Auf die Sozialkompetenz kommt es an!

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Wien
Sprache
Projektleitung gesamt
Lisa, Horn-Peter; Porf. Dr.
Projektleitung intern
Taslimi, Natascha; Bakk.phil. MSc.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2023
Beschreibung
Ein wichtiger Aspekt der pädagogischen Arbeit in elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen ist die Beurteilung und gezielte Förderung der kindlichen Kompetenzen, die meist über sogenannte Entwicklungs-Screenings beurteilt werden. Die Sozialkompetenz nimmt hierbei – besonders in ihrer Erhebung und Beurteilung – eine Sonderstellung ein. Anders als Sachkompetenz, lernmethodische Kompetenz und Selbstkompetenz, kann Sozialkompetenz nie durch die Betrachtung eines Kindes allein erkannt und evaluiert werden, sondern immer nur in seinen Interaktionen mit anderen Kindern der Gruppe. Vielleicht gerade aufgrund dieser Komplexität, wird der Erhebung der Sozialkompetenz in formalen Erhebungsinstrumenten und Förderkatalogen meist weniger Beachtung geschenkt als den anderen kindlichen Kompetenzen. Einen Beitrag zur vertiefenden Auseinandersetzung mit der Sozialkompetenz von Kindergartenkindern könnte hier eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen elementarpädagogischen Ausbildungszentren und der Vergleichenden Verhaltensforschung bieten. Die Beobachtungen im Zuge typischer Entwicklungs-Screenings erfolgen gewöhnlich qualitativ und partizipativ, das Niederschreiben der Beobachtungen ist oft zeitversetzt und reflektierend. Im Gegensatz dazu sind Beobachtungen in der Vergleichenden Verhaltensforschung generell quantitativ (z.B. Frequenzen von bestimmten Verhaltensweisen), nicht-partizipativ, und die Erhebung erfolgt zeitgleich mit der Beobachtung der Verhaltensweisen. Ein direkter Vergleich beider Methoden kann deren jeweilige Vorteile und Nachteile sichtbar machen.
Beschreibung (engl.)
An important aspect of pedagogical work in elementary educational institutions is the assessment and targeted promotion of children’s competences, which are usually assessed through developmental screenings. Social competence occupies a special position here. Unlike other competences (e.g., technical competence, learning skills, self-awareness and autonomy), social competence can never be identified and evaluated by looking at an individual child. One needs a broader focus and take the child’s interactions with the other children in the group into account. Perhaps because of this complexity, the assessment of social competence usually receives less attention in formal assessment instruments and support guidelines than the other competences. An interdisciplinary collaboration between elementary pedagogical training centers and comparative behavioral research could offer a contribution to a more detailed examination of social competence in kindergarten children. Observations in typical developmental screenings are usually qualitative and participatory, and the transcription of observations happens in retrospect and in a reflective manner. In contrast, observations in comparative behavioral research are generally quantitative (e.g., frequencies of specific behaviors), non-participatory, and the data recording is conducted concurrently with the observation of the behaviors. The aim of this project is a direct comparison of both methods, by which the respective advantages and disadvantages are made visible. In this way, the project aims to contribute to and promote an in-depth examination of social competence in kindergarten children. In addition, the project provides students with direct insight and practical experience with basic research.
URL
Bericht