Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Das Projekt greift zwei bei Jugendlichen sehr beliebte Serien („Game of Thrones“ und „Vikings“) auf, um zu untersuchen, wie sie alteuropäische, archaische Geschlechterrollen naturalisieren. Die zentralen Filmfiguren und ihre Handlungen werden nach der Figurenanalyse von J. Eder (2008) analysiert, und als hegemoniale Subjektfiguren interpretiert. Die Hypothese lautet, dass Geschlechterstereotype zwar oberflächlich modernisiert werden, sich jedoch in den tieferen Strukturen wenig ändert oder eventuell sogar Rückschritte zu vormodernen Rollen sichtbar werden. Das Vorhaben stützt sich auf aktuelle Forschungen zur Subjektivierung (A. Geimer), und geht davon aus, dass Filme Relationen zwischen Subjektnormen und Habitus aufbauen. Die historischen Fiktionen werden als Dokumente des politischen Unbewussten gelesen (Jameson 1981), wobei zu bedenken ist, dass Veränderungen im politisch kulturellen Bereich bereits vor ihrer Umsetzung in Institutionen in Filmen sichtbar werden. Die Ergebnisse dieses Projekts soll die Lehrer_innenbildung im Bereich Geschlechterdemokratie unterstützen.
Literatur:
Besand, A. (Hrsg). Von Game of Thrones bis House of Cards. Politische Perspektiven in Fernsehserien. Wiesbaden: Springer VS.
Böhm, K. (2017). Archaisierung und Pinkifizierung: Mythen von Männlichkeit und Weiblichkeit in der Kinder- und Jugendliteratur. Bielefeld: transcript.
Boni, M. (2017) (Hrsg.). World Building. Transmedia, Fans, Industries. Amsterdam: Amsterdam University Press.
Eder, J. (2008): Die Figur im Film. Grundlagen der Figurenanalyse. Marburg: Schüren.
Geimer, A. (2010). Filmrezeption und Filmaneignung: Eine Qualitativ-rekonstruktive Studie über Praktiken der Rezeption bei Jugendlichen. Wiesbaden: VS Verlag.
Jameson, F. (1981). The Political Unconscious. Narrative as a socially symbolic act. Ithaca, New York: Cornell University Press.
Massumi, B. (2015). Politics of Affect. Cambridge: Polity.
Michel, B. (2006): Bild und Habitus. Sinnbildungsprozesse bei der Rezeption von Fotografien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Peltzer, A. & Keppler, A. (2015). Die soziologische Film- und Fernsehanalyse. Oldenburg: Walter de Gruyter.
Schubart, R. & Gjelsvik, A. (2016). Women of Ice and Fire. Gender, Game of Thrones and Multiple Media Engagements. New York: Bloomsbury.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Haberfellner, Christina;
Projektleitung intern
Egger, Christina; Dr. Dr. habil. Bakk.phil. Dipl.-Päd. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
„Wissenschaftsverständnis” bezeichnet nach Grygier (2008, S. 57) „das Verständnis von Aspekten der Wissenschaftsphilosophie und entspricht im Wesentlichen der Redewendung ‚learning about the nature of science’”. Es besteht eine Reihe an Argumenten, warum Wissenschaftsverständnis im Schulkontext
(resp. Sachunterricht) eine Rolle spielt (u. a. Osborne, Colling, Ratcliffe, Millar & Duschl, 2003; Grygier, 2008). Die Förderung des Wissenschaftsverständnisses in der Grundschule setzt voraus, dass die Lehrkraft nicht nur den Schülerinnen und Schülern metatheoretische Inhalte zutraut, sondern auch sich selbst das notwendige Wissen über die Natur der Naturwissenschaft aneignet und dies im Unterricht zur Anwendung bringt. Betrachtet man die internationale Forschungslage zur Erfassung des Wissenschaftsverständnisses von Lehrkräften, lässt sich jedoch ableiten, dass hier Defizite zu erwarten sind, die sich (a) in einem naiv-szientistischen wie auch (b) in einem radikal relativistischen Wissenschaftsverständnis widerspiegeln (Thoermer & Sodian, 2002; Lunn, 2002; Abd-El-Khalick & Ledermann, 2000; Günther, 2006). Dies hat auch Konsequenzen für die Lehrerinnenaus- und -fortbildung. „Eine Einbindung des Themas ‚Über Naturwissenschaften Lernen’ in die Lerninhalte des Sachunterrichts müsste dann in entsprechender Form in die Ausbildung der Lehrer
integriert werden” (Günter, 2006, S. 72).
Im Forschungsprojekt, das Primarstufenstudierende in den Fokus nimmt, soll zunächst (1) das Wissenschaftsverständnis erfasst und dann (2) im Rahmen einer Lehrveranstaltung gefördert werden. In diesem Zusammenhang wird ein
Vergleich zweier unterschiedlich konzipierter Lehrveranstaltungen (implizite Wissensvermittlung versus Kombination aus expliziter und impliziter Wissensvermittlung) in ihrer Auswirkung auf das Wissenschaftsverständnis angestrebt, um bestehende Forschungsergebnisse im österreichischen Kontext analysieren zu können. Erfasst wird das Wissenschaftsverständnis jeweils am Beginn bzw.
am Ende der Lehrveranstaltung mit der Methode des
Concept Mappings. Der dritte interessierende Aspekt betrifft die Änderungen des Wissenschaftsverständnisses aus der Sicht der Studierenden. Hierzu werden diese nach Absol-
vierung der Lehrveranstaltung und der Erstellung der
Concept Maps um ein Interview ersucht. Sie sollen die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Veränderungen in ihren beiden Concept Maps aus ihrer Sicht darlegen und auf für sie
wichtige Punkte verweisen.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Das Projekt erläutert sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Herstellung gesellschaftlicher Unsichtbarkeit und bewertet die Bedeutung dieser Theorien und Methoden für die Bildungswissenschaften, und zwar speziell für die Lehrer_innenbildung. Aufbauend auf eine bereits durchgeführte Schulbuchanalyse soll gezeigt werden, dass „starken Theorien“ in Bezug auf geschlechtsspezifische Ungleichheitslagen in den Büchern zwar umgesetzt werden, jedoch Sorgetätigkeiten dennoch unsichtbar werden. In den Schulbüchern konnte mit diskursanalytischen Methoden die Wirksamkeit des derzeit gültigen Geschlechterregimes sichtbar gemacht werden. Letzteres ist dadurch gekennzeichnet, dass es Diskurse, Subjekte, Strategien und Sanktionen auf ein bestimmtes Ziel ausrichtet – und zwar auch gegen die bewussten Absichten der Sprechenden und Agierenden. Das bedeutet, dass sich ein Geschlechterregime mittels einer Reihe von geschlechtsspezifischen Maßnahmen konstituiert und durch ordnende Diskurse und begleitende Sanktionen unterstützt wird, um sich in und durch Subjekte zu reproduzieren. Das Projekt soll dieses Zusammenspiel der Faktoren rekonstruieren. Mit Hilfe weiterer diskursanalytischer Erhebungen in Unterrichtsmaterialien der Sekundarstufen, sowie mit wissenssoziologischen Analysen von Bildungsdiskursen und Lehrplänen soll die Herstellung von Unsichtbarkeit spezifischer Personengruppen, Tätigkeiten und Wissensformen als Prozess nachvollziehbar werden. Der Fokus liegt dabei auf den Unterschieden zwischen traditionell als weiblich oder männlich konnotierten Tätigkeiten. Ziel der Forschungen ist es, (meist unbewusste) Prozesse der Herstellung sozialer Unsichtbarkeit zu rekonstruieren und dadurch der Reflexion (speziell von Lehrpersonen) zugänglich zu machen, um die Verteilung von Anerkennung in Zukunft gerechter gestalten zu können.

Literatur:
Brighenti, A. (2007). Visibility. A Category for the Social Sciences. Current Sociology, 55(3), 323–342.
Connell, R. (1999). Der Gemachte Mann: Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Opladen: Leske Budrich.
Gibson-Graham, J. K. (2014). Rethinking the Economy with Thick Description and Weak Theory. Current Anthropology, 55 (S9, Crisis, Value, and Hope: Rethinking the Economy), 147–153.
Honneth, A. (2003). Unsichtbarkeit: Stationen einer Theorie der Intersubjektivität. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
McRobbie, A. (2010). Top Girls: Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Haberfellner, Christina;
Projektleitung intern
Egger, Christina; Dr. Dr. habil. Bakk.phil. Dipl.-Päd. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
„Wissenschaftsverständnis” bezeichnet nach Grygier (2008, S. 57) „das Verständnis von Aspekten der Wissenschaftsphilosophie und entspricht im Wesentlichen der Redewendung‚ learning about the nature of science’”. Es besteht eine Reihe an Argumenten, warum Wissenschaftsverständnis im Schulkontext (resp. Sachunterricht) eine Rolle spielt (u. a. Osborne, Colling, Ratcliffe, Millar & Duschl, 2003; Grygier, 2008). In Österreich wird die Idee einer naturwissenschaftlichen Grundausbildung im Volksschullehrplan nicht explizit erwähnt, einzelne Aspekte einer scientific literacy sind im Lehrplanteil zum Sachunterricht zu finden.
Dennoch bleiben entscheidende Merkmale der wissenschaftlichen Arbeitsweise wie Fragestellungen formulieren, Hypothesen erstellen, Beweise für eine
vertretbare Schlussfolgerung sammeln usw. unerwähnt. Erste Studien (Grygier, 2008; Sodian, Jonen, Thoermer & Kircher, 2006) zeigen, dass bereits das Wissenschaftsverständnis von Viertklässlern durch gezielten, kurzfristigen Unterricht gefördert werden kann. Dies setzt voraus, dass die Lehrkraft nicht nur den Schülerinnen und Schülern metatheoretische Inhalte zutraut, sondern
auch sich selbst das notwendige Wissen über die Natur der Naturwissenschaft aneignet und dies im Unterricht zur Anwendung bringt.
Im hier dargestellten Projekt wird eine vierte Klasse einer Volksschule in den Blick genommen, die sich die Implementierung des naturwissenschaftlichen
Experimentierens als Ziel gesetzt hat. Die geplante Erhebung fokussiert drei Aspekte: Es wird untersucht,
(1) welches Wissenschaftsverständnis Schüler/innen dieser vierten Grundschulklasse aufweisen,
(2) wie sich Lernsituationen in dieser Klasse gestalten, die naturwissenschaftliche Lernchancen bieten und
(3) wie die Lehrkräfte aus ihrer Sicht das „Forschen” im Unterricht integrieren.
Der erste Aspekt fokussiert die Erfassung des Wissenschaftsverständnisses der SchülerInnen der Klasse (n=24) und wird parallel mit Concept Maps und dem
Nature of Science Interview (Carey, Evans, Honda, Jay & Unger, 1989) erhoben. Der zweite Aspekt geht der Frage nach, wie sich Lernsituationen in dieser Klasse gestalten, die naturwissenschaftliche Lernchancen bieten. Hierzu wurden insgesamt acht Unterrichtsstunden videografiert, welche transkribiert bzw. beschrieben werden. Der dritte Aspekt wird untersucht, indem die Lehrpersonen der Klasse befragt werden, wie sie das „Forschen” im Unterricht praktisch
umsetzen. Das transkribierte Interview wird inhaltsanalytisch ausgewertet.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Suppert, Simone; Mag.
Projektleitung intern
Suppert, Simone; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Zunächst soll untersucht werden, ob und in welchen Werken (Schwerpunkt: Kinder- und Jugendliteratur) für den Chemieunterricht geeignete Textstellen zu finden sind. Danach werden mithilfe ausgewählter Textstellen passende Erarbeitungs- und Übungsaufgaben zu den im Lehrplan für Chemie vorgesehen Inhalten für den Unterricht entwickelt, der erste Fragebogen rund um das Interesse und die Motivation der Schüler*innen zur Chemie und ihrem Leseverhalten sowie zur Überprüfung der Lesekompetenz erarbeitet werden. Danach werden in zwei weiteren Studienteilen die ausgearbeiteten Aufgaben mit Oberstufenklassen (Sekundarstufe II) im Vergleich zum Einsatz von Schulbüchern überprüft und die gewonnenen Daten analysiert. Zudem soll überprüft werden, ob durch den Einsatz von Literaturstellen der nachhaltige Lernertrag erhöht werden kann.
Beschreibung (engl.)
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Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kühberger, Christoph; Dr.
Projektleitung intern
Kühberger, Christoph; Dr. phil.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2018
Beschreibung
siehe englische Beschreibung
Beschreibung (engl.)
A paradigm shift within history didactics from a focus on content to a domain-specific competence orientation was implemented in the first decade of the 21st century. In this context, the challenge for history textbooks is that
they are potentially to prepare the ground for the development of historical competencies and, in the process, contribute to the development of a reflected historical consciousness.
This project pursues three main objectives:
Firstly (1), it will be determined using qualitative/quantitative triangulation methodology how teachers and pupils of secondary schools (grades 5-8) in Austria use the textbook and what role the competence orientation demanded by curricula and by history didactics plays in this context. An observation of textbook use in classrooms will be conducted, which will be followed by both in-depth-interviews with teachers about the motives of their approaches and a subsequent quantitative survey about textbook use directed to both teachers and pupils. It has been pointed out for decades that there is a research gap about the use of textbooks in classroom instruction, and this study aims to fill part of this gap with respect to the use of history textbooks in Austria.
Secondly (2), extensive textbook analyses of selected historical chapters in all approved Austrian secondary school (grades 5-8) history textbooks will determine how advanced the shift toward a domain-specific competence orientation in Austrian textbooks is and whether textbooks provide materials and approaches that potentially help students to learn to think historically. In this context different elements by which a textbooks is constructed (author’s text, images, sources, work orders, etc.) will be taken into consideration. It will be asked how ongoing discussions in the didactics of history with respect to the requirements of a domain-specific competence orientation are reflected in textbooks.
The final objective (3) is to determine whether there is a positive correlation between a competence orientation and an academic orientation, in the sense of Jörn Rüsen’s theory of the three plausibilities, in textbooks. By comparing the manifestation of the academic orientation and the competence orientation, it is possible to check the hypothesis that a higher degree of competence orientation in a textbook correlates with a higher degree of empirical, narrative and normative plausibility. The hypothesis assumes that the academic quality rises as a result of the disclosure of the structure of the historical narratives in textbooks that is required in competence-oriented approaches.
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Trültzsch-Wijnen, Christine Wilhelmina; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Trültzsch-Wijnen, Christine; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Naringbauer, Alexander; MMag. Bakk.Komm.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Welche Bedeutung hat das Konzept der „redaktionellen Gesellschaft“ für eine Schule der Zukunft?
Was muss in der Lehramtsausbildung vermittelt werden, um LehrerInnen auf eine „redaktionelle Gesellschaft“ vorzubereiten?
In diesem Projekt sollen die Chancen aber auch potentiellen Probleme dieses Konzepts analysiert und dessen Möglichkeiten für den Unterricht in der Primarstufe und in der Sekundarstufe herausgearbeitet werden. Darüber hinaus sollen basierend auf den Ergebnissen dieser Arbeit Möglichkeiten für weiterführende Forschungs- und Praxisprojekte diskutiert werden.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Lehrer, Johann; Mag. Dipl.-Päd.
Projektleitung intern
Lehrer, Johann; Mag. Dipl.-Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
Neueste Befunde der Bildungs-­ und Berufsbildungsforschung werden in der Berufsbildung intensiv diskutiert. Der Kontext des Schul-­ und Bildungswe­sens wird von zwei Faktoren, nämlich der demographischen Entwicklung und den sozioökonomischen Hintergründen der österreichischen Schülerinnen und Schüler, bestimmt. Diese beiden Faktoren, die den Kontext des Schul­- und Bildungswesens beschreiben und von den Akteurinnen und Akteuren nicht be­einflusst werden können, sind sowohl in der Ausbildung im elementarpädagogischen Bereich als auch in der Fort- und Weiterbildung der Berufsbildung mittelbar determinierend wirksam.
Der familiäre und soziale Hintergrund von Schülerinnen und Schülern, einer von vielen Gelingens­ bzw. Misslingensfaktoren, die in der Schule wirksam werden, ist dementsprechend auch in der Aus­, Fort- und Weiterbildung der Berufsbildung (AFWB der BB) mitzudenken.
Wichtige Faktoren, die für einen Misserfolg der Jugendlichen in der Berufsbildung verantwortlich sein können, lassen sich folgendermaßen festmachen: Für mehr als die Hälfte der Auszubildenden spielt die Gleichaltrigengruppe (z. B. peer-group), der Ausbildungsbetrieb und das außerschulische Umfeld (z. B. Berufsschulinternate) eine entscheidende Rolle.
Dementsprechend werden folgende Leitfragen in der geplanten empirischen Untersuchung diskutiert:
Wie definieren Berufsschulinternate und deren Personal ihre Rolle in kompensationspädagogischer Hinsicht?
Welche Weiterentwicklungspotenziale bezüglich biographischer Entwicklungsaufgaben bzw. pädagogischer Leistungsfähigkeiten sehen die Landesberufsschulinternate (­heime)?
Welche Rolle können Berufsschulinternate für die Berufsschülerinnen und- schüler in kompensationspädagogischer Hinsicht beim Erkennen von Gelingens­ bzw. Abbau von Misslingensbedingungen spielen?
Die Kombination qualitativer und quantitativer Verfahren soll dazu führen, dass auf der Grundlage der Befragung von SchülerInnen Hypothesen generiert werden und im Anschluss daran die Forschenden ihre Expertise aus der lang­jährigen Erfahrung und Arbeit mit Berufsschülerinnen und
­schülern an den Berufsschulen bzw. in Berufsschulinternaten beim Lösen der Forschungsfragen mit einbringen. Mögliche neue Forschungsfragen – eventuell das Ergebnis der
hypothesengenerierenden Forschungsmethode – könnten mit Hilfe wissen­schaftlicher Fragebögen einer Beantwortung zugeführt werden.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Projektleitung intern
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2025
Beschreibung
Die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig hat im November 2014 mit ihrer Umbenennung nach Stefan Zweig, dem „rastlos umherwandernden Juden“ (George Prochnik), ein Statement gesetzt.

Mit dem vorliegenden Forschungsprojekt wird nun ein wissenschaftlicher Beitrag der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig zur Auseinandersetzung zum Thema „Judentum, Bildung und Kritische Theorie“ geliefert.

Im Zentrum dieses Forschungsprojektes steht die Auseinandersetzung mit dem Themenschwerpunkt „Judentum und Bildung” mit fragendem Blick hin zur Kritischen Theorie
und hier insbesondere zu den Schriften Max Horkheimers: Welche Rolle spielt bei ihm das alttestamentliche Bilderverbot für den Begriff der Bildung?

Angesichts der furchtbaren Ereignisse in der Geschichte, insbesondere im 20. Jahrhundert, hat sich Horkheimer in vielfältiger Weise engagiert und sich selbst als Pädagoge und Erzieher der studierenden Jugend in der Tradition der Aufklärung verstanden.

Die Erziehung zur Mündigkeit, die die Beteiligung am demokratischen Prozess miteinschließt und die
Herbeiführung vernünftiger, humaner Verhältnisse bezweckt, muss allerdings den historischen Erfahrungen Rechnung tragen.

Zu diesen Erfahrungen gehört die Erkenntnis, dass
„positiv“ formulierte Ideen und Gesellschaftsentwürfe in Barbarei umschlagen. Besonders nach 1933 verstärkt sich beim Haupt der Kritischen Theorie die Skepsis, ja die Ablehnung
gegenüber Strömungen, die das Gute, das Wahre, konkretisieren und positiv definieren.

Lässt sich dieses Misstrauen als Ausdruck dessen begreifen, was in der hebräischen Bibel als „Bilderverbot“ gilt?

Horkheimer, der über das Judentum viele Notizen verfasst hat, stellt immer wieder die Verbindung zu diesem Motiv her. Das „Bilderverbot“ kann daher als eine der Hauptmaximen der Kritischen Theorie bezeichnet werden.

Das Forschungsprojekt erarbeitet als Kern den Bildungs- und Erziehungsbegriffs der Kritischen Theorie in Verbindung mit dem alttestamentlichen Bilderverbot. In seiner alten
Fassung verbietet es eine visuelle Darstellung Gottes. In der Kritischen Theorie wird es verbalisiert und meint konkret das Verbot, etwas als absolut zu bezeichnen bzw. das Absolute zu definieren und mit „positiver“ Sprache zu belegen. Was die Kritische Theorie hier bezweckt, ist ein Verbot der positiven Verbalisierung des Absoluten.

Stattdessen kultiviert sie die Methode der „bestimmten Negation“, des Zweifels, der Kritik.

Das jüdische Bilderverbot wirkt in der Kritischen Theorie als Orientierungsmarke für eine nicht-positiv, nicht-rezepthaft verstandene Ausformulierung von Bildung fort.

Datenerhebungen zur Korrespondenz von Horkheimer, Recherchen im Archiv des Instituts für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und
Expert_inneninterviews werden diese Perspektive freilegen, um a) die Lehrerprofessionalisierung zu erweitern und zu diversifizieren, b) den dabei gängigen Bildungsbegriff und
c) den darauf sich beziehenden Wissensbegriff neu und kritisch zu hinterfragen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
BAUER, Lisa; Mag.
Projektleitung intern
Scharinger, Lisa; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Im Rahmen der Dissertation soll der Frage nachgegangen werden, welche Formen von Begabungen am Beginn der Sekundarstufe I im Unterrichtsfach Bewegung und Sport differenziert werden können und wie diese zu erfassen sind. Ziel ist es, basierend auf der sportpädagogischen Kompetenzforschung sowie Erkenntnissen der Begabungsforschung ein multidimensionales Diagnoseinstrument zu entwickeln und empirisch zu prüfen, da es sich hier um ein Forschungsdesiderat handelt. Dabei sollen wesentliche Themenbereiche des kompetenzorientierten Bewegungs- und Sportunterrichts abgedeckt und die Beziehung zu dem dynamischen Begabungsbegriff verdeutlicht werden. Es entstehen Verschnitte die durch die hervorgehenden Dimensionen von Begabung im Sport zunächst erläutert werden und in weitere Folge zu Fallvignetten operationalisiert werden sollen.Das Diagnoseinstrument soll es Lehrpersonen damit ermöglichen, vor dem Hintergrund der Ergebnisse die individuellen Begabungsprofile ihrer Schüler/inne/n zu erkennen und den Unterricht darauf abstimmen zu können. In diesem Zusammenhang werden auch Interesse und Lernmotivation der Schüler/inne/n als Schlüsselfaktoren effektiver Förderung und langfristigen Lernerfolges erhoben. Damit soll ein umfassendes Begabungsprofil konzipiert werden, das über die bloße sportmotorische Ebene hinausweist und Interessen sowie Lernmotivation miteinschließt.
Beschreibung (engl.)
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Bericht