Projektdetails
Finco, Franco; HS-Prof. Univ.-Prof. Dr.
Menegale, Marcella; Dr.
Coonan, Mary Carmel; Prof. Dr.
Menegale, Marcella; Dr.
Ottogalli, Antonella; Mag.
Dieses Projekt befasst sich mit dem Unterricht lokaler deutscher Varietäten, die in den deutschen Sprachinseln in Friaul Julisch Venetien gesprochen werden: Plodn/Sappada, Zahre/Sauris und Tischlbong/Timau. Diese Sprachinseln am Südhang der Ostalpen stammen aus einer Besiedelung, die im 12. und 13. Jahrhundert stattfand.
Mit dem italienischen Staatsgesetz 482/1999 wurden die Rechte autochthoner Sprachgruppen in Italien anerkannt und die Förderung ihrer Sprachen – unter anderem durch die Einführung in den Schulunterricht – zum Gesetzesziel erhoben.
Aufgrund ihrer Isolation und geografischen Lage ist diesen Sprachinseln eine schwache bis gar keine sprachlich-kulturelle Orientierung am deutschsprachigen Raum, was dazu geführt hat, dass die jeweils gesprochene Sprache einerseits sehr archaisierend, andererseits von den sie umgebenden romanischen Varietäten beeinflusst ist, welche auch als High-Varieties dien(t)en, während die lokale deutsche Varietät der umgangssprachlichen Familien- und Dorfkommunikation vorbehalten war/ist und außer für eigenbezogene Themen kaum verschriftlicht war/ist.
Darüber hinaus sind diese deutschen Sprachinseln eine Sprachminderheit innerhalb einer anderen Sprachminderheit, der friaulischen, zu der enge Beziehungen bestehen. Diese Tatsache stellt sich als Herausforderung bei der Umsetzung des Schulunterrichts.
Allgemeine didaktische Spannungsfelder wie beispielsweise die im Rahmen von IMST3 präsentierten 10 Spannungsfelder (Krainer, Posch, Stern) sind inzwischen allgemeinhin bekannt.
Für mögliche fachspezifische Spannungsfelder im Fachreich der Naturwissenschaften liegen hingegen für den Primarbereich noch keine Untersuchungen/Erkenntnisse vor. Dies bedeutet eine Kluft in der Professionalisierung im Sachunterricht.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, in einem ersten Schritt etwaige Spannungsfelder, in denen sich Lehrpersonen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Primarstufe bewegen, zu detektieren und sichtbar zu machen. Der Fokus ist in diesem Vorhaben bewusst auf das Lehren gerichtet. Dazu soll die Sichtweise der Studierenden aus dem Bachelorstudium Lehramt Primarstufe in unterschiedlichen Phasen ihrer Ausbildung erfasst werden. Ergänzend liegt der Fokus auch auf im Beruf stehenden, erfahrenen Pädagog_innen der Primarstufe. Der Studienzeitraum umfasst zweieinhalb Jahre. Aufbauend, auf die aus der vorliegenden Studie gewonnen Basiserkenntnisse, wären dann in weiterer Folge gezielte Interventionen im Rahmen der Lehrer_innenausbildung, zur Stärkung der Handlungsfähigkeit innerhalb der aufgefundenen Spannungsfelder im naturwissenschaftlichen Sachunterricht, denkbar. Im Konkreten: Beispielsweise in den Schwerpunktveranstaltungen „Interdisziplinär Forschen, Entdecken, Verstehen im Kontinuum.“
Das vorliegende Projekt geht mit den von der PH Kärnten gesetzte Schwerpunkten im Ziel- und Leistungsplan 2021-2024 konform, konkret mit den Schwerpunkten „Forschendes Lernen in den MINT-Fächern“ sowie „Transformatives Lernen -Nachhaltige Bildung“.
Mit dem Forschungsprojekt werden folgende Ziele verfolgt:
– Erkenntnisse über unterschiedliche Passungsverhältnisse und Wirkungsweisen des Einsatzes des Schuleingangsscreenings unter Einbezug der Perspektive aller Beteiligten gewinnen
– Tieferes Verständnis über förderliche und hinderliche Zusammenhänge im Transitionsprozess erlangen und diese sichtbar machen
– Evaluation des Schuleingangsscreenings im Hinblick auf die damit verfolgten Ziele
– Identifikation förderlicher begleitender Maßnahmen, sowie von Ausbildungs- und Fortbildungsbedarfen
Erkenntnisse des Projektes fließen insbesondere in folgende Bereiche ein
– Nahtstelle KIGA-VS
– Qualitätsentwicklung an Schulen und Kindergärten
– Transitionsgestaltung der Kinder im Clusterprozess (Pflichtschul-Cluster und Mischcluster)
– Sozialraumorientierung
Das Ziel dieses Projektes besteht darin, herauszufinden, in welchem Zusammenhang die Raum-Lage-Orientierung mit dem Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen von Schüler/innen steht. Dazu werden 280 klinisch-psychologisch diagnostizierte Kinder, die Lese- Rechtschreibschwierigkeiten oder Rechenschwächen haben und vorwiegend aus dem Volksschulbereich kommen, herangezogen. Die umfangreichen klinisch-psychologischen und pädagogischen Abklärungen wurden bereits durchgeführt. Dafür wurden normierte psychologische und pädagogische Erhebungsverfahren verwendet, mit denen die Kinder diagnostiziert und die für erste Trends herangezogen wurden und die für weitere Analysen dienen.
Es handelt sich bei dieser Forschung um zwei aufeinander folgende Projekte mit einem Ausgangsprojekt mit dem Arbeitstitel „Intelligenz und Raum-Lage-Wahrnehmung“, das bis Juli 2015 beforscht wurde, und um ein Folgeprojekt, das an die bereits herausgefundenen Trends des bearbeiteten Datensatzes anschließt und sich mit den Variablen Leseschwäche, Isolierte Rechtschreibschwäche, Lese-Rechtschreibschwäche und Rechenschwäche beschäftigt und den Zusammenhang mit spezifischen Subtests des AID2 (Adaptives Intelligenz Diagnostikum 2 von Kubinger, K.D.), die Aufschluss über den Wahrnehmungsbereich Raumorientierung liefern, untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind vor allem für den Bereich der „Förderpädagogischen Interventionen“ relevant, und sollen dazu Daten liefern.