Projektdetails
Hugo, Russell;
Damit gerät schnell die Attraktivität des Lehrerberufs in dem Blick, denn den jungen Menschen, welche die Hochschulreife erlangt haben, stehen eine Vielzahl von weitere möglichen Berufsausbildungen offen. Die Entscheidung für den Lehrberuf wird durch unterschiedlichste, intrinsische und extrinsische Motive gelenkt. Gesellschaftliches Ansehen, finanzielle Aspekte, Arbeitsbelastung, kognitive Ansprüche, aber auch Aspekte wie Flexibilität und Autonomie, bis hin zur Studiendauer zeichnen eine veröffentlichtes Bild von Lehrer:innen-Arbeit und bestimmen deren Attraktivität.
Die projektierte Studie möchte sich eben dieser Perspektive annehmen und die subjektiv wahrgenommene Attraktivität des Lehrberufs aus Perspektive von Studierenden unterschiedlicher Studienrichtungen und Personen mit nicht-pädagogischen Berufen in einer Querschnittstudie in den Blick nehmen.
Die projektierte Studie fokussiert das Studienerleben von Lehramtsstudierenden und geht im Besonderen der Frage nach, welche Berufswahlmotive von unterschiedlichen Akteursgruppen ins Treffen geführt werden, welche methodisch-didaktischen Vorstellungen diese haben und mit welcher Anstrengungsbereitschaft diese in den Beruf und das Studium einsteigen. Weiters sollen die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und das individuelle Kompetenzerleben vor dem Hintergrund des subjektiven Belastungserleben in den Blick genommen werden. Die Ergebnisse wiederum sollen bildungspolitisch Verantwortlichen dazu dienen Entscheidungen zu validieren oder zu überdenken, wie auch die Ergebnisse hochschuldidaktisch nützbar gemacht werden sollen. Damit verfolgt die Studie das Ziel zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung an Österreichs Schulen einen Beitrag zu leisten.
Innovation
– Bislang vernachlässigter Bereich im Kontext DU und Deutschdidaktik
– Anknüpfungspunkte zu theoretischem Diskurs und Begriffen wie Ökonomisierung, Vermarktlichung, Neoliberalismus, Globalisierung, imperiale Lebensweise und Postdemokratie
Aktualität
– Bildungspolitische Diskussion über Verstärkung dieses Themas an Schulen
– Stärkung und Ausweitung dieses Themenbereichs im österreichischen Lehrplan der Sek 1 und Primarstufe (2022)
– aktueller gesellschaftlicher Diskurs
Praxisrelevanz
– Viele Anknüpfungspunkte zum Literatur-, Lese- und Medienunterricht mit Themen wie Konsum, Armut, Arbeit, (Post)demokratie, (Selbst)Vermarktung und zum Sprachunterricht durch den Sprachwandel via Ökonomisierung und Vermarktlichung
– Integration des Themas in Ansätze der GCED, sdgs, Entrepeneurship
– Medienreflexion, Handlungsfelder Literatur/Film/Computerspiel
Im Mai 2024 wird ein Schwerpunktheft zum Thema „Bildungsberatung“ herauskommen, das von Eva Sattlberger und Fred Burda (extern) verantwortet wird.
Das Vorhaben soll dazu beitragen, durch die Entwicklung und Implementierung von digitalen Lernmitteln im inklusiven Setting Barrieren abzubauen und individuelle Potenziale der aktiv am Lernprozess beteiligten Schüler*innen zu entfalten.
The outputs of the project include a self-reflective tool for teachers to reflect on their competences regarding plurilingual pedagogies and global citizenship education, an online toolkit and a “training and implementation manual for teacher educators” (GCMC Website, 2023)
My role in this project is “Associated partner”, which includes giving feedback on the materials developed for the project.
Friedensbildung kann nicht verordnet, wohl aber gefördert werden. Sie involviert Lehrende und Lernende gleichermaßen: durch Kriegslogiken in Sprache und Games, beim Stöbern in historischen Dokumenten des Pazifismus, beim Reflektieren von Kriegsfibeln und -reportagen, mit Emotion beim Lesen, Schauen und Hören von Antikriegsklassikern… Ideen und Fragen der Beiträge zum stets unvollkommenen Frieden sind Einladung an uns alle.