transnational cooperation between Slovenian and Austrian researchers and practitioners, shortly called PRAA. While it is meant as a documentation of a past process, its main purpose is an intervention into the ongoing dialogue process of dealing with the past in a critical and nonviolent way.
The baroque title of the project is already a description of its program: “Building the Peace Region Alps-Adria. Envisioning the Future by Dealing with the Past. Open and Inclusive Dialogue and Public Discourse within Austria and Slovenia and between the Countries.” It provides a critical reflection of this purposeful planned and organized citizens’ dialogue where opposing (historical) narratives are confronted with each other, namely the case of World War I and the following border dispute, the NS-regime and the Nazi occupation of Yugoslavia, the partisan resistance and the post-war period with the communism in Yugoslavia and new border disputes and a specific “cold war”, at least in the perception of some people in Carinthia and Slovenia.
In the project, we are publishing a book and organizing an international conference, with the main concerns:
– How can we prevent that (open or potential) conflicts are still exploited by political parties for their power play?
– How can we deal with these complex conflicts in a constructive way? For instance how to continue and deepen the work of antifascist (self-)education without neglecting the errors, wrongdoings or even crimes committed in the name of antifascism?
– Which new perspectives for the future result from this dialogue? (How) is it possible to create a Peace Region Alps Adriatic?

Furthermore, we deal with visions and perspectives of a further dialogue process, even beyond the Austro-Slovenian relations. Different historical narratives and worldviews are not ignored or “reconciled”, but confront each other in a respectful way.

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