Forschungsschwerpunkt: Praxisforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Luschin-Ebengreuth, Nora; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Luschin-Ebengreuth, Nora; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Fritz, Sabine; MA BEd Prof.
Tschiesner, Reinhard; HS-Prof. Mag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Universität Klagenfurt, Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung
Laufzeit
2017 – 2021
Beschreibung
Der 3-semestrige Hochschullehrgang „ÖKOLOG – Umweltpädagogik und Lebensqualität für die Zukunft“ (18 ECTS) wird an der Pädagogischen Hochschule Steiermark seit 2013 angeboten. Die Inhalte und Ziele des Hochschullehrgangs dienen der Kompetenzentwicklung von Lehrpersonen in nahezu allen Bereichen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, jedoch hat eine systematische Evaluierung des Kompetenzzuwachses der Teilnehmenden bisher nicht stattgefunden. Ziel der Weiterbildungsmaßnahme ist außerdem Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Handlungen systematisch und nachhaltig in den Lernort einzubringen und so in den Schulalltag zu integrieren. Im vorliegenden Projekt soll die Kompetenzentwicklung der Lehrgangsstudierenden durch eine multimethodische Mehrebenenevaluation erhoben werden. Es wird erwartet, dass Teilnehmende nach Besuch des Hochschullehrgangs höhere Ausprägungen auf der Skala zur Erfassung der Handlungskompetenz/Performanz aufweisen als vorher. Zudem sollen durch qualitative Erhebungen Einflüsse auf Prozesse der Handlungsgenese sowie Ressourcen oder Barrieren, welche Performanz im Schulalltag beeinflussen, identifiziert werden. Die Teilnehmer/innen betreiben Praxisforschung, erheben Daten, holen erstes Feedback ein und reflektieren gemeinsam mit dem Forschungsteam ihre Erkenntnisse. Auch nach Ende des 3-semestrigen Lehrgangs werden die Teilnehmer/innen weiter begleitet, u.a. insofern als qualitative Daten durch Interviews und Beobachtungen erhoben werden. Zur Untersuchung der langfristigen Wirkungen des Lehrgangs werden auch die Dokumentationen der Handlungen durch die Teilnehmer/innen weiter geführt.
Insgesamt ermöglicht diese Längsschnittstudie einen Vergleich der Entwicklung von Dispositionen und Performanz durch die Weiterbildungsmaßnahme ÖKOLOG. Durch qualitative Interviews werden die Ergebnisse weiter vertieft und Faktoren der Handlungsgenese im Schulalltag identifiziert. Die Begleitforschung des Lehrgangs ÖKOLOG liefert wichtige Erkenntnisse, welche die nachhaltige Wirksamkeit der Weiterbildungsmaßnahme abbilden. Am Ende des Projekts soll nicht nur eine Programmbewertung erfolgen, sondern darüber hinaus anhand explorierter inhaltlicher Fragen Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Lehrgangs ÖKOLOG gegeben werden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Heissenberger, Katharina; Mag. Dr. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Projektleitung intern
Heissenberger-Lehofer, Katharina; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Freytag, Florian; Mag. Dr. Prof. / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Krammer, Georg Christoph; Mag. Prof. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Matischek-Jauk, Marlies; Mag. Dr. Dipl.-Päd. / 2200 Zentrum für Personal- und Hochschulentwicklung
Obrecht, Clara; Bakk.phil. Dipl.-Päd. / 7100 Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Steiermark (PVS)
Radler, Manuela; MA Prof. / 601660 Pädagogische Hochschule Steiermark
Reissner, Sabine; Mag.phil. / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2023
Beschreibung
Der Schule kommt als Ort, an dem Theorie-Praxis-Transfer optimal hergestellt werden kann, besondere Bedeutung zu. Ziel des Forschungsprojekts ist es, Effekte, die dem Einsatz des Konzepts „Personalisierte Professionalisierung im Schulpraktikum durch Practitioner Research“ (PPS-PR) zugeschrieben werden können, zu eruieren. Die zentrale Zielsetzung des Konzepts PPS-PR besteht darin, mittels Praxisforschung personalisierte Entwicklungsprozesse auf Studierendenseite anzuregen. Strukturierten, auf die individuellen Bedürfnisse der angehenden Lehrpersonen abgestimmte Coaching- und Mentoringbemühungen von Hochschullehrenden kommt dabei eine besondere Rolle zu. Lehramtsstudierende der Primarstufe der PH Steiermark wählen am Beginn des dritten, vierten und fünften Semesters einen subjektiv relevanten Schwerpunkt. Dem folgt die konzertierte Arbeit am Schwerpunkt sowie die Durchführung und Dokumentation von an Grundprinzipien der Praxisforschung orientierten Projekten im Rahmen der pädagogisch-praktischen Lehrveranstaltungen „Lehrpraxis“ und „Didaktische Reflexion und Analyse“. Diese Projekte beziehen sich auf die subjektiv relevanten Entwicklungsschwerpunkte der einzelnen Studierenden/ des einzelnen Studierenden. Die Schwerpunkte entsprechen den von Jank und Meyer (2011) beschriebenen Entwicklungsaufgaben und stellen biografisch bedeutsame und subjektiv notwendige Herausforderungen dar. Die Projekte der Studierenden werden in der Lehrveranstaltung „Didaktische Reflexion und Analyse“ initiiert sowie angeleitet und erstrecken sich jeweils über das gesamte Semester.

Die Fragestellung des Forschungsprojekts lautet folgend: Welche Lerneffekte ergeben sich nach Durchführung von Praxisforschungsprojekten zu subjektiv relevanten Schwerpunkten im Rahmen der Pädagogisch-Praktischen Studien auf Studierendenseite?

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden quantitative und qualitative Forschungsmethoden kombiniert eingesetzt. Studierende werden befragt, wobei sich die Fragebögen aus geschlossenen und offenen Fragen zusammensetzen. Die Auswertung erfolgt einerseits mittels deskriptiver Analyseverfahren unter Verwendung entsprechender Software und andererseits mit inhaltsanalytischen Verfahren. Zusätzlich wird eine moderierte Gruppendiskussion mit den Hochschullehrenden des dritten, vierten und fünften Semesters durchgeführt. Die Ergebnisse der Fragebogenerhebung der Studierenden des Wintersemesters 2015/16 fließen in die Entwicklung des Interviewleitfadens ein. Die Gruppendiskussion wird inhaltsanalytisch ausgewertet. Es werden Erkenntnisse abgeleitet, die zur zunehmenden Professionalisierung von Studierenden sowie zur Implementierung forschungsgeleiteter Praktika in der PädagogInnenbildung NEU beitragen. Die Ergebnisse der Studie werden angemessen dokumentiert und publiziert.

In der Verlängerung des Forschungsprojektes fließen die Resultate der Datenerhebungen im Studienjahr 2015/16 ein. Folgende forschungsleitende Fragen sollen die ursprünglichen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen klären:
– Welche konkreten Vorgehensweisen beschreiben Studierende in Bezug auf ihr forschungsmethodisches und didaktisch-methodisches Vorgehen im Zuge der Durchführung ihrer Praxisforschungsprojekte?
-Welche Ergebnisse werden von Studierenden im Rahmen der Praxisforschungsprojekte erhoben?
– Inwieweit werden im Rahmen der Praxisforschungsprojekte erworbene Kompetenzen in anderen situativen Kontexten angewandt? (Transferhypothesen; Fichten&Meyer, 2014)
-Inwieweit sind die im Rahmen der Praxisforschungsprojekte erworbenen Kompetenzen dauerhaft und nachhaltig wirksam? (Stabilitätshypothes; Fichten&Meyer, 2014)
– Welche gegebenen Unterstützungsmaßnahmen, Bedingungen bzw. Adaptionen des Konzepts sind bzw. wären aus Studierendenperspektive für die persönliche Kompetenzentwicklung der Studierenden förderlich?
Im Rahmen der Verlängerung des Forschungsprojektes werden die Daten nach „mixed methods“ erhoben.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Plaimauer, Christine; HS-Prof. Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Plaimauer, Christine; HS-Prof. Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Prammer-Semmler, Eva; MA. Prof.
Steiner, Regina; HS-Prof. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2020
Beschreibung
Das Curriculum der Primarschulpädagogik Neu an der PH OÖ sieht im BWG 2 die Einführung eines handgeschriebenen Lerntagebuches bzw. Lernjournales, in dem ausschließlich sog. „kritische“ Lernereignisse“ festgehalten werden sollen vor. Solchen Critcial Incidents werden im Hinblick auf die Generierung von Denkprozessen, zur Dekonstruktion von Normalitätsvorstellungen, Reflexion und Entwicklung hinsichtlich Ambiguitätstoleranz und auch zur Veränderung von (professionsfeindlichen) Haltungen oder Beliefs hohe Wirksamkeit zugeschrieben. Diese, nach einer speziellen didaktischen Einführung in der Studieneingangsphase geführten, zeitnah zum Ereignis handgeschriebenen Lerntagebücher, die in der hochsschuldidaktischen Konzeption auch das Fundament für das Portfolio liefern sollen, sowie die Prozessportfolio selbst, werden nach dem ersten Jahr und bei Weiterführung in den Folgejahren einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Induktives Vorgehen / Grounded Theory – axiale Codierung zur Theoriefindung Forschungsfrage: 1. Welche Ereignisse werden als solche „kritisch“ im definierten Sinne empfunden? 2. Welche Wirkungen/Effekte können welchen Ereignissen zugeschrieben werden? 3. Welche Veränderänderung lassen sich im Verlaufe der Semester/des Professionalisierungsprozesses beschreiben. 4. Wie wird das Konzept Lerntagbuch als Fundament für das Portfolio von Studierenden umgesetzt/kritisch betrachtet. Zu Beginn des Studiums wird eine ProbandInnengruppe von 25 Personen gefunden. Diese stellen ihr handgeschriebenes Lerntagebuch und auch das entsprechende Portfolio am Ende jeden Semesters zur Verfügung, die Dokumente werden anonymisiert und erhalten eine Kennzahl. Die kopierten Tagebücher werden nach einer speziellen Form (Ersterzählung: rechte Seite – Reflexion/Beobachtungssprache: linke Seite) transkribiert, diese Texte und das Prozessportfolio werden mithilfe des Programmes MaxQda einer inhaltlichen Analyse) im Team unterzogen. Dieser Forschungsschritt erfolgt an mehreren Zeitpunkten: am Ende des ersten, zweiten, vierten und sechsten Semesters. Der Focus liegt hierbei auf den oben beschriebenen Fragen. Zusätzlich werden am Ende des ersten und dritten Studienjahres Interviews mit einem groben fallspezifischen Leitfaden, überwiegend aber mit narrativem Charakter geführt. Die Ergebnisse sollen laufend in den Entwicklungsprozess der hochschuldidaktischen Konzeption des Lerntagebuchs in Verbindung mit dem Prozessportfolio einfließen, in diesem Sinne hat dieses Forschungsprojekt auch aktionsforschenden Ansatz.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht