Kategorie: Sachgebiete

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
MIWF, Land NRW;
Projektleitung intern
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2015
Beschreibung
In diesem MIWF-Projekt wurden Test- und Lerneinheiten für ein E-Learning-Tool entwickelt, das Studienanfänger/innen ermöglichen soll, Wissenslücken vor Aufnahme eines Studiums zu eruieren und daran zu arbeiten. In Münster wurde das E-Learning-Angebot für den Bereich „Rechtschreibung“ entwickelt.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Siekmann, K.; Prof. Dr.
Projektleitung intern
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2020
Beschreibung
Individuelle Förderung rechtschreibschwacher SuS durch Studierende in 12 teilnehmenden Schulen rund um Rostock und Fortbildungsangebote für Schulen in Bezug auf Diagnostik/Förderung.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Siekmann, K.; Prof. Dr.
Projektleitung intern
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2020
Beschreibung
Ausgestaltung der Lernwerkstatt für alle Grundschullehrämter der Universität Rostock (Anschaffung; Ausleihe; Beratung – Gelder für Sachmittel und st. HK)
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kriegseisen, Josef; Bakk.phil. MA. Prof.
Projektleitung intern
Kriegseisen, Josef; BEd MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2017
Beschreibung
Bei der vorliegenden empirischen Studie geht es um die wissenschaftliche Überprüfung der Effektivität und Effizienz des sogenannten Learning Cycle Unterrichtsansatzes in naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern (Physik & Chemie). Heute liegen, insbesondere im Bereich der Naturwissenschaftsdidaktik, verschiedene Versionen von Lernzyklus-Modellen vor. Gemeinsame Grundlage für alle Varianten ist die Einteilung des Lehr-Lernprozesses in drei Hauptphasen:

In der ersten Phase, genannt „Romance” (Whitehead) oder „Exploration” (Karplus), wird der Schwerpunkt auf das Vorwissen der SchülerInnen gelegt und auf die relativ freie Exploration von naturwissenschaftlichen Phänomenen.

In der zweiten Phase „Precision” (Whitehead) oder „Konzepteinführung” (Karplus) führt die Lehrperson die SchülerInnen in neue Ideen und theoretische Konzepte ein.

In der dritten Phase „Generalization” (Whitehead) oder „Anwendung” (Karplus) werden die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen in einen größeren und neuen Zusammenhang gestellt und dort angewendet. Die Skizzierung der zugrundeliegenden theoretischen Annahmen des Lernzyklenansatzes und seines Prozedere macht deutlich, dass es sich dabei um ein anspruchsvolles Vorgehen – sowohl für SchülerInnen, als auch für LehrerInnen – handelt: Es wird ein eigenaktives, explorativ-kreatives und eigen-verantwortliches Vorgehen auf Seiten der SchülerInnen gegenüber einem bloß äußerlichen Aneignen von Fakteninformationen präferiert, das nur zu inertem Wissen führt; dies macht es unabdingbar, dass sich die traditionelle LehrerInnenrolle verändert: LehrerInnen sind nicht primär und ausschließlich PräsentatorInnen und VermittlerInnen eines vorgegeben Wissensfundus, sondern vielmehr MentorInnen. Sie regen an, stellen in Frage und motivieren. Konkret soll überprüft werden,

1) ob der Lernzyklenunterricht zu einer Verbesserung der „Scientific-Reasoning-Fähigkeit” (= wissenschaftliches Problemlösen) von SchülerInnen beitragen kann, die als Teilkompetenz der naturwissenschaftlichen Kompetenz
verstanden wird. Hierzu werden Science Reasoning Tasks eingesetzt.

2) ob der Lernzyklenunterricht zu einer Verbesserung von wünschenswerten emotional-motivationalen SchülerInnenmerkmalen, wie Selbstwirksamkeit, Interesse oder Lernemotionen führt, welche wiederum einen positiven

Einfluss auf das Unterrichtsverhalten und in Folge auf die Leistung zeigen sollten. Diese Faktoren werden sowohl situativ erhoben (z. B. Interesse am Ende einer Unterrichtsstunde), als auch im Sinne von überdauernden SchülerInnenmerkmalen (z. B. persönliches Interesse an physikalischen Inhalten generell; state-trait Unterscheidung).

Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Siekmann, K.; Jun.-Prof. Dr.
Projektleitung intern
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2012 – 2014
Beschreibung
Die Münsteraner Förderstudie, an der in der Zeit von September 2012 bis April 2014 30 Schüler/innen mit Rechtschreibschwierigkeiten teilnahmen, zeigte, dass eine
systematische Förderung auf der Grundlage diagnostisch eruierter Fehlerschwerpunkte,die am individuellen Wortschatz eruiert wurden, zielführend ist. Die diagnostische Basis dieser Studie bildete die Oldenburger Fehleranalyse 3-9 (kurz: OLFA; Thomé/Thomé 2019).

Literatur (u.a.):
Siekmann, K. (2014): Kompetenzorientierte orthographische Individualförderung. Ergebnisse einer Förderstudie. Zur Förderung monolingualer und bilingualer Lerner/innen auf der Basis der OLFA. In: Siekmann, K. (Hrsg.): Theorie, Empirie und Praxis effektiver Rechtschreibdiagnostik. Tübingen: Stauffenburg, S. 191-205.

Siekmann, K. (2016): Evidenzbasierte Förderung des Orthographieerwerbs auf der Grundlage individueller Fehleranalysen. In: Liebers, K./Landwehr, B./Marquardt, A. & Schlotter, K. (Hrsg.): Lernprozessbegleitung und adaptives Lernen in der Grundschule. Forschungsbezogene Beiträge. Jahrbuch Grundschulforschung. Band 19, S.199-204.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Projektleitung intern
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Universität Salzburg, Große Universitätsaula
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
Nach einem bis ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Paradigma, das mit Selbstverständ-lichkeit von der „Säkularisierung“ der religiösen Bestände der gesellschaftlichen Öffent-lichkeit ausging, sind die Interpretationen des Verhältnisses von Religion und Gesellschaft seit geraumer Zeit merklich vorsichtiger geworden: Migrationsprozesse und die damit verbundene neue religiöse Vitalität und Diversität, neue religiöse Bewegungen sowie eine bisher kaum bekannte Verbindung von Religion und Politik lassen die klassische säku-larisierungstheoretische Deutung von Religion(en) und Gesellschaft obsolet erscheinen. Doch auch die Positionen, die von einer „Wiederkehr der Religion“ sprechen, werden der widersprüchlichen gesellschaftlichen Realität nicht gerecht; zu offensichtlich sind Entwick-lungen, die zu einer tatsächlichen Auflösung religiöser Traditionen führen.
In vielen Institutionen (Bildungseinrichtungen, Vereinen, politischen Parteien, zivilgesell-schaftlichen Initiativen usw.) sowie im Kontext sozialer Spannungen und Konflikte zeigt sich, dass die Herausforderung, Religion(en) als Bildungsaufgabe zu begreifen, unausweich-lich ist und einer interdisziplinären Auseinandersetzung bedarf.
ür das Forschungsprojekt waren daher folgende Forschungsfragen von Interesse:
Was bedeutet es grundsätzlich, dass Religion(en) eine unerlässliche Bildungsaufgabe darstellen?
An welchen konkreten Beispielen lässt sich ein solcher Bildungsprozess verdeutlichen? Nach welchen wissenschaftlichen Kriterien und mit welchen Methoden lassen sich Bildungsprozesse, die sich auf Religion(en) beziehen, verstehen?
Welche aktuellen Herausforderungen sind in Zusammenhang mit der Frage, inwiefern „Religion bildet“, von besonderer Dringlichkeit?
Welcher Zusammenhang lässt sich zwischen Bildungsprozessen, die sich mit Religi-on(en) auseinandersetzen, und religiöser Praxis, die sich von Religion in Anspruch nehmen lässt, ausmachen?
Datenerhebungen zum Forschungsprojekt und hier speziell zur Thematik der historischen niederländischen Toleranz- und Aufklärungstradition und ihr besonderes Verhältnis zu Religion(en) aus Sicht der Kritischen Bildungstheorie erfolgten anhand von Recherchen in internationalen Archiven und Bibliotheken (Primärliteratur) und im Rahmen von Fa-chinterviews, die neue Perspektive freilegten, um auf dieser Basis die Lehrerprofessio-nalisierung in Bezug auf Diversität, Pluralität, Säkularität in gegenwärtigen Bildungs- und Wissenschaftsgesellschaft mit Blick auf Inklusion und Religion(en) kritisch zu reflektieren.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Linsmeier, Bärbel; MA.
Projektleitung intern
Linsmeier, Bärbel; BEd MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
Problemstellung und Forschungsinteresse
Theaterspielen in der Schule wird meist als Erarbeitung von Aufführungen, die SchülerInnen dann vor einem Publikum präsentieren, verstanden. Die Wirkung einer solchen Praxis auf die ästhetischen Erfahrungen und die theatrale Bildung der SchülerInnen stand in den letzten Jahren im Zentrum theaterpädagogischer Forschung. Theaterspielen und theatral-performative Arbeitsweisen werden in der Schule aber auch als Lernform und Unterrichtsmethode praktiziert. Der Frage, inwieweit das Bildungspotential des Theaterspielens auch im Unterricht genützt werden kann und unter welchen Gestaltungsbedingungen dies zu theatral-ästhetischen Erfahrungen führen kann, wird in diesem Forschungsprojekt nachgegangen.

Forschungsfragen
Wie ist die Differenzerfahrung beim Theaterspielen zu analysieren?
Unter welchen Gestaltungsbedingungen führen theatrale Arbeitsweisen im Unterricht zu ästhetischen Erfahrungen?
Welche Modelle und Einsatzmöglichkeiten theatral-performativer Arbeitsweisen lassen sich im Sinne des forschenden Lernens für die Grundschule und Sekundarstufe I entwickeln, die sowohl den Lerninhalt als auch die theatrale Bildung im Blick haben?

Ausblick
Aus den Ergebnissen soll ein Konzept einer theatral-ästhetischen Praxis für den Unterricht entwickelt werden. Im Zusammenspiel von Lerninhalten und Vermittlungsweisen können SchülerInnen damit performative Formen erproben und durch szenisches Forschen individuelle Zugänge zu Themen des Unterrichts entwickeln und reflektieren.
Forschungsinstrumente u. a.
Narrative Interviews
Videographische Rahmenanalyse
Teilnehmende Beobachtung

Beschreibung (engl.)
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Bericht

IMC

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Rogl, Silke; Mag. Dr. Prof.
Klug, Julia Loretta; Dr.
Projektleitung intern
Klug, Julia; Dr.
Rogl, Silke; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Hamader, Kathrin Claudia; BA. MA.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Universität Salzburg, Naturwissenschaftliche Fakultät
Laufzeit
2021 – 2026
Beschreibung
Im Projekt IMC wird das Themenmodul „Mentoring als
Sprungbrett“ hinsichtlich Outcomes auf Mentor:innenseite hinsichtlich der Implementierungsbedingungen,
die für das Gelingen maßgeblich sind, evaluiert. Uns
interessiert dabei, wie sich das Mentoringverständnis der
Mentor:innen (Lehramtsstudierende) durch die Teilnahme verändert, wie sich die Selbstwirksamkeit und die selbsteingeschätzten Kompetenzen (als Mentor:in bzw. in Bezug auf schulische, soziale und emotionale Aspekte) entwickeln und welche Bedingungen im Mentoring-Prozess für eine erfolgreiche Zielerreichung nötig sind.
Das Untersuchungsdesign ist längsschnittlich multi-methodal mit
Prä-Posttestung für Mentori:innen angelegt. Das
Projekt lässt sich in 4 Phasen untergliedern. In der ersten Phase
der „Vorbereitung“ (2021) werden die Durchführung geplant und
die einzusetzenden Instrumente entwickelt. Die Instrumente
umfassen Fragebögen mit offenem und geschlossenem
Antwortformat zum Mentoring-Begriff, der Selbstwirksamkeit und
Attributionsmustern, einen Kompetenzen-Katalog zu Mentoring-Kompetenzen, die in einen Kompetenzscreening-Fragebogen eingepflegt werden, ein Logbuch zur Erfassung der
Implementierungsbedingungen sowie Vignetten zum Mentoring.
In Phase 2 „Pilotierung“ (2021/2022) erfolgen die ersten
Erhebungen bei den Mentor:innen (Studierenden). Die Instrumente werden daraufhin optimiert. Das Logbuch wird in dieser Phase von paper-und-pencil auf online umgestellt. Dazu wird eine App für Mentor:innen entwickelt, die auch für andere Mentoring-Programme adaptiert und
genutzt werden könnte. In Phase 3 „Erhebung“ (2022/2023)
werden die optimierten Instrumente auf Mentor:innenseite erneut
eingesetzt und die Erhebung um die Mentee-Sicht ergänzt. In
Phase 4 „Analyse und Dissemination“ (2023/2024) werden die
Daten analysiert und die Ergebnisse disseminiert.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Projektleitung intern
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2025
Beschreibung
Die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig hat im November 2014 mit ihrer Umbenennung nach Stefan Zweig, dem „rastlos umherwandernden Juden“ (George Prochnik), ein Statement gesetzt.

Mit dem vorliegenden Forschungsprojekt wird nun ein wissenschaftlicher Beitrag der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig zur Auseinandersetzung zum Thema „Judentum, Bildung und Kritische Theorie“ geliefert.

Im Zentrum dieses Forschungsprojektes steht die Auseinandersetzung mit dem Themenschwerpunkt „Judentum und Bildung” mit fragendem Blick hin zur Kritischen Theorie
und hier insbesondere zu den Schriften Max Horkheimers: Welche Rolle spielt bei ihm das alttestamentliche Bilderverbot für den Begriff der Bildung?

Angesichts der furchtbaren Ereignisse in der Geschichte, insbesondere im 20. Jahrhundert, hat sich Horkheimer in vielfältiger Weise engagiert und sich selbst als Pädagoge und Erzieher der studierenden Jugend in der Tradition der Aufklärung verstanden.

Die Erziehung zur Mündigkeit, die die Beteiligung am demokratischen Prozess miteinschließt und die
Herbeiführung vernünftiger, humaner Verhältnisse bezweckt, muss allerdings den historischen Erfahrungen Rechnung tragen.

Zu diesen Erfahrungen gehört die Erkenntnis, dass
„positiv“ formulierte Ideen und Gesellschaftsentwürfe in Barbarei umschlagen. Besonders nach 1933 verstärkt sich beim Haupt der Kritischen Theorie die Skepsis, ja die Ablehnung
gegenüber Strömungen, die das Gute, das Wahre, konkretisieren und positiv definieren.

Lässt sich dieses Misstrauen als Ausdruck dessen begreifen, was in der hebräischen Bibel als „Bilderverbot“ gilt?

Horkheimer, der über das Judentum viele Notizen verfasst hat, stellt immer wieder die Verbindung zu diesem Motiv her. Das „Bilderverbot“ kann daher als eine der Hauptmaximen der Kritischen Theorie bezeichnet werden.

Das Forschungsprojekt erarbeitet als Kern den Bildungs- und Erziehungsbegriffs der Kritischen Theorie in Verbindung mit dem alttestamentlichen Bilderverbot. In seiner alten
Fassung verbietet es eine visuelle Darstellung Gottes. In der Kritischen Theorie wird es verbalisiert und meint konkret das Verbot, etwas als absolut zu bezeichnen bzw. das Absolute zu definieren und mit „positiver“ Sprache zu belegen. Was die Kritische Theorie hier bezweckt, ist ein Verbot der positiven Verbalisierung des Absoluten.

Stattdessen kultiviert sie die Methode der „bestimmten Negation“, des Zweifels, der Kritik.

Das jüdische Bilderverbot wirkt in der Kritischen Theorie als Orientierungsmarke für eine nicht-positiv, nicht-rezepthaft verstandene Ausformulierung von Bildung fort.

Datenerhebungen zur Korrespondenz von Horkheimer, Recherchen im Archiv des Instituts für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und
Expert_inneninterviews werden diese Perspektive freilegen, um a) die Lehrerprofessionalisierung zu erweitern und zu diversifizieren, b) den dabei gängigen Bildungsbegriff und
c) den darauf sich beziehenden Wissensbegriff neu und kritisch zu hinterfragen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Projektleitung intern
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2020
Beschreibung
Über die Jahrhunderte bzw. die ihm zugeschriebenen Definitionen hinweg sind dem Humanismus Erziehung und Bildung immer ein Anliegen. Als Renovator, Innovator und Grundutopist widerspiegeln seine gesellschaftlichen und kulturellen Vorhaben eine universelle friedlich-gemäßigte und tolerante Vision des Menschen. Seine pädagogischen Ansprüche nehmen die Ausbildung von zukünftigen Führungsgenerationen oder Bürgerinnen und Bürgern in den Blick – beide des selbstständigen Urteils fähig und sich für ein Gemeinwohl einsetzend, das keine Grenzen und keinen nationalen Rückzug kennt.

Das Forschungsprojekt konfiguriert sich um vier Hauptreflexionsachsen, die sowohl die Geschichte des Humanismus von der Renaissance bis in die Gegen-
wart umfassen als auch die spezifischen Beiträge des Humanismus zur Welt der Bildung hinterfragen:

1. Die historischen Humanismen und ihre Konzeptionen des Menschen im Bildungsprozess:

die Bildung des ,besseren’ und ,humaneren’ Menschen; die Frage der bürgerlichen Emanzipation und des freien Willens; die Erziehung zu höflichen Umgangsformen von Kindern; die Gender-Frage bei humanistischen Bildungsprogrammen; das Erbe und die Nachhaltigkeit der pädagogischen
Entwürfe des historischen Humanismus (Vittorino da Feltre, Erasmus von Rotterdam, Comenius, Johann Heinrich Pestalozzi, Wilhelm von Humboldt, Rudolf Steiner, John Dewey)

2. Der institutionalisierte humanistische Unterricht: von der humanistischen Schule bis zu den akademisch-universitären studia humanitatis („humanités”):

die ,lateinischen Schulen’; der deutsche Neuhumanismus; die ,neue Erziehung’ (éducation nouvelle); die laizistische Schule; die Steiner-Waldorf-Schulen; Francisco Ferrers Escuela moderna; der humanistische Unterricht in Belgien und den Niederlanden; die neuen humanités/humanities und die Infragestellung einer ,entmenschlichten’ Erziehung

3. Der globalisierte Humanismus: von dem europazentristischen bis hin zum neuen weltumspannenden Humanismus:

die postnationale Erziehung; die Erziehungsmodelle von multikulturellen Gesellschaften; der pädagogische Humanismus und die Transmigration; die globalisierte Forschung und Hochschulbildung; die pädagogische Utopie einer versöhnten Menschheit

4. Bildungskonzeptionen zur Zeit des Posthumanismus und des Postanthropozentrismus: die Online-Bildung; das ‚studiehuis’ und das selbstverantwortliche Lernen; der „teacherbot” (Siân Bayne); der Transhumanismus und die Bildung

Beschreibung (engl.)
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Bericht