Kategorie: Empirische Sozialforschung

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Augustinum
Sprache
Projektleitung gesamt
Hausberger, Baerbel; Dr. Fachoberlehrerin
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Pickl, Gonda; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2020
Beschreibung
Ausgangspunkt für diese Studie sind die Forschungsergebnisse der Vorläuferstudie, die im Oktober 2013 vorgestellt wurden. Den vorliegenden Ergebnissen zufolge erfreuen sich wohnortnahe Schulen großer Beliebtheit, auch sind sie ein wichtiger Bestandteil im Sozial- und Kulturleben vor Ort. Der Unterricht an Kleinschulen stellt für Lehrer/innen eine große Herausforderung dar, muss doch vorwiegend in jahrgangsübergreifend geführten Klassen gearbeitet werden. Befürchtungen, Schüler/innen an Kleinschulen würden weniger lernen als Schüler/innen an größeren Schulen konnten mit den vorliegenden Ergebnissen entkräftet werden, ph-interne BAC Arbeiten brachten sogar Vorteile zugunsten der Leistungen an Kleinschulen. In den vergangenen Jahren wurden in der Steiermark viele Kleinschulen geschlossen, auch wurden zahlreiche Gemeindezusammenlegungen durchgeführt. Mit dem Wegfall der Schulen vor Ort und der Strukturreform ergeben sich folgende Fragestellungen: Wie geht es den ehemaligen Kleinschüler/innen an den neuen Schulstandorten? Welche evtl. Zusatzbelastungen kommen auf die Kinder sowie deren Familien zu bzw. welche evtl. Vorteile ergeben sich aus der veränderten Schulsituation? Bleiben die sozialen Strukturen in den Gemeinden weiterhin erhalten oder bewahrheiten sich Befürchtungen im Hinblick auf eine allmählichen Abwanderung junger Familien und die damit verbundene Vergreisung der Ortschaften?
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Augustinum
Sprache
Projektleitung gesamt
Brandau, Johannes; Dr. Univ.-Doz.
Projektleitung intern
Brandau, Johannes; Dr. Univ.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Spitzer, Manfred;
Kooperationspartner
Laufzeit
2009 – 2010
Beschreibung
Unfallrisiko männlicher Volksschüler
In den ersten 14 Lebensjahren treten laut internationalen Studien der WHO tödliche Unfälle häufiger auf als Krankheiten mit tödlichen Folgen (Spitzer 1999, S.20).
PädagogInnen sind im schulischen Kontext immer wieder mit Unfällen konfrontiert und sollen im Rahmen der Gesundheitserziehung und Verkehrserziehung gezielte Prävention unterstützen. Studien zeigen auf, dass der Anteil von Unfällen aufgrund technischer Ursachen stark überschätzt wird, jedoch persönliche Faktoren wie Alter, Geschlecht, Aggressivität, Risikowahrnehmung und Aufmerksamkeit unterschätzt werden (Kunz 1993). Da etliche Studien bereits das höhere Unfallrisiko bei Jungen nachgewiesen haben (Cheryl et al 1995), wird auf die Variable Geschlecht verzichtet und eine jungenspezifische Studie durchgeführt. In der geplanten Untersuchung soll ein besonderes Augenmerk auf Kinder gelegt werden, die zu wiederholten Unfällen neigen und als „Unfallwiederholer“ bezeichnet werden sollen. Dabei sollen nur selbstverschuldete Unfälle analysiert werden. Dabei sollen sowohl psychosoziale als auch personbezogene Unterschiede zwischen Unfallwiederholern und einer Kontrollgruppe identifiziert werden. Örtliche Kontexte (Schule, Zuhause) Tätigkeiten (Freizeit, Sport, Verkehr etc.) und die Tageszeit sollen ebenso in ihrer Bedeutung für das Unfallgeschehen analysiert werden. Ziel der Untersuchung ist die Identifikation von Risikofaktoren bei Unfallwiederholern, welche dann zu sinnvollen Präventionsmaßnahmen (Risikopädagogik, Bewegungserziehung, erlebnispädagogische Gestaltung von Risikoräumen) auch im pädagogischen Kontext gebündelt werden sollen.
Folgende zentrale Fragestellungen sollen beantwortet werden:
1) Unterscheiden sich Kinder mit verschiedenen sozialen Kontext in der Unfallhäufigkeit?
2) Tragen Aufklärungsmaßnahmen zur Prävention im Sinne weniger Unfälle bei?
3) Stehen persönliche Merkmale (Verträglichkeit/Aggressivität, ADHS, Neugier, Risikobereitschaft) mit der Unfallhäufigkeit in Zusammenhang?
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Reisenauer, Cathrin; MMag. Dr.
Projektleitung intern
Reisenauer, Cathrin; MMag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2020
Beschreibung
Ziel des Projektes ist es, Haltungen und Kompetenzen von Studierenden im Bereich Inklusion sichtbar zu machen, um daraus Rückschlüsse für die Lehre an pädagogischen Hochschulen ziehen zu können. Die gewonnen Daten sowie der Bezug zu den angeführten Kompetenzmodellen eignen sich zur Weiterbildung Lehrender im Bereich Inklusion.
Im Studienjahr 2019/20 wird zur Beantwortung der Fragestellung sowohl eine schriftliche Befragung mit offenen Fragen als auch leitfadengestützte Einzel- und Gruppeninterviews durchgeführt (vgl. Häder 2010). Das Sampling besteht aus Studierenden, die am Ende des Bachelor- oder zu Beginn des Masterstudiums Lehramt Primar- und Sekundarstufe stehen und nach dem zurzeit geltenden Curriculum ihr Bachelorstudium absolviert haben. Die erhobenen Daten werden mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) computergestützt mithilfe des Computerprogramms MAXQDA ausgewertet.
In dieser qualitativen Erhebung stehen neben den subjektiven Theorien und Haltungen der Studierenden zum Thema Inklusion ihre Selbsteinschätzung in Bezug auf ihre Kompetenzen in diesem Bereich im Fokus des Interesses, da ein entsprechendes Fähigkeitsselbstkonzept maßgeblich zum Gelingen inklusiven Unterrichts beitragen kann. Die Ergebnisse der Studie werden in Bezug gesetzt zum Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer, wie es von der European Agency for Development in Special Needs Education (2012) entwickelt wurde, und dem Kompetenzmodell von COACTIV (vgl. Baumert & Kunert 2011), um dadurch Rückschlüsse für die Lehrenden an der pädagogischen Hochschule in der LehrerInnenaus- und weiterbildung zu ermöglichen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Quenzel, Gudrun; HS-Prof. Dr. in habil. / Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Projektleitung intern
Auferbauer, Martin; HS-Prof. Mag. PhD.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Grössing, Helga; HS-Prof. Mag. / Pädagogische Hochschule Wien
Janovsky, Nikolaus; Prof. Mag. Dr. / KPH Edith Stein
Jöstl, Gregor; Prof. Mag. Dr. / Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Kirner, Leopold; Priv.Doz. DI Dr. / Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien
Lindner, Doris; HS-Prof. Mag.a Dr.in / KPH Wien/Krems
Mersits-Linzer, Jasmin; BA MA / Pädagogische Hochschule Burgenland
Neureiter, Herbert; HS-Prof. Dr. , BED / Pädagogische Hochschule Salzburg
Resinger, Paul; HS-Prof. Dr. / Pädagogische Hochschule Tirol
Thonhauser, Johannes; Prof. Dr. / Private Pädagogische Hochschule Augustinum
Weber, Christoph; HS-Prof. Dr. / Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Weinberger, Alfred; HS-Prof. Mag. Dr. habil. / Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Wutti, Daniel; HS-Prof. Dr. / Pädagogische Hochschule Kärnten
Kooperationspartner
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien
KPH Edith Stein
KPH Wien/Krems
Private Pädagogische Hochschule Augustinum
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Pädagogische Hochschule Burgenland
Pädagogische Hochschule Kärnten
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Pädagogische Hochschule Salzburg
Pädagogische Hochschule Tirol
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Pädagogische Hochschule Wien
Laufzeit
2023 – 2026
Beschreibung
Die Jugendstudie „Lebenswelten. Einstellungen und Werte von Jugendlichen in Österreich“ soll 2025 erneut erscheinen. Die repräsentative Studie gibt Einblicke in die unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen und fokussiert die Fragen: Was hat sich bei jungen Menschen in Österreich seit dem Jahr 2020 verändert? Wie sehen sie nach den Jahren der Pandemie und angesichts von Krieg und Klimakrise ihre Zukunft? Was ist ihnen wichtig? Wie sehen sie das Zusammenleben unterschiedlicher
Kulturen? Wie wichtig ist ihnen ihre schulische Ausbildung? Was tun sie in ihrer Freizeit und welche Erwartungen haben sie an ihren künftigen Beruf? Zielgruppe sind Jugendliche der 8. bis 12. Schulstufe. In diesem Alter stellen sich Jugendliche ihren Entwicklungsaufgaben, festigen ihre Werte und machen
sich konkrete Gedanken zu ihrem zukünftigen Lebensweg.
An der Studie beteiligen sich alle Pädagogischen Hochschulen Österreichs. Die Erhebungen werden im Klassenverband in allen Schultypen geplant. Das Sample für die Bundesländer wird mit Unterstützung der Statistikabteilung des Landes Vorarlberg erstellt. Pro Bundesland wird eine Beteiligung von rund 1.500 Schüler:innen angestrebt. Schulen, Pädagog:innen, Bildungsdirektionen, Jugendreferate und alle, die beruflich oder privat mit Jugendlichen zu tun haben, profitieren von den Ergebnissen. Die Daten der Jugendstudie werden im Rahmen einer standardisierten Befragung erhoben. In allen teilnehmenden Bundesländern kommt ein gemeinsamer Kernfragebogen zum Einsatz. Voraussichtliche Themenfelder sind Freizeit, Freund:innen, Beruf, Zukunftsperspektiven, Ängste, Wertorientierungen, Partnerschaft, Religion, Gesundheit, Politik, Zusammenleben, schulisches Wohlbefinden und Unterricht. Zudem sind drei weitere thematische Schwerpunkte (Futures Literacy, Diversität, Teilhabe) geplant, von denen jedes Bundesland je nach Interesse einen auswählt. Zudem wird eine qualitative Vertiefungsstudie angestrebt.
Die österreichweiten Ergebnisse werden gemeinsam in einer Buchpublikation veröffentlicht. Weitere Publikationen sind erwünscht. Die teilnehmenden Pädagogischen Hochschulen erhalten zudem die jeweiligen bundeslandspezifischen Daten für vertiefende bundeslandspezifische Publikationen.
Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Wien
Sprache
Projektleitung gesamt
Puddu, Sandra; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Puddu, Sandra; Hochschulprofessorin Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Ovrutcki, Claudia; Mag. Dipl.-Päd. Prof.
Wöhrer, Linda; Mag. BEd MA Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2027
Beschreibung
In der Lernwerkstatt, in der offenes Forschendes Lernen durchgeführt wird, arbeiten Schüler:innen an eigenen Forschungsfragen. Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie inklusive Klassen in der Lernwerkstatt arbeiten. Wie setzen die Schüler:innen Sprache ein? Welche Unterstützungsmaßnahmen betreffend Sprache werden gebraucht und wie können diese in diesem sehr offenen Setting eingebracht werden? Im ersten Schritt untersucht dieses Forschungsprojekt den Sprachgebrauch der Schüler:innen. Im zweiten Schritt werden ausgehend von den Ergebnissen des ersten Schritts sprachliche Scaffolds entwickelt, eingesetzt und deren Wirksamkeit untersucht.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Sprache
Projektleitung gesamt
Böheim-Galehr, Gabriele; Dr.
Projektleitung intern
Böheim-Galehr, Gabriele; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Brauchle, Gernot; Dr. Univ.-Doz.
Kohler-Spiegel, Helga; Dr. Prof.
Meusburger, Katharina Monika; Mag.
Ott, Martina; Mag.
Quenzel, Gudrun Andrea; Mag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
AHA Dornbirn, Jugendorganisation
Landesschulrat für Vorarlberg
Landesstelle für Statistik
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
In einer empirischen Untersuchung wurden Werthaltungen und Verhaltensbereitschaften von 14- bis 16-jährigen Jugendlichen an Vorarlberg Schulen erhaben (n=2079). Ergänzt wurde diese Erhebung durch sechs Fokusgruppendiskussionen mit Jugendlichen sowie einer gekürzten schriftlichen Befragung von 90 Jugendlichen in Arbeitsmarktinitiativen.
Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Sprache
Projektleitung gesamt
Gasteiger-Klicpera, Barbara; Univ. Prof. Dr
Projektleitung intern
Rümmele, Katharine; Mag.
Hecht, Petra;
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Buchner, Tobias; Mag. Dr.
Frank, Erik; Mag. Dr.
Grubich, Rainer; Dr.
Hawelka, Verena; Dr.
Hoffmann, Mirjam; Dr.
Hoffmann, Thomas; Dr.
Holzinger, Andrea; Mag. Dr.
Hölzl, Christa; Mag. Dr. BEd
Kahr, Sabrina; BA MSc
Kreilinger, Maria; Mag.
Lüke, Timo; Dr.
Pessl, Gabriele; MMag.
Prammer, Wilfried; MA
Proyer, Michelle; Dr.
Raich, Kristina; BA BSc MSc MSc
Rauch, Claudia; Dipl. Päd. MA
Schrammel, Sabrina; Mag.
Schuster, Stefan;
Steiner, Mario; Mag. Dr.
Wagner, Josefine; PhD
Wohlhahrt, David; Prof.
Kooperationspartner
Pädagogische Hochschule Kärnten
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Pädagogische Hochschule Salzburg
Pädagogische Hochschule Steiermark
Pädagogische Hochschule Wien
Private Pädagogische Hochschule der Stiftung der Diözese Graz-Seckau
Private Pädagogische Hochschule Stiftung Burgenland
Private Praxismittelschule der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein in Innsbruck (701670)
Universität Graz
Universität Innsbruck
Universität Wien
Laufzeit
2022 – 2023
Beschreibung
Basierend auf den bisher vorliegenden Forschungsergebnissen zur SPF-Vergabepraxis auf der einen Seite und einer Analyse der international umgesetzten Modelle der Ressourcenvergabe auf der anderen Seite wird in dem vorliegenden Projekt ein Vorgehen vorgeschlagen, das Wege aufzeigt, die eine schrittweise Annäherung an eine an internationalen Erfahrungen angelehnte, chancengerechte und einem inklusiven Schulsystem förderliche SPF-Vergabepraxis ermöglicht.

Seitens des Ministeriums wurden folgende Forschungsziele für dieses Forschungsprojekt vorgegeben:

1. Evaluierung der Vergabepraxis von SPF-Bescheiden hinsichtlich Bedarfsgerechtigkeit und Treffgenauigkeit
2. Evaluierung des Ressourceneinsatzes zur sonderpädagogischen Förderung hinsichtlich seiner Effizienz und Effektivität
3. Erforschung der Ursachen der Disparitäten bei der Vergabe des SPF
4. Aufbereitung und Erweiterung der quantitativen und qualitativen Daten zur sonderpädagogischen Förderung
5. Schaffung eines evidenzbasierten Vorschlags für eine österreichweit einheitliche Weiterentwicklung der SPF-Vergabepraxis sowie des Ressourceneinsatzes auf Basis des Rundschreibens 7/2019

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Weber, Christoph; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Feichter, Helene Juliana; Mag. Dr. BEd
Kemethofer, David; Mag. Dr.
Soukup-Altrichter, Katharina; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Altrichter, Herbert; Univ. Prof. Dr.
Helm, Christoph; Assoc. Prof. Dr.
Nausner, Ernst; Dr.
Reitinger, Johannes; Univ. Prof. Dr.
Kooperationspartner
Bildungsdirektion OÖ
Johannes Kepler Universität Linz
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Laufzeit
2018 – 2023
Beschreibung
Vor dem Hintergrund von national wie international substanziellen Anteilen von Schüler/innen, die nach der Pflichtschulzeit zentrale Grundkompetenzen nicht ausreichend erworben haben, rücken Ansätze zur Sicherung eines ausreichenden Kompetenzerwerbs zunehmend in den Fokus von Bildungsforschung und Bildungspolitik. Das in den 1960er Jahren entstandene Konzept des Formativen Assessments (FA) wird in diesem Zusammenhang als erfolgsversprechendes Modell gehandelt. Die Idee des FA ist einfach: diagnostische Informationen werden erhoben und anschließend zur Optimierung von Lehr-Lern-Prozessen genutzt. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die Nutzung dieser Informationen für Unterrichtsentwicklung und individuelle Förderung nicht immer im erhofften Ausmaß passiert. Eine besondere Form zur Gewinnung diagnostischer Informationen stellt die Lernverlaufsdiagnostik dar. Dabei werden in kurzen Abständen über das Schuljahr verteilt diagnostische Tests durchgeführt, die den Lernverlauf der Schüler/innen sichtbar machen sollen und somit engmaschig Informationen als Basis für individualisierte Fördermaßnahmen liefern. Im Rahmen des Projekts Wir Wollen’s Wissen (W3) wird 28 Volksschulen das internetbasierte Lernverlaufsdiagnostiktool quop (www.quop.de) für Lesen und Mathematik über vier Jahre (Begleitung eines Jahrgangs von der ersten Klasse bis zum Ende der vierten Klasse) zur Verfügung gestellt. Das Projekt geht u.a. folgenden drei Fragestellungen nach: (1) Wie sehen Lehrkräfte die Anwendbarkeit und den Nutzen des für Deutschland entwickelten Tools für den Unterricht an österreichischen Volksschulen? (2) Unterscheidet sich die Leistungsentwicklung in Mathematik und Lesen zwischen Klassen an Projektschulen und einer Gruppe von Kontrollklassen? (3) Bestehen Leistungsentwicklungsunterschiede zwischen den Projektschulen bzw. -klassen? Können etwaige Entwicklungsunterschiede durch Unterschiede im Unterstützungsangebot (begleitende Fortbildung) erklärt werden?
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Keppelmueller, Joachim; Mag. Dr. BEd OStR Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Reinhart, Ulrike; Mag. Dr. OStR Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
In den letzten Jahren nimmt aus der subjektiven Wahrnehmung des Antragstellers die Zahl der sichtbar tätowierten und/oder gepiercten Studierenden stetig zu. Auffallende Gesichtspiercings und auch großflächige Tattoos sind – so die subjektive Wahrnehmung – keine Seltenheit.
Die im Studienalltag sichtbaren Piercings befinden sich im Gesicht – meist bei den Augenbrauen, der Nase oder Lippen – sowie an den Ohren.
Die Wahl der Tattoo-Motive reicht von bunten, fröhlich anmutenden Motiven bis zu monochromen Vanitassymbolen.

Im Gegensatz zu verschiedenen anderen Berufszweigen gibt es für Lehrerinnen und Lehrer keine all-gemeingültigen Bekleidungsvorschriften. Kleidung und Körperschmuck gelten als Teil des individuellen Ausdrucks und fällt somit unter den Schutz der persönlichen Freiheit. (vgl. Schulblatt des Kantons Zürich 1/2009, S.6)
Die beantragte Studie ist als Teilbereich eines geplanten Forschungsclusters zum Thema Leh-rer/innenpersönlichkeit und –identität gedacht.

Ziele des gegenständlichen Antrags:
• die tatsächlich eingetretenen Wirkungen des sichtbaren Körperschmucks im Unterricht, bei im Berufsleben stehenden Lehrerinnen und Lehrern zu erheben,
• den weiteren geplanten Umgang mit dem vorhandenen Körperschmuck vor dem Hinter-grund der persönlichen Erfahrungen im Berufsleben zu erheben.

Methode
• Interviews in der Explorationsphase (10 Leitfadeninterviews)
• Fragebogen für Lehrerinnen und Lehrer (online)

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Gamsjäger, Manuela; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Gamsjäger, Manuela; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Himmelsbach, Michael; Dr.
Lenz, Sonja; Mag. MA MEd
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität Linz
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Im Zuge der Neuordnung der Lehrerinnenbildung in Österreich (BGBl. I Nr. 211/2013) wurden die Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) als verbindendes Element zwischen universitären Lehrinhalten und schulischer Praxis etabliert (Kucher & Rulofs, 2018). Ziel der PPS ist es, Reflexionsprozesse und Verbindungen zu initiieren, die Studierende in ihrer professionellen Entwicklung und bei der Durchführung der Praktika unterstützen (UG §51, Abs. 5e). Während österreichweite Befunde die Praktika hinsichtlich Unterricht und Umgang mit Schülerinnen positiv bewerten, wird die Kohärenz als zentrales Merkmal der PPS meist nur neutral bis negativ eingeschätzt (Flick-Holtsch et al., 2023; Schnider et al., 2023). Am Standort Linz, Cluster Mitte, zeigen erste Analysen eine etwas höhere, jedoch weiterhin moderate Kohärenz zwischen Lehrveranstaltungen und Praktika (Himmelsbach et al., 2023). Die Schaffung eines „dritten Raums“ zur Verbindung von Theorie und Praxis kann daher bislang nicht als umfassend gelungen betrachtet werden (Fahrenwald & Gamsjäger, in Druck).
Trotz der bislang begrenzten Evidenz werden die PPS in der aktuellen Reform der Lehrerinnenbildung als vierte Säule weiter gestärkt (RV: 943/BNR, BGBl. I Nr. 50/2024). Gleichzeitig unterrichten aufgrund des Lehrerinnenmangels immer mehr Studierende bereits im Bachelorstudium an Schulen und absolvieren dadurch keine klassischen Praktika mehr. Es stellt sich daher die Frage, was Studierende im Rahmen der PPS bzw. im Früheinstieg tatsächlich lernen und wie dieses Lernen zur Professionalisierung beiträgt. Die seit 2019 laufende Evaluierung der PPS am Standort Linz für das Bachelorstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung bietet eine erste, umfangreiche Datenbasis, um diese Fragen im Quasi-Längsschnitt zu untersuchen.
Das Forschungsprojekt EPPAL widmet sich darauf aufbauend bzw. diese erweiternd folgenden Forschungsfragen, um Erkenntnisse für das aktuelle und zukünftige Curriculum der Sekundarstufe Allgemeinbildung zu generieren und die PPS am Standort Linz kontinuierlich zu evaluieren und weiterzuentwickeln:
1. Inwieweit tragen die wahrgenommenen Lerngelegenheiten in den PPS bzw. studienunbezogenen Tätigkeiten zur Professionalisierung der Studierenden bei?
2. Inwieweit gelingt am Standort Linz die Verbindung von Theorie und Praxis?
3. Welche Faktoren beeinflussen die Nutzung von Lerngelegenheiten bzw. die Einschätzung der Kohärenz?
Auf Basis eines für die PPS adaptierten Angebots- und Nutzungsmodells (Gamsjäger et al., 2022) wird mittels regelmäßiger Onlinebefragungen von Bachelorstudierenden im Praktikum untersucht, welche Lerngelegenheiten genutzt werden und wie Kohärenz zwischen Praktika und Begleitlehrveranstaltungen gelingt. Durch vertiefte Mehrebenen- und Modellanalysen der Daten (WiSe 2019 bis SoSe 2024) werden standortspezifische Erkenntnisse generiert, die in die Weiterentwicklung der PPS einfließen. Neben den Kernfragen werden weitere Aspekte analysiert, die bisher nur teilweise untersucht wurden, etwa Motive und Überzeugungen der Praxispädagoginnen, die Qualität der Unterrichtsbesprechungen sowie die Beziehung zwischen Praxispädagoginnen und Studierenden. Die bisherigen Befunde machen zudem eine Neukonzeption der Evaluierung notwendig, um die Fragen sowohl für regulär Studierende als auch für Früheinsteiger*innen zu beantworten.
Im Rahmen eines quantitativen Längsschnittdesigns werden in drei aufeinanderfolgenden Studienjahren Studierende der Kohorte 2024/25 sowie Praxispädagoginnen mittels Onlineerhebung befragt. Ergänzend werden zwei qualitative Teilstudien durchgeführt: Gruppendiskussionen und eine Dokumentenanalyse von Lernprodukten, um spezifische Aspekte wie das Belastungserleben bei Früheinsteigerinnen vertiefend zu untersuchen. Das Mixed-Methods-Design ermöglicht es, die PPS am Standort Linz evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
Beschreibung (engl.)
In the course of the reorganization of teacher education in Austria (Federal Law Gazette I No. 211/2013), the Pedagogical Practical Studies (PPS) were established as a connecting element between university teaching content and school practice (Kucher & Rulofs, 2018). PPS aims to initiate reflection processes and connections that support students in their professional development and the implementation of internships (UG §51, para. 5e). While Austria-wide findings rate the internships positively in terms of teaching and interaction with students, coherence as a central feature of the PPS is usually only rated neutrally to negatively (Flick-Holtsch et al., 2023; Schnider et al., 2023). At the Linz location, Cluster Mitte, initial analyses show slightly higher but moderate coherence between courses and practicals (Himmelsbach et al., 2023). The creation of a „third space“ to link theory and practice can not yet be considered a comprehensive success (Fahrenwald & Gamsjäger, in press).
Despite the limited evidence to date, the PPS are being further strengthened as the fourth pillar in the current reform of teacher training (RV: 943/BNR, Federal Law Gazette I No. 50/2024). At the same time, due to the shortage of teachers, more and more students are already teaching in schools during their Bachelor’s degree. They are, therefore, no longer completing traditional internships. This raises the question of what students actually learn as part of the PPS or early entry and how this learning contributes to professionalization. The evaluation of the PPS at the Linz site for the Bachelor’s degree program in secondary general education, which has been ongoing since 2019, provides an initial, comprehensive database to examine these questions in a quasi-longitudinal section.

The EPPAL research project is dedicated to the following research questions in order to generate findings for the current and future curriculum of secondary general education and to evaluate and further develop the PPS in Linz continuously:
1. To what extent do the perceived learning opportunities in the PPS or non-study-related activities contribute to the professionalization of students?
2. To what extent does the Linz location succeed in combining theory and practice?
3. Which factors influence the use of learning opportunities and the coherence assessment?
Based on a supply and utilization model adapted for the PPS (Gamsjäger et al., 2022), regular online surveys of Bachelor’s students on internships are used to investigate which learning opportunities are used and how coherence between internships and accompanying courses is achieved. In-depth multi-level and model analyses of the data (winter semester 2019 to summer semester 2024) will generate site-specific findings that will be incorporated into the further development of the PPS. In addition to the core questions, other aspects will be analyzed that have only been partially investigated so far, such as the motives and convictions of the practice teachers, the quality of the lesson discussions and the relationship between practice teachers and students. The findings to date also make it necessary to redesign the evaluation to answer the questions for both regular students and early entrants.
As part of a quantitative longitudinal design, students from the 2024/25 cohort and practice teachers will be surveyed online for three consecutive academic years. In addition, two qualitative sub-studies will be conducted: group discussions and a document analysis of learning products to examine specific aspects, such as the experience of stress among early career teachers, in greater depth. The mixed-methods design makes it possible to develop the PPS in Linz further in an evidence-based manner. EPPAL, thus, significantly contributes to fulfilling the quality framework for pedagogical-practical studies.

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