Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Resch, Katharina; Mag. Dr. Bakk.phil. Bakk.rer.soc.oec. MSc Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Resch, Katharina; Mag. Dr. Bakk.phil. Bakk.rer.soc.oec. MSc Priv.-Doz.
Resch Katharina, Mag., PLAN9078;
Interne Projektmitarbeiter/innen
Soukup-Altrichter, Katharina; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2027
Beschreibung
Der aktuelle Lehrer*innenmangel gilt weltweit als eine der größten bildungspolitischen Herausforderungen, auf die dringend Antworten gefunden werden müssen (UNESCO 2024). Sollte dem Personalmangel nicht begegnet werden können, so drohen den Schulen fachliche Engpässe und den Lehrpersonen an Schulen ein Workload in einem nicht abschätzbaren Ausmaß. Der Lehrer*innenmangel ist freilich kein neuartiges Phänomen – im Gegenteil zeigt er sich als wiederholende und unregelmäßige Abfolge eines gesättigten Marktes oder eines Mangels (Fölling-Albers 2024; Bacher et al. 2024; Keller-Schneider und Schneider-Boye 2023). Zum aktuellen Mangel an Personal wurde in den letzten Jahren auch ein Anstieg an Ausstiegen aus dem Lehrberuf vermerkt – etwa in Dänemark, wo jede dritte Lehrperson aus dem Beruf aussteigt (Blanco et al. 2023). Dieser frühzeitige Ausstieg von Lehrpersonen ist vor allem für städtische Ballungsräume und Brennpunktschulen dokumentiert – dort sei das Risiko hoch, dass junge Lehrpersonen den Beruf in den ersten fünf Berufsjahren aufgeben (Martinez et al. 2010; Cottle 2022). Ein Lehrer*innenmangel mit komplexen Ursachen und Wirkungen scheint daher vielerorts vorprogrammiert.
Bedingt durch den demografischen Wandel entsteht auch in Österreich ein akuter Mangel an Lehrpersonen, der bildungspolitische Maßnahmen zur Gegensteuerung erfordert. Die aktuellen Maßnahmen gegen den Lehrer*innenmangel in Österreich sind Medienkampagnen zur Attraktivierung des Berufs (https://klassejob.at/), die Verkürzung der Lehramtsausbildung, der frühzeitige Einstieg von nicht vollständig ausgebildeten Lehrpersonen in den Schuldienst, der Ausbau des Quereinstiegs sowie die Rückholung pensionierter Lehrpersonen in den aktiven Schuldienst, um nur einige Maßnahmen zu nennen. Es fehlt ein aktueller Überblick zu den Ursachen, Maßnahmen und Effekten des Lehrkräftemangels in Österreich, der Daten sowie Erfahrungen unterschiedlicher Beteiligter diesbezüglich zusammenführt. Dies ist das Anliegen dieses Forschungsprojekts (Publikationsschwerpunktes).

Laufende Publikationen:
– Resch, K., Ladendorfer, H. (2026 in press). Akzeptanz- und Ablehnungserfahrungen von Quereinsteigenden im Kollegium. Erziehung und Unterricht 3-4,2026.
– Altrichter, H., Soukup-Altrichter, K. & Resch, K. (2026 in revision). Understanding and Addressing Teacher Shortages in Austria: Emergence, Research and Policy Reactions. Education Sciences.
– Resch, K. (2026 in revision). Education policy and urgent teacher shortage in Austria: Exploring the influential role of education policy making on the teaching profession from an uncertainty lens. In Rambla, X. & Larson, A. (eds.). Handbook on Politics and Education: Understanding the shaping of national and global policies. Bloomsbury.

Bereits veröffentlicht:
– Resch, K. (2025). Lehrpersonen im Ruhestand kehren in den aktiven Schuldienst zurück – eine explorative Studie zur Eindämmung des Lehrer*innenmangels. Zeitschrift für Bildungsforschung. https://doi.org/10.1007/s35834-025-00519-z
– Resch, K. (2025). Retired teachers return to school to tackle teacher shortages in Austrian schools. An untapped reserve or emergency response? European Journal of Teacher Education. DOI:10.1080/02619768.2025.2531930

Beschreibung (engl.)
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Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Spann, Harald; Mag. Dr. Dr.
Projektleitung intern
Spann, Harald; HS-Prof. Mag. DDr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2028
Beschreibung
Dieses Forschungsprojekt erforscht die Potenziale der fremdsprachendidaktischen Verwendung literarisch-kreativer Texte im Englischunterricht an Sekundarschulen. Da die Rolle von literarischen Texten im Fremdsprachenunterricht in Fachkreisen unterschiedlich bewertet wird (Tsang et al., 2023) und die empirische Datenlage zu ihrem Wert noch relativ dünn ist (Hall, 2015), stellt sich vor dem Hintergrund der 2023 in Kraft getretenen neuen Lehrpläne für das Unterrichtsfach Englisch (Erste/Zweite lebende Fremdsprache in der Sekundarstufe) die Frage, welchen Beitrag diese Texte zur Erreichung der neuen curricularen Ziele leisten können und wie dabei die Arbeit mit literarischen und kreativen Texten in das Unterrichtsfach Englisch integriert werden kann. Dieses Projekt hat zum Ziel, Antworten auf diese Frage zu liefern, um dadurch einen Beitrag zur Theorie und Praxis der fremdsprachlichen Literaturdidaktik und in weiterer Folge zur stärkeren Verankerung literarisch-kreativer Unterrichtsarbeit im Sekundarschulbereich zu leisten. Zur Erreichung dieses Ziels kommen sowohl empirisch-qualitative als auch hermeneutische Methoden zur Anwendung. In einem ersten Schritt wird eine Bestandsaufnahme zur literarisch-kreativen Unterrichtspraxis an Sekundarschulen durchgeführt. Diese basiert zum einen auf einer empirisch-qualitativen Untersuchung, in der Lehrer*innen zu ihren Einstellungen, Erwartungshaltungen, Erfahrungen und subjektiv wahrgenommenen Herausforderungen hinsichtlich ihrer Arbeit mit literarisch-kreativen Texten befragt werden. Zum anderen werden in Österreich derzeit gängige Englischlehrwerke hinsichtlich ihres literarisch-kreativen Text- und Methodenangebots einer umfassenden Lehrwerkanalyse unterzogen. Auf Basis dieser Bestandsaufnahme wird in einem nächsten Schritt ein literaturdidaktischer Methoden- und Aufgabenpool erstellt und unter Heranziehung vorliegender Kompetenzmodelle (z.B. Alter & Ratheiser, 2018) in den Kompetenzrastern des Lehrplans 2023 verortet. Schließlich werden diese Aufgaben und Methoden durch Aktionsforschung (Altrichter et al., 2018) an Sekundarschulen erprobt und weiterentwickelt. Ein prioritäres Ziel ist hier die Erstellung von Fallstudien (Case Studies) zur literaturdidaktischen Unterrichtsarbeit, die in weiterer Folge für die fachdidaktische Erstausbildung (Bachelor- und Masterprogramm) und Fortbildung von Englischlehrpersonen herangezogen werden können.
Beschreibung (engl.)
This research project explores the potential of using literary and creative texts in English teaching and learning in secondary schools. As there are different accounts of the role of literature in foreign language education (Tsang et al., 2023) and more empirical evidence is needed to prove its value (Hall, 2015), the question arises as to what and how literary and creative texts can contribute to achieving the new curricular goals in light of the new Austrian curricula 2023 for the subject English (secondary education). Focusing on these questions, the aim of this project is to investigate this potential, thus, making a contribution to both the theory and practice of teaching and learning with literary texts, and subsequently, enhancing its role in EFL secondary school contexts. To this end, empirical-qualitative and hermeneutic methods will be used. The first step is to take stock of literary-creative teaching practice in secondary schools. Here, an empirical-qualitative study will be carried out in which English teachers will be interviewed about their teaching practices, their subjective beliefs about using literary texts in the classroom, their expectations and the challenges they face. In addition, EFL course books currently used in Austrian schools will be analysed in terms of the literary-creative texts and methods they offer. Based on these findings, a pool of methods and tasks will be created, which, building on current competence models (e.g. Alter & Ratheiser, 2018), will be integrated into the competence matrices specified in the new Austrian curricula 2023. Finally, these tasks and methods will be tried out and further developed in secondary schools through action research (Altrichter et al., 2018). Here, a key objective is to design case studies on the teaching with literary texts, which, in turn, can be used for methodology courses in initial EFL teacher education (Bachelor’s and Master’s programmes) and EFL further education.
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2012 – 2030
Beschreibung
Seit Beginn der 2000er Jahre rückten im Zuge der Veröffentlichung der ersten PISA-Studie Bildungsungleichheiten zunehmend wieder in den Blick der Bildungsforschung und Bildungspolitik. National als auch international werden vor allem Ungleichheiten im Kompetenzerwerb (z.B. Lese- oder Mathematikleistung) als auch in der Bildungsbeteiligung (z.B. Besuch von formal höheren Schulformen wie etwa Gymnasien) in Bezug auf sozioökonomische und ethnisch-kulturelle Hintergrundfaktoren in den Blick genommen. Bildungsungleichheiten im Kompetenzerwerb wurzeln bereits in der vorschulischen Zeit, bestehen somit bereits bei der Einschulung und werden von außerschulischen Faktoren – insbesondere durch die familiäre Sozialisation – bedingt. Darüber hinaus werden jedoch auch dem Bildungssystem, Schule und Unterricht eine Rolle bei der Entstehung und Verstärkung von Ungleichheiten zugeschrieben. Beispielweise wird angenommen, dass eine frühe Trennung von Schüler*innen hinsichtlich ihres Leistungsniveaus, soziale und ethnisch-kulturelle Segregation (z.B. Häufung von sozioökonomisch-benachteiligten Schüler*innen an Schulstandorten) und daraus resultierende Effekte der Zusammensetzung der Lerngruppen (Kompositionseffekte) mit einer Verstärkung von Ungleichheiten verbunden sind. Darüber hinaus weisen Daten auch darauf hin, dass Ungleichheiten im Kompetenzerwerb während der Corona-bedingten Schulschließungen zugenommen haben. Der Publikationsschwerpunk „Bildungsungleichheiten in Österreich“ befasst sich neben der Beschreibung von Ungleichheiten mit unterschiedlichen Faktoren, die mit der Entstehung und Verstärkung von Ungleichheiten verbunden sein können. Dabei werden sowohl Aspekte des Bildungssystems als auch Merkmale der familiären Sozialisation in den Blick genommen. Methodisch dominiert ein quantitativer Ansatz, wobei sowohl Sekundärdaten (z.B. PISA, Daten der Bildungsstandardüberprüfungen) als auch Primärdaten verwendet werden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Helm, Christoph; Univ.-Prof. Mag. Dr.
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Heinrichs, Karin Helene Karola; HS-Prof. Dr.
Mahringer, Eva; MEd BEd
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität Linz
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Laufzeit
2023 – 2026
Beschreibung
Ein Pflichtschulabschluss reicht für eine gesellschaftliche Teilhabe heute vielfach nicht (mehr) aus. Junge Menschen ohne ausreichender (Aus)Bildung haben häufiger Schwierigkeiten bei der Arbeitsmarktintegration, was sich u.a. negativ auf ihren materiellen Wohlstand, die Lebenszufriedenheit und ihre Gesundheit auswirkt. Gleichzeitig fehlen sie dem Arbeitsmarkt als etwaige Fachkräfte.

Während zur Häufigkeit von frühem (Aus)Bildungsabbruch und NEET-Status (Not in Education, Employment or Training) und deren Risikofaktoren eine gute Evidenzlage besteht, ist zur Wirkung von entsprechenden Präventionsprogrammen weniger bekannt. Life-Skill-Programme, die auf die Förderung von Fähigkeiten zur Bewältigung von Anforderungen des täglichen Lebens abzielen, sind als aussichtsreiche Präventionsmaßnahmen zu sehen, da sie u.a. auch zur Prävention von Risikofaktoren für (Aus)Bildungsabbruch und NEET (z.B. Substanzkonsum oder anderes Problemverhalten) eingesetzt werden.

ProLiSk soll hier in Kooperation mit dem Institut für Suchtprävention, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, das in Oberösterreich Life-Skill-Programme für Schulen anbietet – Evidenzen zum Potential dieser Programmen sowie Ansatzpunkte für deren Weiterentwicklung liefern, um Jugendliche erfolgreich im (Aus)Bildungssystem zu halten.

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Drenowatz, Clemens; HS-Prof. MMag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Drenowatz, Clemens; HS-Prof. MMag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 –
Beschreibung
Die Forschung zum Gesundheitsverhalten ist von zentraler Bedeutung, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen wirksam zu begegnen. Gesundheitsverhalten umfasst alle Verhaltensweisen, die die Gesundheit erhalten, fördern oder beeinträchtigen können. Insbesondere Bewegung und Ernährung nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein, da sie maßgeblich mit der Entstehung, dem Verlauf und der Prävention zahlreicher chronischer Erkrankungen verbunden sind. Angesichts steigender Prävalenzen von Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewinnt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Verhaltensweisen zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz.

Bewegung und körperliche Aktivität gelten als zentrale Schutzfaktoren für die physische und psychische Gesundheit. Dennoch zeigen Studien, dass ein großer Teil der Bevölkerung die empfohlenen Bewegungsumfänge nicht erreicht. Forschung im Bereich des Bewegungsverhaltens ist notwendig, um zu verstehen, welche individuellen, sozialen und strukturellen Faktoren Bewegung fördern oder hemmen. Dazu zählen unter anderem Motivation, Selbstwirksamkeit, soziale Unterstützung, aber auch Umweltbedingungen wie Infrastruktur, Arbeitsbedingungen oder digitale Mediennutzung. Nur auf Grundlage solcher Erkenntnisse lassen sich zielgruppenspezifische und nachhaltige Interventionen entwickeln, die Menschen langfristig zu einem aktiven Lebensstil befähigen.

Auch das Ernährungsverhalten hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit. Eine unausgewogene Ernährung mit hohem Energiegehalt und geringer Nährstoffdichte trägt zur Entwicklung chronischer Erkrankungen bei und beeinflusst somit die Lebensqualität. Gleichzeitig ist Ernährung stark kulturell, sozial und ökonomisch geprägt. Forschung zur Ernährung ermöglicht es, komplexe Entscheidungsprozesse beim Essverhalten besser zu verstehen und Wechselwirkungen zwischen Wissen, Einstellungen, Verfügbarkeit von Lebensmitteln und tatsächlichem Verhalten zu analysieren. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um wirksame Strategien der Ernährungsbildung, Prävention und Gesundheitspolitik zu entwickeln.

Die besondere Bedeutung der Forschung liegt zudem in der Wechselwirkung von Bewegung und Ernährung. Beide Verhaltensweisen beeinflussen sich gegenseitig und entfalten ihre gesundheitlichen Effekte häufig erst im Zusammenspiel. Forschung, die diese Zusammenhänge integriert betrachtet, trägt zu einem umfassenderen Verständnis von Energiehaushalt, Körperzusammensetzung und Stoffwechselprozessen bei. Dadurch können ganzheitliche Präventions- und Interventionsansätze entwickelt werden, die über isolierte Maßnahmen hinausgehen.

Darüber hinaus ist die Forschung zum Gesundheitsverhalten essenziell, um gesundheitliche Ungleichheiten zu reduzieren. Sozioökonomische Faktoren haben einen erheblichen Einfluss auf Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten. Wissenschaftliche Erkenntnisse helfen, vulnerable Gruppen zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln, die Chancengleichheit im Zugang zu gesundheitsförderlichen Lebensbedingungen verbessern. Dabei kommt auch der Schule eine wichtige Rolle zu, da in diesem Setting ein Großteil der Kinder und Jugendlichen unabhängig von den sozioökonomischen Voraussetzungen erreicht und miteingebunden werden können.

Insgesamt liefert die Forschung im Bereich Gesundheitsverhalten mit Schwerpunkt auf Bewegung und Ernährung eine unverzichtbare Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen in Prävention, Gesundheitsförderung und Politik. Sie trägt dazu bei, individuelle Handlungskompetenzen zu stärken, strukturelle Rahmenbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten und langfristig die Lebensqualität sowie die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Helm, Christoph; Univ.-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Sengschmid, Eva; BA BSc MSc
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität Linz
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Laufzeit
2023 – 2026
Beschreibung
Der sich zuspitzende Lehrkräftemangel in Österreich geht mit einer steigenden Zahl an fachfremd unterrichtenden Lehrpersonen einher. Dies wirft die grundsätzliche Frage auf, wie Fachfremder Unterricht (FFU) das österreichische Bildungssystem beeinflusst. Im Nationalen Bildungsbericht monieren Weber et al. (2018), dass für Österreich keine wissenschaftlich belastbaren Befunde vorliegen; weder zum Ausmaß oder zur Verteilung von FFU, noch zu den Effekten des FFU auf Schüler:innenoutcomes und Lehrer:innenprofessionsmerkmale.

Darüber hinaus kann moniert werden, dass auch die Frage nach der Wirksamkeit von Kompensationsmaßnahmen (z.B. Nachqualifizierungsprogrammen von FFU-Lehrkräften) und ganz allgemein die Frage nach den Potentialen und Vorzügen des FFU bisher wissenschaftlich ungeklärt blieb. Nur durch verstärkte Forschung in diesen Bereichen, so Weber et al. (2018), können Evidenzen geschaffen werden, die eine Bewältigung der mit dem FFU einhergehenden Herausforderungen im Schulsystems gewährleisten. Solche Evidenzen sind aber auch nötig, um die Chancen des FFU zu ergreifen und zu nützen.

Die nachfolgenden PhD-Projekte leisten hierzu einen substanziellen Beitrag, da sie sowohl Wissen auf der Systemebene zur Verfügung stellt als auch konkrete Vorschläge zum Umgang mit dem Phänomen FFU generieren.

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Drenowatz, Clemens; HS-Prof. MMag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Drenowatz, Clemens; HS-Prof. MMag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 –
Beschreibung
Die Erforschung des Bewegungsverhaltens, der Fitness und der motorischen Kompetenz besitzt eine hohe gesellschaftliche, gesundheitliche und bildungspolitische Relevanz. Bewegung stellt eine grundlegende Voraussetzung für die körperliche, psychische und soziale Entwicklung des Menschen dar. Gleichzeitig zeigen nationale wie internationale Studien, dass Bewegungsmangel und geringe körperliche Leistungsfähigkeit in allen Altersgruppen zunehmen. Diese Entwicklung macht deutlich, dass fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse notwendig sind, um Ursachen, Auswirkungen und wirksame Interventionsmöglichkeiten besser zu verstehen.

Bewegungsverhalten beschreibt, wie häufig, intensiv und in welchen Kontexten sich Menschen bewegen. Es wird durch individuelle Faktoren und Umweltbedingungen (z.B.: Bewegungsräume, soziale Einflüsse) beeinflusst. Aus schulischer Sicht ist auch der positive Zusammenhang zwischen kognitiver und schulischer Leistungsfähigkeit mit körperlicher Bewegung relevant.

Fitness, insbesondere die gesundheitsbezogene Fitness, ist zudem eng mit dem Risiko für zahlreiche chronische Erkrankungen verbunden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und muskuloskelettale Beschwerden stehen nachweislich im Zusammenhang mit geringer körperlicher Leistungsfähigkeit. Forschung zur Fitness liefert wichtige Erkenntnisse über Dosis-Wirkungs-Beziehungen von Bewegung, alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede sowie langfristige Effekte körperlicher Aktivität. Diese Erkenntnisse sind unverzichtbar für evidenzbasierte Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsförderung.

Neben der körperlichen Fitness bildet die motorische Kompetenz die Grundlage für eine aktive Lebensführung. Sie umfasst die Fähigkeit, Bewegungen zielgerichtet, sicher und effizient auszuführen. Besonders im Kindes- und Jugendalter spielt sie eine zentrale Rolle, da motorische Defizite häufig mit geringerer Bewegungsbeteiligung, niedrigerem Selbstkonzept und sozialer Ausgrenzung einhergehen. Forschung zur motorischen Kompetenz hilft zu verstehen, wie motorische Fähigkeiten entstehen, wie sie sich entwickeln und welche pädagogischen oder trainingsbezogenen Maßnahmen ihre Förderung unterstützen können. Langfristig trägt dies dazu bei, Bewegung als selbstverständlichen Bestandteil des Alltags zu etablieren.

Insgesamt besteht ein direkter Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung, Fitness und motorischer Kompetenzen. Dem entsprechend erhöht sich durch einen Mangel an Fitness und motorischer Kompetenz die Wahrscheinlichkeit für unzureichende körperliche Bewegung. Forschung in diesem Bereich ermöglicht es, Bewegungsmuster differenziert zu analysieren und Risikogruppen zu identifizieren. Auf dieser Basis können gezielte Maßnahmen zur Bewegungsförderung entwickelt werden, die über allgemeine Empfehlungen hinausgehen und an Lebenswelten angepasst sind.

Darüber hinaus ist die Forschung in diesen Bereichen für Bildungssysteme von großer Bedeutung. Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Bewegung, kognitiver Leistungsfähigkeit und psychosozialem Wohlbefinden liefern Argumente für die Stärkung von Bewegung und Sport in Schule, Ausbildung und Studium. Auch im Kontext des demografischen Wandels gewinnt die Forschung an Relevanz, da sie Ansätze aufzeigt, wie Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten werden können.

Dem entsprechend bildet die Forschung zu Bewegungsverhalten, Fitness und motorischer Kompetenz eine zentrale Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen in Gesundheitswesen, Bildung und Politik. Sie ermöglicht es, gesellschaftlichen Herausforderungen wie Bewegungsmangel, gesundheitlicher Ungleichheit und steigenden Krankheitskosten wirksam zu begegnen und nachhaltige Strategien für eine aktive und gesunde Bevölkerung zu entwickeln.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Quenzel, Gudrun; HS-Prof. Dr.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Gamsjäger, Manuela; Mag. Dr. Prof.
Feyerer, Jakob; Mag. Dr. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien
Private Pädagogische Hochschule – Hochschulstiftung der Diözese Innsbruck
Private Pädagogische Hochschule – Hochschulstiftung Erzdiözese Wien, Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Private Pädagogische Hochschule der Stiftung der Diözese Graz-Seckau
Private Pädagogische Hochschule Stiftung Burgenland
Pädagogische Hochschule Kärnten, Viktor Frankl Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Pädagogische Hochschule Salzburg
Pädagogische Hochschule Steiermark
Pädagogische Hochschule Tirol
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Pädagogische Hochschule Wien
Laufzeit
2023 – 2026
Beschreibung
Ziel
Die Jugendstudie zu den Werthaltungen junger Menschen in Österreich soll 2025 wieder erscheinen. Die repräsentative Studie gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen in ganz Österreich und fokussiert die Fragen: Was hat sich bei jungen Menschen in Österreich seit 2020 verändert? Wie sehen sie nach den Jahren der Pandemie und angesichts von Krieg und Klimakrise ihre Zukunft? Was ist ihnen wichtig? Wie sehen sie das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen? Wie wichtig ist ihnen ihre schulische Ausbildung? Was tun sie in ihrer Freizeit und welche Erwartungen haben sie an ihren künftigen Beruf? Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. In diesem Alter stellen sich Jugendliche ihren Entwicklungsaufgaben, festigen ihre Werte und machen sich konkrete Gedanken zu ihrem zukünftigen Lebensweg.

Vorgehen
In den teilnehmenden Bundesländern wäre eine Partnerschaft zwischen den Fachabteilungen der Länder und den jeweiligen Pädagogischen Hochschulen zielführend. Die Pädagogischen Hochschulen verfügen über Kompetenz im Bereich der empirischen Jugend- und Bildungsforschung und haben Zugang zu den Schulen. Die Erhebungen werden im Klassenverband in allen Schultypen geplant. Das Sample für die Bundesländer wird mit Unterstützung der Statistikabteilung des Landes Vorarlberg erstellt. Pro Bundesland wird eine Beteiligung von rund 1.500 Schüler:innen angestrebt. Die Fachabteilungen profitieren von den Ergebnissen für ihre weiteren Planungen im Jugendbereich.

Methode
Die Daten der Jugendstudie werden im Rahmen einer standardisierten Befragung erhoben. In allen teilnehmenden Bundesländern kommt ein gemeinsamer Kernfragebogen zum Einsatz. Voraussichtliche Themenfelder sind Freizeit, Freund:innen, Beruf, Zukunftsperspektiven, Ängste, Wertorientierungen, Partnerschaft, Religion, Gesundheit, Politik, Zusammenleben, Schule und Bildung. Zudem sind drei bis vier weitere Schwerpunkte (z.B. zu Nachhaltigkeit und Klima, Medien, soziale Beziehungen, Mehrsprachigkeit) geplant, wovon jedes Bundesland je nach Interesse einen auswählt. Eine qualitative Vertiefungsstudie wird ebenfalls angestrebt.

Nutzung der Ergebnisse
Die Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Buchpublikation veröffentlicht. Weitere Publikationen sind erwünscht. Die Bundesländer und teilnehmenden Pädagogischen Hochschulen erhalten zudem die jeweiligen bundeslandspezifischen Daten für bundeslandspezifische Publikationen.

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Cechovsky, Nora Christiane; Dr. BSc MSc
Projektleitung intern
Cechovsky, Nora Christiane; Dr. BSc MSc
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2026 –
Beschreibung
Die Professionalisierung von Pädagog*innen im Bereich der Berufspädagogik stellt eine zentrale Aufgabe des Instituts für Berufspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich dar.

Im Zentrum dieses Forschungsschwerpunkts stehen aktuelle Fragestellungen der Pädagog*innenbildung im Bereich der Berufspädagogik. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der Hochschullehre und zur Professionalisierung von Lehrkräften zu gewinnen. Der Fokus liegt derzeit insbesondere auf zwei Themenbereichen:

Online-Lehre: Im Rahmen der digitalen Hochschullehre untersuchen wir die Gestaltung von Online-Phasen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung sozialer und kognitiver Präsenz durch die Lehrpräsenz im Online-Setting. Hierbei orientieren wir uns am Community of Inquiry Framework, das als theoretische Grundlage für die Entwicklung und Analyse von Online-Lernumgebungen dient.
Künstliche Intelligenz (KI): Ein weiterer Schwerpunkt ist der sinnvolle Einsatz von KI-Technologien in der Hochschullehre. Wir erforschen sowohl die praktischen Einsatzmöglichkeiten als auch die Akzeptanz und Nutzung durch Lehrkräfte. Zudem entwickeln wir hochschuldidaktische Weiterbildungsangebote, die Lehrpersonen den reflektierten und kompetenten Umgang mit KI in der Lehre ermöglichen sollen.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Spann, Harald; HS-Prof. Mag. DDr. Prof.
Projektleitung intern
Spann, Harald; HS-Prof. Mag. DDr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2028
Beschreibung
Dr Cuelittle erforscht die Potenziale der fremdsprachendidaktischen Verwendung literarisch-kreativer Texte im Englischunterricht an Sekundarschulen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht