Kategorie: 2025

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Thomas, Almut; MMag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Völkl, Andrea; MA
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2025
Beschreibung
Leider muss ein erheblicher Anteil der Jugendlichen gegen Ende der Pflichtschulzeit als Lese-Risikoschüler/innen eingestuft werden (Österreich 27.6%; Naumann, Artelt, Schneider & Stanat 2010). Lesekompetenz umfasst die Teilkompetenzen geschriebene Texte schnell dekodieren zu können (Leseflüssigkeit) und außerdem den Sinn geschriebener Texte erfassen zu können (Leseverstehen).
Für den Erwerb von Lesekompetenz spielt intrinsische Lesemotivation eine wichtige Rolle, da durch sie das Leseverhalten der Schüler/innen positiv beeinflusst wird (McKenna et al.; Mol & Bus 2011; Wigfield & Guthrie 1997). Empirische Studien zeigen, dass Motivation Lernprozesse über Effekte der kognitiven Grundfähigkeiten und des spezifischen Vorwissens hinaus vorhersagen kann (z. B. Murayama et al. 2013). Obwohl zahlreiche Studien zur Lesemotivation existieren, ist der Einfluss von Lesemotivation auf die Lesekompetenz bei Leseanfänger/innen noch nicht empirisch gesichert (Schiefele et al. 2012). In der vorliegenden Studie soll auf motivationale Konstrukte zurückgegriffen werden, die sich bei der Vorhersage von schulischen Leistungen gut bewährt haben: intrinsische Motivation, identifizierte Regulation und (fach)spezifisches Selbstkonzept.
Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan (1985) unterscheidet zwischen intrinsischer Motivation und mehreren Formen extrinsischer Motivation. Intrinsische Motivation ist durch inneren Antrieb, sowie positives emotionales Erleben gekennzeichnet. Manchmal führt intrinsische Motivation zu Flowerleben, einem Zustand, in dem auf äußere Umstände vergessen wird (Csikszentmihalyi 1990). Alle extrinsischen Motivationsformen, die Regulationsstile, zeichnen sich durch Zukunftsorientierung und Ausrichtung auf ein äußeres Ziel aus, sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich des Grades an Selbstbestimmung. Die am stärksten selbstbestimmte Form von extrinsischer Motivation ist identifizierte Regulation (Ryan & Deci 2000). Mehrere Autoren weisen auf Unterschiede zwischen akuter und habitueller Lesemotivation hin (z. B. Pekrun 1993; Schiefele 2009). Für die Vorhersage von Leseleistung ist es sinnvoll die habituelle Lesemotivation, also die relativ stabile Bereitschaft eine Leseaktivität zu beginnen, zu berücksichtigen (Wigfield & Guthrie 1997; Schiefele et al. 2012).
Ein weiterer relevanter Prädiktor schulischer Leistungen ist das fachspezifische Selbstkonzept (Marsh, Trautwein, Lüdtke, Köller & Baumert 2005). Marsh und Kollegen fanden eine Wechselwirkung von fachspezifischem Selbstkonzept und Leistung. Es ist daher anzunehmen, dass das auch lesespezifische Selbstkonzept Leseleistung vorhersagen kann (Chapman & Tunmer 1995).
Die längsschnittliche Erfassung von Lesemotivation, lesespezifischem Selbstkonzept, Leseverhalten und Lesekompetenz ermöglicht es festzustellen, welche der genannten Faktoren Zuwächsen in der Lesekompetenz vorhersagen.

Forschungsfragen:
(1) (Wie gut) Kann Lesekompetenz durch Lesemotivation vorhergesagt werden?
(2) (Wie gut) kann Lesekompetenz durch das lesespezifische Selbstkonzept vorhergesagt werden?
(3) Ist Leseverhalten ein Mediator zwischen intrinsischer Lesemotivation und
Lesekompetenz //
Forschungsdesign:
Für die Erfassung von Wirkungszusammenhängen ist ein Längsschnittdesign geeignet. Die Basiserhebung ist für Jänner 2015 geplant, die Folgeerhebung im Juni 2016; angestrebt wird eine Stichprobe von 250 Schüler/innen im ersten Schuljahr.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Wilke, Jan; Univ-Prof. DDr. , Universität Bayreuth
Projektleitung intern
Unger, Alexandra; HS-Prof MMag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Bujar,, Philip; Bsc
Kooperationspartner
Laufzeit
2025 – 2025
Beschreibung
Die positiven Effekte bewegungsbezogener Interventionen auf exekutive Funktionen sind in der aktuellen Forschungslage vielfach belegt, wobei insbesondere sogenannte aktive Bewegungspausen während des Unterrichts im Fokus stehen, wie unter anderem Reyes Amigo et al. (2025) zeigen. Der Großteil dieser Studien wurde mit Kindern und Jugendlichen der Primarstufe oder der Sekundarstufe I durchgeführt, während für die Altersgruppe der Sekundarstufe II ein erhebliches Forschungsdefizit besteht. Insbesondere fehlt es an systematischen Untersuchungen zu strukturierten Bewegungseinheiten, die nicht während, sondern unmittelbar vor dem Unterricht stattfinden. Zudem ist bislang weitgehend unerforscht, ob unterschiedliche Bewegungsformen wie ausdauerorientierte, koordinative oder kraftbasierte Übungen differenzielle Effekte auf kognitive und motorisch kognitive Leistungsindikatoren entfalten. Bestehende Befunde deuten sowohl auf kurzfristige als auch langfristige kognitive Verbesserungen durch körperliche Aktivität im Rahmen von Bewegungspausen während des Unterrichts hin (Ma et al. 2014; Watson et al. 2017), lassen jedoch offen, welche spezifische Trainingsform im schulischen Kontext der Sekundarstufe II besonders wirksam ist. Ziel der vorliegenden Studie ist es daher, die Effekte einer mehrwöchig durchgeführten, 15-minütigen Bewegungseinheit vor Unterrichtsbeginn auf kognitive Funktionen (Inhibition, Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit), körperliche Aktivität und Motivation von Schüler:innen der Sekundarstufe I und II zu analysieren. Dadurch soll eine relevante Forschungslücke adressiert und ein wissenschaftlich fundierter Beitrag zur Entwicklung evidenzbasierter Implikationen für die schulische Praxis geleistet werden, insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung gesundheitsförderlicher und leistungsunterstützender Tagesstrukturen im Bereich der Sekundarstufe II.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Taurer-Zeiner, Claudia; Mag. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Lehrpersonen wie Schüler*innen sind mit immer komplexeren Herausforderungen in der Schule, wie auch im Alltag konfrontiert, die ein flexibles und lösungsorientiertes Denken und Handeln erfordern. Kreativität und Problemlösungskompetenz sind Schlüsselqualifikationen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Zur Vermittlung dieser Kompetenzen, wurde an der Pädagogischen Hochschule OÖ im Fachbereich Naturwissenschaftliche Bildung „flex-based Learning“ entwickelt. Flex steht für flexibel-lösungsorientiert-experimentieren (vgl. Haim et al. 2022).
Das Programm beinhaltet eine Sammlung innovativer Unterrichtstechniken für den naturwissenschaftlichen Unterricht, deren Fokus in der Förderung geistiger und experimenteller Flexibilität liegt. Der Perspektivenwechsel ist ein entscheidendes Element der Techniken und wesentlich für die Generierung von möglichst vielen Lösungswegen im Kontext komplexer Aufgabenstellungen. Studien belegen zudem, dass durch flex-based Learning die kreative Problemlösungsfähigkeit von Schüler*innen statistisch signifikant zunimmt (vgl. Haim et. al. 2020).
Die Intention des Forschungsprojekts ist es, erstmalig die Methode von flex-based Learning von der Sekundarstufe in die Primarstufe zu transformieren. Flex-based Learning ist derzeit
ausschließlich für die Sekundarstufe 1 und 2 in den MINT-Fächern konzipiert und erfolgreich eingeführt worden. Für die Adaptierung in die Primarstufe wäre ein interdisziplinärer Zugang
im Fach Sachunterricht notwendig. […]
Da es zu flex-based Learning in der Primarstufe derzeit keine Forschungsergebnisse gibt, ist in einem ersten Schritt eine grundlegenden Neukonzeption des Lehr- und Lerndesigns
erforderlich. Die Zielsetzung in dieser Arbeit liegt in der Implementierung von flex-based Learning in die Lehrer*innenausbildung für das Lehramt Primarstufe mit Schwerpunkt „Interdisziplinäres Forschem, Entdecken, Verstehen im Kontinuum: Kindergarten Primarstufe-Sekundarstufe“ an der Pädagogischen Hochschule Kärnten.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Pasterk, Peter; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Harrich, Peter Christian; BEd MA Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kanzian, Markus; Prof. Ing. BEd MA
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
In der heutigen Zeit ist die informatische Bildung sehr relevant und auch viel diskutiert. Welche Beziehungen Menschen dazu haben, wird aber nur selten beachtet. Das Projekt „Schlüsselmomente informatischer Bildung“ verfolgt als Ziel die Identifikation von Momenten, welche den Menschen im Kontakt mit informatischer Bildung besonders in Erinnerung geblieben sind. Dazu werden in einem Citizen Science Ansatz Kinder und Jugendliche ihre Eltern, Verwandten und Bekannten befragen und somit die notwendigen Daten sammeln. Um dies so einfach wie möglich zu gestalten, werden die Erhebungsinstrumente vom Projektteam so einfach wie möglich gestaltet und von Mitarbeiter*innen der School of Education der Universität Klagenfurt evaluiert. Als Vorbereitung finden Workshops zur wissenschaftlichen Arbeit und zur Datenanalyse an den Partnerschulen in Kärnten sowie – durchgeführt durch die PH Karlsruhe – in Karlsruhe statt. Gemeinsam mit den Schüler*innen werden die Datensätze analysiert und zu Schlüsselmomenten zusammengefasst. Im Anschluss daran werden vom Projektteam dazu Unterlagen für Workshops und Unterricht entwickelt, mit dem Versuch, Schlüsselmomente zu reproduzieren. Als übergreifende Themenschwerpunkte werden dabei Green ICT und Klimawandel behandelt, wobei das Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Klagenfurt beratend mitwirken wird. Um eine gender- und diversitätssensible Gestaltung der Materialien sicherzustellen, wird das Universitätszentrum für Frauen*- und Geschlechterstudien Universität Klagenfurt miteinbezogen. Zusätzlich werden die Materialien vom Team der PH Kärnten evaluiert, um eine entsprechende Qualität sicherzustellen. Die entwickelten Workshops werden im Verlauf des Projekts an den Partnerschulen durchgeführt, erprobt und evaluiert. Auch hier werden die Schüler*innen direkt eingebunden und nehmen die Rolle der Kritiker*innen an, die die entwickelten Materialien bewerten. Die entstanden Materialien werden in einem digitalen „Schlüsselkoffer“ verpackt und frei zugänglich gemacht. Über Kanäle der PH Kärnten werden die „Schlüsselkoffer“ weitläufig verteilt und in Fortbildungen für Lehrkräfte eingebunden. Aus den Ergebnissen können aus wissenschaftlicher Sicht verschiedene Schlüsse gezogen werden. Zum einen wird die allgemeine Stimmung zur informatischen Bildung in der breiten Bevölkerung erfasst und über die Workshops zum positiven beeinflusst. Zum anderen kann von Schlüsselmomenten auf die Berufswahl geschlossen werden, wodurch wertvolle Informationen für Bildungseinrichtungen gewonnen werden.
Wissenschaftliche Hauptziele 1-3:
Im Projekt werden Daten zu Schlüsselmomenten gesammelt, die Aufschluss über besonders einprägsame und damit gut verankerbare Inhalte der informatischen geben.
2. Basierend auf gesammelten Daten werden zu den identifizierten Schlüsselmomenten Unterrichtsmaterialien entwickelt, eingesetzt und bewertet.
3. Die Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern bekommen Einblicke in verschiedene Schritte einer wissenschaftlichen Erhebung sowie der Interpretation und Verarbeitung von Daten.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Niederer, Elisabeth; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Albaner, Birgit; MMag. Prof.
Jäger, Norbert; BEd Ing. MA Prof.
Kitz, Marie-Helen; BA. MA Prof.
Kohlweis-Peternel, Christine; Mag. Prof.
Ogris-Stumpf, Gerda; Mag. BEd Prof.
Telsnig, Frank; Mag. BEd Dipl.Päd. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Fercher, Johann, BEd;
Bergmann, Andreas;
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Das Projekt „JUNG TRIFFT ALT“ der MS-Mölltal in Winklern wird in Kooperation mit dem Altenwohnheim St. Laurentius in Winklern durchgeführt. Dabei besucht eine Schülergruppe dieser Schule einmal pro Woche die Senioren für gemeinsame Aktivitäten. Die Beforschung der praxisnahen Annäherung an den Beruf der Altenpflege im Projekt soll Erkenntnisse zur zentralen Fragestellungen bieten:
Wie verändert das Projekt „Jung trifft Alt“ die Einstellung zu Pflegeberufen bei den teilnehmenden jungen Menschen?
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Huber, Matthias; HS-Prof. Mag. Dr.
Jerabek, Christine; Master of Education BA.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Döll, Marion; Prof. Mag.
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Der Forschungsprojekt widmet sich theoretischen und metatheoretischen Auseinandersetzungen der Bildungswissenschaft und diskutiert dabei kritisch die
Grundlagen, Herausforderungen und Potentiale der eigenen Disziplin unter Berücksichtigung historischer und zeitgenössischer Perspektiven. Das übergeordnete Ziel
des Projekts ist es einen Beitrag zum Diskurs über die Bedeutung der Pädagogik, zur Positionierung bildungswissenschaftlicher und bildungspolitischer Debatten sowie zu einem wertschätzenden Dialog zwischen Bildungswissenschaft, -politik und -praxis zu leisten.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Mößlacher, Corinna; Mag. BSc. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Meyer, Harald Peter; BEd MA Prof.
Ulbing, Nora; BEd MA Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Im Rahmen des digi.case-Projektes https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/
zrp/dibi/dgb/dlp) wurden ab den Schuljahr 2023/24 österreichweit Fortbildungen für Volksschullehrpersonen angeboten. Im Rahmen dieser Fortbildungen (MOOC und
Präsenzschulung) wurde u.a. auf folgende Aspekte eingegangen: Computational Thinking, Problemlösefähigkeiten, digitale Kompetenzen usw. mit einer Kombination
von digitalen und analogen Unterrichtsmaterialien. „Der Medienkoffer soll aber auch zum Basteln und Weiterentwickeln anregen.“ (https://dlpl.at/analog-koffer-material)
Daher sollen die Lehrpersonen nun auch die digitalen und technischen Fähigkeiten für die Entwicklung von eigenem, analogem Material (abseits von Schulbuch und
Arbeitsblättern) erwerben. Dafür soll unser Vorhaben die Plattform geben: Auf Basis der bisher benutzen Materialien (z.B. Soma-Würfel, Geobrett, Tangram) sollen Projekte für weitere Unterrichtsmaterialien entworfen und umgesetzt werden.
Für das Schuljahr 2024/25 sind Fortbildungen für Volksschullehrpersonen geplant, die über die PH Kärnten (Education Innovation Studio) angeboten werden. In diesen
Fortbildungen sollen von den Lehrpersonen analoge Unterrichtsmaterialien entworfen werden, die sich an den Bedürfnissen in den eigenen Klassenräumen orientieren. Für
die Umsetzung der Materialien (z.B. mit einem 3D-Drucker) sind Termine imSmartLab geplant. Ziel des Vorhabens ist es, Lehrpersonen bei der Erstellung von individuellem,
analogem Unterrichtsmaterials zu unterstützen und eine Community an Lehrpersonen aufzubauen, die sich mit den Themen analoges/digitales Unterrichtsmaterial,
Digitalisierung, MINT usw. beschäftigen, mit Technik experimentieren und sich zu diesen Themen vernetzen möchte.
Zusätzlich ist der Aufbau entsprechender technischer Kompetenzen der Mitarbeiter:innen im Education Innovation Studio an der PH Kärnten durch die Unterstützung des SmartLabs Teil des Projekts (Multiplikator:innen in weiteren
Fortbildungen für Lehrpersonen).
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Konrad, Andreas; Ass. Prof. Dr.
Projektleitung intern
Oraze, Manuel; Mag. MA Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Meder, BEd, Julia;
Plöschberger, BEd, Gerit;
Warneke, Konstantin; Dr.
Zechner, BSc, Maximilian;
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Soll die Beweglichkeit gesteigert werden, etwa im Rahmen von Aufwärmprogrammen vor einem Training oder Wettkampf wurde lange Zeit auf Dehnungstraining zurückgegriffen. Seit jedoch bekannt ist, dass insbesondere ausgiebiges statisches Dehnen die nachfolgende Kraftleistung negativ beeinflussen kann (Kay & Blazevich, 2012, Simic et al. 2013, Warneke & Lohmann, 2024) wird häufig dazu geraten auf alternative Erwärmungsroutinen zurückzugreifen. Entsprechend wurden bereits iverse Arbeiten zur Effektivität von Faszienrollen/Black roll auf Beweglichkeit und folgende Leistungsfähigkeit durchgeführt (Konrad et al. 2021, Wilke et al. 2020). In einer kürzlich veröffentlichten Übersichtsarbeit werden jedoch spezifisches Faszienrollen oder
Dehnungseffekte kritisch hinterfragt, da auch konventionelle Erwärmungseffekte, die durch Joggen oder Ergometererwärmung erzeugt werden können, zu signifikanten Beweglichkeitsanstiegen und Muskelsteifigkeitsreduktionen führten (Warneke et al. 2024). So stellten beispielsweise Morales
Artacho und Kollegen ein Faszienrolltraining einem Ergometerfahren von 5 Minuten gegenüber, fanden Verbesserungen der Beweglichkeit und Steifigkeitsreduktionen durch Ergometerfahren, die denen eines Faszienrolltrainings überlegen waren. Krystofik et al. (2023) reduzierten die
Muskelsteifigkeit des Oberschenkelmuskels sowie die Sehnensteifigkeit in der Achillessehne durch aktives Erwärmen mittels submaximaler Kniebeugewiederholungen, während Takeuchi und Kollegen (2021) signifikante Parameterverbesserungen durch eine Warmwasserapplikation erzielten.
Um akute Beweglichkeitsverbesserungen, Reduktionen der Muskel- und Sehnensteifigkeit sowie einer Verbesserung der Dehnungsresistenz einem Dehnungstraining zuzuordnen, also die Effekte zu denen von Alternativinterventionen abzugrenzen, ist es notwendig, Dehnung nicht nur einer passiven
Kontrollbedingung gegenüberzustellen, sondern überlegene Effekte eines Dehnungstrainings gegenüber lternativinterventionen herauszustellen (Warneke et al. 2024). Reduzierte Kraftleistungen nach einem Dehnungstraining könnten ebenfalls auf allgemeine Ermüdungseffekte
zurückgeführt werden, also auch nicht dehnungsspezifisch sein.
Beweglichkeit Entsprechend ist das Ziel dieses Projektes die akuten Effekte eines Dehnungstrainings auf Parameter
wie und allgemeiner, Kraft, sowie mögliche Erklärungsansätze
(Muskelsteifigkeit, Bindegewebssteifigkeit, Dehnungsschmerzwahrnehmung, Muskeltemperatur) mit den akuten Effekten dynamischen Erwärmungsinterventionen (Fahrradfahren, Joggen) gegenüberzustellen. Das sekundäre Ziel dieses Projekts ist es, die Reliabilität bzw. Validität der
eingesetzten Tests zu ermitteln.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Konrad, Andreas; Ass. Prof. Dr.
Projektleitung intern
Oraze, Manuel; Mag. MA Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Meder, BEd, Julia;
Plöschberger, BEd, Gerit;
Zechner, BSc, Maximilian;
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Während lange Zeit Dehnung standardmäßig in Bewegungsvorbereitungs- und Erwärmungsprogramme aufgrund angenommener Reduktion des Verletzungsrisikos inkludiert wurde (Smith et al. 1994), wird heute von reduzierter Maximalkraftleistungsfähigkeit im Anschluss an ausgiebige statische Dehnungseinheiten ausgegangen (Kay & Blazevich 2012, Simic et al. 2013, Warneke & Lohmann, 2024). Somit wird aktuell von einer Integration statischer Dehnung
insbesondere vor isolierten Maximalkrafttestungen und -belastungen abgeraten. Die zu grundeliegenden Mechanismen sind allerdings weitestgehend ungeklärt. Während lange Zeit
davon ausgegangen wurde, dass dehnungsspezifische Effekte wie beispielsweise eine anschließende
verringerte Reflexaktivität ursächlich sein könnten, stufen Behm und Kollegen (2021) diese spezifischen Adaptationen als unwahrscheinlich ein. Einzig eine reduzierte M-Wave (Auslenkung des Aktionspotentials) wurde als wahrscheinliche Ursache für das sogenannte „stretch-induced force
deficit“ herausgestellt.
Für diese Reduktion kommen aber verschiedene Ursachen in Frage. Während eher zentralnervöse Aspekte wie Ermüdung und damit eine reduzierte Nervenbahnleitfähigkeit hypothetisiert wird (Trajano et al. 2019), können auch periphere Mechanismen eine Rolle spielen. Interessanterweise führt eine langanhaltende Dehnung ähnlich wie submaximale bis maximale Kontraktionen zu einer starken Abschnürung der Blutgefäße, was sowohl zu einer Aufstockung von Stoffwechselendprodukten als auch einer Unterversorgung von Sauerstoff führt, und somit ebenfalls
eine reduzierte Kraftleistung zur Folge haben könnte. Während keine Untersuchungen zu Blutflusseigenschaften während und nach ausgedehnter Dehnungsintervention am Menschen
vorliegen, zeigten Hotta und Kollegen (2018) eine starke Restriktion des Blutflusses während einer 30 Minuten Dehnung im Rattenmuskel. Interessanterweise konnte nach mehrwöchiger Intervention eine verbesserte Kapillarisierung, und somit Durchblutung festgestellt werden. Entsprechend soll die folgende Untersuchung erste Evidenz zu dehnungsinduzierten Blutfluss- und Sauerstoffsättigungseffekten am Menschen liefern.
Mit Hilfe einer Dehnungsorthese wird eine standardisierte Dehnung für 15 und 30 Minuten mit einem
dynamischen Krafttraining sowie einer passiven Kontrollbedingung im Rahmen eines randomisierten
Cross-over Designs durchgeführt und mittels Pre-Post Testungen untersucht.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sprache
Projektleitung gesamt
Grote, Vinzcent; DDr. Mag.
Projektleitung intern
Unger, Alexandra; HS-Prof MMag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
In der orthopädischen Rehabilitation werden patientenbezogene Ergebnismessungen (Patient-Reported Outcome Measures, PROM) und klinische Ergebnismessungen (Clinician-Reported Outcome Measures, CROM) verwendet, um den Gesundheitszustand und die Genesung des Patienten zu bewerten. Ihre Relevanz und Gültigkeit sind jedoch nach wie vor umstritten. Wir haben diese beiden unterschiedlichen Methoden bei Patienten und Patientinnen, die sich einer Knie- oder Hüftendoprothetik unterzogen haben, retrospektiv analysiert.

Ziel dieser Studie war es, die Messeigenschaften von CROMs und PROMs zu bewerten und die Veränderungen während der Rehabilitation von Patienten zu analysieren, bei denen eine Endoprothese der unteren Extremitäten eingesetzt wurde. In diesem Beitrag stellen wir auch eine neue Methode zur Auswertung der Ergebnisse vor.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht