Kategorie: Theoretische Pädagogik

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Gastager, Angela; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Gastager, Angela; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Mirth, Theresa Anna;
Offner, Kerstin Lena;
Padinger, Selina;
Pristovnik, Martina;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Gasteiger-Klicpera, Barbara; Univ.-Prof. Dr. / Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft
Krammer, MA, Mathias; Mag. / Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft
Nebel, Anna; BEd, MA
Nussbaumer, Martina; MA
Kooperationspartner
Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Abteilung für Integrationspädagogik und Heilpädagogische Psychologie
Laufzeit
2013 – 2016
Beschreibung
Das derzeit an den Neuen Mittelschulen umgesetzte Teamteaching erfährt widersprüchliche Resonanz im Schulalltag: Einer kürzlich durchgeführten BIFIE-Studie (vgl. https://www.bifie.at/buch/1147/3/4 ) zufolge berichten Lehrerinnen und Lehrer in Interviews relativ positive Erfahrungen mit Teamteaching. Das Teamteaching stellt für sie aber auch eine schwierige Herausforderung dar, vor allem dann, wenn es zu Teamkonstellationen einer hocherfahrenen mit einer wenig erfahrenen Lehrperson kommt oder wenn eine nach Hochschulausbildungsmodus und eine nach Universitätsausbildungsmodus ausgebildete Lehrperson erfolgreich beim Unterrichten kooperieren sollen. Im Forschungsprojekt soll die Frage der Qualität des Co-Teachings aufgegriffen und Kriterien positiver Kooperation analysiert werden. Nach Sichtung bisheriger empirischer Studien zeigt sich, dass eher von einer erweiterten theoretischen Vorstellung der Kooperation der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer auszugehen ist, nämlich vom so genannten Co-Teaching (vgl. beispielsweise Cushman 2004). Dieser Ansatz beinhaltet als zentrale Elemente erfolgreichen Kooperierens der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer folgende Aspekte: 1. die Berücksichtigung einer Führungstheorie basierend auf Verteilungsgerechtigkeit, 2. geteilte Einstellungen und Werte, 3. eine gleichberechtigte Partnerschaft und 4. zentrale Merkmale eines kooperativen Arbeits- und Gruppenprozesses. Es geht im Forschungsvorhaben um die Prüfung der Fragestellung nach den fördernden und hemmenden Faktoren, die die Qualität des Co-Teachings im Sprachenunterricht der Neuen Mittelschulen beeinflussen. Um diese Frage zu prüfen, ist die Durchführung eines zweiphasigen Forschungsdesigns geplant. In einer ersten Phase wird eine geeignete Operationalisierung der oben angeführten theoretischen Teilaspekte erarbeitet. Ein in Vortestungen geprüfter Fragebogen wird entwickelt. In einer Online-Vollerhebung für alle im Sprachenunterricht tätigen Lehrerinnen und Lehrer der Steiermark, das sind Lehrerinnen und Lehrer an 168 Neuen Mittelschulen (ab 2013/14), wird dieser Fragebogen zur Erhebung der Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit mit einer Kollegin/einem Kollegen im gemeinsamen Unterrichten in den unterschiedlichen Formen des Co-Teachings verwendet. In einer zweiten Phase werden zwei Best Practice – Beispiele in Form von Fallanalysen erarbeitet, bei welchen vier qualitative Methoden zur Anwendung gelangen. Aufgrund der Datenanalysen, die es u.a. auch ermöglichen, verschiedene Validitätskriterien durch die Verwendung der verschiedenen Methoden einzuhalten, werden Erkenntnisse für die Erhöhung der Qualität des Co-Teachings in einem sinnvollen Classroom-Management erwartet.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Weinberger, Alfred; Mag. Dr. / Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Projektleitung intern
Gastager, Angela; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Gastager, Angela; Mag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Nebel, Anna; B.Ed., MA
Patry, Jean-Luc; Univ.Prof. Dr. / Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg
Weinberger, Alfred; Mag. Dr. / Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Kooperationspartner
Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg
Laufzeit
2013 – 2017
Beschreibung
Der professionellen Ausbildung von Lehrpersonen wird besonders in den letzten Jahren vermerkt Aufmerksamkeit geschenkt. Verschiedene Autor/innen haben Kompetenzmodelle und Standards entwickelt (z.B. Thenort 2006; Krauss et al. 2004; Blömeke, Felbrich & Müller 2008; Oser 1997; 2010), die eine Grundlage für die Professionalität dieses Berufsstands bilden sollen. In diesen Kompetenzmodellen stellt die Werthaltung (Ethos) der Lehrperson eine wichtige Facette neben Wissen und Können dar, wobei es sich wie Baumert und Kunter (2006) feststellen, um zwei „kategorial getrennte Kompetenzfacetten“ handelt. Professionalität bedeutet, dass sich diese beiden Ebenen, das Wissen und Können (Handwerk) und die Werthaltung (Gesinnung) zu einer Einheit fügen müssen (Thenort 2006). Als Resultat steht das auf Wissen basierende eigene Urteilen, Entscheiden und Handeln in Übereinstimmung mit dem persönlichen Wertesystem (Shulman 2005). Werte und Werthaltungen determinieren meistens unbewusst die Tätigkeit einer Lehrperson, von der Auswahl der Unterrichtsinhalte und -methoden über die Beurteilungspraxis bis zum Umgang mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern (vgl. z.B. Willemse, Lunenberg & Korthagen 2005). Einen wertfreien Unterricht gibt es nicht, sodass viele Autorinnen und Autoren vom Unterrichten als einem ethischen Unterfangen per se sprechen (vgl. z.B. Oser, Dick & Patry 1992; Campbell 2003; Patry 2002; Hansen 1998; Kesselring 2011). Obwohl Werte und Werthaltungen wichtige Kompetenzfacetten im Lehrberuf darstellen, ist die Forschungslage im deutschsprachigen Raum dazu äußerst dürftig (etwa Weinberger 2011, Weinberger & Gastager 2012). Baumert und Kunter (2006, S. 498) konstatieren: „Es ist bis heute unklar, welche Auswirkungen spezifische Wertpräferenzen für das professionelle Handeln von Lehrkräften tatsächlich haben und inwieweit diese Präferenzen im Zusammenhang mit den institutionellen Selektionsregeln des Systems stehen.“ Auf der Grundlage dieser Befunde lautet die zentrale Forschungsfrage für diese Untersuchung, wie sich bevorzugte Werte bei Lehramtsstudierenden auf ihr unterrichtliches Handeln auswirken. Es handelt sich demnach um eine deskriptive Untersuchung von Werten bei einer bestimmten Berufsgruppe. Davon abzugrenzen ist die Fragestellung, welche Werte und Werteinstellungen angehende Lehrpersonen haben sollten. Diese Fragestellung wird in der konkreten Untersuchung nicht thematisiert.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Gastager, Angela; HS-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Gastager, Angela; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Moser, Daniela; HS-Prof. Mag. Dr.
Rottensteiner, Erika; HS-Prof. ILn Mag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hagenauer, Gerda; Univ. Prof. Mag. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2020
Beschreibung
Im Projekt geht es um eine theoretische Analyse und evidenzbasierte Prüfung der folgenden Problemstellung: In welcher Weise wird bei Lehramtsstudierenden (LA-Studierenden) eine forschende Haltung als Schlüsselindikator (key indicator, Zeichner 2015) für die Lehrerrolle aufgebaut und weiterentwickelt? Im Zentrum des Untersuchungsinteresses steht die Förderung der reflexiven Kompetenzen (Schön 1983; 1987; 1991; Brookfield 2010; Van Manen 2015) in der Ausbildung von LA-Studierenden der Studiengänge Primar-, Sekundar- und Berufspädagogik hinsichtlich der Lehrerrolle allgemein und hinsichtlich ihres unterrichtspraktischen Handelns (Zeichner 2012; Hascher & Hagenauer 2016). Dieser Aspekt wird kombiniert mit der Untersuchung der selbstregulierten Strategien (Schiefele & Pekrun 1996; Pekrun et al. 2002; Zimmerman 2000) der LA-Studierenden. Um die Fragestellungen zu überprüfen und datenbasiert zu beantworten, kommt ein Mixed-Method-Design zur Anwendung. Es handelt sich um ein sequentielles exploratives Experimental–Kontrollgruppendesign mit Intervention (Tashakkori 2010). Dieses wird in dreizehn Seminargruppen (ca. N=221 LA-Studierende) der BWG LV Einführung in die pädagogische Forschung mit querschnittlich angelegten qualitativen und quantitativen Datenerhebungsmethoden (Fokusgruppen mit Ratingkonferenz; Vaughn 1996 und quantitativer Fragebogen zur Messung interessierender Dimensionen des Hauptkonstrukts Selbstregulation) sowie Methoden der Aktionsforschung (Altrichter & Posch 2007) und Methoden zur Rekonstruktion Subjektiver Theorien (Gastager et al. 2011) umgesetzt. Die Experimentalgruppen erfahren die Intervention in Form von Aktionsforschungsmethoden zur Ermittlung der relevanten Metaphern, die Kontrollgruppen arbeiten ohne diese Intervention, aber zur gleichen Rahmenthematik. Das in den Präsenzphasen der Seminare in Form von Bild- und Wortmetaphern aktualisierte Datenmaterial wird hinsichtlich der Fragestellungen inhaltsanalytisch (Mayring 2013) ausgewertet. Zur Messung einer Veränderung werden vor und nach der Intervention die quantitativen Daten ermittelt. Die Ergebnisse werden hinsichtlich des Fortschrittes zur Entwicklung einer forschenden und reflexiven Grundhaltung der LA-Studierendengruppen vergleichend diskutiert.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Patry, Jean-Luc; o. Univ.Prof. Dr. / Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg
Projektleitung intern
Gastager, Angela; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Bock, Anna; M.A., B.Ed., Bakk.phil.
Koschmieder, Corinna; Mag. Dr. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2020
Beschreibung
Das Gesamtprojekt besteht aus fünf Studien:
1. Subjektive und wissenschaftliche Theorien im Vergleich: Erhebung von subjektiven Theorien von Praktikern zu einem Thema und Analyse der Literatur zum gleichen Thema und Vergleich; 2. Entwicklung eines standardisierten Verfahrens des Nachträglichen Lauten Denkens zur Erfassung des pädagogischen Taktes (Vorgehen, Instruktion, Analysesystem); 3. Validierung dieses Systems durch einen Vergleich zwischen Novizen und Experten; 4. Interventionsstudie: Vergleich der subjektiven Theorien und des pädagogischen Taktes vor und nach einer Intervention in einem quasiexperimentellen Design;
5. Entwicklung eines praxis-orientierten Handbuchs für pädagogisch taktvolles Handeln.
In der dritten Teilstudie, die an der PH Steiermark durchgeführt wird, geht es um einen Vergleich der Repräsentationen bezüglich des Pädagogischen Takts im Unterrichtspraktikum von Lehramtsstudierenden und deren Betreuungslehrpersonen. Um professionelle Handlungsstrategien im Praktikum ausbilden zu können, werden basierend auf Schön (1987) mehrere Merkmale der Qualitätsprozesse im Praktikum als erlern- und trainierbar, aber nicht lehrbar beschrieben, die die Theorie des Pädagogischen Takts unterstützen. Billett und Smith (2014) nehmen an, dass professionelle Praxis entscheidend durch interaktive Verfügungen von Wissen gekennzeichnet ist. Qualitative Unterschiede zwischen bei Novizen und Experten repräsentierten Kognitionen stellt Berliner (z.B. 2001) fest. Die Frage fokussiert auf eine systematische Analyse, inwiefern der geringere Anteil an praktischer Unterrichtserfahrung der Studierenden bewirkt, dass sie in Unterrichtssituationen ihres Praktikums qualitativ anders taktvoll sind als deren Betreuungslehrer/innen. Mittels Stimulated Recall (Calderhead 1981) wird die Annahme mit 24 Lehramtsstudierenden der Sekundarstufe I und deren Praxisbetreuer/innen an der Pädagogischen Hochschule Steiermark überprüft werden und dient der Validierung des Kodiersystems aus der Vorläuferstudie des Gesamtprojekts. Die analysierten Situationen der Praktika werden zusätzlich mittels LUM-Methode (Patry 1997) vonseiten der beteiligten Schüler/innen validiert.
In der Verlängerung geht es um die weitere Durchführung zur Herausgabe eines Bandes in der Studienreihe der PHSt, um weitere Intensivierung der qualitativen und quantitativen Datenanalysen und schließlich um weitere Dissemination der Ergebnisse in Form von Zeitschriftenbeiträgen und Kongresspräsentationen.
Beschreibung (engl.)
Study 3: One can assume that experienced teachers are indeed tactful if they are committed. Student teachers are assumed to be less tactful than experienced teachers for two reasons: (a) they are not used to teach and to deal with the problems of applying theories in practical situations, and (b) they are “closer” to the theories since they are still studying and passing exams etc. while expert teachers have “emancipated” from the dictatorship of theories. The assumption is not that the student teachers are unable to be tactful, but that they lack experience in acting tactfully in teaching situations which yields less tactful actions in these particular situations. This assumption will be used to validate the coding system. The procedure is as follows: in the University College of Teacher Education Styria about 12 teachers from 5 to 8 (secondary; across all disciplines) who host student teachers (pre-service teachers) as practitioners in internships in their classes will be selected on voluntary base; these teachers have been selected by the University College for their expertise and have been further trained. Each of them will have at least two senior student teachers. Both the 12 expert teachers and the 24 student teachers they host will be assessed independently for one lesson with stimulated recall, and the results will be coded using the coding system from study 2. By matching the expert teachers with the respective student teachers direct comparisons of experts and novices from the same field can be made. Higher values of the practitioners than of their student teachers according to the coding system will be interpreted as indicators of the validity of the assessment tool to measure tact. To make sure that there is indeed a difference in the experts’ and novices’ actions, the lesson interruption method (Patry, 1997b) will be used.
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Knollmueller, Robert; Mag. Prof.
Projektleitung intern
Knollmueller, Robert; Mag. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2021
Beschreibung
Dieses Forschungsvorhaben untersucht, inwieweit durch die Implementierung einer neuen Schulform in der Sekundarstufe I und damit durch die strukturelle Veränderung eines Systems Erkenntnisse darüber zu gewinnen sind, ob Kompetenzmodelle mit den dazugehörigen – operationalisierten – Aufgaben die Kritik an der Notenvergabe verringern können.
Beschreibung (engl.)
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Bericht