Als Lehr- und Forschungseinrichtung stellt das GameLab die Ausstattung zur Verfügung, um spielbasiertes Lernen erfahrbar, gestaltbar und beforschbar zu machen. Um eine größere Reichweite und Niederschwelligkeit zu erlangen, sollen im Rahmen des Projekts bestehende Workshops für bildungsferne Zielgruppen angepasst, weiterentwickelt und durchgeführt werden.
Die Auseinandersetzung mit Ambiguität stellt für die Lehrer:innenbildung eine Möglichkeit dar, persönliche Weiterentwicklung und Professionalisierung im Umgang mit Kontingenz auszubilden. Über die selbstreflexive Auseinandersetzung mit Konzepten aus divergierenden Blickwinkeln und Provokationen, um Dilemmata und Aporien sichtbar zu machen, können Lehrende angeregt werden, Einstellungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen und daraus Schlussfolgerungen für veränderte Handlungsmuster zu antizipieren.
Im Zentrum dieses Projektes stehen nun Fragestellungen, inwieweit Lehrende an Pädagogischen Hochschulen Mehrdeutigkeit zulassen, Offenheit akzeptieren, divergentes Denken anwenden, kreative Lösungsansätze entwickeln, Resilienz aufweisen und bereit sind, Kontingenz und adäquate Reflexion in ihre Lehrveranstaltungen einzubeziehen.
In unserem Projekt wollen wir Materialien für differenzierte Lerngelegenheiten entwickeln, die von Fragen und Problemen einer nachhaltigen Entwicklung ausgehen und hin zum reflektierten Handeln führen sollen. Als praxisnahe Methode für die Primarstufe wählen wir dazu Fermi-Aufgaben. Im Rahmen des Projekts „Fermi-Aufgaben zur nachhaltigen Entwicklung“ wird an dem Aufbau einer Website gearbeitet (https://kphvie.ac.at/christiannosko/fermi-aufgaben.html), wo Materialien für Schüler:innen und Lehrer:innen zum Download angeboten werden. Der Einsatz sowie die Wirksamkeit der Materialien sollen wissenschaftlich begleitet und beforscht werden.