Die ProjektparnerInnen von KlimaAlps verfolgen drei Ziele:
– Entwicklung und Aufbau von KlimaTopen in der Landschaft
– Entwicklung und Aufbau von KlimaModulen
– Entwicklung und Aufbau des KlimaAlps-Netzwerkes
Zur Überprüfung der Ziele, unterzieht sich KlimaAlps einer internen wie externen wissenschaftliche Evaluation. Die KlimaTope wie auch die KlimaModule der Klimapädagogenausbildung werden bereits während der ersten Umsetzungsversuche untersucht (zum Beispiel über Fragebögen und Befragungen von Schüler[inne]n nach Besuch eines KlimaTops). Die Ergebnisse dienen der effektiven Weiterentwicklung der einzelnen KlimaAlps-Produkte und gewährleisten, dass Projektziele erreicht werden können.
Da zahlreiche Berufsfelder in der Berufsbildung sehr stark betroffen sind durch die Veränderungen der fortgeschrittenen Digitalisierung, können mit diesem Projekt Synergien zwischen den Lernorten (Betrieb, Schule, überbetriebliche Kurse sowie auch den beteiligten Hochschulen/Universitäten als Ausbildungsstätte) im Transformationsprozess geschaffen werden. Für die beteiligten Hochschulen/Universitäten in der Schweiz, Deutschland und Österreich können damit bildungsstufenübergreifende Effekte erzielt werden. Die universitäre Ausbildung von künftigen Lehrpersonen wird damit bereits zum aktiven Gestalter im Transformationsprozess. Die beteiligten Berufsfachschulen sind ebenfalls am Puls der Zeit und können im Netzwerk einen Kompetenzaufbau intensivieren, dabei auch den Lehrberuf in seiner Attraktivität fördern. Kaufmännische Tätigkeiten sind gerade durch die fortgeschrittene Digitalisierung betroffen und künftige Lehrpersonen möglichst frühzeitig einzubinden. Institutionelle Ziele sind daher, Ressourcen zu teilen, Expertise aufbauen sowie die Visibilität der Berufsbildung insgesamt erhöhen zu können.
Im Projekt «Primarhörer» (PHT 2128) wurde ein Unterrichtsentwurf für forschendes Lernen zum Thema «Wie hören wir?» im Sachunterricht entwickelt und erprobt. Der Entwurf hat sich in der Erprobung als erfolgreich erwiesen. Die Analyse der Daten wird 2023 abgeschlossen. Auf Basis der erfolgreichen Erprobung wurde eine Fortbildung entwickelt. Die Fortbildung ist bereits mehrfach durchgeführt worden. Es gab sehr positive Rückmeldungen zur Fortbildung. Im Rahmen dieses Projektes soll der Unterrichtsentwurf und die Fortbildung nun so um sprachbildende Elemente ergänzt werden, dass der Unterrichtsentwurf fachlichen Anforderungen an einen sprachbildenden Sachunterricht entspricht. Die Fortbildung soll so gezielt zu einer exemplarischen Einführung in forschendes Lernen und in Sprachbildung im Sachunterricht am Beispiel des Themas «Wie hören wir?» erweitert werden.
Das Ziel des Forschungsprojekts ist herauszufinden, wie mit der Komplexität der aktuellen Anforderungen an das Unterrichten in der Volksschule, geprägt von grundsätzlichen Anforderungen der Kompetenzentwicklungen im Bereich sprachliche Bildung und Lesen und durch plötzlich auftretende Krisen (COVID-19 Pandemie, Ukrainekrieg) zusätzlich erschwert, produktiv und effektiv umgegangen werden kann.
Erarbeitet, adaptiert und untersucht (evaluiert) werden sollen Unterrichtskonzepte
im Bereich der sprachlichen Bildung und Sprachförderung (insbesondere Wortschatzförderung, Bildungssprache, Sprechen)
mit Integration von Mehrsprachigkeit, d.h., ein ressourcenorientierter Umgang mit Mehrsprachigkeit (im Regelunterricht, in Förderklassen und in der Sommerschule),
gestützt durch fächerübergreifende Ansätze für die Lesekompetenzentwicklung und einem Konzept für strategisches Arbeiten mit Texten und
ergänzt durch digitale Lern- und Lehrunterstützungshilfen (mehrsprachige Webseiten, Hörstifte, Übersetzungsapps, etc).
Betrachtet werden soll dabei zum einen der Aspekt der Lernformen (Gruppenkonstellationen, Individualisierung und Differenzierung)
Der Einsatz von Videovignetten ermöglicht die Erschließung und Nutzbarmachung unterrichtlicher Situationen in der universitären Ausbildung (Blomberg et al., 2013) und lässt gleichzeitig eine objektive, proximale Kompetenzerfassung zu (Kunter & Klusmann, 2010; Rehm & Bölsterli, 2014). Die Fähigkeit zur Unterrichtswahrnehmung gilt als ein wesentlicher Bestandteil von Lehrer*innenexpertise (Seidel, Blomberg & Stürmer, 2010), ihre Förderung ist grundlegende Aufgabe von Lehrer*innenprofessionalisierung (Sherin & van Es, 2009). Aktuelle Publikationen versprechen einen Mehrwert von vignettengestützten Formaten für die Lehramtsausbildung (Straub, Geißel & Rehm, 2020) oder untersuchen einzelne Wirksamkeitsaspekte von Videovignetten in Lehr-Lernlaboren (Meister et al., 2020) innerhalb des naturwissenschaftlich-technischen Fächerclusters. Für den Bereich der Professionellen Unterrichtswahrnehmung (PU) besteht hier ein Desiderat in der systematischen Aufbereitung von Lehrkonzeptionen mit Unterrichtsvideovignetten. Mit dem skizzierten Projekt wird dieser Produktbedarf adressiert und folgende Forschungsfrage untersucht:
Gelingt die effektive Förderung der PU in Abhängigkeit unterschiedlicher Lehrveranstaltungsformate?
Schüler*innenvorstellungen haben eine herausragende Rolle für Lehr-Lern-Prozesse (Gropengießer & Marohn, 2018). Eine Fokussierung auf Schüler*innenvorstellungen als bedeutsame theoretische Rahmung fachdidaktischer Forschungs- und Entwicklungsarbeit stellt somit einen tragenden Zugang zur professionellen Wahrnehmung naturwissenschaftlich-technischen Unterrichtsgeschehens dar. Ein Projektertrag ist entsprechend die Etablierung einer DSGVO-konformen Datenbank mit Videovignetten zu Schüler*innenvorstellungen in den beteiligten Fächern. Weiter werden detaillierte Informationen über best-practice-Lehrkonzepte generiert sowie Hypothesen für weiterführende Forschungsprojekte gewonnen.