Kategorie: Sachgebiete

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kreilinger, Maria; Mag.
Hawelka, Verena; Dr.
Hölzl, Christa; Dr.in
Projektleitung intern
Hawelka, Verena; Dr.
Kreilinger, Maria; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hölzl, Christa; Dr.in
Schneider-Reisinger, Robert; Univ.-Prof.
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Über eine Analyse des schulischen Feldes mittels Grounded Theory sollen Wechselwirkungen erfasst und beschrieben werden. Diagnostische Prozesse im schulischen Feld werden in ihrer Vielfältigkeit systematisch beleuchtet und reflektiert. Dabei meint Reflexion im Sinn einer reflexiv-empirischen Forschung ein gemeinsames analytisches Nachdenken über soziale Phänomene (hier: Wechselwirkungen im schulischen Feld, insbesondere im diagnostisch-didaktischen Feld). Wie anhand der oben dargestellten Forschungsfragen ersichtlich wird in einem ersten Schritt eine Annäherung an die Begrifflichkeiten eingeleitet, sowohl über Literaturanalyse wie mittels dialogischer Auseinandersetzung mit Kooperationspartner*innen (voraussichtlich Universität Innsbruck, NCoC für lernende Schulen PH Niederösterreich). In einem weiteren Schritt sollen durch Analysen von Gutachten und explorative Interviews aktuelle Spannungsfelder identifiziert werden. Mit Hilfe von GTM als hermeneutisch-sozialwissenschaftliche Methode ist es möglich, mittels eines abgestimmten Konvoluts an Einzeltechniken (Interviews, Beobachtung, …) in einem fortlaufenden Forschungsprozess aus den so gewonnenen Daten eine begründete Theorie zu entwickeln. Die im Forschungsprozess fortlaufend generierten Thesen können so in ihrer Breite und Tiefe flexibel gehalten werden, weitere Forschungsfragen können aufgenommen und beantwortet werden. Der innere Zusammenhang des Forschungsgegenstandes (hier: Wechselwirkungen) wird mehr und mehr herausgearbeitet, dabei wird sowohl der Forschungsprozess als auch das Ergebnis in den Blick genommen und v.a. der Prozess gemeinsam mit Blick auf das schulische Feld und seine Logik reflektiert.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Fuchs, Eva; Mag.
Projektleitung intern
Algatzy, Eva; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2025
Beschreibung
Thema dieses Qualifizierungsprojektes sind Wahrnehmungen von Schüler*innen und Lehrer*innen sowie deren Einstellungen zu Sprachen und sprachlichen Varietäten. Es geht dabei nicht nur um Auffassungen und Vorstellungen von nicht-deutschen Sprachen und regionalen Varietäten des Deutschen, die zum Schulalltag in Österreich gehören, sondern zentral auch um den Begriff von gesprochenem „Standarddeutsch” an österreichischen Schulen.
Zentrale Annahmen des Teilprojekts sind, dass Sprachwahrnehmungen und Spracheinstellungen in einem wechselseitigen Verhältnis stehen und dass sie im schulischen Bereich in ihrem Zusammenwirken auf die Bewertung sprachlicher und darüber hinaus weiterer kognitiver Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen an österreichischen Schulen Einfluss haben können.
Angesichts des Ausmaßes der transnationalen Migration wie auch der Binnenmigration, die die Bildungslandschaft Österreichs gegenwärtig beide stark verändern, ist zu erwarten, dass die Ergebnisse des Projekts Hinweise auf zukünftige Anforderungen an den Unterricht wie auch an die Sprachpolitik an österreichischen Schulen geben können

Zwar sind Fragen zu äußerer Mehrsprachigkeit („Deutsch als Zweitsprache“) im Bildungskontext sehr gut beforscht und auch zu Teilaspekten von innerer Mehrsprachigkeit im Schulkontext (vgl. z. B. de Cillia/Fink/Ransmayr 2017) liegen erste Forschungsergebnisse vor, doch eine integrative Studie, die sich mit dem muttersprachlichen Sprachgebrauch (in seiner Breite) – zumal in der österreichischen Schule – beschäftigt, steht aus. Auch die Auseinandersetzung mit Sprachwahrnehmungen und – einstellungen von allen in schulischen Kommunikationssituationen beteiligten Gruppen (Schüler*innen wie Lehrer*innen) stellt in Österreich ein Forschungsdesiderat dar. Diese beiden Forschungslücken möchte das Forschungsprojekt zu füllen beginnen.
Untersucht werden – anhand von Daten, die im Rahmen von Teilprojekt 10 des Spezialforschungsbereiches „Deutsch in Österreich“ (dioe.at) erhoben wurden – die Sprachwahrnehmung und Spracheinstellung von Kindern und Jugendlichen wie von Lehrpersonen im schulischen Kontext. Es kommen dabei verschiedene Testverfahren zum Einsatz, die zum einen die Wahrnehmung von sprachlichen Äußerungen messen, zum anderen generelle Einstellungen gegenüber verschiedenen Akzenten und Varietäten des Deutschen sowie nicht-deutschen Sprachen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Resch, Claudia;
Projektleitung intern
Resch, Claudia; Mag. Mag. Dr.phil. BA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Wagner, Thomas; Dr.
Müller, Martina; Dr.
Kreutner, Edith; Dr.
Severa, Margit;
Janny, Beate;
Kooperationspartner
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Laufzeit
2020 – 2024
Beschreibung
Fremdsprachliche Begabung (foreign language aptitude) zeichnet sich durch ein höheres Potenzial eines Individuums aus, Fremdsprachen zu lernen. Neben Leistungsmotivation gilt diese foreign language aptitude seit über 50 Jahren als einer der besten Prädiktoren für Fremdsprachenerwerb. Fremdsprachlich begabte Lerner*innen benötigen allerdings sowohl speziellen sprachlichen Input durch spezielle Aufgabenstellungen sowie besondere Lernarchitekturen, um ihre Motivation bei der Aufgabenbewältigung aufrecht zu erhalten und ihren Begabungen entsprechende Leistungen zu erbringen. Diese als aptitude-treatment-interaction bekannte optimale Passung von Lernarchitekturen und Individuen unterstützt bzw. optimiert nachweislich den fremdsprachlichen Erwerbsprozess.
Zu einer auf optimaler aptitude-treatment-interaction abgestimmten unterrichtlichen Intervention gehört begabungsförderndes Lehrmaterial. Dieses soll im vorliegenden Forschungsprojekt mittels einer so genannten „Ressourcenecke“ bereitgestellt werden, deren Einsatz in zahlreichen pädagogisch-praktischen Handreichungen als Methode zur Förderung von begabten Lerner*innen propagiert wird. Einschlägige Forschung zur Effektivität dieser Methode bei begabten Lernenden gibt es jedoch bis dato nicht. Dieses Forschungsdesiderat gilt für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht ebenso.
Ziel von FLAME ist es zu klären, wie Lernmaterialien als Teil einer solchen Ressourcenecke beschaffen sein müssen, um bei
fremdsprachlich begabten Lerner_innen der 4. Schulstufe Leistungsmotivation erzeugen und aufrechthalten zu können.
Das Forschungsprojekt folgt einem gemischten Methodendesign im Sinne der aptitude-treatment-interaction. Der quantitative Teil folgt einem quasi-experimentellen mehrfaktoriellen Querschnittsdesign mit Haupt- und Interaktionseffekten.
Dabei wird untersucht, inwiefern die abhängige Messgröße Motivation – quantitativ erhoben mittels eines Motivations-
scores – von der Passung zwischen individueller Begabung (aptitude) und einer Intervention (treatment) abhängt. Die un-
abhängige Variable fremdsprachliche Begabung wird mittels eines standardisierten fremdsprachlichen Begabungstests,
angelehnt an LLAMA, erhoben.
Zusätzlich werden zentrale kognitive Fähigkeiten über das Intelligenzscreening mini-q sowie Kontextfaktoren zu Fami-
lie, Schule und Englischunterricht erhoben.Im qualitativen Bereich wird der Grad an Motivation durch Videographie und
halbstandardisierte Leitfadeninterviews bei ausgewählten Schüler*innen und Lehrpersonen erhoben.
Beschreibung (engl.)
Foreign language aptitude is an individual’s potential for acquiring a foreign language quickly and with ease compared to an average language learner (Carroll, 1958; Wesche, 1981). Apart from motivation (Dörnyei, 2001; Bernhard, 2010; Lamb, 2017), foreign language aptitude has been shown over the last 50 years to be one of the most stable and powerful predictors for both instructed and natural foreign language acquisition (Schlak, 2008).
Gifted foreign language learners, however, appear to require special input delivery and special learning environments in order to develop and maintain motivation and perform according to their potentials (Wen, Biedrón, & Skehan, 2017). Those special learning environments that create optimal fit between individual and learning environment, also known as aptitude-treatment-interaction (Cronbach& Snow 1977; Snow, 1989), can substantially and significantly support and optimize foreign language learning (Granena & Yilmaz, 2018).
Part of such aptitude-treatment-interaction learning environments is teaching materials that explicitly fosters learners in gifted education. Such materials are ideally created professionally, based on current research in language aptitude and motivation, and subjected to empirical validation. Research in secondary and post-secondary education has already produced evidence (Wesche, 1981: Schlak, 2008; Bernhard, 2010; Lamb 2017; Bain et al. 2010); for primary education, however, only a very limited number of exploratory studies have addressed this topic, such as Carreira (2006) for Japanese learners and Tellier and Roehr-Brackin (2013) for English learners. Despite this gap, there are tentative publications of hands-on teaching materials for practitioners in secondary education (cf. Käpnick & Schmid, 2019, for mathematics, and Thomä, 2019, for English). Theoretically motivated and empirically validated learning environments in primary English gifted education, however, are missing completely and will hence be addressed specifically in this project.
The aim of this exploratory project, therefore, is to empirically test, in a mixed, pseudo-randomized and cross-sectional control-group intervention study, the motivational potential of theoretically founded materials in English primary gifted education. The project will be guided by the research question of how learning materials need to be designed in order to create and maintain motivation in third-year (or fourth-year) learners of English with a high foreign language aptitude.
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Heinrichs, Karin; HProf. Dr. habil.
Projektleitung intern
Bauer, Jürgen; Dr. Bakk.phil. Dipl.-Päd. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Dalla-Bona, Christina; MEd Dipl.-Päd.
Schwaiger, Christoph; BEd
Externe Projektmitarbeiter/innen
Prammer, Wilfried; M.A.
Telsnig, Frank; Mag.
Zenz, Sabine; Mag. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2025
Beschreibung
In vier Bundesländern in Österreich werden Schüler:innen in PTSn über ein Schuljahr hinweg dreimal zu ihren Berufswünschen, der Berufswahlklarheit und ihrer Berufswahlkompetenz online befragt. Die Erfassung von biographischen Daten ermöglicht Analysen zur Relevanz der Heterogenität der Stichprobe. Zudem werden Einschätzungen der Jugendlichen zu curricularen verankerten Strukturen zur Förderung der Berufsorientierung erhoben (z. B. Orientierungsphase, Schnuppertage).
Die Berufswahlkompetenz wird mittels eines etablierten Kurzfragebogens (Lipowski et al., 2021) erfasst, der in Kooperation mit den Autor:innen weiterentwickelt wird.

Die bundeslandübergreifende Längsschnittstudie untersucht
a. die Entwicklung der Berufswahlkompetenz, der Berufswahlklarheit und Lehrstellensuche von Schüler:innen an PTSn in vier Bundesländern Österreichs über das Schuljahr,
b. deren Zusammenhang mit Heterogenitätsmerkmalen
c. sowie die Nützlichkeit der schulischen Berufsorientierungsmaßnahmen an PTSn, insbesondere der curricularen Strukturmerkmale (z.B. Orientierungsphase, Schnupperpraktika, SEL-Gespräche) aus Sicht der Schüler:innen.

Die Ergebnisse sollen dazu dienen, das Potenzial der PTSn zur Unterstützung der Jugendlichen in der Berufsfindung zu reflektieren und Implikationen für die Weiterentwicklung der schulischen Berufsorientierung in den PTSn abzuleiten. Das längsschnittliche Design ermöglicht – im Vergleich zu Vorstudien in Kärnten (Telsnig 2020) und einem Evaluationsbericht (Bauer & Kainzmayer, 2017) – Erkenntnisse zur individuellen Entwicklung der Berufsfindung an PTSn nach Einführung des neuen Lehrplans.

Studiendesign
Die bundeslandübergreifende Längsschnittstudie ist als Kooperationsprojekt der Pädagogischen Hochschulen Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg und der Universität Jena geplant. Die Projektkoordination liegt bei der PH Oberösterreich. Die PHn sind insbesondere für die Datenerhebung in den Bundesländern verantwortlich. Der Lehrstuhl für pädagogische Psychologie an der Universität Jena ist als externer Kooperationspartner beim Einsatz und Weiterentwicklung eines Kurzfragebogens zur Berufswahlkompetenz.
Befragungen
An drei Erhebungszeitpunkten im Studienjahr 2022/23 (1. Schulwoche, im Halbjahr und in der vorletzten Schulwoche) sollen Schüler:innen an PTSn befragt werden. Es ist eine online-Befragung via Limesurvey vorgesehen (Dauer jeweils ca. 15 Minuten). Dabei wird u.a. ein Kurzfragebogen zur Berufswahlkompetenz in Anlehnung an das Thüringer Berufsorientierungsmodell (ThüBOM)) eingesetzt (Lipowski, Kracke & Kaak, 2021).

Stichprobe
Es werden sowohl eigenständige als auch an Mittelschulen angeschlossene PTSn (ungefähr im Verhältnis 2:1)) einbezogen. Aktuell gibt es in Kärnten (7 PTS), Oberösterreich (49 PTS), Salzburg (18 PTS) und Niederösterreich (58 PTS) Schulen. Der angestrebte Stichprobenumfang findet sich in der nachstehenden Tabelle (N: Anzahl befragter Schüler:innen).

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Maak, Laura; Mag.phil.
Projektleitung intern
Maak, Laura; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2024
Beschreibung
Mit Inkrafttreten des neuen Lehrplans der Primarstufe für Englisch wird die Bedeutsamkeit der Sprache weiter vorangetrieben. Dabei gilt weiterhin, dass „[d]ie strukturellen Merkmale der Fremdsprache […] auf dieser Altersstufe anhand entsprechender Inhalte und Aufgaben implizit erworben [werden].“ Des Weiteren wird auch die Verwendung von mobilen Lerngeräten oder Apps in der Primarstufe weiter vorangetrieben. „Der Einsatz audiovisueller und digitaler Medien schafft zusätzliche Möglichkeiten für die Auseinandersetzung mit authentischen Sprachvorbildern sowie für Sprach- und Kulturbegegnungen.“
Daraus ergibt sich folgende Fragestellung: Können grammatikalische Strukturen und Aussprache durch implizites Lernen mit Apps erlernt werden?
Diese Fragestellung soll anhand einer quantitativen Studie beantwortet werden. Dabei werden Schüler*innen (4. Klasse PVS) in Gruppen aufgeteilt. Diese werden zunächst einen „placement -test“ absolvieren, um das Vorwissen der Schüler*innen abzufragen. Danach werden Schüler*innen mit verschiedenen Apps agieren (sowohl explizierte Apps als auch implizierte Apps), um im Anschluss mit einem weiteren „placement-test“ den Wissenszuwachs abzufragen.
Die Daten werden anschließend ausgewertet und in der Dissertation zusammengefasst und analysiert.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Bramberger, Andrea;
Projektleitung intern
Bramberger, Andrea; Mag. Dr. Univ.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Ausgehend von der Biographie und den Forschungen der Erziehungswissenschaftlerin Mathilde Vaerting (1884-1977) entwirft das Forschungsprojekt wissenschaftstheoretisch, wie Wissen in Sagbares und Unsagbares Wissen unterteilt wird – und gesellschaftlich etablierte Ungleichheitslagen aufrechterhält, und welche Modalitäten im Umgang mit Bildung konzipiert werden, um die Grenzen des Sagbaren und des Unsagbaren in beide Richtungen auszudehnen.
Vaerting diskutiert die Ungleichheit der Geschlechter im Kontext von Strukturen in Bildungseinrichtungen, die „Anerkennung der Leistung beim Herrschenden und Beherrschten stets proportional dem Machtverhältnis“ (Vaerting, „Wahrheit und Irrtum in der Geschlechterpsychologie“, 1923, 4) ausrichten. Mit ihrer Berufung auf den Lehrstuhl für Pädagogik an der Universität Jena, die 1923 trotz der Ablehnung ihrer Habilitationsschrift mit dem Titel „Neubegründung der vergleichenden Psychologie der Geschlechter“ erfolgte, gingen heftige Auseinandersetzungen über die Qualität und Methoden ihrer Forschung einher; die Diskussionen und Konsequenzen für ihre Biographie und Karriere als Wissenschaftlerin/Pädagogin illustrieren Vaertings theoretische Aussagen und konterkarieren ihre theoretischen Positionen und Forderungen, wonach Bildung zur Stärkung der Autonomie einer jeden Person und des sozialen Miteinanders in Gleichberechtigung beitragen soll (Vaerting, „Lehrer und Schüler“, 1931).
Ziel: Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche Strategien Vaerting in ihren Texten und Handlungen entwickelt, um – metatheoretisch – diese Phänomene zu analysieren, um – bildungstheoretisch – Modalitäten egalitärer Wissensproduktion zu entwerfen, und um – bildungspraktisch – das Wissen jener, deren Sprechen und Wissen nicht als autorisiert gelten, hörbar zu machen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Bramberger, Andrea; Mag. Dr. Univ.-Doz.
Projektleitung intern
Bramberger, Andrea; Mag. Dr. Univ.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Eder, Elisabeth;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Bramberger, Iris;
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Multimodal angelegte Unterrichtspraktiken könnten ein Denken anregen und repräsentieren, in dem eine Vielzahl von Impulsen für Gleichheit und Differenz in derselben Intensität (Santos) gesetzt und tatsächlich an Materialien und im Handeln erfahren werden, und zwar sowohl von Lehrenden als auch von Lernenden.
Im Pilotprojekt „Multimodalität und ästhetische Bildung“, das im Wintersemester 2019/20 an der Pädagogischen Hochschule Salzburg durchgeführt wurde, konnten auf der Basis von Differenz- und Gleichheitstheorien und Theorien der ästhetischen Bildung Arbeitsmaterialien für den Primarstufenunterricht konzipiert und gestaltet werden. In der Zusammenarbeit eines Kollegiums aus drei Personen – einer Komponistin, einer Erziehungswissenschaftlerin und einer Expertin der Bildnerischen Erziehung – wurden Karten (je 21×21 cm) gestaltet, die bildnerisch, über Worte und über Musik ( – die Musik ist über qr-code und Noten zugänglich – ) eine Geschichte entwickeln. Die Karten ermöglichen und forcieren unterschiedliche Lesarten der Geschichte, und zwar sowohl im Rahmen der einzelnen Bereiche (des Bildnerischen, der Sprache und der Musik/Stimme) als auch durch das Zusammenspiel der Töne, Worte und Bilder. Die Materialien liegen vor. Die zu konzipierenden Didaktiken sollen unter Verwendung der Materialien das Zusammen- und Wechselspiel von Gleichheit und Differenz erfahrbar machen. Sie sollen Lernende in der Erweiterung und Stärkung ihres Ausdrucks – ihres Sprechens, ihrer Bilder, ihrer Stimmen – begleiten.
Projektziele: Entwickeln von Didaktiken für die Bildungsarbeit mit dem im Rahmen des Pilotprojekts „Multimodalität und ästhetische Bildung“ gestalteten Arbeitsmaterialien. Evaluieren des entsprechenden Unterrichts.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Bramberger, Andrea; Mag. Dr. Univ.-Doz.
Fritz, Isabella; BEd Dr.phil. BA. MA.
Projektleitung intern
Bramberger, Andrea; Mag. Dr. Univ.-Doz.
Fritz, Isabella; BEd Dr.phil. BA. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2027
Beschreibung
In inklusiven, kritisch-reflexiv orientierten Bildungsinstitutionen sind Lehrende und Lernende an einer gemeinsamen Gestaltung des Bildungsraums als Ort der Produktion, des Transfers und der Reproduktion von Wissen interessiert (Winter & Bramberger 2021). In diesem Prozess sind die Rollen unterschiedlich verteilt; Autorisiertes Wissen ist sozial konstruiert; Es spiegelt Werte, Haltungen und Handlungen derer wider, die es vertreten (Sensoy & DiAngelo 2012). Zugleich ist agency – Handlungsmacht – nicht per se einzelnen Gruppen oder Individuen gegeben oder vorenthalten; Vielmehr ist agency flottierend; Entitäten konstituieren sich anhaltend über intra-action (Barad 2007). Bemühungen, nicht nur uneingeschränkten Zugang zu Bildungseinrichtungen, sondern darüber hinaus Zugehörigkeit zu etablieren (Hinz 2006), implizieren einen bewussten und achtsamen Umgang mit der Gestaltung des Bildungsraums. Um Schule als ein Forum zu stärken, in dem über deliberativ-demokratische Iterationen (Benhabib 2016) die Erfahrungen aller Bildungsbeteiligten aufgerufen, sichtbar und absichtsvoll Teil jenes Wissens werden und sind, das in diesem Bildungsraum Gültigkeit hat, sind umfassende Reflexionen sinnvoll: Die Reflexion des Verhältnisses des autorisierten Wissens und des Referenzrahmens – die Erfahrungen aller Bildungsbeteiligten am Prozess der Herstellung von Wissen – kann nicht auf die Lehrenden beschränkt bleiben.

Das geplante Projekt erforscht demnach die Einschätzungen der Lernenden und fragt danach, wie Mädchen in einer inklusiven Klasse der Sekundarstufe I ihre Lernerfahrungen in der Schule und ihre Zugehörigkeit zum Bildungsraum wahrnehmen, erleben – und ihn (auch dadurch?) gestalten.

Das Projekt ist als eine Langzeitstudie angelegt und umfasst die vier Schuljahre, in denen sich die Schülerinnen gemeinsam in dieser Schule bilden. Jedes Jahr findet eine Erhebungsphase statt. Unter Bezugnahme auf komplexe Materialien, die Sensitives implizieren, schreiben die Schülerinnen über ihre Lernerfahrungen (Hartnack 2019). Auch die Klassenlehrerinnen arbeiten mit dem Material und verfassen in jedem Jahr einen Text. Die Dokumente werden gesammelt und mithilfe der Metaphernanalyse (Johnson & Lakoff 1998) ausgewertet – jener Methode der Auswertung und Interpretation, die der Rede bzw. den Redewendungen zugrunde liegende Muster der Vorstellung und Wahrnehmung aufgespürt werden: Wie erleben die Schülerinnen ihren Bildungsraum? Wie verändert sich dieses Erleben – für jede einzelne Person bzw. für die Gruppe im Verlauf der vier Jahre?

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Cerny, Doreen; HProf. Dr. Mag.
Projektleitung intern
Cerny, Doreen; Mag. Dr. Dr. habil. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2027
Beschreibung
Dieses Projekt speist sich aus dem Projekt zum Lehrer*innenhandeln von Lehrer*innen mit Migrationshintergrund (PMA I). In dem Nachfolgeprojekt – PMA II – wird mit einem rekonstruktiven und dekonstruktiven Vorgehen gearbeitet.
Diese Studie an der Schnittstelle zwischen Professionalisierungsforschung, Schulpädagogik, interkultureller Pädagogik und rekonstruktiver Bildungsforschung angelegt und versucht einen Beitrag zu leisten, wie schulische Handlungswelten differenziert verstanden und Implikationen für das Lehrer*innnenhandeln abgeleitet werden können.
Biographische Interviews mit Lehrer*innen mit Migrationshintergrund werden mit Hilfe eines rekonstruktiven Verfahrens analysiert. Dabei wird die Rekonstruktion des Schulraums in den Mittelpunkt gestellt. Da es sich um Lehrer*innen aus Österreich handeln, die in den Fächern unterrichten, in denen das Verhältnis Subjekt-Welt thematisiert wird, spielt auch die Rekonstruktion der Weltsicht der Lehrer*innen eine Rolle in der Analyse. Neben dem empirischen Material spielen auch bildungspolitische/-administrative Dokumente, die für schulische Handlungswelten relevant sind, eine Rolle und werden analysiert.
Das Projekt ist in der selbstkritischen Migrationsforschung verortet, die danach fragt, auf welche Weise die Handlungsorientierungen der Lehrer*innen, ihre Sicht von Welt und der Schulraum reflexiv erschlossen werden können. Es wird also auch eine dekonstruktive Sicht auf die Interaktion zwischen den Protagonist*innen im Schulraum entworfen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sommer, Nicola; Dr.
Projektleitung intern
Sommer-Rainer, Nicola; Mag. Dr. MSc. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Klug, Julia Loretta; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
In Ö leiden rund 400.000 Menschen an einer der etwa 8.000 bekannten seltenen Erkrankungen, in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Rund 75% der seltenen Erkrankungen sind genetisch bedingt, daher machen sich viele schon im frühen Kindesalter bemerkbar. Dennoch ist der Weg von den ersten Symptomen bis zur Diagnosestellung oft ein sehr langer, der mit vielfältigen psychosozialen Auswirkungen auf die gesamte Familie und deren Umfeld einhergeht (Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, 2022).
In den letzten Jahrzehnten wird eine Verschiebung von früher bedrohlichen (Infektions-)Krankheiten bei Kindern hin zu chronischen und seltenen Erkrankungen beobachtet. Medizinische Erfolge erhöhen die Lebenserwartung bzw. Lebensqualität, sodass viele der Betroffenen eine Ausbildung absolvieren können. Dennoch gibt es für diese Kinder einige Hürden im (Schul-)Alltag, weshalb (zukünftige) Lehrpersonen gezielt aufgeklärt und geschult werden sollten (Voigtländer, 2012; HBSC, 2016).
Ziel der empirischen Studie war es, zu erforschen, wie sich das Selbstwirksamkeitsgefühl und die Einschätzung der eigenen Kompetenz im Umgang mit einem betroffenen Kind durch eine Online-Lehrveranstaltung in Aus- und Fortbildung von (zukünftigen) Lehrpersonen verändern. Des Weiteren wurden die Fragen gestellt, wie hoch Vorwissen und Vorerfahrungen bei Lehrpersonen vor der Lehrveranstaltung waren und wie die Teilnehmer:innen die Lehrveranstaltung empfunden haben.
Es handelt sich bei der vorliegenden Studie um eine quantitative Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten, dem ersten zu Beginn des Online-Seminars (Prätest) und dem zweiten am Ende des Online-Seminars (Posttest). Neben demographischen Variablen wurden das Vorwissen und die Vorerfahrung zum Umgang mit seltenen Erkrankungen erhoben.
Die selbst eingeschätzten Kompetenzen zum Umgang mit seltenen Erkrankungen wurden mittels eines Kompetenzscreening-Fragebogen nach Bergsmann et al. (2017; CSQ-HE) erfasst. Hierbei wurden zehn Kompetenzen zum Umgang mit seltenen Erkrankungen eingefügt, die zuvor in einem Kompetenzmodell orientiert an Gutzweiler, Neese & In-Albon (2020) formuliert wurden (z.B. Akute Komplikationen managen; Spezielle Unterrichtssettings mit Rücksichtnahme auf die Erkrankung organisieren und durchführen). Die Teilnehmer_innen schätzen schließlich für jede Kompetenz ihr eigenes Wissen (kognitiver Aspekt) und ihre eigene Anwendungsfähigkeit (praktischer Aspekt) auf Kompetenzniveaus von 0 (kein Wissen/keine Praxis) bis 6 (Generierung) ein. Die Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wurde mit der ASKU (3 Items, Beierlein et al., 2012) erfasst. Für die Lehrer:innenselbstwirskamkeit wurde die Skala WirkLehr (Schwarzer & Schmitz, 2002) herangezogen (10 Items, α=.88 in unserer Stichprobe).
Zur Evaluation des Online-Seminars auf Reaktionsebene (Kirkpatrick & Kirkpatrick, 2006) wurden den Teilnehmer:innen einige Fragen zur generellen Beurteilung der Lehrveranstaltung gestellt (z.B. Gefallen, Profit für die Arbeit in der Schule). Außerdem wurden die Teilnehmer:innen zur Organisation der Lehrveranstaltung befragt (z.B. Informationen, Ziele, Online-Modus).
Die Teilnehmer:innen wiesen eher niedriges Vorwissen und geringe Vorerfahrungen auf. Sowohl die Einschätzung des kognitiven als auch des praktischen Aspekts der Kompetenzen zum Umgang mit seltenen Erkrankungen steigt statistisch signifikant an. Ebenso zeigte sich sowohl für die Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung als auch die Lehrer:innenselbstwirksamkeit ein statistisch signifikanter Anstieg von Prä- zu Posttest mit mittlerem Effekt.
Das Seminar hat den Teilnehmer:innen im Mittel sehr gut gefallen. Sie sind auch der Ansicht durch das Seminar für ihre Arbeit in der Schule profitiert zu haben und sie fühlen sich durch das Seminar gut auf die künftige Arbeit mit Schüler:innen mit seltenen Erkrankungen vorbereitet.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht