Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Aschauer, Wolfgang; Mag. Dipl.-Ing. Dr.
Projektleitung intern
Aschauer, Wolfgang; Mag. Dipl.-Ing. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
Michael Faradays Vorstellung von einem mit Kraftlinien bzw. Feldlinien erfüllten Raum revolutionierte die Interpretation der Wechselwirkung zwischen Ladungen bzw. stromdurchflossenen Leitern und initiierte gleichzeitig die Entwicklung der Feldtheorie. James Clerk Maxwell konnte, aufbauend auf diesem Konzept, die Grundgesetze der Elektrodynamik in sich konsistent und quantitativ formulieren. Die nach ihm benannten Maxwell-Gleichungen stellen einen Meilenstein in der klassischen Physik dar. Heutzutage stellt der Feldbegriff in der modernen Physik ein zentrales Konzept dar.
Internationale und eigene Studien zeigen allerdings, dass Lernende nur sehr vage Vorstellungen über den Feldbegriff aufweisen und den ontologischen sowie den epistemologischen Status des Feldbegriffs nicht kennen (Bar & Zinn, 1997; Furio & Guisasola, 1998; Pocovi & Finley, 2002; Saarelainen et al., 2007; Aschauer & Hopf, 2014). Evaluierte Unterrichtsvorschläge, die diesem Umstand entgegenwirken, finden sich in der Fachliteratur nicht.
Ziel des Forschungsprojekts ist es daher, eine Unterrichtssequenz zur Einführung des Feldbegriffs am Beispiel elektrischer und magnetischer Felder für die Sekundarstufe I zu konzipieren und zu evaluieren. Zentrales Element der Unterrichtssequenz ist eine neu entwickelte Analogie, mit der der sehr abstrakte Feldbegriff anschaulich eingeführt werden kann und der ontologische bzw. epistemologische Status des Feldbegriffs offensichtlich wird.
Das Forschungsprojekt folgt der Prämisse des Design-Based Research (Design-Based Research Collective, 2003; Barab & Squire, 2004). Nicht nur die Konzeption einer praxistauglichen Einführungssequenz steht im Vordergrund. Nach Möglichkeit sollen auch im Rahmen der Evaluation Ergebnisse erzielt werden, die wiederum in Form lokaler Theorien (Prediger & Link, 2012) einen Beitrag zur Grundlagenforschung leisten. Bei der empirischen Überprüfung der Intervention wird die Methode der Akzeptanzbefragung (Jung, 1992) eingesetzt. Dabei lassen sich einerseits lernförderliche bzw. lernhemmende Elemente identifizieren. Anderseits kann aber auch Wissen über die Lern- und Lehrprozesse im entsprechenden Inhaltsbereich generiert werden, das zur Theoriebildung beiträgt.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Oberösterreich
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Projektleitung gesamt
Hirschenhauser, Katharina Maria; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Beetz, Andrea; PD Dr.
Kotrschal, Kurt; Prof. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2013 – 2016
Beschreibung
Beziehungen zwischen Mensch und Tier sind qualitativ vergleichbar zu zwischenmenschlichen Beziehungen und sind auf beiden Seiten mit kognitiven und sozialen Fähigkieten verbunden. Die Annahme, dass das Aufwachsen mit Heimtieren für die sozio-emotionale Entwicklung von Kindern förderlich ist, ist weitverbreitet. Auch in der Pädagogik werden tiergestützte Aktivitäten gelobt. Positive Wirkungen von Schulhunden wurden betreffend soziales Klassenklima, Lernerfolge und Einstellungen der Schüler/innen zur Schule beschrieben. In der Schulpraxis ist jedoch die Haltung z. B. von Fischen möglicherweise ein realistischeres Angebot als der vieldiskutierte Schulhund. Ist ein Schulaquarium gleichermaßen nützlich, können Kinder auch zu anderen Tierarten eine Beziehung aufbauen? Dieses Projekt soll zu einem differenzierteren Verständnis der evolutionären Grundlagen von Kind-Tier-Beziehungen beitragen und konkrete Empfehlungen für den Einsatz von Tieren in der tiergestützten Pädagogik generieren.
Unter Mitarbeit von Studierenden der PHOÖ untersuchen wir das Thema auf drei Ebenen, pragmatisch, deskriptiv und experimentell: (a) Überprüfung der Grundannahme, dass Kinder intensive Beziehungen auch zu anderen Tierarten als dem Hund entwickeln; (b) Einfluss von Alter und Geschlecht auf den Zusammenhang zwischen Intensität der Heimtierbeziehung und Scala naturae (deskriptiv); (c) Pufferwirkung hundgestützter Interventionen auf die Stressbelastung von Volksschulkindern während der Leseförderung (experimentell).
Mit Hilfe eines Fragebogens werden die Qualität und Intensität von Beziehungen zwischen Kindern ver-schiedener Altersgruppen, i.e. Grundschulalter und Sekundarstufe I, und ihren Heimtieren erhoben. An Hand von Stresshormonen (aus Speichelproben) und Verhalten (Videoanalysen) wird die „soziale Pufferwirkung“ von tiergestützten schulischen Förderangeboten auf die Stressbelastung von Grundschulkindern in Prüfungssituationen experimentell überprüft.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Aschauer, Wolfgang; Mag. Dipl.-Ing. Dr.
Projektleitung intern
Aschauer, Wolfgang; Mag. Dipl.-Ing. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
Viele Studienergebnisse zeigen, dass die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II über elektrische und magnetische Felder stark von physikalischen Konzepten abweichen. Allerdings findet man empirisch erprobte Unterrichtsansätze nur vereinzelt. Daher wurde eine
Unterrichtssequenz zur Einführung der Felder konzipiert und in einem Laborsetting und im Klassenverband evaluiert.
Auf Grund der Ergebnisse der Feldtestung muss dieser Prototyp überarbeitet werden und neuerlich untersucht werden.
Als zweiter Schritt soll die Unterrichtssequenz ausgebaut werden, sodass nicht nur die Einführung der Felder thematisiert wird, sondern auch zusätzliche Inhalte über den Elektromagnetismus integriert werden.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Gierlinger, Erwin; Mag. Dr. OStR Prof.
Projektleitung intern
Gierlinger, Erwin; Dr. Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hütter, Johanna; Mag.
Weiss, Doris; Mag.
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2020
Beschreibung
1.) Ausgangslage/Problemaufriss:
Content and language integrated learning (im weiterem: CLIL) als Unterrichtsmethode die Sachfachunterricht mit dem Erlernen einer Fremdsprache verbindet ist in den vergangenen Jahren in Europa äußerst populär geworden (Perez Cañado, 2012). Eine massiv anwachsende Anzahl von Forschungsartikeln, Handreichungen für LehrerInnnen und Unterrichtsmaterialien sind ein klarer Indikator für die Popularität dieser Unterrichtsmethode (Coyle, Hood, & Marsh, 2010); (Dale & Tanner, 2012); (Genesee & Hamayan, 2016); (Grieveson & Superfine, 2012); (Mehisto, Marsh, & Frigols, 2008).

Auch in Österreich ist ein Trend in dieser Richtung in verschiedenen Unterrichtsfächern (Abuja, 2007); (Gierlinger, 2007); (Nezbeda, 2005) und im jeweiligem Forschungsinteresse ((Dalton-Puffer, 2011), (Hüttner et al., 2013); (Gierlinger, 2017a)) zu bemerken. Weiteres ist durch die verpflichtende Einführung von CLIL an HTLs www.cebs.at/index.php und verstärkten Bemühungen im berufsbildendem Bereich fremdsprachlicher Sachfachunterricht und dessen methodologische Umsetzungen von hohem Interesse für SachfachlehrerInnen in Österreich geworden. Österreich hat jedoch im Gegensatz zu anderen europäischen (und internationalen) Staaten einen sehr offenen und unregulierten Zugang zu CLIL beschritten. CLIL stellt ein von LehrerInnen initiiertes und nur über sehr breite organisatorische Vorgaben des Paragraphen 15/3 des SCHUG reguliertes methodisches Phänomen dar. In anderen Worten, die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben LehrerInnen eine beinahe autarke Vorgangsweise bezüglich der Implementation von CLIL und dessen methodologischer Vermittlung. Diese offene Unterichtssituation hat speziell bei SachfachlehrerInnen, die als Zweitfach kein Sprachfach haben tendenziell zu einer immersiven Sprachvermittlung geführt, die gekennzeichnet ist von (1) exklusivem bis überwiegendem Gebrauch der Zielsprache, (2) überwiegend ungeplantem und beiläufigem „incidental“ Spracherwerb mittels „comprehensible input“ der in Anlehnung an Krashen‘s Input Hypothese (Krashen, 1985) als notwendig und ausreichend für den Spracherwerb gesehen wird. Obwohl diese methodisch wenig elaborierte Vorgangsweise von SpracherwerbsforscherInnen (Lightbown, 2017) und SpracherwerbspädagogInnen (Brüning & Purrmann, 2014); (Hüttner & Smit, 2014); (Leung & Morton, 2016), zunehmend kritisch betrachtet wird, wird sie jedoch von SachfachlehrerInnen auch aufgrund pragmatisch kontextueller Rahmenbedingungen präferiert. Als Hauptargumente dafür werden mangelnde Ausbildung im Bereich Sprachbewusstsein/language awareness (Gierlinger, Hametner, & Spann, 2007); (Hüttner et al., 2013) und zeitliche Zwänge bei der Stoffvermittlung angeführt.
Dieses Phänomen impliziten Spracherwerbs scheint im Bereich der „written skills“ noch virulenter zu sein da im Gegensatz zu den „spoken skills“ die Rolle der „written skills“ im CLIL Unterricht „largely underappreciated“ (Llinares, Morton, & Whittaker, 2012, p. 244) ist und kaum Lernzuwächse feststellbar sind (Dalton-Puffer, 2009).
Diese Ausgangslage zeigt, dass CLIL trotz seiner zunehmenden Popularität als Unterrichtsmethode in den europäischen Klassenzimmern (Marsh, Mehisto, Wolff, & Frigols, 2010) gerade im Bereich seiner methodischen Vermittlung einer engeren Zusammenarbeit von CLIL-Theoretikern und CLIL-Praktikern benötigt.

Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Krainz, Ulrich; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Krainz, Ulrich; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
In Zusammengang mit der Qualität und Wirksamkeit von Schule ist die Bedeutung von effizientem Führen und Leiten unumstritten. Gerade in Hinblick auf die zukünftig verstärkte Schulautonomie und um schulische Qualität zu sichern und weiterzuentwickeln, muss Vieles vor Ort entschieden werden und von Leitungsverantwortlichen werden entsprechende Sozialkompetenz und Organisationsgeschick erwartet. So wichtig diese Aufgaben auch sind, sie zählen nicht zum traditionellen Erfahrungs- und Handlungsrepertoire von Schulleitungen, da sich die Schulführung bislang vorwiegend durch eine bürokratische Organisation, einem verwaltenden und durch vorgesetzte Dienstbehörden kontrollierenden Verständnis auszeichnet. Vielfach ungeklärt erscheint somit die Frage, wie es um das Managementverständnis schulischer Führungskräfte selbst bestellt ist, wo Herausforderungen aber auch Potentiale gesehen und genutzt werden können. Mit Hilfe eines rekonstruktiven Sozialforschungszugangs zielt das Projekt auf eine Klärung des vorherrschenden Verständnisses von Führen und Leiten im Handlungsfeld Schule. Die Analysen sollen nicht nur einen Beitrag zur Grundlagenforschung darstellen, sondern auch Ableitungen für geeignete Unterstützungssysteme und Zugänge der Professionalisierung von Managementkompetenzen schulischer Führungskräfte ermöglichen.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Keppelmueller, Joachim; HS-Prof. Mag. Dr. BEd OStR
Projektleitung intern
Keppelmueller, Joachim; Dr., BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Reinhart, Ulrike; HS-Prof. Mag. Dr. OStR
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2018
Beschreibung
Kleidung und Körperschmuck gelten als Teil des individuellen Ausdrucks. So gibt es im Gegensatz zu verschiedenen anderen Berufszweigen für Lehrerinnen und Lehrer auch keine allgemeingültigen Vorschriften zum Thema Kleidung und Körperschmuck. Im deutschsprachigen Raum existieren bislang keine Untersuchungen, in welcher Weise sich Piercings und/oder Tattoos bei Lehrpersonen auf deren Wahrnehmung durch Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen auswirken. Im Rahmen dieser Studie soll untersucht werden, ob das Vorhandensein von sichtbaren Tattoos bei (angehenden) Lehrkräften die Beurteilung der pädagogischen Kompetenzen durch Studierende beeinflusst. Das experimentelle Design basiert auf zwei Videosequenzen von „gutem Unterricht“, wobei nur in einer Variante am Ende der Sequenz zu erkennen ist, dass die unterrichtende Lehrkraft tätowiert ist.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Drenowatz, Clemens; MMag. Dr.
Leitner, Martin; MMag.
Projektleitung intern
Drenowatz, Clemens; HS-Prof. MMag. Dr. Priv.-Doz.
Leitner, Martin; MMag. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Greier, Klaus;
Rotkopf, Thomas;
Kooperationspartner
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Universität Innsbruck
Laufzeit
2017 – 2021
Beschreibung
Auf Grund der vielfältigen positiven Auswirkungen körperlicher Bewegung gilt Bewegungsmangel als einer der größten gesundheitlichen Risikofaktoren bei Kindern und Jugendlichen. Dabei spielt auch die Entwicklung motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten eine wichtige Rolle, da die motorische Entwicklung in positivem Zusammenhang mit dem Bewegungsverhalten steht. Mit dem Projekt „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ wird versucht über verschiedene Maßnahmen die körperliche Aktivität von Schulkindern positiv zu beeinflussen.
In dem hier vorgestellten Projekt sollen die Auswirkungen der „Täglichen Bewegungs- und Sporteinheit“ auf die motorische Entwicklung in der Primarstufe untersucht werden. Speziell, wird in einer 4-jährigen prospektiven Studie die motorische Entwicklung mittels dem Deutschen Motorik Test 6-18 (DMT 6-18) von der 1. bis zur 4. Schulstufe erhoben.
Dazu wird der DMT 6-18 als Einstiegstest (Pre-Test) an insgesamt 16 Klassen der 1. Schulstufe (8 Interventionsklassen und 8 Kontrollklassen) im Herbst (Oktober/November) durchgeführt. Eine weitere Testung (Re-Test 1) erfolgt dann am Ende des Sommersemesters (Mai/Juni). In den folgenden drei Schuljahren (2., 3. und 4. Schulstufe) erfolgt der sportmotorische Test nur mehr am Ende des Sommersemesters (Re-Test 2, 3 und 4).
Der DMT 6-18 ist ein validiertes und vielfach verwendetes Instrument zur Bestimmung der motorischen Kompetenz für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren. Mittels 8 Test-Aufgaben, werden die wesentlichen Bereiche der motorischen Kompetenz (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination, Beweglichkeit) erhoben.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Plaimauer, Christine; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Plaimauer, Christine; HS-Prof. Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Dressnandt, Doris;
Kladnik, Christine; IL MA. Prof.
Prammer-Semmler, Eva; MA.
Steiner, Regina; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2020
Beschreibung
Das Curriculum der Primarschulpädagogik Neu an der PH OÖ sieht im Modul BWG 2 (1. Und 2. Semester) die Einführung eines handgeschriebenen Lerntagebuches bzw. Lernjournales, in dem ausschließlich sog. „kritische“ Lernereignisse“ festgehalten werden sollen vor. Solchen Critcial Incidents, die in der zweiten Entwicklungsphase dann „bedeutungsvolle Lernereignisse“ (BeLe) umbenannt wurden, werden im Hinblick auf die Generierung von Denkprozessen, zur Dekonstruktion von Normalitätsvorstellungen, Reflexion und Entwicklung hinsichtlich Ambiguitätstoleranz und auch zur Veränderung von (professionsfeindlichen) Haltungen oder Beliefs hohe Wirksamkeit zugeschrieben. Es ist von Interesse, Professionalisierungsprozesse von Studierenden zu beobachten, um daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung von Lehre zu ziehen. Wir folgen in der Professionalisierungsdebatte dem strukturtheoretischen Ansatz von Oevermann (1997: 81ff). Dort wird Profession als Antwort auf Krisenfälle verstanden. Bildung wird nicht nur als routinierter, standardisierbarer Prozess angesehen, sondern als störanfälliger und individueller, der ein gemeinsames Handeln von Lernenden und Lehrenden erfordert. Professionalisierung ist dann notwendig, wenn es nicht möglich ist, Handeln durch eindeutige Vorgaben und Regeln zu strukturieren und Handlungsroutinen zu entwickeln (vgl. Oevermann 2002: 19ff). Wissen kann hier nicht pragmatisch, sondern muss fallspezifisch angewandt werden.
Folgende Fragestellung leiten das Forschungsinteresse:
1. Welche Ereignisse werden als solche „kritisch“ im definierten Sinne empfunden?
2. Welche Wirkungen/Effekte können welchen Ereignissen zugeschrieben werden?
3. Welche Veränderung lassen sich im Verlaufe der Semester/des Professionalisierungsprozesses beschreiben?
4. Wie wird das Konzept Lerntagbuch als Fundament für das Portfolio von Studierenden umgesetzt/kritisch betrachtet?
2018/19 Neu
Aufgrund einiger Tagungsteilnahmen und einer Publikation widmen wir uns seit 2018 einer weiteren Forschungsfrage:
• Wie denken Studierenden über Heterogenität?
• Im Ringen um Struktur und Ordnung – welche Erklärungen (Kategorisierungen) finden Sie zur Beschreibung von Heterogenitätsphänomenen?
• Welche Maßnahmen lassen sich dazu für die Lehre an der Hochschule ableiten?
2019/2020 Neu
• Im Arbeitsprozess wurde ersichtlich, dass bezüglich der Auswertung der Interviews neben der Inhaltsanalyse mit MaxQda auch eine Hermeneutische Analyse zu interessanten Ergebnissen führen könnte. Die beiden Fragestellungen aus den Interviews 1 bis 4
„Was ist eine gute Lehrerin“ und „Was ist guter Unterricht?“ eignen sich im Längsschnitt in besonderer Weise.
• In der letzten Interviewwelle wurde eine kommunikative Validierung vorgenommen, auch deren Analyse kann zu einer abschließenden Betrachtung des Projektes beitragen.
• Auf der Datengrundlage aus den Lerntagebüchern wurden Ergebnisse über die Herstellung einer „pädagogischen Ordnung“ (Bourdieu 1990) bezüglich Heterogenität zusammen gefasst. Auch das ist eine interessante Frage, die wir an diese Datenmaterial stellen können.
• Welche Implikationen für die hochschulische Lehre lassen sich daraus ableiten?
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Moosbrugger, Robert; Mag. Dipl.-Ing. BSc
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2024
Beschreibung
Evaluation im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)
Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Winkler, Kurt;
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Schöfl, Martin; Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2017
Beschreibung
Rechenentwicklung beginnt nicht erst mit der ersten Klasse Primarstufe, die Entwick-lungsrichtung kann bereits im Kindergarten erhoben werden. Themenfelder, die in der Primarstufe inhaltlich erarbeitet werden, sind „Raum und Form“, „Muster und Struktu-ren“, „Größen und Messen“, „Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten“ und „Mengen, Zahlen und Operationen“. Die Voraussetzungen zum Erwerb dieser Kompe-tenzen sind in der Elementarstufe bedeutsam unterschiedlich, was die Entwicklungs-chancen der Kinder mit geringeren Voraussetzungen schmälert und den Schulstart erschweren kann.
Bisherige Längsschnittstudien zum Verlauf der mathematischen Leistungen von der Elementar- in die Primarstufe weisen auf eine hohe prognostische Validität von Aufgaben zum numerischen Zahlvorwissen hin. Während rechenunspezfische Faktoren, wie etwa Intelligenz oder Motorik keine -oder nur geringen Einfluss auf die ma-thematische Entwicklung haben, sind es vor allem basisnumerische Fertigkeiten, die einen hohen Vorhersagewert aufweisen. Als günstigster -weil stabilster- Erhebungs-zeitpunkt für die Prognose der mathematischen Leistungen wurde das zweite Halbjahr des letzten Kindergartenjahres beschrieben.
Kinder, die in den Entwicklungsschritten des Rechnens Schwierigkeiten aufweisen, werden in der Literatur als mit den Begriffen Rechenschwäche oder Dyskalkulie be-schrieben. Die Differenzierung der Begriffe ist uneinheitlich, meist wird unter Dyskalkulie verstanden, dass die Leistungen im Rechnen diskrepant zur Intelligenz sind, während beim Begriff Rechenschwäche die Intelligenz unberücksichtigt bleibt und der Fokus auf mangelnde mathematische Leistungen gelegt wird. Fischbach und Kollegen (2011) wiesen in einer umfangreichen deutschsprachigen Stichprobe darauf hin, dass eine Differenzierung fachlich nicht gerechtfertigt ist. Bezüglich der Vorkommenshäufigkeit muss auf diese artifizielle Unterscheidung hingewiesen werden: Im deutschsprachigen Raum werden Prävalenzraten für Dyskalkulie zwischen 4,4 % und 6,6 % angegeben. Berücksichtigt man dagegen den Anteil an förderwürdigen Kindern, so steigt dieser auf mindestens 15 %. Diese Zahlen weisen auf eine große Anzahl an Kindern in der Grundschule hin, die Probleme in der Rechenentwicklung aufweisen. Gleichzeitig können obig beschriebene Längsschnittstudien herausstreichen, dass bereits vorschulisch Risikofaktoren (testpsychologisch) erhebbar sind, am günstigsten im letzten Kindergartenjahr, und dass diese relativ unabhängig von Intelligenz, Händigkeit und anderen unspezifischen Faktoren sind. Evaluierte Verfahren hierzu sind mehrfach vorhanden: OTZ, MARKO-D, TEDI-MATH, MBK-0. Schließlich zeigten unter anderem Kaufmann und Lorenz (2009), dass durch ein vorschulisches Training von „domä-nenspezifische Beeinträchtigungen der kognitiven Verarbeitung von Numerositäten“ Kinder mit Risikopotential das Aufschließen zur durchschnittlichen Leistung in der Pri-marstufe ermöglicht wird.

Innerhalb einer explorativen Längsschnittstudie werden zwei Formen von Leistungs-standserhebungen in der Rechenentwicklung von Kindergartenkindern in der 2.Hälfte des letzten Kindergartenjahres erhoben: Elementarstufenpädagoginnen schätzen die vorschulische Rechenleistungen der Kinder mit einem am 5-Stufen-Modell der Re-chenentwicklung Beobachtungsbogen ein. Diese Ergebnisse werden zuerst quer-schnittlich mit jenen aus der standardisierten und normierten Testbatterie MARKO-D verglichen. Die untersuchten Kinder sollen möglichst lückenlos in die Primarstufe ver-folgt werden und erneut etwa nach 3 Monaten Beschulung hinsichtlich ihrer basisnu-merischen Fertigkeiten untersucht werden (KALKULIE). Mit dieser Versuchsanordnung soll die Güte eines ökonomischen Beobachtungsbogens für den schulischen Einsatz analysiert werden. Die Elementarstufenpädagoginnen erhalten insbesondere für Kinder mit Schwächen zum Zeitpunkt der Ersterhebung individualisierte Förderanregungen.

Beschreibung (engl.)
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