Projektdetails
Das Forschungsprojekt wird empirisch anhand eines Online-Fragebogens umgesetzt. Befragt werden österreichische Fachkräfte der Elementarpädagogik sowie behördlichen Kinder- und Jugendhilfe.
Das Projekt folgte einem aktionsforschenden Ansatz und basierte auf einer engen Zusammenarbeit mit Elementarpädagoginnen. Zwischen den Erhebungen fanden regelmäßige Online-Stammtische statt, die dem Austausch, der Reflexion und der Weiterentwicklung alltagsintegrierter Sprachfördermaßnahmen dienten. Dieser zyklische Prozess aus Beobachtung, Reflexion und Anpassung förderte eine kontinuierliche Professionalisierung der Praxis.
Zusätzlich wurde eine Kontrollgruppe einbezogen, die ebenfalls Sprachförderung umsetzte, jedoch ohne interkollegiale Reflexions- und Weiterentwicklungsprozesse. Der Vergleich machte den Mehrwert aktionsforschender, kollegial begleiteter Sprachförderung sichtbar. Erste Auswertungen zeigen deutliche Fortschritte bei 4- bis 5-jährigen sowie bei über 5-jährigen Kindern; Unterschiede zwischen Mädchen und Buben traten nicht auf.
Das aktuelle Projekt baut auf diesen Ergebnissen auf und orientiert sich an der Studie von Jaramaz (2023), die mithilfe des Instruments SprachKoPFv7.2 (Thoma & Tracy, 2014) erhebliche Kompetenzlücken bei (angehenden) Elementarpädagog:innen und Sprachförderpädagoginnen identifizierte. Weitere Studien verweisen auf Unsicherheiten beim Einsatz standardisierter Sprachdiagnoseverfahren (Fried, 2007) sowie auf eine mangelnde Verbindung von Wissen und Können im Bereich der Sprachförderkompetenzen (Knopp, 2008; Faas, 2013).
Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt folgende Fragen: Unter welchen Bedingungen gelingt die Förderung der Bildungssprache Deutsch? Welche Voraussetzungen benötigen Elementarpädagog:innen? Welche Rolle spielt die Ausbildung? Wie können Sprachförderkompetenzen am Arbeitsplatz erworben und weiterentwickelt werden? Und wie wird alltagsintegrierte Sprachförderung professionell umgesetzt, sodass positive Sprachentwicklungen sichtbar werden?
Zur Beantwortung dieser Fragen werden Elementarpädagog:innen, die aktiv Sprachförderung in Kindergärten umsetzen, Sprachförderpädagoginnen und Kindergartenleitungen interviewt. Diese drei Berufsgruppen bieten unterschiedliche Perspektiven auf Gelingensbedingungen, institutionelle Rahmenbedingungen, Teamkulturen und professionelle Handlungsmuster.
Die Teilnahme erfolgt freiwillig und unter Wahrung der persönlichen, sozialen und physischen Integrität. Alle Teilnehmenden werden über den Projektverlauf informiert und geben eine Einverständniserklärung ab. Praktiker:innen werden anonymisiert; Expert:innen entscheiden selbst über ihre Anonymisierung.
Das qualitativ ausgerichtete Forschungsdesign umfasst leitfadengestützte Interviews. Zu Beginn werden kurze Videosequenzen alltagsintegrierter Sprachförderung gezeigt, die von den Interviewten kommentiert und reflektiert werden. Daran schließt ein Leitfadeninterview an, das Themen wie diagnostische Kompetenz, pädagogische Haltung, institutionelle Rahmenbedingungen, Teamkultur und Professionalisierung vertieft.
Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, fundierte Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung von Elementarpädagog:innen sowie für die Weiterentwicklung professioneller Sprachförderstrukturen in elementaren Bildungsinstitutionen zu formulieren.
The study at hand is situated in the presently ongoing school reform in Austria with its almost completed transition of the hitherto general secondary schools into new secondary schools. While this reform clearly aims at providing the best possible chances for all students, suggesting an inclusive approach that seeks to maximally foster their development regardless of their social background, a first evaluative report (Eder et al., 2015) reveals significant flaws in its implementation which has often been perceived as top-down, leaving school officials and teachers with the quest for demanding more autonomy for the individual schools. On this background, the research project is carried out in a small rural secondary school, with the author being both teacher and researcher, in the course of a dissertation. Being among the last general secondary schools that still faces that transition, the aim of this study is, by fostering an expansive learning process, to collectively arrive at the best possible local solution, an expanded form of school activity, for that school.
A special focus is put on the role of needs in this process, on their different forms, and on their interplay with activity. This is achieved by utilizing the concepts of needs in Cultural-Historical Activity Theory (CHAT; Bratus & Lishin, 1983) and in Self-Determination Theory (SDT; Deci & Ryan, 2000) as different theoretical lenses and by establishing a dialogue between both approaches, especially in order to get a better understanding of raw and unobjectified needs as existential meta-necessities (D. Leontiev, 2012) that become visible in both theories and that seem to be underestimated in the former.
1. Was waren die Stärken Ihrer bisherigen Lehramtsausbildung?
2. Was waren die Schwächen Ihrer bisherigen Lehramtsausbildung?
3. Welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität der Lehramtsausbildung sehen Sie?
4. Welche Risiken für die Qualität der Lehramtsausbildung sehen Sie?
Die teilnehmenden Studierenden werden jährlich befragt. Es macht Sinn den aktuellen Studienjahrgang 2015/16 in der Längsschnittanalyse zu begleiten. Da das Studienjahr aber schon zu Ende ist, müsste die erste Fragebogenerhebung im Oktober 2016 (gleich zu Beginn des neuen Studienjahres) stattfinden. Es ist empfehlenswert, wenn die Datenerhebung (Dauer ca. 30-45 Minuten) im Rahmen einer Lehrveranstaltung stattfindet, da bei einer freiwilligen Teilnahme zur Beantwortung der Fragen die Rücklaufquote erfahrungsgemäß zu gering ist. Hierbei ist eine Unterstützung durch das Institut Ausbildung notwendig (z.B. bei der Auswahl der betreffenden Lehrveranstaltungen). Prinzipiell haben sich SWOT-Analysen für die begleitende Evaluierung von Curriculum-Implementationen in der beruflichen Ausbildung bewährt (z.B. Lanning et al. 2012).
2. Auf der Basis der durch die SWOT-Analysen erhaltenen Daten finden im letzten Studiensemester Fokusgruppen-Interviews mit einigen Studierendengruppen statt (summative Evaluation). Diese Interviews haben einerseits zum Ziel, die Zuverlässigkeit der bisher gewonnenen inhaltsanalytisch ausgewerteten Daten zu überprüfen (Triangulation), als auch vertiefende Einblicke in die Qualität des Studiums zu gewinnen.
3. Schließlich findet eine quantitative Befragung mit einem Fragebogen statt, der sich auf Aspekte des Curriculums bezieht, wie z.B. dem zugrundeliegenden Bildungsbegriff, den Zielen des Studiums, den curricularen Prinzipien und den Querschnittsthemen. Diese Fragebogenerhebung wird gegen Ende des Studiums in elektronischer Form durchgeführt (summative Evaluation).
Insbesondere die Instrumente 2 und 3 können und sollen auf institutionsspezifische Aspekte (z.B. Bezug zu interreligiösen Themen) eingehen.
Dieses Lernarrangement zum selbstbestimmt-forschenden Lernen wird aus den sieben Stufen: Emergenz, Vermutung, Konzeption, Untersuchung, Entdeckung, Kritische Phase und Transfer aufgebaut. Zudem werden die Prinzipen: Vertrauen, Sicherheit, Selbstbestimmung, Struktur, Veranschaulichung und Personalisierung als wesentlich für das Gelingen des Lernarrangements erachtet. (Reitinger, 2013 S. 106ff)
Im ersten Teil des Forschungsberichtes wird die Wirksamkeit des im Mathematik-Fachdidaktik-Unterricht vorgestellten und erprobten Lernarrangements hinsichtlich der Lehrer/-innen-Selbstwirksamkeitserwartung, der speziellen Selbst-wirksamkeitserwartung zur Durchführung selbstbestimmt-forschender Lernarrangements, der Akzeptanz, der Umsetzungsbereitschaft und der Entwicklung didaktischer Kompetenzen bezüglich der Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgaben des Lehrplans für Mathematik gezeigt. Die detaillierten Ergebnisse der quantitativen Untersuchung zu fünf aufgestellten Hypothesen und zwei Forschungsfragen werden im ersten Teil der empirischen Forschung vorgestellt.
Im zweiten Teil der empirischen Forschung wird durch quantitative und qualitative Untersuchungen gezeigt, dass die fünf Hypothesen hinsichtlich der Wirksamkeit des AuRELIA-Konzeptes bestätigt werden konnten. Zusätzlich wird aufgezeigt, welche didaktischen Kompetenzen Studierende durch die Durchführung eines selbstbestimmt-forschenden Lernarrangements im Mathematikunterricht im Rahmen der Schulpraktischen Studien entwickelt haben.