Erfahrungen von Quereinsteiger:innen mit der Implementation des Programms „Scientific Creativity in Practice“ (SCIP) im naturwissenschaftlichen Unterricht: Gelingensbedingungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven in der Sekundarstufe

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Taurer-Zeiner, Claudia; Mag. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2026 – 2028
Beschreibung
Lehrkräfte und Schüler:innen stehen im schulischen Alltag zunehmend vor komplexen Herausforderungen, die ein hohes Maß an Flexibilität, Kreativität und lösungsorientiertem Denken erfordern. Kreativität und Problemlösekompetenz gelten
dabei als zentrale Schlüsselqualifikationen, um den Anforderungen einer dynamischen Bildungs- und Lebenswelt adäquat zu begegnen. Zur gezielten Förderung dieser
Kompetenzen wurde das Programm Scientific Creativity in Practice (SCIP; vormals „Flex-Based Learning“) für die Sekundarstufe entwickelt (Haim et al., 2022).
Das SCIP-Programm umfasst eine Sammlung didaktischer Ansätze und
Unterrichtsmethoden für den naturwissenschaftlichen Unterricht, die darauf abzielen,
geistige und experimentelle Flexibilität, divergentes Denken sowie kreative Lösungsstrategien zu fördern. Ein zentrales Element bildet dabei der Perspektivenwechsel, der wesentlich zur Entwicklung vielfältiger Lösungswege bei komplexen Aufgabenstellungen beiträgt. Empirische Befunde zeigen, dass das Flex-Based Learning-Programm (SCIP-Programm) die kreative Problemlösungsfähigkeit von Schüler:innen signifikant steigert (Haim et al., 2020).
Vor diesem Hintergrund verfolgt das vorliegende Vorhaben das Ziel, das SCIP-Programm in der Ausbildung des Hochschullehrgangs Quereinstieg (QE)
Sekundarstufe im Fach Biologie und Umweltbildung (BU) zu implementieren. Zentrales
Anliegen ist es, die Studierenden des QE-Studiengangs zu befähigen, die in den
Lehrveranstaltungen vermittelten SCIP-Methoden im Unterricht praktisch anzuwenden, in realen Unterrichtssituationen zu erproben und theoriegeleitet zu reflektieren.
Zur Untersuchung der Implementierung und Wirkung des SCIP-Programms wird ein qualitatives Forschungsdesign eingesetzt. Mittels leitfadengestützter Interviews mit
Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern des QE werden Erfahrungen, Umsetzungsprozesse sowie wahrgenommene Gelingensbedingungen und Herausforderungen bei der Anwendung der SCIP-Methoden im schulischen Alltag
exploriert. Die qualitative Herangehensweise ermöglicht eine vertiefte Analyse
individueller Perspektiven und institutioneller Rahmenbedingungen, wodurch ein
differenziertes Verständnis der Potenziale und Grenzen der SCIP-Implementierung gewonnen werden kann.
Im Mittelpunkt steht die Wirksamkeit des SCIP-Konzepts im Kontext naturwissenschaftlichen Unterrichts. Darüber hinaus werden neue SCIP-Interventionen im Sinne des zugrunde liegenden Konzeptes entwickelt, erprobt, kritisch reflektiert
und umfassend evaluiert. Das Forschungsvorhaben ist im Kontext des Quereinstiegs
in das Lehramt der Sekundarstufe im Fach Biologie und Umweltbildung verankert und leistet einen Beitrag zur Professionalisierung der Ausbildung von Quereinsteiger:innen
in den Lehrberuf, indem es evidenzbasierte Erkenntnisse zur Implementation und Weiterentwicklung innovativer Lehr-Lern-Konzepte im naturwissenschaftlichen Unterricht bereitstellt.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Abschlussjahr:

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