Kategorie: 2028

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Mayr, Helga; / Pädagogische Hochschule Tirol
Oberrauch, Anna; / Pädagogische Hochschule Tirol
Projektleitung intern
Freytag, Eva; Mag. Dipl.-Päd. BEd Prof.
Gigerl, Monika; MA Dr. BEd Prof.
Luschin-Ebengreuth, Nora; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kosler, Thorsten; / Pädagogische Hochschule Tirol
Vollmer, Christian; / Pädagogische Hochschule Tirol
Kooperationspartner
Pädagogische Hochschule Tirol
Laufzeit
2020 – 2028
Beschreibung
Ziel(e) des Forschungsprojektes:
Ziel des Forschungsprojektes ist es zu evaluieren, inwiefern das Studium und unterschiedliche Schwerpunkte in der Primarstufe Wirkung bei den Studierenden zeigen im Vergleich zu Studierenden der PH Tirol.
Dafür werden die Studierenden in der Entwicklung ihrer (B)NE-spezifischen professionellen Handlungskompetenz im Verlauf des Studiums und darüber hinaus forschungsmethodisch begleitet, um Einsichten hinsichtlich der kurz- und längerfristigen Wirkung spezifischer Lehr-Lernformate zu erhalten und die Erkenntnisse in die laufende Verbesserung des Studienangebots einfließen zu lassen.

Zentrale Forschungsfrage(n):
Mit welchem (B)NE-relevanten Wissen, Fähigkeiten und Haltungen beginnen Primarstufenpädagog:innen ihre Ausbildung?
Inwiefern entwickeln die Studierenden ihre BNE-spezifische professionelle Handlungskompetenz im Verlauf des Studiums weiter?
Inwiefern sind Veränderungen in Einstellungen, Haltungen und dem Gefühl der Selbstwirksamkeitserwartung in Bezug auf NE und BNE im Verlauf des Studiums feststellbar?
Wie nehmen Studierenden ihren Lernprozess wahr? Welche Faktoren beeinflussen den Lernprozess in welcher Weise?
Inwiefern berücksichtigen Absolvent:innen das BNE-Konzept in ihrer späteren Tätigkeit als Pädagog:innen.
Spezifische Forschungsfrage(n):
Inwiefern entwickeln die Studierenden ihr BNE-spezifisches fachliches und fachdidaktisches Wissen sowie relevante motivationale und volitionale Bereitschaften und Fähigkeiten im Verlauf des Studiums
weiter?
Welche Effekte auf die BNE-spezifische professionelle Handlungskompetenz haben spezifische Lehr- Lernformate im Verlauf des Studiums?
Welche fördernden und hemmenden Faktoren für Lernprozesse lassen sich identifizieren? Wie nehmen Studierende ihre Lernprozesse in Verbindung mit ihren Lernergebnissen wahr?
Wie blicken die Proband:innen nach Abschluss des Studiums, wenn sie bereits im Berufsleben stehen, auf entsprechende Lernerfahrungen zurück und inwiefern prägen Themen, Perspektiven und Arbeitsweisen der BNE ihren Unterrichtsalltag?

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Schöfl, Martin; Mag. Dr. Prof.
Steinmair, Gabriele; MA.
Projektleitung intern
Schöfl, Martin; Mag. Dr. Prof.
Steinmair, Gabriele; MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Hinterberger, Paul;
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Zehetner, Astrid; MEd BEd
Zepnik, Sabine; Dr. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität Linz
Laufzeit
2022 – 2028
Beschreibung
Ausgangslage
SCHNAPP steht für Schriftspracherwerb an der Nahtstelle zur Primarstufe – PH OÖ.
Es stellt ein Kooperationsprojekt zwischen PH OÖ und JKU (Forschungsinstitut für Entwicklungsmedizin) dar.
Ziel des Projekts ist die lückenlose Erfassung von Risikofaktoren für den Schriftspracherwerb rund um den
Einschulungsprozess sowie die Weiterverfolgung der Lese- und Schreibentwicklung von Kindern.
SCHNAPP entwickelt, normiert und validiert diagnostische Materialien zur Erfassung früher
Schriftsprachkompetenzen, app-basierte Lese- und Schreibtests sowie Fördermaterialien zu den überprüften
Bereichen. In den bisherigen 6 Projektabschnitten (SCHNAPP 1 bis SCHNAPP 6) wurde die Grundlage für die
nun vorliegenden Test- und Fördermaterialien durch Theoriesichtung, Pilotierungen mit quantitativen und
qualitativen Ansätzen geschaffen.
Zielsetzungen
SCHNAPP 7plus umfasst nun einen längerfristigen Projektabschnitt, in dem die entwickelten Testmaterialien
normiert, validiert und für die Verwendung im Schulalltag vorbereitet werden. Parallel zur Testentwicklung
werden Fördermaterialien entwickelt und validiert sowie die Dissemination der Materialien und Ergebnisse
der Validierungsstudien für ein wiederholbares Fortbildungskonzept vorbereitet.
Schnapp 7plus enthält folgende Forschungsschritte:
 Validierung und Implementierung von Mini-SCHNAPP für die pädagogische Schuleinschreibung
 Validierung, Normierung und Implementierung des SCHNAPP-Screenings (eine durch die bereits
erfolgten wissenschaftlichen Vorarbeiten gekürzte Version für den Schulstart in der 1. Schulstufe)
 Normierung von SCHNAPP L für 1. und 2. Schulstufe zum Wortlesen, Lesen von Nominalphrasen,
Satz- und Textlesen, Wortschreiben und zum Schreiben von Phrasen
 Entwicklung und Validierung von Fördermaterialien für Schuleingang, Silbenarbeit, Wortlesen,
Lesen von Phrasen und Satzlesen, Textlesen und Rechtschreibaufbau (basale Wortschreibungen,
morphologische Ableitungen, syntaktische Schreibungen)
 Aufbau und Implementierung eines kontinuierlichen und niederschwelligen Fortbildungskonzeptes
entlang der SCHNAPP-Erhebungen in der 1. und 2. Schulstufe
Methoden
 Durchführung der überarbeiteten Klassentests zum Wortlesen, Lesen von Nominalphrasen und
Wortschreiben und Auswertung der empirischen Prüfung von SCHNAPP 6L1 (Ende der 1. Schulstufe,
geplantes N=450) und SCHNAPP 5L2 (Ende der 2. Schulstufe, geplantes N=450)
 Erweiterung der SCHNAPP L-Batterie um morphologisches Lesen, Satz- und Textlesen, Schreiben
von Phrasen
 Normierung und Prüfung der prognostischen Validität des neuen SCHNAPP-Screenings im Herbst
2022 (geplantes N=500)
 Entwicklung von Fördermaterialien zu den Vorläuferkompetenzen, systematisches Angebot und
Vergleich in den SCHNAPP-Screening-Gruppen ab Herbst 2023
 Implementierung in Schulen in OÖ ab 2024 (siehe Zeitplan)
Schöfl, M., Steinmair, G., Holzinger, D. & Weber, C. (2022). Predicting Word Reading Deficits Using an App-
Based Screening Tool at School Entry. Front. Pediatr. 10:863477. doi: 10.3389/fped.2022.863477
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Sieberer, Elisabeth; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Sieberer, Elisabeth; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Doms, Misia Sophia; Dr.
Koder, Petra; Mag.
Koglbauer, Ulrike; Mag. Institutsleiterin
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2028
Beschreibung
Das Verfassen wissenschaftlicher Texte ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Kenntnisse in diesem Bereich können nicht vorausgesetzt werden, eine explizite Vermittlung erfolgt an Hochschulen zumeist kaum, was das wissenschaftliche Schreiben zu einer Herausforderung für Studierende macht (Sturm, 2009). Im Gegensatz zu Schreibaufträgen in Oberstufen ist ein Verfassen eigener Texte auf Grundlage der Lektüre mehrerer wissenschaftlicher Texte und nicht auf Grundlage eines Textes erforderlich (Decker, 2016). Zudem verlangt die längere Produktionszeit Kompetenzen in der Selbstregulation und Schreibmotivation. „Schreibende müssen lernen, mit Fragmenten, Versuchen, Textteilen zu leben“ (Ortner, 2006, S. 95). Damit ist die Auseinandersetzung mit einer Vielzahl von fremden und eigenen Texten angesprochen, was zusätzliche Kompetenzen, beispielsweise beim Behalten des Überblicks oder des Erkennens von kontroversen Forschungspositionen, erfordert (Sturm, 2011).
Dies muss zum Aufbau einer eigenen diskursiven Diskussion genutzt werden, denn kennzeichnend für wissenschaftliches Schreiben ist ein Perspektivenwechsel der Schreiber*innen, der drei Aspekte für einen adäquaten Text berücksichtigt. Ideen, die im Text transportiert werden sollen, sind zu verschriftlichen, die Quellen, auf die der Text Bezug nimmt, anzugeben und die Leser*innen zu berücksichtigen, sodass diese in der Lage sind, den Text zu verstehen. „In der Umsetzung müssen Schreibende auf dieser Stufe folglich die aus der Verarbeitung von Quellentexten konstruierte eigene Wissensrepräsentation mit der antizipierten möglichen Wissensrepräsentation der Lesenden in Balance bringen.“ (Wischgol & Mezger, 2021, S. 234).
Deshalb wird im Projekt die die Umsetzung der diskursiven Argumentation in den Blick genommen und mithilfe eines Ratingrasters auf Grundlage des Rasters von Decker (2016) zu mehreren Zeitpunkten erhoben, um Veränderungen zu dokumentieren und zu analysieren.
Zudem ist ein Beherrschen einer „alltäglichen Wissenschaftssprache“ (Ehlich, 1999) unabdingbar für ein erfolgreiches Bewältigen schriftlicher Arbeitsaufträge im Studium und eine Partizipation an einem wissenschaftlichen Diskurs. Vorausgesetzt wird dabei das Beherrschen von „diskursstrukturierenden Prozeduren“ (Feilke, 2002), deren Erwerb „einer überindividuellen Ordnung folgt, die bestimmte Erwerbsstufen umfasst und mehrere Jahre in Anspruch nimmt“ (Steinhoff 2008, S.2). Dies erfordert einen Blick sowohl auf die Repräsentation solcher wissenschaftlichen Textstrukturen in den schriftlichen Performanzen als auch auf den Erwerb und die Vermittlung derselben für die Bewältigung hochschulischer Schreibaufträge bis hin zum Verfassen einer Masterarbeit. Inwiefern sich prozessbegleitendes Feedback der Lehrenden bzw. die Inanspruchnahme eines Supportsystems Auswirkungen zeigt, wird anhand einer Kontrastierung von Vergleichsgruppen erhoben, wobei auch mehrsprachige Studierenden in den Blick genommen werden.
Ausgangspunkt der Langzeitstudie sind die zu Studienbeginn vorhandenen Kompetenzen, die anhand von ersten schriftlichen Arbeitsaufträgen erhoben werden. Um die Transition in den Blick zu nehmen, werden exemplarisch auch vorwissenschaftliche Arbeiten analysiert, auch wenn dem Verfassen einer vorwissenschaftlichen Arbeit als einmaliger Akt nur ein geringer vorbereitender Affekt für das wissenschaftliche Schreiben attestiert wird (Sturm, 2011).
Aus den analysierten Daten werden Hinweise für die Gestaltung einer Begleitung der Studierenden beim wissenschaftlichen Schreiben erarbeitet. Diese sollen zur Weiterentwicklung in diesem Bereich genutzt werden.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Beer, Gabriele Andrea Elisabeth; HOL Mag. BEd Dr. Dipl.-Päd.
Beer, Rudolf; Univ. Lektor Mag. BEd Dr. Dipl.-Päd. Priv.-Doz.
Benischek, Isabella; HOL Mag. BEd Dr. MA.
Projektleitung intern
Beer, Gabriele Andrea Elisabeth; HOL Mag. BEd Dr. Dipl.-Päd.
Beer, Rudolf; Univ. Lektor Mag. BEd Dr. Dipl.-Päd. Priv.-Doz.
Benischek, Isabella; HOL Mag. BEd Dr. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Laufzeit
2023 – 2028
Beschreibung
Resilienz ist die Fähigkeit eines Individuums, einer Gruppe oder auch eines Systems, an Krisen zu wachsen und sich weiterzuentwickeln (https://vbw-aktionsrat-bildung.de/).
Das gegenständliche kooperative hochschulische Forschungsprojekt (Forschungskooperation von PH Vorarlberg und KPH Wien/Krems) fokussiert auf die Resilienz von Studierenden, Schüler:innen und Kindergartenkindern. Wenn „sich Personen trotz gravierender Belastungen und widriger Lebensumstände psychisch gesund entwickeln, spricht man von Resilienz“ (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2011, S. 9). Genau diese Fähigkeit, diese Widerstandskraft, ermöglicht es Lernenden, trotz ausgeprägter Belastungen und Risiken in der Schule gesund zu bleiben oder sich vergleichsweise leicht von beruflichen Herausforderungen wieder zu erholen (vgl. Schuhmacher et al., 2004, S. 3). Diese Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken ist bei Kindern und Schüler:innen sowie bei zukünftigen Lehrpersonen im Studium, wie auch im nachfolgenden Berufseinstieg von existentieller Bedeutung. Gerade in transitionalen Phasen – vom Kindergarten in die Volksschule, aber auch vom Übergang ins Studium und später beim Berufseinstieg – wird Resilienz sichtbar, gefordert, gefördert.
Die konzipierte empirisch-quantitative wie qualitative Längsschnittstudie widmet sich in zwei Teilprojekten eben dieser zentralen Kompetenz und weiteren damit im Zusammenhang stehenden Persönlichkeitseigenschaften in einem längeren Entwicklungszeitraum in elementarpädagogischen, schulischen und hochschulischen Einrichtungen.
Im Fokus des Forschungsinteresses steht die akademische Resilienz. Lisi (2020, S. 80) versteht darunter „das Phänomen, dass sich akademisch vulnerable Individuen aus dem Zusammenspiel von personalen und sozialen Ressourcen auf eine Weise an das Bildungssystem adaptieren, die
es ihnen ermöglicht, eine aktive Teilnahme an der Gesellschaft zu haben“. Aber es interessieren auch resilienzstärkende Aspekte und Strategien sowie konkrete Interventionsmaßnahmen und deren Effekte.
Das Teilprojekt A, unter dem Lead der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg, widmet sich Kindern im Übergang von der elementaren Bildungseinrichtung in die Primarstufe. Es ist konzipiert – unter partnerschaftlicher Einbeziehung von Eltern, Elementarpädagog:innen und Studierenden – Kinder mit begleiteten Interventionen im Längsschnitt zu beobachten und zu begleiten. Entsprechende Interventionsprogramme werden entwickelt bzw. adaptiert.
Das Teilprojekt B richtet – unter dem Lead der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems – den Blick auf Lehramtsstudierende im Bereich der Primarstufe vom Studieneinstieg, über das Bachelorstudium, das Masterstudium und dem Berufseinstieg bis zum Studienabschluss. Im Sinne eines inklusiven Studiendesigns sind aber Lehramtsstudierende nicht bloß Objekt des forscherischen Interesses, sondern auch forschende Subjekte eines partizipativ ausgelegten Forschungsvorhabens und in die Datenerhebung, Verarbeitung, Analyse und Interpretation mit einbezogen.
Es gilt, auf Basis der gewonnenen Evidenzen fürsorglich verantwortungsvoll an allen Institutionen Resilienzentwicklungen zu stützen, auf- bzw. auszubauen.
Somit setzt das konzipierte Forschungsvorhaben einerseits an der Resilienzentwicklung des lernenden Kindes am Übergang vom Kindergarten in die Volksschule, andererseits an angehenden Primarstufen-Lehrkräften und deren persönlicher Resilienzentwicklung an. Die Sensibilisierung der Studierenden auf ihre eigene Wirkung als bedeutsam Andere im Erziehungsprozess wird dabei ebenso in den Fokus genommen. Damit fließen beide Ansätze (Teilprojekt A und Teilprojekt B) beim lernenden Kind und seiner Entwicklung in der Klasse zusammen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht