Auf dem Weg zu einer Alpen-Adria Friedensregion

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Wutti, Daniel; HS-Prof. MMag. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Brousek, Jan; Dr.
Grafenanuer, Danijel; Dr.
Rehsmann, Daniel; Mag.
Wintersteiner, Werner; Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2020
Beschreibung
Dieses Projekt folgt einer fünfjährigen transnationalen Kooperation zwischen slowenischen und österreichischen ForscherInnen und RepräsentantInnen der Zivilgesellschaft zur Erinnerungspolitik und –kultur der beiden Länder. Es ist zugleich Dokumentation eines vergangenen Prozesses als auch eine Intervention in den fortwährenden Dialogprozess, wie mit der konfliktreichen Vergangenheit des Alpen-Adria-Raums kritisch und gewaltlos umgegangen werden kann.

Der barocke englische Titel des Projekts ist zugleich die Beschreibung seines Programms: “Building the Peace Region Alps-Adria. Envisioning the Future by Dealing with the Past. Open and Inclusive Dialogue and Public Discourse within Austria and Slovenia and between the Countries (PRAA)”. Das Projekt versteht sich als eine kritische Reflexion dieses genau geplanten und organisierten “BürgerInnendialogs”, bei dem einander widersprechende (historische) Narrative immer wieder mit einander konfrontiert wurden. Im Besonderen ging es dabei um den Ersten Weltkrieg und die Grenzstreitigkeiten in seinem Gefolge, um das NS-Regime und die Nazi-Besetzung Jugoslawien, um den Widerstand der PartisanInnen und neuen Grenzstreit in der Nachkriegszeit, um die Frage der Kärntner SlowenInnen und die österreichisch-jugoslawischen Beziehungen in der Zeit des Kalten Krieges sowie um die Bewertung des Titoismus in Slowenien (bzw. Jugoslawien).

Im Projekt wird ein Buch herausgegeben und eine internationale wissenschaftliche Konferenz veranstaltet. Die Arbeit kreist um folgende drei Fragen:

– Wie können wir mit der komplexen Konfliktlage in unserem eigenen Land wie im Nachbarland konstruktiv umgehen? Das gilt natürlich ganz besonders für die Frage der Bewertung des Partisanenkampfes

– Wie können wir vermeiden, dass diese offenen oder schlummernden Konflikte nach wie vor von der Politik für ihre Machtspiele instrumentalisiert werden?

– Welche neuen Zukunftsperspektiven können aus diesem Dialog erwachsen? (Wie) können wir eine „Friedensregion“ Alpen-Adria schaffen?

Das Projektteam handelt mit konkreten Visionen und Perspektiven für einen weiteren Dialogprozess, auch abseits österreichisch-slowenischer Beziehungen. Verschiedene historische Narrative und Sichtweisen werden nicht ignoriert oder „versöhnt“, sondern miteinander konfrontiert, und zwar auf respektvolle Art und Weise.

Beschreibung (engl.)
This project if following a five-year process of transnational cooperation between Slovenian and Austrian researchers and practitioners, shortly called PRAA. While it is meant as a documentation of a past process, its main purpose is an intervention into the ongoing dialogue process of dealing with the past in a critical and nonviolent way.
The baroque title of the project is already a description of its program: “Building the Peace Region Alps-Adria. Envisioning the Future by Dealing with the Past. Open and Inclusive Dialogue and Public Discourse within Austria and Slovenia and between the Countries.” It provides a critical reflection of this purposeful planned and organized citizens’ dialogue where opposing (historical) narratives are confronted with each other, namely the case of World War I and the following border dispute, the NS-regime and the Nazi occupation of Yugoslavia, the partisan resistance and the post-war period with the communism in Yugoslavia and new border disputes and a specific “cold war”, at least in the perception of some people in Carinthia and Slovenia.
In the project, we are publishing a book and organizing an international conference, with the main concerns:
– How can we prevent that (open or potential) conflicts are still exploited by political parties for their power play?
– How can we deal with these complex conflicts in a constructive way? For instance how to continue and deepen the work of antifascist (self-)education without neglecting the errors, wrongdoings or even crimes committed in the name of antifascism?
– Which new perspectives for the future result from this dialogue? (How) is it possible to create a Peace Region Alps Adriatic?

Furthermore, we deal with visions and perspectives of a further dialogue process, even beyond the Austro-Slovenian relations. Different historical narratives and worldviews are not ignored or “reconciled”, but confront each other in a respectful way.

URL
Bericht

Abschlussjahr:

Sachgebiete: