Kategorie: 2025

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Braunegger, Jessica; BA / Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14
Plautz, Thomas; MMag. / Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14
Projektleitung intern
Gigerl, Monika; HS-Prof. MA Dr. BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Braunegger, Jessica; BA / Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14
Fröhlich, Felicitas;
Glößl, Doris; Mag., MSc / Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14
Plautz, Thomas; MMag. / Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14
Reiter, Veronika; Mag. / Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14
Werner, Florian; Mag.
Kooperationspartner
Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Die Nutzung von digitalen Medien auf Smartphones und Tablets ist mittlerweile auch in Volksschulen nicht mehr wegzudenken. Obwohl die meisten Social-Media-Konzerne für die Nutzung ihrer Produkte offiziell ein Mindestalter von 13 Jahren angeben, zeigt die Realität, dass jüngere Kinder in Kontakt mit Social Media kommen. So gaben im Jahr 2022 bei einer Befragung zur Kinder-Medien-Studie in Oberösterreich die Hälfte der befragten Kinder (489) zwischen 6 und 10 Jahren an, ein Smartphone zur Verfügung zu haben – bei den Kindern ab acht Jahren waren es sogar zwei Drittel. Dabei benutzen die Kinder diese überwiegend für WhatsApp und YouTube. Bei rund einem Viertel dieser Kinder sind auch Influencer ein Thema, so wurden im Vergleich zu den Vorjahren vermehrt Eltern von ihren Kindern gebeten, auf Social Media beworbene Produkte zu kaufen.
Mit diesen technologischen Entwicklungen, kommen auch andere (neue) Probleme auf Kinder, Pädagog*innen, Eltern und andere Bezugspersonen zu. Viele davon betreffen Kinder je nach Geschlecht unterschiedlich stark und in unterschiedlicher Form.
Eines dieser Probleme ist beispielsweise geschlechtsspezifische Gewalt im digitalen Raum. Die Forschung sieht Gewalt als geschlechtsspezifisches Phänomen an, da Mädchen/Frauen überproportional bzw. aufgrund ihres Geschlechtes Gewalt ausgesetzt sind. Das gilt auch für den digitalen Raum. So zeigte etwa die Pew-Studie 2017, dass Mädchen und Frauen häufiger explizit wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit online diskreditiert wurden. Nach dem Bericht der Kinderrechtsorganisation Plan International (2020), für den 14.000 Mädchen in 22 Ländern befragt wurden, gaben mehr als die Hälfte dieser Mädchen an, schon einmal online belästigt, beschimpft oder bedroht worden zu sein. Diese Angaben wurden von Mädchen ab einem Alter von acht Jahren gemacht. Jedes vierte Mädchen, das angab, digitale Gewalt erlebt zu haben, fühlt sich deshalb auch physisch unsicher. Digitale Gewalt bleibt nicht im digitalen Raum. Eine weitere Auswirkung dieser Gewalt auf Mädchen ist ein geringeres Selbstbewusstsein in Bezug auf ihre freie Meinungsäußerung. So gaben 13% der betroffenen Mädchen an, dass sie entweder die sozialen Medien nicht mehr nutzen oder keine eigenen Posts mehr verfassen wollen.

Das Projekt „Digi-Held*innen“ beschäftigt sich daher mit der Entwicklung eines interaktiven Lehr- und Arbeitsbuchs gemeinsam mit Schüler*innen und Pädagog*innen von Volksschulen.
In Workshops und Fokusgruppen werden Inhalte/Übungen zu geschlechtsspezifischen Problemstellungen im digitalen Raum erarbeitet, aus denen ein kindgerechtes, praxistaugliches Arbeitsbuch für den nachhaltigen Einsatz im Unterricht entstehen soll, die Hauptzielgruppe stellen Mädchen im Alter von acht Jahren dar. Das fertiggestellte Buch inklusive Begleitmaterialen steht nach Projektende allen Schüler*innen und Pädagog*innen der Primarstufe österreichweit zur Verfügung. Für Pädagog*innen werden nach Projektende (ab Schuljahr 2025/26) entsprechende Fortbildungen angeboten.

Die geplanten Projektmaßnahmen sind:
– Entwicklung eines interaktiven Lehr- und Arbeitsbuchs zum Umgang mit digitalen Medien mit geschlechtsspezifischen Problemstellungen für die Volksschule
– Entwicklung von begleitenden Unterlagen für Lehrpersonen
– Entwicklung von begleitenden Unterlagen für Eltern und Bezugspersonen
– Begleitwebsite als digitale Lernplattform

Durch das interaktive Lehr- und Arbeitsbuch „Digi-Held*innen“ sollen einerseits die an den Workshops und Fokusgruppen beteiligten Schüler*innen und Pädagog*innen im Umgang mit digitalen Medien und deren Vermittlung in einem geschlechtsspezifischen Kontext gestärkt werden. Andererseits wird „Digi-Held*innen“ langfristig österreichweit eine Lücke schließen, indem Pädagog*innen an Volksschulen das nötige Handwerkszeug für eine nachhaltige, kompetenzorientierte und geschlechtersensible digitale Medienbildung bekommen.

(EP)

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Stöckl, Claudia; Priv.-Doz. HS-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Stöckl, Claudia; Priv.-Doz. HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Frauscher, Eva; MEd BEd / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Longhino, Daniela; MEd Prof. / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Externe Projektmitarbeiter/innen
Imp, Christina; HS-Prof. Mag.a, BSc PhD / Pädagogische Hochschule Tirol
Kooperationspartner
Pädagogische Hochschule Tirol
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
„Vernetzung“ zählt zu einem der gängigsten Begriffe der gegenwärtigen pädagogischen, fachlichen und fachdidaktischen Diskurse. Der Begriff bezeichnet Herausforderungen und Lösungsstrategien in unterschiedlichen gesellschaftlichen und fachlichen Feldern: von der Fächervernetzung über die Vernetzung von Akteur*innen bis hin zur Vernetzung von Wissen und Technologien. Vernetzung baut auf dem Bild des „Netzwerks“ auf – einer zentralen Metapher der Gegenwart (vgl. Kaufmann, 2006) und des pädagogischen Sprechens (vgl. Weber, 2008). Die Metapher verweist auf Phänomene oder Situationen, in denen Zusammenhänge zwischen Unverbundenem hergestellt werden und damit real gegebene oder sozial bzw. fachlich hergestellte Grenzen überwunden oder relativiert werden. Vernetzung oder der Ruf nach Vernetzung zeigt sich als Reaktion auf die Spezialisierung und Differenzierung des wissenschaftlichen Wissens, als Reaktion auf die Fragmentierung verschiedener Lebens- und Gesellschaftsbereiche, als Reaktion auf den Verlust einer umfassenden Weltsicht, etwa bei Absolvent*innen von Fach- oder Lehramtsstudien. Vernetzung zeigt sich so eine Reaktion auf Begrenzungen oder Beschränkungen, sei es in organisationaler, fachwissenschaftlicher, phänomenologischer oder wissenssoziologischer Hinsicht.
Neuere Konzepte der Schul-, Unterrichts- und Hochschulentwicklung – wie etwa Hochschullernwerkstätten – reagieren auf und arbeiten unter den genannten Bedingungen. Sie sind in ihrer Arbeit auf Vernetzung angewiesen und bieten Möglichkeiten für Vernetzung in Kontexten, die durch organisationale Differenzierungen, fachliche Spezialisierung sowie arbeits- und wissensteilige Prozesse gekennzeichnet sind. Sie können aber auch an die Grenzen der Vernetzbarkeit stoßen.

Literatur:
Weber, S. M. (2008). Vernetzung. In A. Dzierzbicka (Hrsg.), Pädagogisches Glossar der Gegenwart: Von Autonomie bis Wissensmanagement (2., erw. Aufl., S. 191–198). Löcker.
Kaufmann, S. (2006). Netzwerk. In U. Bröckling (Hrsg.), Glossar der Gegenwart (S. 182-189). Suhrkamp.
Reinalter, H. & Ernst, W. W. (1993). Vernetztes Denken – gemeinsames Handeln. Interdisziplinarität in Theorie und Praxis. Wien: Kulturverlag.
Schütz, A. & Luckmann, T. (2003). Strukturen der Lebenswelt. UKV (UTB).
Staub, F. C.: Fachspezifisch-Pädagogisches Coaching: Ein Beispiel zur Entwicklung von Lehrerfortbildung und Unterrichtskompetenz als Kooperation von Wissenschaft und Praxis. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Beiheft 3 (7), 2004.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Schnabel, Thomas; / Fachhochschule Salzburg
Projektleitung intern
Starzacher, Marion; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Münzer, Lisa Janine; BEd
Schneider-Lenz, Tobias;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Fachhochschule Salzburg
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Im Bildungsvorhaben Work with Wood, WoW! werden multiperspektivische und multimediale Zugänge in Form von analogen und digitalen Unterrichtsmaterialien zum Thema Bauen mit Holz für Lehrpersonen der Sekundarstufe forschungsgeleitet entwickelt und in Schulen erprobt. Eines der angestrebten Ziele ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie die Verknüpfung von analogen Inhalten und Fertigungstechniken mit digitalen Medien und digitalen Verfahren.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Starzacher, Marion; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr.
Projektleitung intern
Starzacher, Marion; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Knam, Lea;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Siemens Mobility Austria GmbH
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Entwicklung von vier Toolkits im MINT-Bereich, um MINT Inhalte im Alltag angreifbar und begreifbar zu machen. Die Toolkits enthalten analoge sowie digitale Inhalte und Beschreibungen
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Dorner-Pau, Magdalena; MA Dr. Bakk. Prof.
Projektleitung intern
Dorner-Pau, Magdalena; MA Dr. Bakk. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Im Rahmen des Ad-Hoc-Projektes wird eine Intervention zur Umsetzung eines sprach(en)sensiblen MINT-Projektes im Elementarbereich konzipiert; dabei stehen insbesondere deskriptive Sprachhandlungskompetenzen (mündliches Beschreiben von Bildern und Vorgängen als Grundlage bildungssprachlicher Förderung), das Lesen von Bilderbüchern und die Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten (ein chemisches Experiment) im Fokus. Dies erfolgt mit dem Ziel, Lesen und Sprache im Kontext fachlicher Inhalte in elementaren Bildungseinrichtungen zu unterstützen. In einem weiteren Schritt ist die Umsetzung der Intervention in einer elementaren Bildungseinrichtung geplant, bei der sprachliche Daten seitens der Kinder elizitiert werden. Die sprachlichen Performanzen werden in weiterer Folge auf qualitativer Ebene untersucht und sollen u.a. als Analysegrundlage für einen Workshop beim „Chemielehrerkongress des VCÖ“ 2025 in Graz dienen, welcher sich an Elementar- und Primarstufenpädagog*innen richtet.

Als fachtheoretische Basis für das hier skizzierte Projekt dient folgende Literatur:
Amberg, I., Holub, B., Tahmasian, N., & Wiedner, M. (Hrsg.). (2022). Handlungsfeld Mehrsprachigkeit in der Elementar- und Primarstufe. wbv.
Chilla, S., & Niebuhr-Siebert, S. (2017). Mehrsprachigkeit in der KiTa: Grundlagen – Konzepte – Bildung (1. Auflage). Verlag W. Kohlhammer.
Schmidt, M. (2018). Kinder in der Kita mehrsprachig fördern: Mit 15 Abbildungen und 3 Tabellen: mit Online-Zusatzmaterial. Ernst Reinhardt Verlag.
Bildungsdirektion für Wien (Hrsg.). (2019). Handbuch zur reflektierten Praxis im Umgang mit Mehrsprachigkeit in Kindergärten und Schulen.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Taucher, Viktoria; MA Mag. BA.
Projektleitung intern
Taucher, Viktoria; MA Mag. BA. PhD.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Bedeutung des
Mediums Textil in Bezug zum menschlichen Körper. Diese Beziehung zwischen
Mensch und Textil soll im gesellschaftlichen sowie im künstlerischen Kontext
untersucht werden.
Drei verschiedene Zugänge zum Verhältnis von Textil und Körper werden erprobt:
theoretische, kunsthistorische und schließlich auch eigene künstlerische
Perspektiven. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auch auf darin, wie sich diese drei
Perspektiven gegenseitig bereichern und ergänzen können. Diese Fragestellung ist
von besonderer Relevanz für die Betreuung von künstlerischen oder künstlerisch-edukativen Abschlussarbeiten.
Das Material Textil hat dabei zahlreiche Berührungspunkte mit dem individuellen
Körper und bildet zugleich einen wesentlichen Bestandteil der Interaktion des
menschlichen Individuums in einer Gesellschaft. Ob als Kostüm, als Saite eines
Instrumentes oder als Netz im Sport: Kaum ein Bereich unseres Lebens kommt ohne
dieses flexible Material aus. Alle Menschen kennen die Materialität von Textilien,
erleben sie mit dem ganzen Körper und eignen sich allein dadurch schon Wissen
über das Material an. Dieses reicht in die frühesten Lebensmonate zurück und kann
als „verleiblichtes Wissen“ bezeichnet werden. „Das menschliche Wesen steckt in
einer leiblichen Hülle, die sich in einer gestalteten Umhüllung versteckt, verkörpert,
offenbart, schützt und schmückt.“, so beschreibt Harald Brost das Verhältnis von
Körper und Mode. Das Forschungsprojekt untersucht zeitgenössische textile
Positionen auf die Frage, inwieweit Beziehungen zwischen Textil und dem
menschlichen Körper bestehen und wie diese geartet sind. So arbeitet die japanische
Künstlerin Chiharu Shiota etwa mit dem Medium des Fadens, um ihre
raumgreifenden Installationen zu schaffen, während Rosemarie Trockel mit der
flächenbildenden Technik des Strickens teilweise riesige Werke konstruiert. Joana
Vasconselos wiederum erzeugt durch Techniken wie Häkeln und Nähen textile
Flächen sowie Körper und bearbeitet diese durch flächengestaltende Techniken
weiter.
Die künstlerischen Arbeiten experimentieren mit textilen Schichten als Ausdruck
verschiedener Ebenen menschlicher Individuen. Diese können durchlässig sowie
opak sein, verhüllen oder entblößen, in den Mittelpunkt stellen oder isolieren. Es soll
hier mit unterschiedlichen Materialitäten, Techniken und Schichtungen
experimentiert werden, um Bilder menschlicher Körper zu erzeugen. Dies kann über
die Darstellung der Haut, aber auch über jene psychischer Ebenen erfolgen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Albert, Dietrich Albert; Univ.-Prof. Mag. Dr.
Koschmieder, Corinna; HS-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Koschmieder, Corinna; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Bergmann, Laura; Mag.
Dorner, Christian Harald; HS-Prof. Mag. Dr. BSc.
Karner, Andrea; Mag. BEd PhD.
Mauerhofer, Michaela; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Goritschnig, Alexander; Mag. Dr. / Universität Graz
Krammer, Georg; Priv.-Doz. Dr. / Johannes Kepler Universität Linz
Mosbacher, Jochen; Mag. Dr.rer.nat. / Universität Graz
Weichselgartner, Erich; Dr.habil. / Universität Graz
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität Linz
Universität Graz
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Individuelle Förderung im Unterricht und in der Schule ist bereits seit langer Zeit – weitgehend unwidersprochen – eine Leitmaxime der Unterrichtsreform (Knauder & Koschmieder, 2019). Dabei ist es ein Anliegen Herausforderungen der steigenden Heterogenität in den Klassenzimmern unter den Aspekten der Chancengleichheit und Potenzialentwicklung lösungsorientiert begegnen: lernschwächere Schüler:innen und Schüler:innen aus bildungsfernen Familien bleiben im traditionellen System häufig zurück und können sich die nötigen Kompetenzen nicht stabil aneignen (Nationale Bildungsberichterstattung – Braunsteiner et al., 2019); leistungsstarke Schüler:innen können ihre kognitiven, sozialen und kreativen Potenziale häufig nicht entsprechend entwickeln, weil Fördermöglichkeiten fehlen.
Das Grazer Modell des flexiblen Lernens gilt als Modell, welches sich dieser Herausforderungen annimmt. Das im folgenden beantragte Projekt soll die bisherige Praxis mit multiperspektivischen wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauern und konkrete Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte, Unterrichtsgestaltung und Schulentwicklung geben, und gleichzeitig eine fundierte Weiterentwicklung des Grazer Modells ermöglichen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Solstreif-Pirker, Christoph Walter; MA Dipl.-Ing. Dr. BSc. Prof.
Projektleitung intern
Solstreif-Pirker, Christoph Walter; MA Dipl.-Ing. Dr. BSc. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Matschinegg, Susanne; BEd MEd / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Solstreif, Brigitte; Mag. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Externe Projektmitarbeiter/innen
Przyborski, Aglaja; Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in / Bertha von Suttner Privatuniversität
Kooperationspartner
Bertha von Suttner Privatuniversität
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Die aktuelle Studienlage zu frühem Bildungsabbruch in Österreich verortet dessen Ursachen oft auf einer schwer greifbaren Metaebene. Die Abstraktheit dieses Befundes macht es Lehrer*innen sowie Bildungsinstitutionen schwer,
der Tendenz zu „early school leaving“ entgegenzuwirken, wodurch die Situation unverändert bleibt oder sich sogar intensiviert. Das vorliegende Projekt schlägt eine innovative Lösungsstrategie vor, indem es den Fokus auf die konkrete, alltägliche Unterrichtssituation und die darin vorherrschenden Begegnungsmuster und Dynamiken legt. Dabei wird behauptet, dass die Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung einerseits
sowie die räumliche Form und Gestaltung des Klassenraumes andererseits maßgeblich zur Entscheidung für oder gegen frühen Bildungsabbruch beitragen.
Aufbauend auf dem personzentrierten Ansatz des psychotherapeuten Carl R. Rogers und der Alteritätsphilosophie
(Emmanuel Lévinas) interessiert sich das Projekt für die von Rogers formulierte Grundhaltung der „bedingungsfreien positiven Wertschätzung“. Dabei stellt sich die Frage, wie eine solche Form
der Wertschätzung konkrete Anwendung im Unterricht finden kann. Neben der Entwicklung wertschätzungs-
fördernder Kommunikations- und Interaktionsprozeduren zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen schlägt das Projekt räumliche Strategien vor, wie die Lernarchitektur des Klassenraumes wertschätzende Begegnungen initiieren und beeinflussen kann. Dabei werden auch Prozeduren der künstlerischen Forschung zur Strategieentwicklung angewandt.
Mit der Hypothese, dass personzentrierte Wertschätzung im Klassenraum frühem Bildungsabbruch entgegenwirken
kann, bringt das Forschungsprojekt die Suche nach den Ursachen frühen Bildungsabbruchs zurück an die Schule als den primären Ort des Geschehens. Diese Fokusverlagerung von der abstrakten Makro- auf die konkrete Mikroebene lässt auch die dem Unterricht inhärente Potentialität für persönliche Entwicklung und Wachstum (wieder-)entdecken, sowohl auf Schüler*innen als auch auf
Lehrer*innenseite. Das Projekt ist davon überzeugt, dass die Anwendung personzentrierter Wertschätzung den Klassenraum in eine plurale und heterarchische Ökologie wandeln kann, in der sich die Frage nach frühem Bildungsabbruch erst gar nicht stellt.
Das Projekt versteht sich als Vorbereitung für ein größeres Forschungsprojekt zu personzentrierten Strategien gegen frühen Bildungsabbruch (FWF oder Horizon Europe). Methodologisch ist das Projekt kollaborativ und transdisziplinär organisiert. In einer ersten Phase werden sowohl Studierende, Lehrer*innen
und Expert*innen miteinbezogen, sowie auch unterschiedliche forschende Herangehensweisen angewandt (Beobachtung von Unterrichtssituationen, experimentelle Workshops, Gruppendiskussionen). Darüber hinaus werden im Rahmen von drei „Research Visits“ internationale Forschungsgruppen und –
institutionen besucht, um die Hypothesen des Projektes zu überprüfen und seine Forschungsfragen zu beantworten. Aus den Ergebnissen dieser ersten Phase wird in einer
zweiten Phase ein umfassender Forschungsantrag formuliert (FWF oder Horizon Europe), der zum Abschluss des vorliegenden Projektes eingereicht werden soll.
Mit dem vorliegenden Projekt positioniert sich die PH Steiermark als Vorreiterin für einen transdisziplinären Zugang zum Thema „früher Bildungsabbruch“ – sowohl im nationalen als auch internationalen Kontext. Durch die Verschränkung unterschiedlicher Fachdisziplinen (Pädagogik, Psychologie, Psychotherapie, Soziologie, Philosophie, Kunst und Architektur) eröffnet die PH Steiermark einen breiten und offenen Diskussionsrahmen für die Integration personzentrierter Wertschätzung im Unterricht – ein Themenfeld, das bislang kaum untersucht worden ist. Die Erforschung und Formulierung einer personzentrierten Lernarchitektur für den Klassenraum ist darüber hinaus gänzlich als wissenschaftliches Neuland anzusehen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Burgsteiner, Harald Michael; HS-Prof. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Ing.
Projektleitung intern
Burgsteiner, Harald Michael; HS-Prof. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Ing.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Burgsteiner, Harald Michael; HS-Prof. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Ing.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Das Projekt beschäftigt sich mit dem konkreten Einsatz von AR zur
Unterstützung von Lernprozessen im Schul- und Hochschulunterricht. Es beinhaltet mehrere Forschungs- und Entwicklungsschritte. Es wird erhoben welche bestehenden Systeme und Einsatzszenarien es gibt und welche Möglichkeiten zum Einsatz im Unterricht diese bieten, aber auch welche Hindernisse diese haben. Eine Spezifikation liefert die wünschenswerten Features für die Entwicklung der App. Diese wird im Laufe des Projekts weiter an die erhobenen Bedürfnisse angepasst und etwaige Änderungen werden implementiert. Die App soll letztendlich über einen App-Store zur Verfügung gestellt werden und es Bildungseinrichtungen ermöglichen, AR im Unterricht kostenfrei bzw. kostengünstig einzusetzen. Parallel werden in Studierendenprojekten, Bachelor- und Masterarbeiten Lernprozesse im Unterricht und deren Veränderungen durch den Einsatz von AR erforscht und publiziert.
Beschreibung (engl.)
The project deals with the concrete use of AR to support learning processes in school and university teaching. It includes several research and development steps. The existing systems and application scenarios will be identified, as well as the possibilities they offer for use in the classroom and the obstacles they face. A
specification provides the desirable features for the development of the app. In the course of the project, the app will be further adapted to the needs identified and any changes will be implemented. Ultimately, the app will be made available via an app store and enable educational institutions to use AR in the classroom free of charge or at low cost. In parallel, student projects, bachelor’s and master’s theses will research and publish learning processes in the classroom and their changes through the use of AR.
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Kvas, Michael; Mag., MPH
Projektleitung intern
Kink-Hampersberger, Susanne Gertrude; MA Bakk. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Dulle, Daniel; MEd BEd Prof. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Fernandez, Karina; HS-Prof. Mag. Dr. Bakk. / 6700 Institut für Educational Governance
Freytag, Eva; Mag. Dipl.-Päd. BEd Prof. / 6200 Institut für Sekundarstufe Allgemeinbildung
Fritz, Sabine; MA BEd Prof. / 6700 Institut für Educational Governance
Kain, Tina; Mag.rer.nat. / 6700 Institut für Educational Governance
Luttenberger, Silke; HS-Prof. ILn Mag. Dr. BEd / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Externe Projektmitarbeiter/innen
Fischer, Jasmin; MSc
Kvas, Michael; Mag., MPH
Meyer, Jonas; BSc MSc PhD
Roschitz, Martina; MMag.a
Schriefl, Marie-Sophie; MSc MA
Kooperationspartner
Bildungsdirektion für Steiermark
bit social
MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik AG & Co KG
Mittelschule Graz – Engelsdorf
Mittelschule Thörl
Polytechnische Schule Herrgottwiesgasse
Volksschule Graz – Viktor Kaplan
Volksschule Raaba
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Das Projekt „Be Productive!“ bringt ein Konsortium aus namhaften Partnern aus der Forschung und Entwicklung, sowie dem pädagogischen Bereich zusammen, um einen innovativen Ansatz an der Schnittstelle Forschung und Produktion zu realisieren. Das Hauptziel besteht darin, ein umfassendes Lernpaket zu entwickeln, das Schüler:innen die Welt der Messtechnik und Produktion auf praxisnahe und spannende Weise näherbringt.
Das von der FFG im Rahmen der Ausschreibung „Talente regional 2022“ geförderte Projekt unter der Leitung des Vereins bit social, welches von Juni 2023 bis August 2025 läuft, zielt darauf ab, Bewusstsein für Messtechnik und Produktion zu schärfen. Schüler:innen sollen die vielfältigen Möglichkeiten aufgezeigt werden, die sich aus diesen Bereichen ergeben. Durch die Entwicklung einer Lehrer:innenfortbildung und schulstufenspezifischen Arbeitsmaterialien wird sichergestellt, dass die Inhalte erfolgreich im Unterricht integriert werden können. Dabei werden moderne pädagogische Ansätze und Technologien genutzt, um das Lernen interaktiv und praxisnah zu gestalten.
Förderung von Forschungsinteresse und Unternehmer:innentum
Das Projekt reagiert auf den steigenden Bedarf an Förderung des Forschungsdrangs von Kindern sowie auf die neuen Lehrpläne, die unternehmerische Kompetenzen betonen. „Be Productive!“ bietet nicht nur die Möglichkeit, technisches Wissen zu vermitteln, sondern auch unternehmerische Denkweisen und Innovationsfähigkeiten zu fördern.
Mit einer starken Partnerschaft zwischen Bildungseinrichtungen und Industrie zielt „Be Productive!“ darauf ab, eine Generation von Schüler:innen heranzubilden, die nicht nur technologisch versiert sind, sondern auch die Fähigkeiten besitzen, kreative Lösungen zu entwickeln und wirtschaftlich sinnvolle Ideen umzusetzen. Das Projekt wird nicht nur das Interesse an Mess- und Produktionstechniken wecken, sondern auch eine Brücke zwischen Bildung und Industrie schlagen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht