Projektdetails
Das vorliegende Projekt hat sowohl pädagogische, als auch wissenschaftliche Ziele. Die Ergebnisse sollen erlauben, belegbare Empfehlungen für einen (gesundheits-)förderlichen Umgang mit dem Schulalltag zu formulieren. Durch die aktive Mitarbeit der Kinder lernen diese die individuelle Belastbarkeit am eigenen Körper zu beobachten und die Heterogenität im Klassenverband wahrzunehmen. Die erstmalige Erhebung langfristiger Stresshormonmuster von Grundschulkindern ist darüber hinaus für die Verhaltensbiologie und Stressforschung von Interesse.
Pilotstudien mit Studierenden haben gezeigt, dass bereits kurze tägliche Übungen das Verhalten und die Aufmerksamkeit der Schüler/innen im Unterricht verändern. Im vorliegenden Projekt wird die Wirkung von kurzen in den Schulalltag integrierten Entspannungsübungen auf die Stressbelastung von neun- bis zehnjährigen Schulkindern überprüft.
Stress coping ist hochgradig individuell und subjektiv. Auch bei Erwachsenen kann die subjektive Wahr-nehmung von Belastung beeinflusst und trainiert werden. Die Wirkung von gesteigerter Achtsamkeit auf die subjektive Wahrnehmung von Stressbelastung soll an Studierenden der PHOÖ überprüft werden.
In diesem Projekt werden Methoden aus der Verhaltensphysiologie (Messung von Stresshormonen aus Speichelproben) und den Bildungswissenschaften (qualitative Erhebung von individuellen Erfahrungen) eingesetzt.