Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Wutti, Daniel; HS-Prof. MMag. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Brousek, Jan; Dr.
Grafenanuer, Danijel; Dr.
Rehsmann, Daniel; Mag.
Wintersteiner, Werner; Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2021
Beschreibung
Dieses Projekt folgt einer fünfjährigen transnationalen Kooperation zwischen slowenischen und österreichischen ForscherInnen und RepräsentantInnen der Zivilgesellschaft zur Erinnerungspolitik und –kultur der beiden Länder. Es ist zugleich Dokumentation eines vergangenen Prozesses als auch eine Intervention in den fortwährenden Dialogprozess, wie mit der konfliktreichen Vergangenheit des Alpen-Adria-Raums kritisch und gewaltlos umgegangen werden kann.

Der barocke englische Titel des Projekts ist zugleich die Beschreibung seines Programms: “Building the Peace Region Alps-Adria. Envisioning the Future by Dealing with the Past. Open and Inclusive Dialogue and Public Discourse within Austria and Slovenia and between the Countries (PRAA)”. Das Projekt versteht sich als eine kritische Reflexion dieses genau geplanten und organisierten “BürgerInnendialogs”, bei dem einander widersprechende (historische) Narrative immer wieder mit einander konfrontiert wurden. Im Besonderen ging es dabei um den Ersten Weltkrieg und die Grenzstreitigkeiten in seinem Gefolge, um das NS-Regime und die Nazi-Besetzung Jugoslawien, um den Widerstand der PartisanInnen und neuen Grenzstreit in der Nachkriegszeit, um die Frage der Kärntner SlowenInnen und die österreichisch-jugoslawischen Beziehungen in der Zeit des Kalten Krieges sowie um die Bewertung des Titoismus in Slowenien (bzw. Jugoslawien).

Im Projekt wird ein Buch herausgegeben und eine internationale wissenschaftliche Konferenz veranstaltet. Die Arbeit kreist um folgende drei Fragen:

– Wie können wir mit der komplexen Konfliktlage in unserem eigenen Land wie im Nachbarland konstruktiv umgehen? Das gilt natürlich ganz besonders für die Frage der Bewertung des Partisanenkampfes

– Wie können wir vermeiden, dass diese offenen oder schlummernden Konflikte nach wie vor von der Politik für ihre Machtspiele instrumentalisiert werden?

– Welche neuen Zukunftsperspektiven können aus diesem Dialog erwachsen? (Wie) können wir eine „Friedensregion“ Alpen-Adria schaffen?

Das Projektteam handelt mit konkreten Visionen und Perspektiven für einen weiteren Dialogprozess, auch abseits österreichisch-slowenischer Beziehungen. Verschiedene historische Narrative und Sichtweisen werden nicht ignoriert oder „versöhnt“, sondern miteinander konfrontiert, und zwar auf respektvolle Art und Weise.

Beschreibung (engl.)
This project if following a five-year process of transnational cooperation between Slovenian and Austrian researchers and practitioners, shortly called PRAA. While it is meant as a documentation of a past process, its main purpose is an intervention into the ongoing dialogue process of dealing with the past in a critical and nonviolent way.
The baroque title of the project is already a description of its program: “Building the Peace Region Alps-Adria. Envisioning the Future by Dealing with the Past. Open and Inclusive Dialogue and Public Discourse within Austria and Slovenia and between the Countries.” It provides a critical reflection of this purposeful planned and organized citizens’ dialogue where opposing (historical) narratives are confronted with each other, namely the case of World War I and the following border dispute, the NS-regime and the Nazi occupation of Yugoslavia, the partisan resistance and the post-war period with the communism in Yugoslavia and new border disputes and a specific “cold war”, at least in the perception of some people in Carinthia and Slovenia.
In the project, we are publishing a book and organizing an international conference, with the main concerns:
– How can we prevent that (open or potential) conflicts are still exploited by political parties for their power play?
– How can we deal with these complex conflicts in a constructive way? For instance how to continue and deepen the work of antifascist (self-)education without neglecting the errors, wrongdoings or even crimes committed in the name of antifascism?
– Which new perspectives for the future result from this dialogue? (How) is it possible to create a Peace Region Alps Adriatic?

Furthermore, we deal with visions and perspectives of a further dialogue process, even beyond the Austro-Slovenian relations. Different historical narratives and worldviews are not ignored or “reconciled”, but confront each other in a respectful way.

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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Jaksche-Hoffman, Elisabeth Katharina; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kucher, Vesna; Mag.a / Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Rulofs, Martina; MMag. Dr. / Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2019
Beschreibung
Die schulische Inklusion ist eng verbunden mit dem Begriff der Heterogenität und wirft unweigerlich die Frage auf, wie damit im Unterricht umgegangen werden soll. Das Konzept der Differenzierung kann einen Beitrag zu dieser Heterogenitätsthematik leisten, „indem es auf die Vielfalt der Lernenden mit einem flexiblen, variantenreichen und differenzverträglichen Unterricht antwortet“ (Joller-Graf 2010, S. 123). In der Praxisschule Verbundmodell NMS Klagenfurt bietet sich die Möglichkeit, in einer sogenannten „Inklusionsklasse“ den Unterricht zu beobachten, Lehrende und Lernende zu befragen und Rahmenbedingungen zu analysieren.
Das geplante Projekt hat zum Ziel, die forschungsgeleitete Lehre zu diesem Themenschwerpunkt zu verstärken, unter anderem durch die Entwicklung von Arbeitsmaterialien für Lehrende und Studierende, insbesondere für die Lehrveranstaltung „Diversität und Inklusion“ im Rahmen der Bildungswissenschaftlichen Grundlagen. —
Forschungsdesign: Als Forschungsfeld dient eine Inklusionsklasse einer Neuen Mittelschule in Kärnten. In dieser wird den 22 SchülerInnen unter Berücksichtigung ihrer kultureller, religiöser, sprach-, begabungs- und behinderungsbezogener Diversitätsmerkmale ein gemeinsamer Unterricht ermöglicht. Dafür stehen PädagogInnen mit unterschiedlichen Ausbildungen zur Verfügung. Der Unterricht wird nicht nur von der jeweiligen Fachlehrperson, sondern gemeinsam im Team mit einer Inklusionspädagogin und einer Gebärdendolmetscherin geplant und gestaltet.
Für das Forschungsvorhaben wird ein (teil-)partizipativer Forschungsansatz (von Unger 2014) unter Einbeziehung von qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden gewählt, mit dem die schulische Wirklichkeit in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen erforscht wird. In Anlehnung an die Grounded Theory (Equit/Hohage 2016) ist der Forschungsprozess zyklisch angelegt, dementsprechend wechseln sich Phasen der Datenerhebung und -auswertung ab. Das multiperspektivische Projektdesign zeichnet sich durch Leitfadeninterviews mit Lehrerinnen und Lehrern so wie Schülerinnen und Schülern aus. Nach der computergestützten Auswertung der qualitativen Interviews (MAXQDA) wird anhand der ersten Ergebnisse ein Fragebogen für die quantitative Befragung der Erziehungsberechtigten entwickelt und mit SPSS ausgewertet. —
Projektziele: Erkenntnisse über Methoden der Differenzierung im Unterricht gewinnen; Erkenntnisse über Gelingensfaktoren von Differenzierung im Unterricht für die neue LehrerInnenausbildung zur Verfügung stellen; Erkenntnisse über Qualitätskriterien für den Umgang mit Diversität und Heterogenität in der Schule gewinnen. —
Projektergebnisse: Qualitätskriterien für den Umgang mit Diversität und Heterogenität in der Schule; Arbeitsmaterial für den Einsatz in der Lehre der Bildungswissenschaftlichen Grundlagen; Publikation der Resultate aus dem Forschungsprojekt. —
Literatur: Equit, C./Hohage, C. (Hrsg.) (2016): Handbuch Grounded Theory. Von der Methodologie zur Forschungspraxis. Beltz Juventa. Weinheim, Basel. — Joller-Graf, K. (2010): Binnendifferenziert unterrichten. In: Buholzer, A./Kummer Wyss, A. (Hrsg.): Alle gleich – alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Klett und Balmer. Zug. S. 122-136. — Von Unger, H. (2014): Partizipative Forschung. Einführung in die Forschungspraxis. Springer Fachmedien. Wiesbaden.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Wutti, Daniel; HS-Prof. MMag. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Kelih, Florian;
Merva, Tatjana;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Danglmaier, Nadja; Mag. Dr.
Hartmann, Eva; BEd
Peko, Madlin; BA
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2021
Beschreibung
Im Zeitraum des Projekts steht die Bevölkerung in Kärnten vor Umbrüchen: Kärnten wird im Jahr 2020 den 100. Jahrestag seiner Volksabstimmung feiern, auch aber jährt sich 2018 das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird sich 2020 zum 75. Mal jähren. Zugleich weilen nur noch wenige ZeitzeugInnen des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus unter uns und immer seltener können sie von ihren Erfahrungen berichten. Wir stehen somit am Übergang vom kommunikativen zum kulturellen Gedächtnis an diese Zeit. Gegenwärtige SchülerInnen verlieren den Zugang zu Themen und es werden Fragen relevant, wie man aus dieser Zeit heutzutage noch lernen und Lehren daraus ziehen kann. Immerhin sind es diese gegenwärtigen Jugendlichen, die in naher Zukunft den Diskurs über Vergangenheit – Gegenwärt – Zukunft unseres Bundeslands und unserer Grenzregion zuerst nur mittragen, später aber auch bestimmen werden.
Geplant ist die Abhaltung von drei Workshops mit LehrerInnen und SchülerInnen aus dem Grenzbereich in Kärnten und Slowenien sowie die anschließende Erstellung von innovativen, grenzüberschreitenden Unterrichtsmaterialien für Schulen in beiden Ländern in beiden Sprachen. Dazu sollen im Schuljahr 2019/2020 an teilnehmenden Schulen in beiden Ländern Schulprojekte durchgeführt werden, die von einem wissenschaftlichen Team begleitet werden. Die Schulprojekte widmen sich regionalen und grenzüberschreitenden Gedenkorten. Die Ergebnisse der Schulprojekte fließen in die Workshops und schließlich in die Unterrichtsmaterialien ein, die breitenwirksam publiziert und veröffentlicht werden.
Parallel zu den Workshops werden in einem gemeinsamen Prozess von LehrerInnen sowie SchülerInnen in Kärnten und Slowenien didaktische Materialien auf Deutsch und Slowenisch ausgearbeitet. Die Unterrichtsmaterialien greifen nationale Sichtweisen auf, überschreiten diese aber und führen zu gegenwärtigen und inklusiveren Zugängen. Anhand der Materialien wird eine mehrperspektivische Sichtweise auf regionale Geschehnisse in beiden Ländern ermöglicht. Ein besonderer Fokus im Projekt kommt jungen Menschen auf beiden Seiten der Grenze zu. SchülerInnen verschiedener Schulstufen werden sich im Rahmen von Schulprojekten mit geschichts- und zukunftsträchtigen Orten in ihrer Region beschäftigen. Im Rahmen eines eigenen SchülerInnenworkshops arbeiten sie mit den offiziellen und weniger sichtbaren Geschichtserzählungen in ihrer Region, reflektieren ihre eigene Familiengeschichte im Kontext von „Grenzen“ und erkunden ihre Region und dokumentieren Erinnerungszeichen. Über diese Aktivitäten treten sie in Austausch mit anderen SchülerInnen aus beiden Ländern und reflektieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im regionalen und internationalen Rahmen. Neben diesem Austausch treten auch LehrerInnen aus beiden Ländern in einen solchen, tauschen sich über ihre Perspektiven aus und arbeiten an der Erstellung didaktischer Materialien.
Beschreibung (engl.)
Currently, the population of Austria´s southern region Carinthia (in German: Kärnten, in Slovene: Koroška) is confronted with important anniversaries: the 100th anniversary of the Carinthian plebiscite in 2020, the 75th anniversary of the end of WW2 in 2020, the 100th anniversary of WW1 in 2018. Meanwhile, contemporary witnesses of these times are not any more in a position of handing down their experiences to oncoming generations: just few of them are still living. In this sense, we are expecting the shift from communicative memory to cultural memory (Assman). In schools, pupils are loosing their connection to these topics and questions are raised, how education on e.g. National socialism could be done, after the disappearing of contemporary witnesses. Soon, the youth of today will take over the discourse on history and international relations in our borderland. However, youngest studies show, the youth is not good informed about these times.
In the project, we plan three international workshops with teachers and pupils from the borderland of Slovenia and Carinthia. Teaching material will be generated, in Slovene and German language, on an international, inclusive and contemporary level. Partner schools in both regions will invite our project team to evaluate current school projects on the topic of memory culture. The results will be transferred in our workshops and the teaching material. The teaching material will introduce outdated national narratives on memory culture, but focus on a contemporary and inclusive memory culture: Different perspectives on the history of our border regions will be introduced and the project team will hand down newer, more acceptible narratives together with the teachers.
A main focus of our project is the younger generation. Pupils will work on memory culture in certain school projects and report as well as evaluate them on our workshop. The school projects will focus personal family memory, the history of the school region and working with descendants of contemporary witnesses. During this international meeting, they will learn different perspectives and narratives. Their teachers will, meanwhile, work with the project team on the bilingual and international school material.
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Lackner, Peter Stefan; Mag. MAS Prof.
Nageler-Schluga, Anneliese; Mag. Dr. Dipl.Päd. Prof.
Pötscher-Gareiß, Michaela; Mag. Dr. Prof.
Wölbitsch, Lieselotte Anna; Mag. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2022
Beschreibung
Das Evaluationskonzept „Grundkompetenzen absichern“ orientiert sich an den GRUKO-Projektzielen der PH Kärnten, die im Leitfaden zur Umsetzung des BMBWF Projekts „Grundkompetenzen absichern“ im Bundesland Kärnten von der Steuergruppe Kärnten im Oktober 2018 formuliert wurden.
Es trägt den Charakter einer multiperspektivischen Begleitforschung.
In einer Fragebogenerhebung werden sowohl die Schulleiter_innen als auch alle Lehrer_innen der ausgewählten Schulen zur Umsetzung des Projektes befragt. Generation 1: Abschlusserhebung im Mai/Juni 2019, Generation 2: Zwischenerhebung im Mai/Juni 2019. Die Auswertungsergebnisse und der Vergleich zwischen den Generationen werden in Form eines Evaluierungsberichts der Steuergruppe vorgelegt und und sollen die weitere Vorgehensweise im Projekt unterstützen.
Weiters wird auch die Perspektive der Multiprofessionellen Teams über ein Stärken-Schwächen-Profil zum Projekt erhoben.
Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Haus der Geschichte Österreichs, .;
Projektleitung intern
Wutti, Daniel; HS-Prof. MMag. Dr. MSc
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hartmann, Eva; BEd
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2018
Beschreibung
Das Institut für Mehrsprachigkeit und Transkulturelle Bildung der Pädagogischen Hochschule Kärnten arbeitet in Kooperation mit der Plattform Erinnern.at und dem Haus der Geschichte Österreichs didaktische Unterrichtsmaterialien aus, die auf der Online-Plattform des Haus der Geschichte Österreichs unter weiteren Unterrichtsmaterialien erscheinen. Inhaltlich steht eine geschichtliche Aufarbeitung der Zweisprachigkeit Kärntens im Vordergrund, das Material soll in der Sekundarstufe von Lehrerinnen und Lehrern in österreichischen Schulklassen bearbeitbar sein.
Beschreibung (engl.)
The Institute for Multilingualism and Transcultural Education is going to produce teaching material for the online platform of the “Haus der Geschichte Österreichs”. Therefor, we work in a cooperation with “Erinnern.at”. The teaching material focuses the historical bilingualism of the region of Carinthia (in German: Kärnten, in Slovene: Koroška). The teaching material should be used by teachers on the secondary level in Austrian schools.
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Witschel, Elfriede; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Witschel, Elfriede; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2012 – 2016
Beschreibung
Die neue standardisierte Reife- und Diplomprüfung Deutsch beinhaltet zentrale schriftliche Aufgabenstellungen, in denen ausgehend von einem fremden Text eigene Texte verfasst werden sollen. Das Dissertationsprojekt nimmt die vorbereitenden Aufgabenstellungen, die einerseits im Kontext des Inputtexts stehen und andererseits das Schreiben eines eigenen Textes anleiten, in den Blick und geht von folgenden Forschungsfragen aus:
1. Welchen Effekt hat eine sich an den Phasen des Schreibprozesses und den Textsortenkriterien orientierende Aufgabenstellung auf die Textproduktion?
2. Welche Bedeutung kommt der Verknüpfung von Lesen – Schreiben – Lesen zu? Welchen Effekt haben also mündliche und schriftliche Teilaufgaben sowie die Generierung von „Hilfstexten“ (Bräuer/Schindler 2011, S. 14) in der Arbeit mit literarischen und nicht-literarischen Texten auf Text- und Schreibkompetenzen?
3. Welchen Effekt haben diese Aufgabenstellungen mit individuellen und kooperativen Phasen und der erhöhten Eigenverantwortlichkeit in der Arbeit auf die Produkte?
Der theoretische Bezugsrahmen inkludiert die Erkenntnisse der kognitiven Schreibprozessforschung sowie der neueren Schreibdidaktik, die prozessorientierte Schreibunterrichtskonzepte notwendig machen (vgl. Becker-Mrotzek/Böttcher 2006). Diese Konzepte integrieren unterschiedliche Kompetenzbereiche: Die enge Verbindung zwischen Lesen und Schreiben einerseits unterstützt sowohl den Lese- als auch den Schreibprozess, die enge Verbindung zwischen Schreiben und Lesen andererseits bezieht sich auf die Arbeit mit eigenen Texten und kooperative Textrevisionen. Angeleitet werden die Lernenden mithilfe von ‚offenen Aufgabenarrangements‘ im konstruktivistischen Sinn, die Freiraum zum autonomen Handeln bieten (vgl. Reich 2012). Aus schreibdidaktischer Sicht produzieren die Schüler/inne/n Textbausteine, die schließlich zur Lösung einer größeren Schreibaufgabe beitragen (vgl. Bräuer/Schindler 2011).
Das Forschungsdesign basiert zum einen auf Methodenvielfalt und zum anderen auf Inter- bzw. Transdisziplinarität. Es besteht aus fünf aufeinanderfolgenden Schritten: 1. einer ‚indirekten‘ Intervention mit Lehrer/inne/n in Form einer Fortbildungsveranstaltung, 2. Experteninterviews (vgl. Gläser/Laudel 2010) mit Schüler/inne/n (n=29) und Lehrer/inne/n (n=4), 3. einer didaktischen Intervention im Deutschunterricht in vier Klassen, 4. einer schriftlichen Befragung zu den Aufgabenarrangements (n= 83) und 5. einer linguistischen Textanalyse von Performanzen der Interventionsgruppe (n=40) und einer Vergleichsgruppe (n=40). Die Daten werden schließlich zueinander in Beziehung gesetzt und ihre wechselseitige Bedeutung in didaktischer Hinsicht interpretiert.
Die Ergebnisse der Studie belegen, dass Schreibprozessorientierung im Deutschunterricht Auswirkungen auf die Qualität der Produkte hat. Die Arbeit mit den Aufgabenarrangements wird von den Schüler/inne/n als motivierend und entlastend für den Schreibprozess wahrgenommen und wirkt sich auf die Textprodukte aus: Die Performanzen der Interventionsgruppe weisen sowohl auf inhaltlicher als auch auf sprachlicher Ebene deutliche qualitative Unterschiede zu den Performanzen der Vergleichsgruppe auf.

— Literatur:
Becker-Mrotzek, Michael/Böttcher, Ingrid (2006), Schreibkompetenz entwickeln und beurteilen. Berlin. –
Bräuer, Gerd/Schindler, Kirsten (2011): Authentische Schreibaufgaben – ein Konzept. In: Bräuer, Gerd/Schindler, Kirsten (Hg.): Schreibarrangements für Schule, Hochschule, Beruf. Freiburg im Breisgau: Fillibach, S. 12-63. –
Gläser, Jochen/Laudel, Grit (2010): Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse. Wiesbaden: VS Verlag. –
Reich, Kersten (2012): Konstruktivistische Didaktik. Das Lehr- und Studienbuch mit Online-Methodenpool. Weinheim und Basel: Beltz.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Böheim-Galehr, Gabriele; Dr. / Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Quenzel, Gudrun; Dr. / Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Projektleitung intern
Wutti, Daniel; HS-Prof. MMag. Dr. MSc
Interne Projektmitarbeiter/innen
Clarke, Jutta; Mag. MA Prof.
Pötscher-Gareiß, Michaela; Mag. Dr. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2021
Beschreibung
Die österreichischen Pädagogischen Hochschulen führen eine Jugendstudie, die einen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen in Österreich geben wird, durch. Wie sehen Jugendliche ihre Zukunft? Welche Ziele haben sie? Was ist ihnen wichtig? Was erwarten sie von einer Partnerschaft? Wie sehen sie gesellschaftliche Vielfalt? Wie wichtig ist ihnen ihre schulische Ausbildung? Was tun sie in ihrer Freizeit und welche Erwartungen haben sie an ihren künftigen Beruf? Diese und andere Fragen sind zentrale Themenfelder der österreichweit repräsentativen Jugendstudie. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. In diesem Alter machen sich Jugendliche sehr konkrete Gedanken zu ihrem zukünftigen Weg bzw. haben sich vor Kurzem bereits für eine weitere Ausbildung entschieden.
Die Erhebungen im Frühjahr 2020 werden im Klassenverband in allen Schultypen durchgeführt werden und gegebenenfalls durch weitere Erhebungen bei Jugendlichen ergänzt, die in diesem Alter über das Bildungssystem nicht mehr erreichbar sind. Pro Bundesland nehmen 2.000 SchülerInnen teil.
Die Daten der Jugendstudie werden aus einem standardisierten Rückmeldeverfahren (internetbasierter Fragebogen) generiert. In allen teilnehmenden Bundesländern kommt ein gemeinsamer Kernfragebogen zum Einsatz.
Vonseiten der PH Kärnten werden die Themen „Selbstwirksamkeit und Lebenssinn“ (Jutta Clarke) und „Interkulturalität, Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung in Kärnten/Koroška“ (Daniel Wutti) eingebracht und beforscht.
Beschreibung (engl.)
The Austrian University Colleges of Teacher Education are planning research on different lifeworlds of young people in Austria. How do young people see their future? Which aims do they want to achieve? What is important to them? What do they expect in partnerships? How do they see multilingualism and transculturality? How important is education? How do they spend their spare time? Which expectations do they have concerning their future working life? These and other questions are in the focus of our representative Austrian youth study. The target group are young people between 14 and 16 years. They already have concrete expectations on future and in most cases have just made decisions on their future education.
Our quantitative study will be made in the spring of 2020, in school classes of different school types. If necessary, the project team will make also research on young persons out of the school system. In each Austrian federal state, we plan to reach 2000 young persons.
The data will be gathered with a standardised questionnaire (internet-based). All participating federal states will have a common core questionnaire and own items. From the University College of Teacher Education in Carinthia (Kärnten/Koroška), Jutta Clarke will work on the topics of „self-efficacy“ „meaning of life“ and Daniel Wutti will work on the topics of Interculturality, multilingualism and language education.
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Herndler, Karin; MMag. Dr. Dipl.Päd. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Helbich, Marco; Ass.Prof. Mag. Dr.
Leitner, Michael; Univ-Prof. Mag. Dr. MA
Kooperationspartner
Louisiana State University , Department of Geography and Anthropology
University Utrecht, Faculty of Geosciences
Laufzeit
2013 – 2015
Beschreibung
Für viele Kinder verläuft der Erwerb der Kulturtechniken nicht parallel zur intellektuellen Entwicklung. Eine knapp im Durchschnitt liegende Intelligenz kann zur Entstehung von Lese- und Rechtschreibstörung oder Rechenstörung beitragen, es gibt jedoch Beispiele für schwach begabte Kinder, die sich ohne größere Schwierigkeiten die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen aneignen können, während Schüler/innen mit einer durchschnittlichen, gut durchschnittlichen oder gar überdurchschnittlichen Intelligenz dabei scheitern. Ein hoher Intelligenzquotient ist also kein Garant für einen reibungslosen Schriftspracherwerb und das Erlernen des Rechnens, und somit korreliert Intelligenz nicht unbedingt mit Schulerfolg. Das Konstrukt der Intelligenz soll in diesem Forschungsprojekt näher bearbeitet werden, indem eine kognitive Fähigkeit, nämlich die Wahrnehmung, und hier speziell die Raum-Lage-Wahrnehmung näher untersucht wird. Der Wahrnehmung kommt eine maßgebliche Bedeutung bei den Erklärungsansätzen für Lernstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie zu. Neben den taktil-kinästhetischen und den auditiven Wahrnehmungsbereichen stellen die visuelle Wahrnehmung, und hier besonders die Raum-Lage-Orientierung, einen wesentlichen Prädikator für die Lese- und Schreibentwicklung dar. Vor allem Befunde über die Ätiologie der Dyskalkulie gehen von einem Zusammenhang zwischen der Verarbeitung visuell-räumlicher und zeitlicher (serieller) Informationen und dem Mathematiklernen aus. Die Entwicklung der Wahrnehmungsfunktionen ist aber immer im Zusammenhang mit anderen Entwicklungsbereichen, wie Motorik, Sprache oder Kognition zu sehen. Daher sind Entwicklungsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen meist mit Wahrnehmungsbeeinträchtigungen verbunden.
Das Ziel dieses Projektes besteht darin, herauszufinden, in welchem Zusammenhang die Raum-Lage-Wahrnehmung mit Intelligenz steht. Dazu werden 280 klinisch-psychologisch diagnostizierte Kinder, die Lese- Rechtschreibschwierigkeiten oder Rechenschwächen haben und vorwiegend aus dem Volksschulbereich kommen, herangezogen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts können Hinweise auf Interventionsmöglichkeiten, wie Beratung, Förderung oder Prävention, für die betroffenen Schüler/innen liefern.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Demarle-Meusel, Heike Susanne; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Kitz, Marie-Helen; BA. MA Prof.
Klepp, Cornelia; HS-Prof Mag. Dr.
Schwarzfurtner, Damaris Margarete; VOL MMag. Dipl.Päd. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Durch die Umsetzung des neuen Bachelorstudiums Primarstufe mit Beginn des Studienjahres 2025/26 bietet sich die Chance, eine Studierendenkohorte von Beginn an hinsichtlich ihres individuellen Kompetenzaufbaus im Rahmen des sechssemestrigen Studiums zu beforschen. Im Rahmen eines Mixed-Methods-Designs werden zu verschiedenen Zeitpunkten sowohl qualitative als auch quantitative Befragungen durchgeführt. Die Kohorten 1 und 2 werden im Sinne einer Längsschnittstudie über mehrere Erhebungszeitpunkte hinweg kontinuierlich begleitet, um individuelle Entwicklungsverläufe und zeitliche Veränderungen zu analysieren. Ergänzend dazu erfolgt eine querschnittliche Auswertung der Kohorten 1, 2 und 3 zu den Messzeitpunkten T1 und T2, um gruppenspezifische Unterschiede der jeweiligen Erhebungszeitpunkte vergleichend zu betrachten. Ein seit Jahren zentraler Forschungsschwerpunkt der PH Kärnten ist die “Professions- und Professionalisierungsforschung”. Das geplante Projekt soll die Wirkmächtigkeit der neuen Ausbildung bezogen auf die Professionsentwicklung der Studierenden aufzeigen und wesentliche Erkenntnisse darüber liefern, ob die Passung zwischen curricularen Vorgaben (anhand eines zugrunde liegenden Kompetenzmodells) und dem Studium (Aufbau und Inhalte der Lehrveranstaltungen) zu einem Kompetenzaufbau bei den Studierenden führt. Die vorliegende Untersuchung zur Professionsentwicklung von Bachelorstudierenden der Primarstufe ist ein österreichweit einzigartiges und innovatives Forschungsvorhaben, das am Zentrum für Evaluierung und Qualitätsmanagement der Pädagogischen Hochschule Kärnten konzipiert und durchgeführt wird.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Vučajnk, Tatjana; Dr. / 22203 Universität Klagenfurt
Projektleitung intern
Volavšek-Kurasch, Bernarda;
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2020
Beschreibung
Aus zeitgenössischen Literaturtexten slowenischer Autor/inn/en werden Texte unter dem Aspekt der inneren Differenzierung für den Slowenisch-Sprachunterricht in einer leistungsheterogenen Lerngruppe didaktisiert. Die Lernmaterialien werden an einer Kärntner Neuen Mittelschule implementiert. Den Projektmitarbeiterinnen ist es ein Anliegen, eine Verbindung zwischen der Arbeit mit literarischen Texten und motivierenden Spracherlebnissen im Bereich des Sach-/Fachunterrichts in Form von Projekttagen aufzustellen. Dafür wurde ein Programm für Projekttage in Slowenien angedacht, das einen gesteuerten Transfer des erlernten Sprachwissens ermöglichen kann. Das praxisnahe Lernen in der Zielsprache im Sinne von CLIL mit Anwendung bzw. Einübung der erlernten Kommunikationsmuster stärkt die erreichten Sprachkompetenzen und bietet ein motivierendes Sprach(er)leben – ganz im Sinne der Förderung von Mehrsprachigkeit in Europa.

Erwartete Pojekt-Ergebnisse:
1. Beobachtung der Durchführung der einzelnen Unterrichtssequenzen mit den angebotenen Unterrichtsmaterialien für heterogene Sprachlerngruppen, basierend auf der Textarbeit.
Lehrer/innen-Rückmeldungen sowie Beobachtung der Schüler/innen-Rückmeldungen sollten den Autor/inn/en als Orientierungshilfe bei der künftigen Herstellung der literaturbasierten Lernmaterialien behilflich sein.
2. Beobachtung der Durchführung der Projekttage unter Einbeziehung der Lehrer/innen-Rückmeldungen zur Relevanz der Textarbeit als Brücke zum Sprachgebrauch beim Sach-/Fachunterricht in Form der Projekttage.

Beschreibung (engl.)
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Bericht