Kategorie: Religionswissenschaft

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Kreutzer, Ansgar; Univ.-Prov.
Reitinger, Johannes; habil. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Reitinger, Johannes; habil. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2018
Beschreibung
In der Sozialwissenschaft wird allenthalben der Trend zur Individualisierung konstatiert, der auch religiöse Ausdrucksformen, Gemeinschaften und Institutionen nicht unberührt lässt: Prozesse sozialen Wandels führen dazu, dass Menschen zunehmend aus angestammten sozialen Strukturen (wie Familien, Dorfgemeinschaften, kirchlichen Strukturen) freigesetzt werden. Damit erhöhen sich Möglichkeiten, aber auch Notwendigkeiten selbstbestimmter Lebensführung – zumindest in einigen Lebensbereichen. In der Religionswissenschaft wird der Niederschlag von Individualisierung in der Religiosität mit dem sich verbreitenden Typus eines „spirituellen Wanderers“ (C. Bochinger u.a.) auf einen analytischen Begriff zu bringen versucht. Für die Religionsgemeinschaften ist mit diesen Prozessen der Individualisierung ein Bedeutungsverlust, zumindest -wandel ihrer institutionellen Struktur verbunden, auf den sie theologisch, pastoral und organisatorisch zu reagieren haben.
Das hier anvisierte Forschungsprojekt geht – gestützt von entsprechenden ersten empirischen Beobachtungen aus der Religionssoziologie (etwa Bochingers u.a.) – von der Hypothese aus, dass sich Prozesse der religiösen Individualisierung nicht zuletzt im Kontext kirchlicher Bildungshäuser manifestieren. Dies lässt sich durchaus soziologisch erklären: Denn die relativ offene, eher netzwerkartig angelegte Sozialstruktur von Bildungshäusern sowie ihr inhaltliches Angebot, nämlich auf individuelle Präferenzen und Interessen abgestimmte Bildungsprozesse, scheinen einer durch Individualisierung und religiöse Selbstbestimmung geprägten Mentalität entgegenzukommen. Zugleich zeigt die bleibend institutionelle und soziale Struktur von (religiösen) Bildungseinrichtungen aber auch, dass (religiöse) Individualisierungsprozesse auf institutionelle Rahmungen und Re-Vergemeinschaftungen der „freigesetzten“ Individuen angewiesen bleiben. Diesen Tatbestand einer gewissermaßen dialektischen Individualisierung, die auch ihre Gegenbewegung der Vergemeinschaftung – freilich unter individualisierten Bedingungen – hervorbringt, hat die gegenwärtige Sozialwissenschaft auf das differenzierte Konzept der „posttraditionalen Gemeinschaft“ (R. Hitzler u.a.) gebracht. Insofern scheinen kirchliche Bildungshäuser ein paradigmatisches Feld, in dem sich religiöse Individualisierung und posttraditionale Vergemeinschaftung beobachten lassen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Tarmann, Paul; MMMag DDr. Prof.
Projektleitung intern
Tarmann, Paul; MMMag DDr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Bozkaya, Dilek; BEd
Hemsing, Werner; Dr.
Wunderli, Armin; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2020
Beschreibung
Aufbauend auf die Ergebnisse des gleichnamigen Forschungsprojekts (Laufzeit Sept. 2017 bis Sept. 2019) wird in diesem Entwicklungsprojekt beabsichtigt, eine Publikation zu verfassen, die sowohl die einzelnen Arbeitsschritte der empirischen Untersuchungen skizziert als auch die Ergebnisse zugänglich macht. Neben einem wissenschaftlichen Ziel hat diese Publikation daher auch ein wissenschaftsdidaktisches, nämlich die exemplarische Darlegung der Forschungsmethodik. Die Drucklegung der Publikation ist bereits gesichert und spielt bei der Ausrichtung des Entwicklungsvorhabens eine nicht unerhebliche Rolle: das Erscheinen in der Reihe „Religion & Bildung“ (LIT-Verlag) ermöglicht es, neben einem Fachlesepublikum auch einen breiten Kreis an einschlägig Interessierten anzusprechen und mit den Forschungsschritten und -ergebnissen vertraut zu machen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Ferstl, Guntram Franz; Dipl.-Päd. Ing.
Projektleitung intern
Ferstl, Guntram Franz; Dipl.-Päd. Ing.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2021
Beschreibung
Namhafte Theologen plädieren für einen stärkeren Fokus auf Mystik, weil Mystik zu den Ursprüngen der Religion zurückführt und ein beträchtlicher Teil der säkularen Gesellschaft Interesse an authenischen religiösen Erfahrungen hat. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, inwieweit ein Bewusstsein für Mystik und deren Inhalte und Übungen in der Schule vorherrscht. Was wissen Lehrer*innen und Schüler*innen dazu und welche Stellung nehmen sie nach einer näheren Begegung zu ihr ein? Mystik wird zudem oft als verbindendes Element zwischen den Religionen angepriesen. Wie reagieren nun aber Lehrer*innen und Schüler*innen auf das interkonfessionelle Moment der Mystik tatsächlich? Experteninterviews aus den Bereichen Religionspädagogik, Theologie und Philosophie sollen erste Einschätzungen zu den obigen Fragen liefern. Im Schulkontext werden die Kinder und Jugendlichen (Volksschule, Mittelschule und Oberstufe – AHS, BHS, BHMS) über Fragebögen ihr Wissen und ihre persönlichen Einstellungen zu einfachen Übungen mitteilen.
Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit ein Einsatz von mystischen Lehren und Übungen in der öffentlichen Schule erachtenswert erscheint.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Lehmann, Karsten Bernhard Konstantin; Dr. MA
Projektleitung intern
Lehmann, Karsten Bernhard Konstantin; Dr. MA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2021
Beschreibung
Das hier vorgeschlagene Buchprojekt, das eine Tagung und eine Dokumentation in einem Buch beabsichtigt, setzt sich zum Ziel, einen konzisen und systematischen Überblick über die Entwicklung und gegenwärtige Präsenz religiöser Vielfalt in Österreich zu verschaffen. Die Antragssteller wollen zentrale Expertinnen und Experten für die jüngere Geschichte der Religionen in Österreich (ab der Zeit der Toleranzedikte) zusammenbringen, um mit ihnen sowohl die Entwicklung einzelner religiöser Traditionen als auch systematische Fragen zu diskutieren und die Ergebnisse dann in einem Sammelband publizieren.
Im Zentrum des Interesses steht dabei, nicht nur die anerkannten Religionsgemeinschaften zu erfassen, sondern auch vergleichsweise kleinere religiöse Gruppierungen mit zu behandeln. Zum anderen soll besonderes Augenmerk auf die innere Pluralität religiöser Traditionen in Österreich gelegt werden, da sich unter dem Dach einzelner Religionsgemeinschaften oftmals eine Diversität von sehr unterschiedlichen Gruppen und Strömungen verbirgt. Die Antragsteller setzen es sich z.B zum Ziel auch Diversität muslimischer, christlicher oder jüdischer Traditionen in Österreich herauszuarbeiten. Ein drittes Ziel besteht darin, die Interaktion und Verschränkung der Religionsgemeinschaften mit verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen deutlich zu machen.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Edipoglu, Kerim; Mag. Dr. Prof.
Medeni, Elif; MEd.
Projektleitung intern
Edipoglu, Kerim; Mag. Dr. Prof.
Medeni, Elif; MEd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2020
Beschreibung
In diesem Entwicklungsprojekt soll das Thema Spiritualität aus theologischer und religionspädagogischer Sicht behandelt werden. Eine lebendige und authentische Religiosität zehrt nach islamischem Verständnis nicht nur von äußeren Riten, moralischen Geboten und Regeln für das soziale Zusammenleben, sondern sie muss im Kern von tiefer Einsicht und Spiritualität getragen werden.
Der Begriff Spiritualität hat in den klassischen islamischen Disziplinen nicht unbedingt eine direkte Entsprechung. Themen, die sich auf die Innerlichkeit des Menschen beziehen, wurden besonders in der islamischen Mystik (Tasawwuf, Sufismus) behandelt. Aus der Sicht mancher Muslime heute handelt es sich bei der Mystik oftmals um eine Gegenbewegung, die häufig negativ wahrgenommen wird. Jahrhundertelang war dies jedoch nicht der Fall. Mystik, Tasawwuf, innere Reinigung – egal wie dies benannt wurde, es wurde stets davon ausgegangen, dass es einen gefühlsmäßigen Kern der Religion gibt, der sich auch in äußeren Riten manifestiert und somit zur Veredelung bzw. Vollendung der Menschwerdung beiträgt. Das Ideal blieb stets die Einheit von Innerlichkeit (Batin) und Äußerlichkeit (Zahir). Auch heute stellt sowohl die theoretische als auch praktische Verortung der Spiritualität eine Herausforderung dar. Fälschlicherweise wird Spiritualität heute oft reduziert auf das rein Äußerliche auf praktizierte Riten, wobei die Innerlichkeit aus dem Blick gerät. Andererseits bieten Riten in Zeiten der Verunsicherungen Stabilität und Identität. In diesem Spannungsfeld versucht das Entwicklungsprojekt das Thema Spiritualität im Kontext von Schule und dem islamischen Religionsunterricht aus theoretischer und praktischer Perspektive zu beleuchten.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Garcia Sobreira-Majer, Alfred; Mag. Dr. OStR Prof.
Projektleitung intern
Garcia Sobreira-Majer, Alfred; Mag. Dr. OStR Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Bozkaya, Dilek; BEd
Dura-Nitu, Irina; LL.M. Mag. BEd Dr.
Lehmann, Karsten Bernhard Konstantin; Dr. MA
Petschnigg, Edith; MMag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2020
Beschreibung
Interreligiöses Begegnungslernen ist ein Modell religiöser Bildung, das an Schulen und Hochschulen angewandt wird. An der KPH Wien/Krems hat es sich in ReligionslehrerInnenausbildung mit christlichen und muslimischen Studierenden bewährt. Katja Boehme (PH Heidelberg) hat ein Modell entwickelt, mit dem sowohl an der PH Heidelberg als auch an Schulen erfolgreich gearbeitet wurde. In Wien ist dieses Heidelberger Modell 2017/18 an zwei AHS installiert und an einer schon durchgeführt worden.
Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, zur empirischen Erforschung dieser spezifischen Form des Begegnungslernens beizutragen. Es geht der Frage nach, worin in dem Modell des Interreligiösen Begegnungslernens „Begegnung“ besteht. Es wählt dafür den Zugang der (teilnehmenden) Beobachtung und rückt das soziale Handeln der beteiligten AkteurInnen in dem Mittelpunkt. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die konkreten Interaktionen zwischen SchülerInnen und zwischen SchülerInnen und Lehrenden im Zuge des Interreligiösen Begegnungslernens. Damit unterscheidet sich das Forschungsprojekt deutlich von anderen, die nach dem Lernertrag interreligiösen Begegnungslernens, insbesondere nach dem Erwerb interreligiöser Kompetenzen fragen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Lehmann, Karsten Bernhard Konstantin; Dr. MA
Projektleitung intern
Lehmann, Karsten Bernhard Konstantin; Dr. MA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Petschnigg, Edith; MMag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2020
Beschreibung
Im Fokus des Forschungs- und Wissenschaftsvermittlungsprojektes unter der Leitung von Edith Petschnigg steht der Umgang mit Religion und religiöser Pluralität an Wiener Schulen in der Zeit der österreichischen Ersten Republik. An einer Vielzahl von Wiener Schulen war der Schulalltag der Zwischenkriegszeit von einem Zusammentreffen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher christlicher und jüdischer sowie säkularer Traditionen geprägt. Im Zentrum des Projektes steht die Perspektive ehemaliger Schülerinnen und Schüler und deren individuelle Konstruktion von religiöser Pluralität. Die zentrale Quelle bilden daher Oral-History-Interviews mit jüdischen und christlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Graz
Sprache
Projektleitung gesamt
Thonhauser, Johannes; MMag. Prof. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Thonhauser, Johannes; MMag. Prof. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
Auf Grundlage der im Projekt 1 gewonnenen Erkenntnisse soll eine weitere Vertiefung der Fragestellung im Hinblick auf das Thema „Populismus“ erfolgen.
Beschreibung (engl.)
On the basis of the findings gained in Project 1, the topic of „Populism“ will be further deepened.
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Graz
Sprache
Projektleitung gesamt
Thonhauser, Johannes; MMag. Prof. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Thonhauser, Johannes; MMag. Prof. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2018
Beschreibung
Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Wahrnehmung der katholischen Kirche in Kärnten, insbesondere in der Zeit des „Christlichen Ständestaates“. Die Arbeit gibt Aufschluss über historische Entwicklungen, die zum Verständnis eigentümlicher kirchlicher, politischer bzw. gesellschaftlicher Phänomene in Kärnten beitragen sollen.
Beschreibung (engl.)
This project deals with the perception of the Catholic Church in Carinthia, especially in the time of the „Christian Estates State“. The work sheds light on historical developments which are intended to contribute to the understanding of peculiar ecclesial, political and social phenomena in Carinthia.
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Bericht