Forschungsschwerpunkt: Digitale Bildung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Lindenbauer, Edith; Mag.
Projektleitung intern
Lindenbauer, Edith; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2013 – 2017
Beschreibung
1. Problemaufriss
Der Umgang mit funktionalen Abhängigkeiten ist typisch für die Mathematik. Dynami-sche Mathematiksoftware wie GeoGebra vereint dynamische Geometrie, Tabellenkal-kulation sowie Computeralgebra und ermöglicht die Förderung des funktionalen Den-kens. Durch die Verwendung von Technologie muss sich funktionales Denken nicht nur auf ein Denken in und mit Funktionen beschränken, sondern kann infolge der möglichen Beweglichkeit von Figuren auch auf ein Denken mit Veränderungen von Bildern und Mustern erweitert werden. Laut Duval (2006) ermöglicht erst der flexible Wechsel zwischen unterschiedlichen Darstellungsformen (graphisch, tabellarisch, symbolisch) einen differenzierten Zugang zu mathematischen Inhalten und bildet die Grundlage für nachhaltigen Kompetenzer-werb. Borba & Confrey (1996) weisen darauf hin, dass sich die Struktur, Prozesse und Ziele des Mathematikunterrichts durch den Einsatz von Technologie im Unterricht ver-ändern, da Mathematik nicht unabhängig von ihren Darstellungsformen existiert. In diesem Sinne äußern sich auch Lagrange (et al. 2003) und Barzel (et al. 2005) über die reichhaltigen neuen Möglichkeiten des Kommunizierens im Mathematikunterricht durch den Einsatz von Technologie.
2. Fragestellungen
1: Welche Vorstellungen – insbesondere welche Fehlvorstellungen – haben Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen der Sekundarstufe 1 im Zusammenhang mit funktionalem Denken?
2: Wie können dynamische Materialien gestaltet werden, um Fehler aufgrund von Fehlkonzepten von Schüler/innen der Sekundarstufe 1 zum Thema funktionales Denken zu reduzieren und sie darin zu unterstützen, geeignete mathematische Vorstellungen zu diesem Thema zu entwickeln?
3: Welchen Einfluss haben dynamische Materialien auf die Vorstellungen und internen Repräsentationen von Schüler/innen der Sekundarstufe 1 bezüglich funktionalen Ab-hängigkeiten?
In diesem Projekt sollen ausgehend von didaktischen und pädagogischen Theorien konkrete technologieunterstützte Unterrichtsmaterialien zur Kompetenzentwicklung des funktionalen Denkens konzipiert sowie in Fallstudien erprobt und evaluiert werden. Insbesondere soll dabei der Einfluss dieser Materialien auf die Entwicklung von mathematischen Vorstellungen der Schüler/innen untersucht werden. Ziel ist es, den Aufbau von tragfähigen Vorstellungen der Schüler/innen zu fördern.
Das Projekt dient damit insbesondere der Unterrichtsentwicklung: es soll untersucht werden, welchen Beitrag der Einsatz von dynamischer Mathematiksoftware zum ge-nannten Thema im Unterricht leisten kann, um die Schüler/innenaktivität im Sinne einer konstruktivistischen Didaktik beim Wissenserwerb zu fördern und dadurch zur Entwicklung von langfristigen Kompetenzen beizutragen.
3. Methode
Die entwickelten Unterrichtsmaterialien sollen in Fallstudien mit Schüler/innen erprobt und mittels Fragebögen, Audio-/Videoaufzeichnungen und Interviews evaluiert werden. Häufige problematische Schüler/innenvorstellungen und Schwierigkeiten sollen dabei mittels Grounded Theory Ansatz (vgl. Strauss & Corbin 1990) systematisch analysiert werden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Lindenbauer, Edith; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Lindenbauer, Edith; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2026
Beschreibung
Ab dem Schuljahr 2021/22 werden alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Schulstufe mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Zur Unterstützung und Begleitung der Mathematiklehrkräfte wurde an der School of Education der JKU im Fachbereich Mathematikdidaktik das Pilotprojekt „FLINK in Mathe“ ins Leben gerufen. In diesem Projekt werden interaktive und offene Lern- und Lehrressourcen für den Mathematikunterricht der Sekundarstufe 1 entwickelt, welche ergän-zend zum jeweils verwendeten Schulbuch zur Verfügung gestellt werden. Durch eine sinnvolle Integration von Technologie zielen diese Materialien darauf ab, das mathematische Verständnis von Schülerinnen und Schülern zu fördern, wobei durch den digitalen Charakter ein Mehrwert im Vergleich zu traditionellen Werkzeugen gegeben sein soll.
Im Rahmen des LZMD (Linzer Zentrum für Mathematikdidaktik) bietet sich die Möglichkeit der Zusammenarbeit bei der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts. Es ermöglicht die empiri-sche Untersuchung vielfältiger Fragestellungen, welche auf Basis des didaktischen Tetraeders in folgende Themenbereiche zusammengefasst werden können: (1) Entwicklung und Evaluierung digitaler Materialien zur nachhaltigen Förderung von mathematischen Kompetenzen für die ein-zelnen Jahrgänge der Sekundarstufe 1, (2) Implementierung der entwickelten Materialien im Unterricht aus der Perspektive der Lehrkräfte sowie (3) Implementierung der digitalen Materia-lien aus der Lernendenperspektive. Konkrete Fragestellungen zu den einzelnen Themenberei-chen werden im Projektverlauf expliziert.
Die Methodik umfasst einen Mixed-Methods Ansatz mit Schwerpunkt auf qualitativer For-schung. Die qualitativen Studienanteile umfassen einen designbasierten Forschungsansatz für die Entwicklung und Evaluierung der digitalen Materialien sowie ergänzende Fallstudienfor-schung im Bereich der Implementierungsforschung. Die qualitativen Daten werden durch quanti-tative Erhebungen ergänzt; diese Analyse und Synthese von Daten aus verschiedenen Quellen und von verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll die Triangulation und damit die Validität der Untersuchungen gewährleisten.
Obwohl sich die fachdidaktische Forschung seit einigen Jahrzehnten mit dem Thema des Techno-logieeinsatzes im Unterricht beschäftigt, besteht – auch durch die fortlaufende Entwicklung digi-taler Medien und deren Verfügbarkeit – Bedarf an empirischen Untersuchungen zu einem sinn-vollen unterrichtlichen Einsatz digitaler Materialien sowie zum Einfluss dieser Materialien auf Vorstellungen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Diese Studie bietet somit ei-nen Beitrag zur Unterstützung von Lehrkräften bei der Digitalisierung, zur theoretischen Fundie-rung eines digitalen Materialeinsatzes und zum Verständn
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Lindenbauer, Edith; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Lindenbauer, Edith; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2025
Beschreibung
Das Erlernen von Algebra beinhaltet den Erwerb von Vorstellungen zu den Begriffen Repräsenta-tion, Generalisierung und Abstraktion. Schülerinnen und Schüler sehen sich beim Lernen von Algebra in der Schule verschiedenen Herausforderungen gegenüber, die laut Forschungsergeb-nissen auf kognitive Lernhürden zwischen Arithmetik und Algebra oder eine zu schnelle Einfüh-rung in der Schule zurückgeführt werden können. Innovative Lernwerkzeuge, die dynamische und verknüpfte Darstellungsformen (z.B. MERLO) verwenden, ermöglichen die Verbindung ma-thematischer Begriffe durch multisemiotische Darstellungen. Es stellt sich die Frage, auf welche Weise das konzeptuelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler in solchen technologiebasier-ten Lernumgebungen (TBL) verbessert werden kann.
Dieses Projekt konzentriert sich auf das konzeptuelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler in TBL und umfasst die folgenden Ziele: 1) Entwicklung von technologiebasierten Materialien zur Förderung des konzeptuellen Verständnisses und zur Diagnose der Vorstellungen und Kompe-tenzen der Lernenden, 2) Entwicklung von enaktiven bzw. realitätsbezogenen Materialien, die mit der TBL verknüpft werden können und 3) Untersuchung des Einflusses der entwickelten Lernressourcen auf das konzeptuelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler im Kontext von algebraischem Denken.
Die Methodik umfasst einen Mixed-Methods Ansatz, mit Schwerpunkt auf qualitativer For-schung. Die qualitativen Studienanteile umfassen einen designbasierten Forschungsansatz für die Entwicklung der TBL im Bereich des algebraischen Denkens sowie einer Fallstudienforschung zur Implementierung der entwickelten Lernressourcen. Die qualitativen Ergebnisse werden durch quantitative Forschungsteile ergänzt, die darauf abzielen, die Kompetenzen und die kon-zeptuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 zu erfassen.
Obwohl sich die fachdidaktische Forschung seit Jahrzehnten mit dem Thema algebraisches Den-ken beschäftigt, ist derzeit noch wenig erforscht, welchen Einfluss technologiebasierte Materia-lien auf die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler haben und welche Möglichkeiten diese bieten, algebraisches Denken zu fördern. Daher soll durch diese Studie schwerpunktmäßig das Potential des Einsatzes digitaler Werkzeuge zur Entwicklung algebraischen Denkens von Schüle-rinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 untersucht werden. Dabei sollen digitale und (fach-)didaktische Innovationen in Bezug auf die Entwicklung des konzeptuellen Verständnisses entwi-ckelt und untersucht werden. Diese Studie bietet somit einen Beitrag zum Verständnis des al-gebraischen Denkens von Schülerinnen und Schülern in technologiebasierten Lernumgebungen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht