Kategorie: Sprachunterrichtsforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Neseli, Buket; Mag. BA. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Projektleitung intern
Neseli, Buket; Mag. BA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2019
Beschreibung
Die Untersuchung der Mehrsprachigkeit im Hinblick auf den Literaturunterricht in der Primarstufe soll
vor allem aufzeigen, welchen Mehrwert mehrsprachiger Literaturunterricht nicht nur für bi- bzw.
multilinguale, sondern auch für monolinguale SchülerInnen hat. Die Erkenntnisse sind sowohl für
den schulischen als auch für den Hochschulunterricht relevant. Förderung des metalingualen Sprachbewusstseins innerhalb einer heterogenen Lerngemeinschaft.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, unter Fokussierung auf mehrsprachige Texte bzw. mehrsprachige Literatur den Deutschunterricht didaktisch zu konzipieren.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Mayr-Keiler, Kerstin; Mag.phil. MA. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Projektleitung intern
Mayr-Keiler, Kerstin; Mag.phil. M.A.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2019
Beschreibung
Ziel des Projektes Voicescpaes ist es selbstbezogene Konzepte und Subjektivierungsprozesse bei mehrsprachigen Schüler_innen zu untersuchen. Hypothese: (Individuelle) psycholinguistische (Affekte, Emotionen) und soziolinguistische (kontextuelle Spracherfahrungen, Sprachhandlungen, Haltungen) Faktoren sind die grundlegenden Kräfte, welche die Einstellungen zu Sprachen bzw. die individuelle Wahrnehmung des individuellen (eigenen), mehrsprachigen selbstbezogenen Konzepts prägen und beeinflussen somit die Gelingensbedingungen des Spracherwerbs, Sprachlern-, Sprachentwicklungs- bzw. Spracherhaltungsprozesses. Speziell mehrsprachige Schülerinnen und Schüler verfügen über ein großes Sprachrepertoire. Im Rahmen des Projektes werden linguistische Profile bzw. Selbstkonzepte von Schülerinnen und Schülern erforscht, indem die Gestalt innerer Sprachlandschaften im Zusammenhang mit Sprachbiografien untersucht werden. Spezielles Augenmerk wird dabei auf die Rolle der Emotionen und die Beziehungen der Schüler_innen zu ihrem Sprachenrepertoire im Hinblick auf den Sprachlern, Spracherwerbs-, Sprachentwicklungs- bzw. Spracherhaltungsprozess gelegt. Emotionen sind der treibende Motor, wenn es um Lernbereitschaft und Motivation geht und haben somit direkten Einfluss auf die innere Bereitschaft der Schüler_innen eine (neue) Sprache zu erlernen bzw. zu erhalten. Die Ergebnisse des Projektes leisten einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Mehrsprachigkeitsforschung und könnten als Basis für didaktische Überlegungen des Sprachunterrichts dienen. Im Hinblick auf die Implementierung werden sowohl das „Dynamic Model of Multilingualism“ introduced by Herdina & Jessner (2002) und der Lehrplan zur Mehrsprachigkeit von Reich und Krumm „Sprachbildung und Mehrsprachigkeit: Ein Curriculum zur Wahrnehmung und Bewältigung sprachlicher Vielfalt im Unterricht“ (2013) herangezogen. Folgende zwei Forschungsfragen stehen im Zentrum des Projektes: 1. Was sind die konstitutiven Elemente (Faktoren), welche die Entwicklung mehrsprachiger Selbstkonzepte bedingen 2. Wie beeinflussen diese Faktoren (z.B. Emotionen, Haltungen) Schüler_innen im Hinblick auf ihre Motivation und ihren Erfolg beim Erwerb/ Erhalt von Sprachen?
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Gucanin-Nairz, Verena; Mag. Dr. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Projektleitung intern
Gucanin-Nairz, Verena; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Kleiner, Doris; Mag. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Reiter, Christine; Mag. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2015
Beschreibung
Im Projekt Lernhilfe werden überwiegend Kinder mit nicht-deutscher Erstsprache am Nachmittag betreut, um eine Verbesserungen der schulischen Leistungen sowie der Sprachkenntnisse in Deutsch zu erzielen. Welche Lernfortschritte können Kinder mit nicht-deutscher Erstsprache im Rahmen des Lernhilfe-Projektes in der deutschen Sprache im Laufe von 6 Monaten erzielen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Lechner, Christine; Mag. Dr. BA. Hochschulprof OStR Prof. / ZEN200 Zentrum für Forschung und Wissensmanagement
Projektleitung intern
Lechner, Christine; Dr. phil., B.A.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Konrad, Anita; Mag.phil.
Steiner, Melanie; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
Teachers are at the heart of the quality process in the language learning classroom. This project will support teachers in European classrooms in using action research as an essential tool for the development of reflective classroom practice highlighting ways in which teachers can enhance their self-confidence and professionalism. This in turn will improve the quality of their teaching and at the same time strengthen teacher confidence.
Envisaged outputs

Guidelines for action research and for networking strategies towards quality enhancement in language teaching
A practical guide to action research for teachers and teacher educators based on experiences from the ECML countries
Piloted models of trialled course units: format for training units to improve classroom practice through linking quality strategies to practical Action Research approaches.
Brochure including checklist and reflection
A set of success stories in several languages
Online platform with a bank of resources, including key documentation, and didactic materials

Envisaged outcomes

The adoption of an action-research based approach to language methodologies
Increased co-operation between classrooms practice and academic expertise
Positive impact on language education in classrooms through professional networks and peer support

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Schrammel-Leber, Barbara; Mag.Dr.
Projektleitung intern
Gucanin-Nairz, Verena; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Carré-Karlinger, Catherine; Mag.
Gilly, Dagmar; Mag. / BIMM – Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit, Pädagogische Hochschule Steiermark
Schrammel-Leber, Barbara; Mag.Dr. / BIMM – Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit, Pädagogische Hochschule Steiermark
Theurl, Peter; Mag.Dr. / Pädagogisches Institut Vorarlberg
Kooperationspartner
BIMM – Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit, Pädagogische Hochschule Steiermark
Pädagogische Hochschule Tirol
Pädagogisches Institut Vorarlberg
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
Die Anforderungen an das nationale Bildungssystem haben sich im letzten Jahrzehnt aufgrund von Globalisierung und Zuwanderung stark geändert. Im Schuljahr 2013/14 hatten 26,3% der Schülerinnen und Schüler an österreichischen Allgemeinbildenden Pflichtschulen eine andere Erstsprache als Deutsch (BMBF 2015). Sprachliche, kulturelle und religiöse Diversität prägen somit die Lehr- und Lernprozesse.
Wie aus dem Nationalen Bildungsbericht 2012 hervorgeht, ergibt sich die bildungspolitische Relevanz dieser Veränderung in der Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler nicht zuletzt dadurch, dass Schülerinnen und Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch im österreichischen Bildungssystem weniger erfolgreich sind als einsprachige Schüler_innen (Herzog-Punzenberger/Schnell 2013: 230). Dabei ist es wichtig zu beachten, dass hierfür nicht kausal die Tatsache einer anderen Erstsprache verantwortlich gemacht werden kann, da dieser Befund zum einen nicht für alle Gruppen von mehrsprachigen Schüler_innen gilt und zum anderen der internationale Vergleich zeigt, dass dies nicht auf alle Länder zutrifft.
Chancengleichheit im Zugang zur Bildung und Chancengleichheit durch Bildung – Verfassungsrang in Österreich;
National (Regierungsprogramme) und International (EU Dokumente) Bekenntnis zu Mehrsprachigkeit, Interkulturalität als Unterrichtsprinzip.

Ein Folgeprojekt wurde angeschlossen PHT-H-789-K1n: „Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit in den Curricula der Primarstufe“

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Bachlechner, Michael; Dipl.-Päd. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Projektleitung intern
Bachlechner, Michael; Mag.phil., BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Meier, Jörg; Univ.-Prof. Dr. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Neseli, Buket; Mag. BA. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Oberhauser, Claus; MMag. Dr. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Scharinger, Stephan; Mag.phil. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kern, Michael; / Tiroler Bildungsinstitut – Medienzentrum, Medienzentrum Innsbruck
Kooperationspartner
Tiroler Bildungsinstitut – Medienzentrum, Medienzentrum Innsbruck
Laufzeit
2015 – 2016
Beschreibung
Die Lebenswirklichkeit der Kinder von heute ist durch umfassenden Mediengebrauch geprgt. Deutschsprachige Kinder haben aber kaum Erfahrung mit Filmen, die untertitelt sind. Das Projektteam, bestehend aus Mitgliedern des Deutsch-, Geschichte- und Biologieteams am Zentrum fr Fachdidaktik, mchte deshalb erstmals Filme in deutscher Sprache mit deutschen Untertiteln verwenden, um herauszufinden, ob dies den Wissenserwerb steigert. Der Projektansatz ist die berlegung, dass die visuelle und akustische Wahrnehmung durch Untertitel untersttzt wird und somit die inhaltlichen Aussagen des Unterrichtsfilms besser verstanden und aufgenommen werden. Damit knnte eine Steigerung des Unterrichtsertrages erreicht werden. Deshalb werden in den am Projekt teilnehmenden Schulklassen untertitelte Unterrichtsfilme vorgefhrt. Im Anschluss erhalten die SchlerInnen Wissens- und Verstndnisfragen, die selbststndig beantwortet werden mssen. Durch Einfhrung einer Kontrollgruppe (Parallelklasse), die denselben Film ohne Untertitel ansehen wird und anschlieend ebenfalls die Wissens- und Verstndnisfragen beantwortet, soll ermittelt werden, ob es Unterschiede im Wissenserwerb gibt. Sollten die Ergebnisse die vermutete positive Wirkung der Untertitel besttigen, berlegt das Medienzentrum Tirol, vermehrt untertitelte Unterrichtsfilme auf der Plattform LeOn anzubieten.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Konrad, Anita; Mag.phil. / ZEN200 Zentrum für Forschung und Wissensmanagement
Steiner, Melanie; Mag. / ZEN200 Zentrum für Forschung und Wissensmanagement
Projektleitung intern
Steiner, Melanie; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
An allen Hochschulen gibt es angehende LehrerInnen, die multikulturell, mehrsprachig und direkt mit den gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Anforderungen eines modernen Europas befasst sind: die Gruppe der ERASMUS-Studierenden. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, Bildungssystemen, Kulturen, sozialen Schichten und fachlichen Schwerpunkten, bewältigen Studium und Alltag über Monate zumindest zwei-, meist sogar dreisprachig und sind sich der gesellschaftspolitischen und fachlichen Anforderungen an sie als zukünftige LehrerInnen meist stärker bewusst als ihre nicht-mobilen Kommiliton_innen.
Anhand von Beispielen aus der Unterrichtspraxis sollen Konzepte, Inhalte, sprach- sowie fachdidaktische Methoden und Hilfsmittel für diese Gruppe ausgearbeitet, erprobt und analysiert werden. Damit sollen Lehrende dazu angeregt werden, mehrsprachige und multikulturelle Konstellationen zu nutzen, Potentiale und Herausforderungen zu erkennen und ein Umfeld für nachhaltiges Lernen zu gestalten.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Reiter, Christine; Mag. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Projektleitung intern
Reiter, Christine; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Meier, Jörg; Univ.-Prof. Dr. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
, ; / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Rauchegger-Fischer, Claudia; Mag. OStR Prof. / ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2019
Beschreibung
Ausgehend von den zur Verfügung stehenden Ergebnissen der BIST- Überprüfungen wird eine
nachhaltige Fortbildungsreihe für den Deutschunterricht im Kompetenzbereich Schreiben konzipiert
und durchgeführt. Eine Optimierung der Fortbildungsreihe erfolgt nach einer Evaluierung.
Ziel(e) des Forschungsprojektes sind, die Entwicklung eines Konzepts zur Verbesserung der Unterrichtsqualität im Bereich Schreiben, orientiert an den Bildungsstandards wie auch der Aufbau theoretischer und praktischer Fortbildungsreihe für LehrerInnen als Basis zur Förderung und
Entwicklung der Schreibkompetenz der SchülerInnen im Deutschunterricht.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Erling, Elizabeth; Univ.-Prof.in / Karl-Franzens-Universität Graz
Projektleitung intern
Bergmann, Laura; Mag.
Pölzleitner, Elisabeth; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Karl-Franzens-Universität Graz
Laufzeit
2019 – 2021
Beschreibung
Dieses Forschungsprojekt umfasst einen Teilbereich des größer angelegten Forschungsprojekts „FEWE – Effizienz im Englischunterricht“ der Universität Graz. Im Zuge des FLEXI Projektes an der Praxismittelschule der Pädagogischen Hochschule Steiermark und dem damit verbundenen Begleitforschungsprojekt „Englischunterricht im Projekt Flexible Eingangsstufe (FLEXI)“ mit den Teilbereichen „Entwicklung des Konzepts und der Unterrichtsmaterialien“ und „Untersuchung der Auswirkungen auf Lernmotivation, Lernerfolg und Selbstwirksamkeit“ wird die Zusammenarbeit im Rahmen dieses Einzelprojektes mit der Praxismittelschule der Pädagogischen Hochschule Steiermark weiter spezifiziert.

Das Projekt untersucht die Auswirkungen des an der Praxismittelschule entwickelten Modulsystems in Kombination mit den dafür entwickelten Unterrichtsmaterialien auf die Effizienz des Fremdsprachenlernens, sowie die Entwicklung von Selbstorganisation und Selbstwirksamkeit der Lernenden.
Das Projekt „FEWE“ wird gemeinsam geplant und begleitet. Die Projektleitung und Koordination der Zusammenarbeit zwischen den beiden Bildungsinstitutionen und den am Projekt weiter beteiligten Personen wird von Univ.-Prof. Elizabeth J. Erling, PhD, Dr. Elisabeth Pölzleitner und Mag. Laura Bergmann an den beiden Bildungseinrichtungen der Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule Steiermark übernommen.
Die Hauptaufgaben der schulischen Projektpartner ist die Planung und Entwicklung des Unterrichtskonzepts und der Unterrichtsmaterialien. Die universitären Partner übernehmen die Verantwortung für die wissenschaftliche Begleitforschung. Bei Veröffentlichungen werden alle Projektpartner genannt.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Plamenig, Beatrix; Mag.phil. Prof.
Projektleitung intern
Plamenig, Beatrix; Mag.phil. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Matischek-Jauk, Marlies; HS-Prof. Mag. Dr. Dipl.-Päd.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2022
Beschreibung
Die kulturelle Praxis von Schülerinnen und Schülern verändert sich stark durch neue Medien und Formate wie z. B. Serien auf Netflix. Gleichzeitig verändert sich auch das außerschulische kulturelle Lebensumfeld selbst. Die dadurch größer werdende Kluft zum herkömmlichen Literaturunterricht lässt einen Teil von Schülerinnen und Schülern oftmals wenig Zugang zum literarischen Lernen in der Schule finden, was sich in einem negativen Selbstkonzept niederschlägt. Da aber gerade das literarische Lernen von seinem Anspruch her zur Persönlichkeitsbildung möglichst aller beitragen möchte, ist eine neue Betrachtung und auch Definition des literarischen Lernens im Deutschunterricht nötig. Ebenso brauchen Lehrerinnen und Lehrer für ihren gegenwärtigen Literaturunterricht, der von der literarischen Sozialisation der Schülerinnen und Schüler ausgehen sollte, Konzepte und erprobte Materialien, sowie Lehramtsstudierende auf zukünftige Generationen und deren kulturellen Praxis vorbereitet werden müssen.
Die gegenwärtigen literaturdidaktischen Modelle nehmen zwar auf diese Veränderungen Bezug, berücksichtigen jedoch nicht ausreichend die Selbstkonzepte, die Schülerinnen und Schüler vor dem Einstieg in das literarische Lernen dazu aufgebaut haben. Ein didaktisches Desiderat ist also zunächst die Aktualisierung bzw. Remodellierung von bisherigen Modellen, die hermeneutisch bearbeitet werden, und die Entwicklung eines neuen Modellversuchs, der zwar generell gültig sein soll, sich aber im vorliegenden Forschungsgegenstand speziell auf die Einstiegsphase zum literarischen Lernen – dem „Öffnen der Türe“ – konzentrieren möchte. Dazu wird in Klassen die kulturelle Praxis von Schülerinnen und Schülern erhoben und sowohl quantitativ als auch qualitativ deren Selbstkonzept zum literarischen Lernen, also ein mixed-methods Ansatz gewählt. Auch soll eine Brücke geschlagen werden von der eher hermeneutisch ausgerichteten Germanistik hin zur empirischen Unterrichtsforschung in den Bildungswissenschaften, wie es auch mehrfach in der Literatur zur fachdidaktischen Forschung eingefordert wird (Groeben, 2006). Deshalb wird außer den Fachkolleginnen auch eine Bildungswissenschafterin mit im Team sein.
Eine auf dem neuen Modell basierende Intervention in Schulklassen der Sekundarstufe soll nach der Evaluation Erkenntnisse darüber liefern, wie denn literarisches Lernen – im speziellen Fall der Einstieg – im Unterricht konzipiert werden soll und wie praxistaugliche Materialien erstellt werden können. Diese sollen zum Teil mit Studierenden der Lehrveranstaltung „Literarisches Lernen“ (des Entwicklungsverbundes Südost Studium Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung) entwickelt werden und es ist beabsichtigt, disseminierend über Lehrerfortbildung, eine Verzahnung von Ausbildung und Praxis und einen eben solchen von Lehre und Forschung herzustellen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht