Kategorie: Sachgebiete

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Ketter, Franz David; Dipl.Päd. BEd MA
Schwaiger, Ursula; BEd
Benczak, Sabine; BEd MA
Projektleitung intern
Ketter-Räulinger, Franz David; MEd. Dipl.Päd. BA MA
Schwaiger, Ursula; MEd. BEd
Benczak, Sabine; BEd MA
Hauer, Beatrix; Institutsleiterin MEd. Dr. Dipl.Päd. OStR
Reitinger, Johannes; HS-Prof. PD Dr. BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2016
Beschreibung
„Alles schulische Lehren und Lernen ist eingebettet in ein interaktives und dialogisches Beziehungsgeschehen.“ (Bauer, 2008, S. 16)
In Bauers Aussage verdichtet sich der Wunsch nach einem vollzogenen Paradigmenwechsel im Hinblick auf selbstbestimmtes sowie selbstwirksames Arbeiten von und mit Kindern im Bildungsbereich. Diese Auseinandersetzung basiert einerseits auf der Gestaltung adäquater Lernumgebungen, welche der Selbsttätigkeit und dem Forscherdrang des Kindes, verstanden als „universelle menschliche Grundfähigkeit“ (Messner, 2009, S. 22), erweiternd begegnen und andererseits auf der Disposition von Lehrpersonen, das Kind auf seinem Weg zu einer mündigen Persönlichkeit als Lernbegleitende unterstützen zu wollen. Guter Unterricht kommt ohne Elemente aus dem Bereich des Forschenden Lernens nicht aus, worauf zahlreiche Evidenzen hinweisen (vgl. Reitinger, 2014, S. 1f). Dies bezieht auch die Gestaltung der Lehre an Hochschulen mit ein. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit dem CrEEd-Konzept von Reitinger (2013) als ein mögliches forschendes Lernsetting, welches an die Theorie der Forschenden Lernarrangements (Theory of Inquiry Learning Arrangements; TILA; Reitinger, 2013a; Reitinger, Haberfellner & Keplinger 2016) anknüpft. Im empirischen Teil dieses Beitrags werden Wirkungen der erfolgten Auseinandersetzung von Studierenden mit dem Konzept dargestellt. Persönliche Erfahrungen von zukünftigen Lehrpersonen schaffen möglicherweise eine erhöhte Bereitschaft, auch selbst mit Kindern forschend zu arbeiten und dem Erstellen von adäquaten Lernarrangements Bedeutung zu schenken, da diese selbst in ihrer Wirkung wahrnehmbar wurden.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Boxhofer, Emmerich; Dr.
Hoppe, Peter;
Reibnegger, Harald; MEd. Dr.
Projektleitung intern
Boxhofer, Emmerich;
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Frenner, Iris; Dr., Mag., MSc
Leeb, Astrid; Dipl.-Päd. MAS, MSC
Schwartz, Bernhard; Dr., BSc, MSc
Kooperationspartner
Education Group
FH Gesundheitsberufe OÖ
Laufzeit
2018 – 2022
Beschreibung
Um die Zusammenhänge zwischen physischen (insbesondere muskuloskelettalen Beschwerden) und psychischen Belastungen von Primarstufenlehrer/innen evaluieren zu können wurde das Forschungsprojekt „BelaPrim“ durch die Kooperationspartner FH Gesundheitsberufe OÖ (Bachelor-Studiengang Physiotherapie; Unternehmensleitung Forschung und Entwicklung), Education Group (eduResearch – Zentrum für Bildungsforschung OÖ) und Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (Institut für Forschung und Entwicklung) ins Leben gerufen.
Der Fokus des Projekts liegt auf der gesundheitsbezogenen Selbstkompetenz, die eventuell in einer Handreichung für Primarstufenlehrer/innen (3 Ebenmodell nach D. Nutbeam, 1998; Sorensen et al 2012) mündet soll. Inventare zur Datenerhebung:
Nordic Musculoskeletal Questionare (NMQ); Kurztest AVEM (11 Items); International Physical Acitivity Questionaire (shortform last 7 days self-administered Format);
Big5-Persönlichkeitsfragebogen TIPI 10
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Keplinger, Gudrun; Mag. Dr. / 2100 Institut Ausbildung
Projektleitung intern
Keplinger, Gudrun Isolde; Mag. Dr. BEd
Bärnthaler, Andreas; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kralicek, Beate; Mag. / Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien
Langer, Markus; Mag. Dr. / Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2021
Beschreibung
CLILEDGE beschäftigt sich mit der Implementierung von Content und Language Integrated Learning (CLIL) in berufsbildenden Lehranstalten in Österreich, konkret begleitet es die Höheren land- und fortwirtschaftlichen Schulen, an welchen CLIL-Unterrichtseinheiten ab dem Schuljahr 2018/19 verpflichtend abgehalten werden müssen (vgl. Webseiten 3. und 4.).

Die folgenden Zielsetzungen sind handlungsleitend: 1. Erfassen der Qualität des Wissenserwerbs in der Gegenüberstellung von muttersprachlichem und fremdsprachlichem Unterricht 2. Definition der Maßnahmen von Seiten der Lehrpersonen, die für erfolgreichen Wissenserwerb im CLIL-Unterricht verantwortlich zeichnen Inhaltlich schließt die Studie an der von Badertscher und Bieri (2009) im Kontext der Primarstufe und Sekundarstufe 1 durchgeführten an, mit dem wesentlichen Unterschied, dass die untersuchten Schülerinnen und Schüler bereits die Schuljahre 11 bis 13 absolvieren, und daher von einer höheren Sprachkompetenz in der L2 (Englisch) und höherer Komplexität der zu vermittelten Inhalte ausgegangen werden kann. Resultierend aus der theoretischen Auseinandersetzung und den Erkenntnissen aus Sprachlern- und Wissenserwerbforschung stehen folgende Forschungsfragen im Zentrum der Untersuchung (vgl. Badertscher & Bieri, S. 17):

1. Wie wirkt sich die Auseinandersetzung mit Englisch auf inhaltliche Lernprozesse aus?
2. Führt inhaltliches Lernen in englischer Sprache bei den Lernenden zu weniger differenzierten begrifflichen Repräsentationen?
3. Wie beeinflusst die Informationsaufnahme in englischer Sprache die Behaltensleistungen?
4. Wird die Fähigkeit zu mehr oder weniger flexiblem Umgang mit Wissen, das in englischer Sprache erarbeitet wurde, beeinflusst?
5. Welche Variablen – außer den unterschiedlichen Sprachen – können in den Prozessen und Situationen, in denen Wissen als Lerngegenstand angeboten wird, eruiert werden?
6. Welche didaktischen Maßnahmen werden von den Lehrpersonen realisiert, um sprachliche Defizite in Englisch zu kompensieren?

Die Untersuchung erfolgt in fünf Phasen, einer Planungsphase und Erhebung in den Kontrollgruppen im Schuljahr 11 (SS 2018), Erhebungen in Kontrollgruppen und CLIL-gruppen in den drei Schuljahren, in denen die Implementierung von CLIL in den berufsbildenden höheren Schulen stattfindet (WS 2018-SS 2021), und einer abschließenden Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse.

Forschungsmethodik:
CLILEDGE arbeitet mit einem Mixed-Method Design, welches als Erhebungsinstrumente Unterrichtsaufzeichnungen, Erhebungen von Schülerwissen, und strukturierte Beobachtungen umfasst. Zur Analyse werden sowohl quantitative als auch qualitative Verfahren angewendet.

Literatur:
Ball, P., Clegg, J., & Kelly, K. (2015). Putting CLIL into Practice. Oxford Handbooks for Language Teachers. Oxford: Oxford University Press.
Badertscher, H. & Bieri, T. (2009). Wissenserwerb im Content and Language Integrated Learning. Empirische Befunde und Interpretationen. Schulpädagogik Fachdidaktik Lehrerbildung. Band 16. Wien: Haupt Verlag.
Coyle, D., Hood, P., & Marsh, D. (2010). CLIL. Content and Language Integrated Learning. Cambridge: Cambridge University Press.

Webseiten:
1. http://www.htl.at/htlat/schwerpunktportale/clil-content-and-language-integrated-learning/ (02/03/18)
2. https://www.hum.at/index.php/unterricht/clil (02/03/18)
3. https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/II/2016/201 (02/03/18)
4. https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/II/2011/300 (02/03/18)
5. www.cebs.at/clil (02/03/18)

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Oyrer, Susanne; Mag. Dr. BEd
Reitinger, Johannes; habil. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Oyrer, Susanne; Mag. Dr. BEd
Reitinger, Johannes; HS-Prof. PD Dr. BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Oyrer, Susanne; Mag. Dr. BEd
Hauer, Beatrix; HS-Prof.in MEd. Dr. Dipl.Päd.
Hesse, Anke; Dipl.-Phys. BEd
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 –
Beschreibung
Forschendes Lernen mit größtmöglicher Selbstbestimmung auf Seiten der Lernenden UND Lehrenden
– Orientierung an persönlichen Anliegen der Lernenden UND Lehrenden
– Schülerinnen und Schüler erleben mehr Forschendes Lernen. -> Verstärkung von Möglichkeiten des Vermutens und des Explorierens -> Schaffung von Möglichkeiten des Diskurses und des Transfers des Gelernten (siehe Theorie der Forschenden Lernarrangements)
– Lehrende entscheiden selber, was sie tun, um diese Kriterien zur Entfaltung zu bringen.
– Unterstützung wird bei Bedarf gerne angeboten.

Unsere Angebote
– Implementierung eines konzeptbasierten Schulentwicklungsprozesses mit Aktualisierung des Schulleitbildes
– Inhaltliche und forschungsbezogene Begleitung
– Dissemination in Richtung Scientific Community, Professional Community, Eltern und Schulaufsicht
– Gymnasium W. als Forschungsschule der PHDL

Ihre/Eure Chanchen
– Mehr Motivation im Unterricht
– Mit Schülerinnen und Schülern Neues ausprobieren
– Schulentwicklung mitbestimmen
– Forschungspartizipation

Unsere Anliegen
– Orientierung an den Kriterien Forschenden Lernens (Vermuten, Explorieren, Diskurs, Transfer; Kriterien sind zentrale Beobachtungsdimensionen im Zuge der Begleitforschung)
– Gemeinsam gestaltete Entwicklung in Richtung Forschendes Lernen
– Das Gymnasium W. identifiziert sich als Forschungsschule der PHDL (Projekttransparenz)
– Offene und jederzeit stornierbare Kooperationsvereinbarung zwischen dem Gymnasium W. und der PHDL

Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Müller, Martina; Dr.
Projektleitung intern
Müller, Martina; Dr. BEd M.A. MA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hansen, Christina; Dr.
Lermer, Susanne;
Plank, Kathrin;
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2019
Beschreibung
Worin unterscheiden sich die Berufswahlmotive und beruflichen Vorstellungen angehender Lehrkräfte? Welche Faktoren beeinflussen deren Veränderungen im Verlauf eines Lehramtsstudiums?
Das internationale Forschungsprojekt InVerS (Internationale Vergleichsstudie) untersucht die Einflussfaktoren von Veränderungen von Berufswahlmotiven und beruflichen Vorstellungen angehender Lehrkräfte im internationalen und interprofessionellen Vergleich, um etwaige Rückschlüsse bezüglich adäquater Aufnahmeverfahren und Lernsettings in der ersten Phase der LehrerInnenbildung ziehen zu können.
Die Studie ist als Online-Fragebogen konzipiert und auf zwei Messzeitpunkte angelegt (1. MZP: Oktober 2018, 2. MZP: November 2021) und basiert auf dem Erhebungsinstrument „Fit Choice“ (Watt & Richardson 2006).
Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Boxhofer, Emmerich; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Boxhofer, Emmerich;
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2013 – 2018
Beschreibung
SPAVEM (Schulpraxisbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster) orientiert sich am arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster von Schaarschmidt & Fischer 1995 (AVEM) und erfasst neben der Zuordnung der einzelnen Probanden zu den 4 Erlebensmustern auch die elf Dimensionen Subjektive Bedeutsamkeit der Arbeit, Beruflicher Ehrgeiz, Verausgabungsbereitschaft, Perfektionsstreben, Distanzierungsfähigkeit, Resignationstendenz bei Misserfolgen, Offensive Problembewältigung, Erfolgserleben im Studium, Lebenszufriedenheit, Erleben sozialer Unterstützung und innere Ruhe/Ausgeglichenheit.
Die entsprechenden AVEM-Items (AVEM) wurden entsprechend umformuliert bzw. für das Erleben in den Pädagogisch-Praktischen Studien adaptiert. Für die Berechnungen der entsprechenden Erlebens- und Bewältigungsmuster wird die Version mit 44 Items verwendet.
Ergänzend werden Werte zur Beschreibung der Persönlichkeit nach dem Fünf-Faktoren-Modell erhoben. In verschiedenen Lehrerstudien zeigt sich, dass Studierende, die hohe Werte im Bereich der Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Extraversion haben, bei Belastungen und Konflikten eher kommunikative Lösungsstrategien anwenden. Dies könnte in Zusammenhang mit der Bewältigung von Belastungserleben, insbesondere mit einer guten Distanzierungsfähigkeit stehen. (Mayr 2006).
Persönlichkeitsmerkmale wurden lange als sehr stabil angesehen. Die Persönlichkeitsforschung ging dabei von nur wenig veränderbaren Dispositionen aus. Aktuell werden Veränderungen der Persönlichkeit durch biologische Reifung, Anforderungen und Erfahrungen und zwar über die ganze Lebensspanne hinweg beschrieben. (Specht 2012).
Die Veränderung der Persönlichkeitsmerkmale und die Bewältigungsmuster von Belastungen stehen in einem Zusammenhang.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Fürlinger, Margarete; Mag. OSR Prof.
Projektleitung intern
Fürlinger, Margarete Charlotte; Mag.
Mattes, Ursula; MEd. BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2018
Beschreibung
Der Begriff „Kompetenz“ wird heute zunehmend gebraucht und für unterschiedliche Bereiche sowie vielfältige Sachverhalte herangezogen. Um eine Definition für die vorliegende Thematik einzugrenzen, soll auf Solzbacher (2003) verwiesen werden, der mit diesem Begriff „die Verhaltensdispositionen eines Menschen“ bezeichnet, die ihn befähigen, „Tätigkeiten bzw. Handlungen erfolgreich und selbstorganisiert“ auszuführen (Solzbacher 2003, S. 64. In: Karner 2012, S. 8). In dieser Definition weist der Terminus „selbstorganisiert“ bereits auf das reflexive Element der Thematik hin sowie auch auf die Verknüpfung von selbst organisier- ten, konstruktiven Lernprozessen mit der Reflexion mentaler Rückkoppelungs- prozesse (Karner 2012, S. 8).
Die aktuellen Entwicklungen an Pädagogischen Hochschulen tendieren im Be- reich der Schulpraxis zunehmend in Richtung Begleitung seitens der Lehrenden sowie forcierte Selbsteinschätzung seitens der Studierenden (Karner 2012, S. 12). Beer & Beer nennen dazu die „Selbstwirksamkeitsüberzeugung von Lernenden“ als einen Aspekt guter Hochschullehre (Beer & Beer 2016, S. 18).
Genau hier setzt das Projekt Lesefreu(n)de an.
Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Kreutzer, Ansgar; Univ.-Prov.
Reitinger, Johannes; habil. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Reitinger, Johannes; HS-Prof. PD Dr. BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
In der Sozialwissenschaft wird allenthalben der Trend zur Individualisierung konstatiert, der auch religiöse Ausdrucksformen, Gemeinschaften und Institutionen nicht unberührt lässt: Prozesse sozialen Wandels führen dazu, dass Menschen zunehmend aus angestammten sozialen Strukturen (wie Familien, Dorfgemeinschaften, kirchlichen Strukturen) freigesetzt werden. Damit erhöhen sich Möglichkeiten, aber auch Notwendigkeiten selbstbestimmter Lebensführung – zumindest in einigen Lebensbereichen. In der Religionswissenschaft wird der Niederschlag von Individualisierung in der Religiosität mit dem sich verbreitenden Typus eines „spirituellen Wanderers“ (C. Bochinger u.a.) auf einen analytischen Begriff zu bringen versucht. Für die Religionsgemeinschaften ist mit diesen Prozessen der Individualisierung ein Bedeutungsverlust, zumindest -wandel ihrer institutionellen Struktur verbunden, auf den sie theologisch, pastoral und organisatorisch zu reagieren haben.
Das hier anvisierte Forschungsprojekt geht – gestützt von entsprechenden ersten empirischen Beobachtungen aus der Religionssoziologie (etwa Bochingers u.a.) – von der Hypothese aus, dass sich Prozesse der religiösen Individualisierung nicht zuletzt im Kontext kirchlicher Bildungshäuser manifestieren. Dies lässt sich durchaus soziologisch erklären: Denn die relativ offene, eher netzwerkartig angelegte Sozialstruktur von Bildungshäusern sowie ihr inhaltliches Angebot, nämlich auf individuelle Präferenzen und Interessen abgestimmte Bildungsprozesse, scheinen einer durch Individualisierung und religiöse Selbstbestimmung geprägten Mentalität entgegenzukommen. Zugleich zeigt die bleibend institutionelle und soziale Struktur von (religiösen) Bildungseinrichtungen aber auch, dass (religiöse) Individualisierungsprozesse auf institutionelle Rahmungen und Re-Vergemeinschaftungen der „freigesetzten“ Individuen angewiesen bleiben. Diesen Tatbestand einer gewissermaßen dialektischen Individualisierung, die auch ihre Gegenbewegung der Vergemeinschaftung – freilich unter individualisierten Bedingungen – hervorbringt, hat die gegenwärtige Sozialwissenschaft auf das differenzierte Konzept der „posttraditionalen Gemeinschaft“ (R. Hitzler u.a.) gebracht. Insofern scheinen kirchliche Bildungshäuser ein paradigmatisches Feld, in dem sich religiöse Individualisierung und posttraditionale Vergemeinschaftung beobachten lassen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Keplinger, Gudrun Isolde; Mag. Dr. BEd / 2100 Institut Ausbildung
Spann, Harald; Mag. Dr. Dr. / Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Projektleitung intern
Keplinger, Gudrun Isolde; Mag. Dr. BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Schöftner, Thomas; Dr. BEd MSc.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Peterseil, Thomas; Prof. / Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Wagner, Thomas; Mag. Dr. / Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2024
Beschreibung
“DIGIT:TIME“ setzt sich zum Ziel, ein Konzept für eine digitale Fachdidaktik im Unterrichtsfach Englisch zu entwickeln, welches in der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Cluster Mitte implementiert werden kann. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien und Technologien für den Fremdsprachenerwerb stehen im Zentrum der Arbeit auch die Erfahrungen und Kenntnisse von Englisch-Lehrpersonen in unterschiedlichen Stadien des Novizen-Experten Paradigmas.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Linz
Sprache
Projektleitung gesamt
Müller, Martina; Dr. BEd M.A.
Projektleitung intern
Müller, Martina; Dr. BEd M.A. MA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2019
Beschreibung
Zukünftige Lehrpersonen müssen im Rahmen ihrer Ausbildung auf die Anforderungen von Schule und Gesellschaft vorbereitet werden. Neben dem Erwerb fachspezifischer Kompetenzen geht es auch um die Entwicklung eines Professionsbewusstseins.
Gegenstand der beschriebenen Studie ist die Klärung der Fragen, welche Eigenkompetenzen die Studierenden der Primarstufenausbildung in den Bereichen Rechtschreiben und Grammatik mitbringen, wie sich diese im Laufe der Studienzeit verändern und welche Einstellungen hinsichtlich der Wertigkeit dieser Kompetenzen für ihre spätere berufliche Tätigkeit die Studierenden haben.
Beschreibung (engl.)
Future teachers must be prepared for the needs of the school and society. In addition to the acquisition of subject-specific competences, it is also about the development of professional awareness.
The study deals with the self-competences of the students in orthography and grammar, how they change in the course of study time and what attitudes regarding the value of these skills for their subsequent professional activity students have.
URL
Bericht