Kategorie: Umweltschutz

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Kurz, Peter; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr. BEd Prof.
Neuböck-Hubinger, Brigitte; Mag. BEd Prof.
Zmelik, Katharina; Mag. Prof.
Projektleitung intern
Zmelik, Katharina; Mag. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Mit der Planung und Einrichtung eines Lehr-Lerngartens (LLG) an der PH OÖ wurde im Jahr 2017 begonnen. Seitdem wurde der LLG kontinuierlich weiterentwickelt und im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungen in der Primar- und der Sekundarstufenpädagogik sowie in der Fortbildung als Lernumgebung genutzt. Ein eigenes Wahlfach „Projekt Schulgartenarbeit“ wird seit dem Sommersemester 2019 in zwei Teilen (Winter- und Sommersemester) angeboten. Die sukzessive Weiterentwicklung mit der Planung und Einrichtung neuer Ausstattungselemente erfolgt in einem partizipativen Prozess innerhalb einer Arbeitsgruppe aus interessierten und engagierten Kolleg*innen. Eine begleitende Forschung zum Einsatz des LLG in der Fachdidaktik erfolgt im Rahmen von Bachelorarbeiten sowie in Laborprojekten im Masterstudium Biologie.
Ziel des Verlängerungsantrages ist die Sicherung des weiteren Lehrgartenbetriebes sowie dessen Weiterentwicklung als Lernumgebung und als „Feldlabor“ im Rahmen der Primar- und Sekundarstufenausbildung an der PH OÖ.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
ECKER, Klemens; M.Ed.
Kurz, Peter; Dipl.-Ing. Dr. BEd Prof.
Zmelik, Katharina; Mag.
Projektleitung intern
ECKER, Klemens; MEd Prof.
Kurz, Peter; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr. BEd Prof.
Zmelik, Katharina; Mag. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2022
Beschreibung
Die Vermittlung biologischer Artenkenntnis bildet eine zentrale Grundlage für eine
„Umweltbildung für Nachhaltige Entwicklung“. Arten‐ und Formenkenntnis formt eine
Basiskompetenz für das Verständnis systemischer ökologischer Zusammenhänge, die ihrerseits – in
weiterer Folge – eine Voraussetzung für verantwortungsvolle, umweltbewusste Einstellungen und
Verhaltensweisen darstellen (vgl. Pütz 2013; Berck & Graf 2018). Allerdings sind biologische
Artenkenntnisse bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen rückläufig (vgl. Goller
2001, u.a.). Studien verweisen zudem auf ein geringes Interesse und eine niedrige Motivation zum
Erwerb von Artenkenntnissen, insbesondere bei „älteren“ Kindern und Jugendlichen der
Sekundarstufe (vgl. Holstermann & Bögeholz 2007). Demgegenüber ist die Bereitschaft, sich mit Tierund
Pflanzenarten auseinanderzusetzen bei Kindern der Elementar‐ und Primarstufe noch stärker
ausgeprägt, vor allem dann, wenn diese kontext‐ und alltagsbezogen und handlungsorientiert
erfolgt. Aufgabe fachdidaktischer und hochschuldidaktischer Forschung ist die Entwicklung und
Erprobung von Lerndesigns und Lernumgebungen, die die Vermittlung (seitens der Lehrkräfte) und
den langfristigen Erwerb von Arten‐ und Formenkenntnis unterstützen.
Gegenstand des eingereichten Forschungsprojektes ist die forschende Begleitung eines
mehrjährigen Unterrichtsprojektes in einer Klasse der Primarstufe, das die Vermittlung von
biologischen Artenkenntnissen und anwendungsorientiertem Umweltwissen zum Ziel hat. Im
Projekt wird der Ansatz verfolgt, durch aktive Eingriffe in Lebensräume (Herstellung von
Blühflächen aus Brachen) deren Lebensraumqualität zu verbessern und damit einen Beitrag zur
Erhöhung der Artenvielfalt zu leisten. Die didaktische Überlegung dahinter ist, Bewusstsein für
Artenvielfalt zu schaffen, die jeweils eigenen Handlungsmöglichkeiten (ebenso wie deren Grenzen)
kennenzulernen und auszuloten sowie – als Begleiteffekt – Artenkenntnis zu erwerben.
In der Begleitforschung sollen die Wirkungen des Projektes auf Artenkenntnis und ökologisches
Systemwissen der Kinder im Rahmen einer dreijährigen Längsschnittstudie untersucht, Lernwege
analysiert und die Ergebnisse mit Referenzgruppen verglichen werden. Ein Fokus liegt dabei auf
der Frage, wie handlungsorientierte Lerndesigns die Verknüpfung von Sachwissen
(Artenkenntnisse) und (ökologischem) Systemwissen beeinflussen und welche Tiefeneffekte im
Lernen bei Kindern, in zweiter Instanz aber auch bei (angehenden) Lehrkräften darüber erzielt
werden können. Methodisch werden diese Fragen durch einen Mix verschiedener Ansätze
(Leitfadeninterviews mit den Schülerinnen und Schülern zu verschiedenen Zeitpunkten im Projekt
sowie mit Kontrollgruppen; Fragenbögen zu Artenkenntnis und ökologischem Systemwissen,
teilnehmende Beobachtungen, Gruppeninterviews und Gruppendiskussionen mit Kindern und mit
Lehrkräften, Befragungen der Eltern, Forschungstagebücher, Dokumentationen zum Projektverlauf
und zu Entwicklungen im Projekt).
Ziel der Begleitforschung ist es, aus den Untersuchungen Erkenntnisse für eine mehrjährig
aufbauende didaktische Konzeption zur Vermittlung und zum Erwerb von Artenkenntnis und
ökologischem Systemwissen abzuleiten, die einerseits für die Unterrichtsplanung, andererseits zur
Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Konzepte eine Grundlage liefern.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht