Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Grünwald, Jan; Univ.-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Goreth, Sebastian; Dr. Hochschulprof. M.A.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Universität Mozarteum
Laufzeit
2024 – 2026
Beschreibung
Als Grundlage des wissenschaftlichen Diskurses lohnen sich bewusster Aufbau und Entwicklung von Kommunikationsstrategien, die folglich diese Auseinandersetzung tragen, bereichern und sowohl innerhalb als auch außerhalb der Hochschullandschaft vermitteln können. Im konkreten Forschungsfeld macht demnach eine passende Strategie besonders Sinn, die technische und digitale Potenziale nutzt, um durch projektorientierte Methoden einer künstlerisch-kreativen Gestaltung zur medialen Umsetzung zu gelangen.

Einerseits wird so neben dem Inhalt per se bereits prototypisch auch relevante Methodik vermittelt und andererseits entsteht potenziell ein Mehrwert für die unterschiedlichen Zielgruppen, die wir ansprechen wollen:

Schüler:innen & Student:innen
Lernende in der Sekundarstufe 2 sind potenziell nicht nur zukünftige Lehramtsstudierende, sondern neben den bereits aktiv Studierenden selbst eine wichtige Gruppe unserer Vermittlungsbemühungen – auch ganz konkret in Bezug auf den Fokus des Forschungsprojekts.
Mediale Kommunikation

​Als Grundlage des wissenschaftlichen Diskurses lohnen sich bewusster Aufbau und Entwicklung von Kommunikationsstrategien, die folglich diese Auseinandersetzung tragen, bereichern und sowohl innerhalb als auch außerhalb der Hochschullandschaft vermitteln können. Im konkreten Forschungsfeld macht demnach eine passende Strategie besonders Sinn, die technische und digitale Potenziale nutzt, um durch projektorientierte Methoden einer künstlerisch-kreativen Gestaltung zur medialen Umsetzung zu gelangen.

Einerseits wird so neben dem Inhalt per se bereits prototypisch auch relevante Methodik vermittelt und andererseits entsteht potenziell ein Mehrwert für die unterschiedlichen Zielgruppen, die wir ansprechen wollen:

Schüler:innen & Student:innen
Lernende in der Sekundarstufe 2 sind potenziell nicht nur zukünftige Lehramtsstudierende, sondern neben den bereits aktiv Studierenden selbst eine wichtige Gruppe unserer Vermittlungsbemühungen – auch ganz konkret in Bezug auf den Fokus des Forschungsprojekts.

Nachwuchsforscher:innen
Aktuelle PhD-Kandidat:innen und Doktorand:innen spielen für die Kommunikation innerhalb der Hochschullandschaft eine entscheidende Rolle – um den Diskurs bidirektional führen, und somit kontinuierlich weiterentwickeln zu können.

Third Mission & Öffentlichkeit
Nach außen möchten wir die heterogene Gesellschaft mit all ihren unterschiedlichen Altersgruppen, sowie den verschiedenen sozialen und kulturellen Backgrounds unabhängig von ihrer Nähe zur Bildungslandschaft erreichen.

Das geplante Maßnahmenpaket umfasst demnach konkret die Produktion von drei Videos für jede dieser Zielgruppen. Für eine möglichst breitangelegte mediale Vermittlung erweitern wir die digitale Kommunikation durch Workshops (zu den Themen Kommunikation und Wissenschaftskommunikation), sowie der Erstellung/Verbreitung eines Policy-Papers, um analoge Komponenten.

Der Content der verschiedenen Ebenen wird dabei nicht inhaltsgleich reproduziert, sondern je nach Focus Group und Anwendungsfeld, bzw. Umsetzung adaptiert. Somit entsteht zum einen für Personen, die mehrere Maßnahmen erleben, ein individueller Mehrwert anstatt einer Übersättigung – und zum anderen reichern sich die verschiedenen Inhalte gegenseitig an, speziell innerhalb der Schnittmengen unserer Zielgruppen. Der daraus resultierende Diskurs bzw. Austausch soll vor allem in den Workshops aktiv aufgegriffen und genutzt werden – wodurch wiederum essenzielle Themen des Forschungsprojekts durch partizipative Vermittlung evoziert werden.

Aufgrund der Integration dieser Aktivitäten in das bestehende Doktoratscurriculum werden Synergien geschaffen, die eine dynamische, interdisziplinär vernetzte und partizipativ orientierte Forschungsgemeinschaft fördern. Diese geht über die traditionellen, disziplinären Grenzen hinaus und schafft neue Möglichkeiten für Kooperation und Austausch.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Dimai, Bettina; Dr. Hochschulprof
Streit, Birgit; Mag. Prof.
Projektleitung intern
Dimai, Bettina; Dr. Hochschulprof
Streit, Birgit; Mag. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Die evidenzbasierten Zahlen zeigen die Dringlichkeit der psychosozialen Gesundheit und Resilienz für alle Akteur:innen (Schüler:innen, Pädagog:innen, Erziehungsberichtigte, Schulleitungen,…) im Kontext Schule.
Diesem inhaltlichen Fokus widmet sich das tirolweite Projekt „Stay Strong Together“. Über die Projektlaufzeit wird durch unterschiedliche Aktivitäten eine breitenwirksame Sensibilisierung für dieser Zielgruppen angestrebt. Weiters wird ein regionales, vielfältiges Angebotsportfolio für Lehrpersonen und Schüler:innen erarbeitet und eine Entwicklungsbegleitung für 10 Tiroler Schulen ab Sekundarstufe 1 für 3 Jahre zur Förderung der psychosozialer Gesundheit und Resilienz ermöglicht.
Um in einer Zeit der multiplen Krisen als Individuum und Bildungsorganisation resilient und achtsam zu bleiben, braucht es als eine Säule der Resilienz einer Netzwerkorientierung, ein soziales Kräftefeld, welches als individuelle und organisationale Ressource zur Verfügung steht. Hier bietet ein selbst entwickeltes online Tool für die Projektschulen eine transparente, intern vernetzende und öffentlichkeitswirksame Plattform, um die Ressourcen für einen resilienten Standort nachhaltig für (neue) Kolleg:innen und Schüler:innen als auch Erziehungsberechtigte sichtbar zu machen. Die PHT-interne (Aus- und Fortbildung, instituts- und projektübergreifend), als auch externe Vernetzung (mit den regionalen relevanten Institutionen und Akteur:innen) ist ein weiterer Projektschwerpunkt.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Hotarek, Ingrid; Dr.phil. BEd Hochschulprof IL M.A.
Projektleitung intern
Hotarek, Ingrid; Dr.phil. BEd Hochschulprof IL M.A.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Kazakhstan National Pedagogic University
L.N. Gumilyov Eurasian National University
Laufzeit
2024 – 2027
Beschreibung
Kooperationsprojekt mit der L.N. Gumilyov Eurasian National University (Astana) und der Kazakhstan National Pedagogic University (Almaty) zur Bearbeitung von Fallbeispielen aus der schulischen Praxis in multiprofessionellen Teams (Pädagog:innen/Sozialpädagog:innen). Das Projekt ist in einem blended-learning Konzept organisiert und umfasst u. a. die Möglichkeit für Lehrende und Studierende, short-mobilities in Kasachstan bzw. Österreich zur Diskussion der Fallbeispiele zu absolvieren.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Alter, Grit; Dr. Hochschulprof
Projektleitung intern
Alter, Grit; Dr. Hochschulprof
Interne Projektmitarbeiter/innen
Pixner, Silvia; Mag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Unsere Beobachtungen in der bisherigen pädagogischen und psychologischen Arbeit zeigen, dass manche Kinder und Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum lieber Englisch als ihre Erstsprache sprechen. Autistische Kinder, die bulgarisch, tschechisch oder auch Deutsch als Erstsprache sprechen, bevorzugen sowohl im privaten Umfeld zu Hause als auch in der Schule die englische Sprache als Kommunikationsmittel. Laut Forschung kann dies unterschiedliche Ursachen haben, die mit den besonderen Wahrnehmungs- und Kommunikationsmerkmalen im Autismus-Spektrum zusammenhängen. Zusätzlich wird angeführt, dass emotionale Distanz, sensorische Präferenzen, Medienkonsum, Mehrsprachigkeitsvorteile sowie Struktur und Logik des Englischen einen Einfluss auf diese Präferenz haben könnten. Derzeit gibt es lediglich einzelne Beobachtungen und Hypothesen, die die Vorliebe autistischer Kinder und Jugendlicher für Englisch fokussieren, jedoch keine umfassenden wissenschaftlichen Studien, die alle Aspekte dieses Phänomens erklären. Unser exploratives Forschungsvorhaben setzt an der aufgezeigten Forschungslücke an und wird mit Hilfe von Interviews und Fragebögen mit Kindern und Jugendlichen aus dem Autismus-Spektrum sowie ihren Erziehungsberechtigen und Lehrpersonen bzw. Schulassistent:innen erforschen, warum Kinder und Jugendlichen auf dem Autismus-Spektrum das Englische vor ihrer Erstsprache präferieren und wie das damit verbundene Potenzial lernförderlich in den Schulalltag eingebunden werden kann.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Tiefenthaler, Sabine; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Tiefenthaler, Sabine;
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Das vorliegende Forschungsprojekt untersucht, wie Grundschulkinder Inklusion und Partizipation erleben und bewerten. Es verfolgt einen qualitativ-partizipativen Ansatz und orientiert sich an den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 12) sowie der UN-Behindertenrechtskonvention (Artikel 24), die eine gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder an Bildung fordern. In Österreich zeigt der aktuelle Bericht der UN-BRK (UNO 2023) erhebliche Defizite im Bereich inklusiver Bildung, die soziale Ungleichheiten weiter verstärken (OECD 2023). Im Gegensatz dazu hat Italien seit Jahrzehnten ein inklusives Bildungssystem etabliert, das als Kontrastfolie für eine vergleichende Studie zwischen Tirol und Südtirol dient. Die Untersuchung gliedert sich in drei Schritte: (1) Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, (2) Erhebung der Schüler:innen-Einstellungen zu Inklusion mittels PhotoVoice und vertiefender Foto-Interviews, (3) Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und -strategien für inklusive Praktiken. Das Projekt bezieht sich auf Theorien der Inklusion und Partizipation, wie sie im Index der Inklusion (Booth & Ainscow, 2016) und in der Pädagogik der Vielfalt von Prengel (2013) formuliert sind. Ziel ist es, die Perspektiven der Kinder auf Inklusion und Partizipation zu verstehen, um darauf aufbauend pädagogische Handlungsimpulse zur Verbesserung inklusiver Bildung zu entwickeln.
Beschreibung (engl.)
.
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Oberschmid, Birgit; BEd MEd
Projektleitung intern
Oberschmid, Birgit; BEd MEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Krisenbedingte Zeiten (Pandemie, Krieg) stellten Lehrpersonen vor große Herausforderungen und verursachte Überforderungen bei allen Beteiligten. Doch was brauchen Lehrpersonen, um gute Lehrpersonen zu sein? Im Projekt sollen die Lehrpersonen aktiv durch Coaching in ihren Bedürfnissen unterstützt werden. Durch Vermittlung von Handlungswissen und dessen gekonnten Einsatz in der Praxis, werden Lehrer:innen gestärkt und die Qualität des Unterrichts, generell und in Krisenzeiten, wird gesichert.

Im Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie Lehrpersonen gezielt unterstützt werden, um Kinder in diesen schwierigen Zeiten gut begleiten zu können und Lernen förderlich und freudvoll zu ermöglichen. Daher braucht es zunächst ein mehrperspektivisches Vorgehen, das sowohl Kinder nach ihren Bedürfnissen in Hinblick auf eine „gute Lehrperson“ in schwierigen Zeiten befragt, Hilfestellungen von Seiten der Direktionen sowie die Sicht der Lehrpersonen einbezieht. Schulstandorte und -typen werden mit einbezogen, um ein vielschichtiges, aktuelles Bild der Bedürfnisse an eine „gute Lehrperson“ skizzieren zu können.
Das Projekts zielt auch darauf ab, die Selbstreflexion der Lehrpersonen anzustoßen und sie im Rahmen eines Coachings (ca. fünf Monate) zu begleiten. Sie sollen mit hilfreichen Impulsen und Inputs ihre eigene professionelle pädagogische Haltung verbessern können, um gerade in schwierigen Situationen (mit einzelnen Kindern, mit Eltern und Kolleg:innen oder im Unterricht), die sie zu überfordern drohen, souverän und professionell agieren zu können. Dies hat oftmals mit Haltung und der daraus resultierenden Kommunikation zu tun, worin die Lehrpersonen gecoacht werden sollen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Baumann, Simone; Dr.phil. Hochschulprof
Projektleitung intern
Baumann, Simone; Dr.phil. Hochschulprof
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Das entwicklungsorientierte Forschungsprojekt knüpft an aktuelle Professionalisierungsansätze an, die Meta-Reflexivität als zentrales Merkmal professioneller Lehrpersonenidentität verstehen. Es geht davon aus, dass Reflexion, Reflexivität und Meta-Reflexivität wesentliche Bedingungen professionellen Urteilens, Handelns und der Entwicklung pädagogisch-professioneller Haltung darstellen. Zugleich zeigt der Forschungsstand, dass diese Begriffe in der Lehrer:innenbildung, in Curricula und in hochschuldidaktischen Kontexten häufig unscharf verwendet und nur begrenzt expliziert und operationalisiert werden. Diese begriffliche Vagheit erschwert sowohl die gezielte Förderung als auch die Evaluation reflexiver Professionalität.

Das Projekt greift dieses Desiderat auf und erweitert den bisherigen Fokus auf Reflexion und Meta-Reflexivität um eine zusätzliche Perspektive: die Analyse und Gestaltung epistemischer Arbeitsbeziehungen im Bildungsbereich. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass professionelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit in Schule, Hochschule, Lehrer:innenbildung und Bildungsforschung nicht nur auf der Sachebene verläuft, sondern auch durch Anerkennungsasymmetrien, Sichtbarkeit, Deutungshoheit, Vertrauen, Dissens und institutionelle Machtverhältnisse geprägt ist. Solche Dynamiken werden nicht als bloß individuelle Probleme verstanden, sondern als Ausdruck sozialer und organisationaler Bedingungen professioneller und wissenschaftlicher Praxis. Ein tragfähiges Konzept meta-reflexiver Professionalisierung muss daher personale Ethik, soziale Erkenntnispraxis und institutionelle Ordnung zusammendenken. Genau diese Dreiteilung wird im Projekt herausgearbeitet und mit sozialepistemologischen und wissenschaftssoziologischen Fragestellungen verbunden.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt zwei eng miteinander verbundene Ziele: (1) Es wird empirisch untersucht, welche Konzepte von Reflexion, Reflexivität und Reflexionskompetenz in den Curricula pädagogischer Hochschulen sowie bei Hochschullehrpersonen und Lehramtsstudierenden vorliegen und wie diese derzeit gefördert, sichtbar gemacht und evaluiert werden; (2) Der Ansatz meta-reflexiver Professionalisierung wird theoretisch-konzeptionell weiterentwickelt: um die Dimension integrer Klugheit als professionsethische und sozialepistemische Leitkategorie für den Umgang mit epistemischen Konflikten, Anerkennungsasymmetrien und strategischen Dynamiken in Arbeitsbeziehungen des Bildungsbereichs.

Integre Klugheit wird dabei als meta-reflexive professionelle Disposition verstanden, die institutionelle und soziale Dynamiken hermeneutisch und realistisch lesen kann, ohne sich ihnen zynisch auszuliefern; die strategische Herausforderungen erkennt, ohne selbst unlauter zu handeln; und die epistemische Ehrlichkeit mit Verantwortlichkeit für die Bedingungen guter Wissensproduktion verbindet, ohne naiv gegenüber mikropolitischen Realitäten zu sein; und die Verantwortung nicht nur für das eigene Handeln, sondern auch für die institutionellen Bedingungen guter Wissensproduktion übernimmt. Philosophisch wird das Konzept im Dialog von Professionstheorie, Wissenschaftssoziologie, Sozialepistemologie und christlich informierter Tugendethik entfaltet.

Methodologisch ist das Projekt in empirisch-konzeptioneller Sozialforschung, Mixed Methods und Design-based Research verortet. Ziel ist die Entwicklung eines theoretisch fundierten und praxisorientierten Konzepts meta-reflexiver Professionalisierung, das Reflexionskompetenz nicht nur als Weg und Ziel professioneller Entwicklung, sondern auch als Grundlage integrer, epistemisch verantwortlicher Arbeitsbeziehungen in Schule, Hochschule und Bildungsforschung ausweist.

Beschreibung (engl.)
The development-oriented research project is situated within contemporary approaches to professionalisation that conceptualise meta-reflexivity as a core dimension of teachers’ professional identity. It starts from the premise that reflection, reflexivity, and meta-reflexivity are indispensable to professional judgement, pedagogical action, and the formation of a pedagogical-professional ethos. At the same time, research shows that these concepts remain theoretically diffuse across teacher education, curricular discourse, and higher education pedagogy, and are only partially explicated and insufficiently operationalised. This conceptual indeterminacy hinders both the systematic cultivation and the valid assessment of reflexive professionalism.

The project addresses this gap by extending the established focus on reflection and meta-reflexivity through an additional lens: the analysis and shaping of epistemic working relationships in education. It assumes that professional and academic collaboration in schools, higher education, teacher education, and educational research is shaped not only by subject-matter concerns, but also by asymmetries of recognition, visibility, interpretive authority, trust, dissent, and institutional power. These dynamics are treated not as individual difficulties alone, but as manifestations of the social and organisational conditions of professional and academic practice. A viable concept of meta-reflexive professionalisation must therefore integrate personal ethics, social knowledge practices, and institutional order, thereby systematically linking reflection, reflexivity, and meta-reflexivity to social epistemology and the sociology of science.

Against this background, the project pursues two interrelated objectives. First, it investigates empirically which concepts of reflection, reflexivity, and reflective competence are present in the curricula of university colleges of teacher education, among teacher educators, and among student teachers, and how these concepts are currently fostered, rendered visible, and evaluated. Second, it advances the framework of meta-reflexive professionalisation by introducing the dimension of integre Klugheit as a professional-ethical and social-epistemological guiding concept for addressing epistemic conflicts, asymmetries of recognition, and strategic dynamics in educational working relationships.

Within the project, integre Klugheit is conceptualised as a meta-reflexive professional disposition that interprets institutional and social dynamics in hermeneutically informed and realistic ways without lapsing into cynicism, recognises strategic challenges without reproducing manipulative conduct, and links epistemic honesty to responsibility for the conditions of sound knowledge production without naivety toward micropolitical realities. Responsibility thus extends beyond individual conduct to the institutional conditions under which good knowledge can emerge. Philosophically, the concept is developed through a dialogue between theories of profession, the sociology of science, social epistemology, and Christian-informed virtue ethics.

Methodologically, the project is located at the intersection of empirically informed conceptual social research, mixed-methods methodology, and design-based research. Its overall aim is to develop a theoretically robust and practice-oriented concept of meta-reflexive professionalisation that understands reflective competence not only as both a means and an outcome of professional development, but also as a foundation for educational working relationships characterised by integrity and epistemic responsibility.

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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Resinger, Paul; Mag. Dr. BEd Hochschulprof.
Projektleitung intern
Resinger, Paul; Mag. Dr. BEd Hochschulprof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hoffmann, Mirjam; Prof. Dr.
Kooperationspartner
Pädagogische Hochschule Edith Stein
Laufzeit
2022 – 2024
Beschreibung
In der Studie „Lebenswelten der Jugendlichen in der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino 2021“ (Janovsky & Resinger, im Druck; EVTZ, im Druck) gaben über 6.300 14- bis 16-Jährige aus den Bezirken aller drei Regionen, allen Schularten und unter Berücksichtigung der breit gefächerten sozioökonomischen Hintergründe Auskunft über ihre Lebenswelt. Die Studie knüpfte thematisch und methodisch an die österreichweite Durchführung der Lebensweltenstudie im Jahr 2020 an (Jugendforschung Pädagogische Hochschulen Österreichs, 2021) und wurde inhaltlich durch die Themenbereiche „Inklusion“ und „Politische Partizipation in der Schule“ erweitert.

Die Daten von den Jugendlichen aus Tirol stammen von der österreichischen Jugendstudie. In dieser wurden junge Menschen, die eine sonderpädagogische Einrichtung besuchen (z. B. Allgemeine Sonderschule, Bildungszentrum für Hören und Sehen in Mils etc.), nicht befragt. Lediglich Jugendliche mit Förderbedarf, die Regelschulen besuchen (u. a. auch jene in Berufsschulen mit Teilqualifizierung bzw. verlängerte Lehrzeit), hatten die Möglichkeit, zu Wort zu kommen.

Während in Österreich noch immer ein ausdifferenziertes Sonderschulsystem existiert, wurden in Italien bereits im Jahr 1977 alle Sonderschulen aufgelöst. Somit wären in den zwei Regionen Südtirol und Trentino zumindest theoretisch Jugendliche mit Beeinträchtigungen repräsentativ in der Gesamterhebung abgebildet worden. In Südtirol wurden allerdings alle Jugendlichen durch das Landesamt für Statistik (ASTAT) zur Teilnahme an der Lebensweltenstudie aufgerufen. Es ist fraglich, wie viele Jugendliche mit Beeinträchtigungen dem Aufruf von ASTAT gefolgt sind. Die Befragung der Jugendlichen in Trentino erfolgte über die Schulen.

Für alle Regionen ist anzunehmen, dass für einen nicht näher bekannten Anteil an Jugendlichen mit Beeinträchtigungen die schriftliche Befragung eine (nicht bewältigbare) Hürde darstellte. So hat zum Beispiel ein*e Jugendliche*r mit einer visuellen Beeinträchtigung aufgrund mangelnder Barrierefreiheit des Fragebogeninstrumentes gar nicht teilnehmen können, für jene mit sprachlichen Schwierigkeiten oder mit geringer Konzentrationsfähigkeit stellte die umfangreiche Befragung u.U. auch eine zu große Hürde dar (Abbruch der Befragung bzw. keine Berücksichtigung in der Auswertungsphase aufgrund von zu vielen fehlenden Werten). Gesamt betrachtet ist also anzunehmen, dass Jugendliche mit Beeinträchtigungen in der bisherigen Erhebung unterrepräsentiert sind.

Eine weitere Gruppe von Jugendlichen war bisher ebenfalls nicht im Blickfeld der Euregio-Jugendstudie: junge Menschen, die aus dem Bildungssystem gefallen sind (z.B. Schul-/Ausbildungsabbrecher*innen).

Die Folgestudie lässt mittels leitfadengestützten Interviews nunmehr auch jene Jugendlichen zu Wort kommen, die aus unterschiedlichsten Gründen bisher nicht die Möglichkeit hatten ihre Lebenswelt darzulegen. Ziel ist es somit, das „Bild“ von den Lebenswelten Jugendlicher in Tirol durch die Einbindung von jungen Menschen in besonderen Lebenslagen zu ergänzen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Forcher-Mayr, Matthias; MMag. Dr.
Projektleitung intern
Forcher-Mayr, Matthias; MMag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2027
Beschreibung
Sprouting Entrepreneurs Eastern Cape (Sprouting EC) ist ein Kooperationsprojekt mit dem Bildungsministerium der südafrikanischen Provinz Eastern Cape zur Weiterentwicklung der schulischen Didaktik der Entrepreneurship Education (EE) aus globaler Perspektive. Das Projekt wurde 2017 als bilaterale Bildungskooperation zwischen dem Eastern Cape Department of Education (ECDoE) und dem österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) ins Leben gerufen. Seit September 2023 liegt die Projektleitung bei der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT). Das Projekt verfolgt das Ziel, unternehmerisches Denken und Handeln bereits im schulischen Kontext zu fördern und durch internationale Zusammenarbeit innovative didaktische Ansätze zu entwickeln.

Ausgangspunkt:
In den vergangenen zehn Jahren hat Entrepreneurship Education (EE) weltweit zunehmend an Bedeutung in schulischen Curricula gewonnen. Sie wurde auf verschiedene Schulformen ausgeweitet – von der Primarstufe bis hin zu berufsbildenden Schulen. Im Bildungsbereich wird EE als ein Beitrag zur Förderung gesellschaftlicher Entwicklung verstanden. Auch die Sustainable Development Goals (SDGs) greifen EE in mehreren Zielen als spezifische Zielsetzungen auf. Der gestiegenen bildungspolitischen Relevanz steht jedoch ein Mangel an (fach-)didaktischer Forschungs- und Entwicklungsarbeit gegenüber.

Methodik:
Im Rahmen eines ethnographischen Aktionsforschungsansatzes werden gemeinsam mit Schulinspektor:innen, Lehrer:innen und Schüler:innen in Südafrika Ansätze, Methoden und Inhalte für Entrepreneurship Education (EE) an Schulen entwickelt. Parallel dazu wird der Implementierungsprozess wissenschaftlich begleitet. Das Konzept von Sprouting EC nutzt Schulgärten als Medium und Ausgangspunkt für unternehmerisches Lernen.

Projektziel:
Ziel des Projekts ist es, Entrepreneurship Education (EE) aus einer globalen Süd-Nord-Perspektive weiterzuentwickeln – in enger Zusammenarbeit mit Partnern des südafrikanischen Bildungssystems. Gleichzeitig soll die Qualität des Lehrens und Lernens an Schulen im Eastern Cape gestärkt werden. Das Projekt bezieht sich auf die SDGs und leistet einen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung einer transformativen Didaktik der EE im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.

Das Projekt verfolgt dabei folgende Teilziele: Entwicklung eines didaktischen Gesamtkonzepts, Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien, Entwicklung eines Fortbildungskurses für Lehrer:innen im Eastern Cape, Aufbau pädagogischer Kapazitäten durch Schulungsmaßnahmen, Forschung zu Konstruktionen von EE durch Pädagog:innen sowie zu Implementierungsprozessen an Schulen, Transfer der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in das österreichische Bildungssystem durch Dissemination in Aus- und Fortbildung.

Laufende Projektergebnisse:
• Sprouting Entrepreneurs wirkt über die Provinz Eastern Cape hinaus. Zwischen 2019 und 2025 wurde das Projekt an über 550 Schulen in Südafrika und Uganda implementiert – inklusive der Anlage ebenso vieler Schulgärten
• Aufbau regionaler Schulnetzwerke zur nachhaltigen Verankerung des EE-Ansatzes
• Entwicklung einer Didaktik der Entrepreneurship Education inklusive Unterrichtsmaterialien (4 Lehrerhandbücher)
• Wissenschaftliche Publikationen in deutsch- und englischsprachigen, peer-reviewed Fachzeitschriften
• Präsentation und Nutzung der Projektergebnisse in Lehrveranstaltungen und Fortbildungen der Pädagogischen Hochschule und Bildungsdirektion Tirol
• Aufnahme des Ansatzes in die österreichische EE-Strategie („Landkarte der Aktionen“)
• Auszeichnung als „Sustainable Development Good Practice“ durch die Vereinten Nationen (UNDESA, 2021)

Beschreibung (engl.)
Sprouting Entrepreneurs Eastern Cape (Sprouting EC) is a collaborative project with the Department of Education in the Eastern Cape province of South Africa. Its aim is to advance the didactics of entrepreneurship education (EE) in schools from a global perspective. The project was initiated in 2017 as a bilateral education partnership between the Eastern Cape Department of Education (ECDoE) and the Austrian Federal Ministry of Education, Science and Research (BMBWF). Since September 2023, the project has been coordinated by the University College of Teacher Education Tyrol (PHT). It seeks to promote EE in schools and to develop innovative teaching approaches through international collaboration.

Background:
Over the past decade, EE has gained increasing importance in school curricula worldwide. It has been extended to a variety of school types – from primary education to vocational schools. Within the education sector, EE is increasingly viewed as a contribution to broader societal development. The Sustainable Development Goals (SDGs) also include EE-related targets under several goals. Despite its growing policy relevance, there is still a lack of subject-specific research and development regarding didactic implementation.

Methodology:
The project adopts an ethnographic action research approach, involving school inspectors, teachers, and learners in South Africa in the co-development of pedagogical approaches, methods, and content for EE in schools. At the same time, the implementation process is subject to ongoing academic research and monitoring. The project uses school gardens as both a pedagogical medium and an entry point for entrepreneurial learning.

Project objectives:
The project aims to further develop EE from a Global South–North perspective, in close cooperation with partners in the South African education system. At the same time, it seeks to improve the quality of teaching and learning in schools in the Eastern Cape. The project contributes to the implementation of the SDGs by promoting transformative didactics of EE in the context of sustainable development.

Specific objectives:
• Development of a comprehensive didactic framework for EE.
• Creation of teaching and learning materials
• Design of a teacher training programme for educators in the Eastern Cape
• Capacity-building through training measures
• Research on how educators conceptualise and construct EE; processes of implementing EE in school settings
• Transfer of research and development outcomes into the Austrian education system through integration into teacher education and professional development

Ongoing project outcomes:
• Between 2019 and 2025, the project has been implemented at over 550 schools in South Africa and Uganda, each establishing a school garden as part of the programme
• Formation of regional school networks to support the long-term integration of the EE approach
• Development of EE didactics including teaching materials (4 teacher manuals)
• Academic publications in peer-reviewed journals in both German and English
• Use and presentation of project outcomes in teacher education and professional development courses at the University College of Teacher Education and the Tyrolean Board of Education
• Inclusion of the project approach in Austria’s national EE strategy („Map of Actions“)
• Recognition by the United Nations as a „Sustainable Development Good Practice“ (UNDESA, 2021)

URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Tirol
Sprache
Projektleitung gesamt
Resinger, Paul; Mag. Dr. BEd Hochschulprof.
Projektleitung intern
Resinger, Paul; Mag. Dr. BEd Hochschulprof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Laiminger, Astrid; Mag. PhD.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
KPH Kirchliche Pädagogische Hochschule Krems / Wien, Campus Krems-Mitterau
Pädagogische Hochschule Edith Stein
Pädagogische Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig
Pädagogische Hochschule Steiermark
Pädagogische Hochschule Tirol
Pädagogische Hochschule Tirol
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Pädagogische Hochschule Wien
Private Pädagogische Hochschule – Hochschulstiftung der Diözese Innsbruck
Private Pädagogische Hochschule – Hochschulstiftung Erzdiözese Wien
Private Pädagogische Hochschule Augustinum
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Laufzeit
2023 – 2026
Beschreibung
In Zusammenarbeit mit allen Pädagogischer Hochschulen wird eine österreichweite Jugendstudie zu Werthaltungen junger Menschen in Österreich erstellt. Bei dieser empirischen Studie wird ein standardisiertes Rückmeldeinstrument zu zentralen jungendrelevanten Themenfeldern eingesetzt. Eine qualitative Ergänzungsstudie ist geplant.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht