Kategorie: Sachgebiete

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Projektleitung intern
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2020
Beschreibung
Über die Jahrhunderte bzw. die ihm zugeschriebenen Definitionen hinweg sind dem Humanismus Erziehung und Bildung immer ein Anliegen. Als Renovator, Innovator und Grundutopist widerspiegeln seine gesellschaftlichen und kulturellen Vorhaben eine universelle friedlich-gemäßigte und tolerante Vision des Menschen. Seine pädagogischen Ansprüche nehmen die Ausbildung von zukünftigen Führungsgenerationen oder Bürgerinnen und Bürgern in den Blick – beide des selbstständigen Urteils fähig und sich für ein Gemeinwohl einsetzend, das keine Grenzen und keinen nationalen Rückzug kennt.

Das Forschungsprojekt konfiguriert sich um vier Hauptreflexionsachsen, die sowohl die Geschichte des Humanismus von der Renaissance bis in die Gegen-
wart umfassen als auch die spezifischen Beiträge des Humanismus zur Welt der Bildung hinterfragen:

1. Die historischen Humanismen und ihre Konzeptionen des Menschen im Bildungsprozess:

die Bildung des ,besseren’ und ,humaneren’ Menschen; die Frage der bürgerlichen Emanzipation und des freien Willens; die Erziehung zu höflichen Umgangsformen von Kindern; die Gender-Frage bei humanistischen Bildungsprogrammen; das Erbe und die Nachhaltigkeit der pädagogischen
Entwürfe des historischen Humanismus (Vittorino da Feltre, Erasmus von Rotterdam, Comenius, Johann Heinrich Pestalozzi, Wilhelm von Humboldt, Rudolf Steiner, John Dewey)

2. Der institutionalisierte humanistische Unterricht: von der humanistischen Schule bis zu den akademisch-universitären studia humanitatis („humanités”):

die ,lateinischen Schulen’; der deutsche Neuhumanismus; die ,neue Erziehung’ (éducation nouvelle); die laizistische Schule; die Steiner-Waldorf-Schulen; Francisco Ferrers Escuela moderna; der humanistische Unterricht in Belgien und den Niederlanden; die neuen humanités/humanities und die Infragestellung einer ,entmenschlichten’ Erziehung

3. Der globalisierte Humanismus: von dem europazentristischen bis hin zum neuen weltumspannenden Humanismus:

die postnationale Erziehung; die Erziehungsmodelle von multikulturellen Gesellschaften; der pädagogische Humanismus und die Transmigration; die globalisierte Forschung und Hochschulbildung; die pädagogische Utopie einer versöhnten Menschheit

4. Bildungskonzeptionen zur Zeit des Posthumanismus und des Postanthropozentrismus: die Online-Bildung; das ‚studiehuis’ und das selbstverantwortliche Lernen; der „teacherbot” (Siân Bayne); der Transhumanismus und die Bildung

Beschreibung (engl.)
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Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Fuchs, Eva; Mag.
Projektleitung intern
Algatzy, Eva; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Im grenzübergreifende Projekt InterRed wird an verschiedenen Schulen auf Primar- und Sekundarstufe I im Grenzraum Salzburg/Bayern ein Programm durchgeführt und evaluiert , das die Wahrnehmung, Bewertung und Reflexion der so genannten ‚inneren Mehrsprachigkeit‘ in den Mittelpunkt stellt. Damit ist die sprachliche Vielfalt zwischen den Polen Dialekt und Standardsprache gemeint, die in weiten Teilen der Grenzregion Salzburg/Bayern noch eine bedeutende Rolle spielt. Damit verbunden sind viele gesellschaftlich verbreitete Be- und Abwertungen von Sprachvarietäten und in Zeiten von Binnen- und Außenmigration auch viele Fragen von (sprachlicher) Zugehörigkeit/Integration. Fragen von Identität und Zugehörigkeit in Kombination mit weit verbreiteten stereotypen Bewertungen von Sprachvarietäten führen aber oftmals zu einer verschärft wahrgenommenen Opposition zwischen ‚Dialektsprechern‘ und ‚Hochdeutschsprechern‘, die keine sein müsste.
Es werden Unterrichtsmaterialien für die Erarbeitung eines grundlegenden soziolinguistischen Verständnisses und bewussten Umgangs mit Sprachvarietäten erstellt. Die wissenschaftliche Arbeit zur Entwicklung des Programms geschieht dabei in Anlehnung an bereits erfolgreich durchgeführte Projekte aus dem angloamerikanischen Raum (z.B. Siegel 2006, Bucholtz 2014). Die Schüler/innen werden darin angeleitet, über ihr eigenes Sprachrepertoire und ihre sprachliche Umwelt nachzudenken, gängige Bewertungen und Stereotype kritisch zu hinterfragen und Sprachvarietäten als wichtigen Teil von Identität und sozialer Zugehörigkeit zu erfahren. In der Folge werden Schulungen für die Lehrer/innen (dauerhaftes Lehrerfortbildungsmodul) an den kooperierenden Schulen durchgeführt. Die Durchführung des Programms wird von der Universität Salzburg und der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Über die Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse hinaus, ist die Implementation in die Lehrer/innenaus-und fortbildung geplant, um den Theorie-Praxis-Transfer zu gewährleisten.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Geier, Ingrid; Dr.
Hasager, Ulla; Dr. University of Hawai’i at Manoa
Projektleitung intern
Geier, Ingrid; Mag. Dr. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Weltweit übernehmen Hochschulen und Universitäten neben traditioneller Lehre und Forschung als dritte akademische Mission (Berthold, Meyer-Guckel und Rohe 2017) gesellschaftliche Verantwortung und ermöglichen Studierenden über „Lernen durch Engagement“ sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Aber welche Verantwortung sehen Studierende, sich selbst lokal oder global in die Gesellschaft einzubringen?
Die Frage einer Verantwortungsübernahme ergibt sich nicht erst im Zuge einer weltweit stattfindenden Pandemie, gibt aber dennoch Anstoß, vertieft darüber nachzudenken, mit welcher Haltung bzw. mit welchen Einstellungen Studierende ihre Rolle in der Gesellschaft wahrnehmen.
Verantwortungsbewusstsein und die Anerkennung einer Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft und eine aktive gesellschaftliche Teilhabe bedeuten gleichsam die Anerkennung und Umsetzung einer demokratischen Kultur, die es auch im Bewusstsein der Studierenden zu schärfen gilt. Ausgehend vom Kompetenzmodell des Europarates für eine demokratische Kultur (Council of Europe 2016, S. 11), das als Basismodell für eine Vorbereitung auf die Rolle in der Gesellschaft dienen kann, um das demokratische Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu stärken, soll Einblick in die Einstellungen von Studierenden genommen werden. Dabei wird ein geschärfter Blick auf die Sicht der Verantwortungsrolle der Studierenden genommen, welche Einstellung Sie zu ihren eigenen Handlungen und Absichten zeigen bzw. inwieweit sie aus ihrer Sicht verantwortungsvoll agieren. Die Ergebnisse sollen im Kontext der von der UNESCO identifizierten Lernziele einer Global Citizenship Education (UNESCO, 2015) analysiert und interpretiert werden, die Verantwortlichkeiten auf der Grundlage von Menschenrechten benennen, um effektiv und verantwortungsbewusst auf lokaler, nationaler und globaler Ebene zu handeln.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Harter-Reiter, Sabine; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Harter-Reiter, Sabine; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Moser, Irene; Dr. Dipl.-Päd. MA.
Sommer, Nicola; Mag. Dr. MSc.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Das Projekt versucht einen Ist-Zustand im Bezug auf die Wahrnehmung von Studierenden im Zusammenhang mit studentischen Minderheiten und Mehrheiten an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig festzustellen (erste Erhebungsphase).
Aufbauend auf diese Erhebung werden Gruppen identifiziert. In einer zweiten Erhebungsphase werden im Rahmen eines partizipativen Forschungsdesigns Spannungsfelder und Irritationen sowie positive und negative Effekte auf Strukturen, Kulturen und Praktiken analysiert.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Hawelka, Verena; Dr.
Projektleitung intern
Hawelka, Verena; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Richlan, Fabio; Mag. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
In einem ersten Schritt soll der aktuelle Entwicklungsstand von Kindern, zu Beginn des Leseerwerbs (1. und 2. Schulstufe) bzw. mit Schwierigkeiten im Bereich des Lesens anhand von standardisierten Lesetests erfasst werden. Aufgrund des festgestellten Kompetenzniveaus bzw. aktueller Schwierigkeiten, soll für jedes Kind eine individualisierte Leseförderung entwickelt werden. Diese individualisierte, systematisierte Leseförderung soll mittels eines Computerprogramms realisiert werden. Laufende Evaluationen der Leseentwicklung innerhalb der Förderphase sollen garantieren, dass die Förderung entsprechend der Fortschritte adaptiert wird. Insgesamt soll jedes Kind mind. 60 Mal (zwischen 5 und 7 Mal pro Woche) für ca. 10 Minuten trainieren. Nach den 60 Trainingseinheiten soll eine Nachtest stattfinden. Drei Monate später soll ein neuerlicher Nachtest die Aufrechterhaltung eines eventuellen Fördererfolgs kontrollieren. Anhand von Vortest- Nachtest 1 -Nachtest 2 Vergleichen sollen sowohl kurzfristige- als auch mittelfristige Effekte einer computerisierten, systematischen und theoriebasierten Förderung ermittelt werden. Ein Querschnittvergleich soll zudem die Effekte von längeren Schulschließungen (z.B. Covi-19) bei Leseanfängern aber auch bei Kindern mit einer Lesestörungen erfassen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Bauer, Jürgen; Dipl.-Päd. MA.
Projektleitung intern
Bauer, Jürgen; Dr. Bakk.phil. Dipl.-Päd. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2013 – 2018
Beschreibung
Die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig wurde im April 2013 vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK), heute BMBF, gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Steiermark mit der Koordination eines Begleitungsprozesses zur „Schulentwicklungsbegleitung der Pilotschulen des Schulversuchs PTS 2020” beauftragt. Die Beauftragung umfasst folgende Punkte:
Fortbildungsplanung und -durchführung auf regionaler und überregionaler Ebene
Schulentwicklungsbegleitung auf regionaler und überregionaler Ebene
Erarbeitung eines Evaluationskonzeptes in Abstimmung mit dem BMBF
Evaluierung des Schulversuchs
Erstellung eines Berichts über die Durchführung des Schulversuchs
Teilnahme an den Steuergruppensitzungen
laufenden Abstimmung mit dem BMBF im Hinblick auf den Schulversuch
Zusammenführung aller Diskussionsprozesse und Ergebnisse

Erstellung eines Endberichtes an das BMBF Ziel des Schulversuchs ist die Attraktivierung des Schultyps. Durch die Evaluierung des Schulversuchs soll erhoben werden, ob der Schultyp einerseits attraktiver wird (für alle im System beteiligten). Andererseits soll die Evaluierung aufzeigen, was gut funktioniert hat, aber auch den Bedarf der Schulen sichtbar machen. Die Evaluierung erfolgt ausschließlich durch die PH Salzburg. Als Basis für das Forschungsprojekt dient die Methode der Aktionsforschung. Alle im Schulversuch beteiligten Personen (Mitglieder der Strategiegruppe gleichsam wie alle Personen an den Schulen) werden als Expertinnen und Experten einer lernenden Organisation gesehen.

Folgende Forschungsfragen sollen beantwortet werden:
Wie wirken sich die organisatorischen Vorgaben (Phasen, Modularisierung, spätere Zuordnung in Fachbereiche, neue übergeordnete Fachbereiche) auf das System Schule aus?
Mit welchen Herausforderungen sehen sich die im System agierenden Personen konfrontiert?
Welcher Mehrwert ist für die im System agierenden Personen aus ihrer Sicht erkennbar?

Der Schulversuch bietet die Möglichkeit, neben den drei Vernetzungstreffen den Schulversuch mittels Onlinebefragung zu vier Zeitpunkten zu evaluieren.

Die Befragungen finden jeweils nach den Phasen statt. Hier werden je nach Bedarf folgende Zielgruppen befragt:
Schulleiterinnen und Schulleiter
Lehrerinnen und Lehrer
Schülerinnen und Schüler
Erziehungsberechtigte

Zusätzlich werden bei Bedarf noch Interviews geführt. Die Ergebnisse aus den Evaluierungen werden in einem Endbericht offengelegt.

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Hummer, Robert; MMag.
Projektleitung intern
Hummer, Robert; MMag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2024
Beschreibung
Dass sich politische Lehr-Lernprozesse vor der kontroversen Struktur des Politischen nicht verschließen dürfen, steht im politikdidaktischen Diskurs prinzipiell außer Frage (vgl. z.B. Henkenborg, 2016). Dies ist auch auf den BK zurückzuführen, der auf eine Fachtagung im deutschen Beutelsbach (1976) zurückgeht und dessen Prinzipien (Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot, Schüler- und Handlungsorientierung) unterrichtspraktische Handlungsmaximen für einen angemessenen Umgang mit Kontroversität definieren. Der BK gilt mittlerweile auch in Österreich als Professionsstandard in der schulischen politischen Bildung (vgl. zuletzt Mittnik, Lauss & Schmid-Heher, 2018), was sich nicht zuletzt im überarbeiteten Grundsatzerlass Politische Bildung (vgl. BMBF, 2015) widerspiegelt.

Seit einigen Jahren werden die Prinzipien des BK wieder intensiv diskutiert (vgl. dazu Buchstein, Frech & Pohl 2016; Widmaier & Zorn, 2016; Frech & Richter, 2017), was Entwicklungen geschuldet ist, die mit Schlagwörtern wie „Digitalisierung“ (vgl. Frech & Richter, 2017) und „Populismus“ (vgl. Schiele, 2017b) umrissen werden können. Vor allem auch die Debatten über parteipolitisch motivierte Online-Meldeportale beflügelten diesen Diskurs (vgl. Ahlheim, 2019). Dessen Fokus richtet sich zudem auf die schwierige praktische Umsetzung des BK, die May (2016) auf die „Unschärfe der Grenzen des Konsenses“ zurückführt. Diese „Unschärfe“ wirft Praxisprobleme auf – etwa mit Blick auf die Frage, wie eng/breit das Spektrum der Kontroversität im Kontext von Populismus und Extremismus zu fassen ist.

Diese Problemlagen spiegeln sich in der erwähnten Göttinger Pilotstudie wider, die auf einer Befragung von 125 Politiklehrkräften in Deutschland basiert und deutlich macht, dass bezüglich der unterrichtspraktischen Implikationen des BK innerhalb der Lehrerschaft erhebliche Missverständnisse und Unsicherheiten bestehen (vgl. Oberle, Ivens & Leunig, 2018).

An diesem Punkt möchte das Forschungsprojekt ansetzen. Das damit verbundene Erkenntnisinteresse steht im Zeichen der Frage, wie österreichische Politiklehrkräfte den skizzierten Problemlagen begegnen, sowie auch des Anliegens, Einblicke in den damit verbundenen Erfahrungs- und Überzeugungsbestand zu generieren und diese für die Theoriebildung zu nutzen, um Problemlagen verstehen und in der Aus-, Fort- und Weiterbildung bearbeiten zu können. Angesichts des Umstands, dass über die Untersuchungsgruppe bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Mittnik, 2017) bislang kaum empirische Befunde vorliegen, versteht sich die Studie auch als evidenzbasierter Beitrag zur weiteren Professionalisierung der politischen Bildung in Österreich.

Als Erhebungsmethode dient das episodische Interview nach Flick (2011). Im Rahmen dieser Interviewform werden narrativ-episodisches wie semantisches Wissen erhoben – idealtypisch eröffnet das Erzählen von Alltäglichem dabei Zugänge zu den handlungsleitenden Überzeugungen der Befragten. Die Aufbereitung des Datenmaterials erfolgt mittels wörtlicher Transkription. Das Datenmaterial wird voraussichtlich mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet (vgl. Mayring, 2015). Die Kategorienbildung würde dabei deduktiv wie induktiv erfolgen. Zum aktuellen Zeitpunkt wird alternativ dazu auch die Grounded-Theory-Methodologie (vgl. Glaser & Strauss, 1998) für die Auswertung des Materials in Erwägung gezogen, zumal diese für die Generierung einer Theorie professionellen Handelns besondere Chancen eröffnet.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Greinstetter, Roswitha; Dr. Prof.
Projektleitung intern
Greinstetter, Roswitha; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2016
Beschreibung
Technikverständnis wird – im Unterschied zu Technikwissen – dann aufgebaut, wenn früh beginnend an Vorerfahrungen angeknüpft und konzeptuell gedacht bzw. gelernt wird. Fächerübergreifender Unterricht schafft dabei Verbindungen
im Sinne von Wissensvernetzung und Transfergelegenheiten und trägt auch zur Interessensförderung bei. Im naturwissenschaftlichen und mathematischen Forschungsfeld wurden im vergangenen Jahrzehnt im Grundschulbereich bedeutende Erkenntnisse gewonnen, die in das Projekt einfließen (z. B. problemlösendes Lernen, moderat-konstruktivistisches Setting, Sprachbildung). Die Aktualität der Herausforderungen in Bezug auf Gender und Techniksozialisation ist für das Projekt inhaltlich lenkend und betont daher auch gezielt den Fachbereich Technisches Werken. Für das Projekt sind sowohl aus fächerübergreifender als auch aus genderrelevanter Perspektive besondere Herausforderungen und Forschungsfragen leitend:

Was sind Elemente eines technisch orientierten Unterrichts, die das Interesse der SchülerInnen wecken und motivieren für weitere Aktivitäten im technischen Kontext wirken?

Welche Komponenten aktivierender und strukturierender Maßnahmen durch die Lehrperson sind in den Phasen der Problemstellung und des Reflektierens beobachtbar? Welche Bezüge werden in diesen Phasen hergestellt?

Sind unterschiedliche Erwartungshaltungen an Mädchen/Buben festzustellen (z. B. gesellschaftliche Rollenzuweisungen)?

Was sind in Hinblick auf gendersensiblen Unterricht gelingende Interaktionsbeispiele, die Selbstwertstärkung und Interessenförderung ausdrücken?

Die Forschungsarbeit konzentriert sich im Wesentlichen auf drei unterschiedliche Auswertungsverfahren:

qualitative Inhaltsanalyse (induktiv, deduktiv) zu Unterrichtsphasen,

quantitative Auswertungen (deskriptiv, inferenzstatistisch) der schriftlichen Befragungen der SchülerInnen,

qualitative Analyse der mündlichen Befragungen der zehn Lehrpersonen und der SchülerInnen zu Grundeinstellungen und zum Unterricht.

Im Rahmen der inhaltsanalytischen Auswertung der Videoaufzeichnungen wird auf die Gesprächsführung der Lehrpersonen fokussiert, wobei insbesondere die Konstrukte „Interessenfördernde Maßnahmen”, „inhaltliche Strukturierung” sowie „Bezüge (Lebenswelt, Fach)” als Hauptkategorien herangezogen werden.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Schmid, Florian; Mag.
Projektleitung intern
Schmid, Florian; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Resch, Claudia; Mag. Mag. Dr.phil. BA.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Kinder wachsen bereits seit vielen Jahren in einer durch und durch mediatisierten Welt auf (Moser, 2019). Internetfähige Endgeräte bestimmen den außerschulischen Alltag der Kinder. Die Volksschule nimmt auf diese Lebenswelt mehr und mehr Bezug.
Nicht zuletzt mit dem Referenzrahmen für digitale Kompetenzen für die vierte Schulstufe (digi.komp4) und dem Grundsatzerlass „Unterrichtsprinzip Medienerziehung“ von 2014 wird in österreichischen Volksschulen verstärkt das Ziel verfolgt, Kinder auf den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien vorzubereiten und die Kinder zu kompetenten und reflektierten Mediennutzerinnen und Mediennutzern zu machen, die ihr Wissen, ihre Kenntnisse und ihre Fähigkeiten auch mithilfe digitaler Medien ausdrücken können (BMBWF, 2019; BMBF, 2014).
Es existiert eine Vielzahl an medienpädagogischen Initiativen (allen voran eEducation Austria), die versuchen, die Arbeit mit digitalen Medien als Thema in den Regelunterricht zu implementieren. Das Forschungsvorhaben möchte herausfinden, was bei den Lehrerinnen und Lehrern hinsichtlich Medienbildung an den Volksschulen bereits zur gelebten Praxis geworden ist. In einem leitfadengestützten Interview werden Lehrerinnen und Lehrer zu ihrem theoretischen Wissen zu Medienbildung, der Implementierung im Regelunterricht (Deutsch) und ob die Volksschullehrerinnen und -lehrer im Einsatz digitaler Hilfsmittel eine Chance – und wenn ja welche – für begabungs- und interessensförderlichen Unterricht (Schmid & Käpnick, im Druck) sehen, befragt.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kipman, Ulrike; DDr. Dr. BSc.
Projektleitung intern
Kipman, Ulrike; DDDr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2016
Beschreibung
In der vorliegenden Studie wurden drei Typen von Kombinatorikaufgaben in verschiedenen Einkleidungen zur Überprüfung der Problemlösefähigkeiten abhängig von Alter, Schulstufe, sozialem Hintergrund, Interesse und Fähigkeiten in Mathematik sowie Geschlecht verwendet. Es wurde untersucht, welche Strategien Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Lösung kombinatorischer Probleme anwenden (Systematisches Probieren, Fixplatzstrategien, …), ab welchem Alter Kinder entsprechende Transferleistungen bringen und für welche Aufgaben formal logisches Denken notwendig ist und bei welchen auch das
konkret-operationale Denken zum Ziel führt, also ab welchem Alter Kinder für bestimmte Aufgabentypen die richtige Lösung finden können und ab welchem Alter der Transfer stattfinden kann, d.h. welche Operationen in welchem Alter erwartet werden können und welche Materialien sich gut für das Problemlösenlernen eignen. Weiters wurde untersucht, ob sich die Strategien ändern und welche Strategien zur Lösung führen und welche sich nicht eignen.
Vorgegeben wurden Aufgaben zu den Themenbereichen
Kombination,Variation und Permutation: Diese Aufgabentypen erfordern verschiedene logische Voraussetzungen, um sie lösen zu können und in einigen Fällen auch eine Transferleistung.
An der Problemlösestudie nahmen 654 Schülerinnen und Schüler zwischen 5 und 17 Jahren (Vorschulalter bis Schulstufe 12) und 186 Erwachsene (Alter 18 bis 85 Jahre, 54% weiblich) teil. 48.3% der getesteten Schüler/innen besuchten die Grundschule, 31.4% der getesteten Kinder waren in der Sekundarstufe II. Alle Proband/innen wurden im Einzelsetting mit verschiedenen Materialien (Eis, Autos und Parkplätze, Plastiktiere) spielerisch getestet.
Beschreibung (engl.)
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Bericht