Projektdetails
Hugo, Russell;
In unserem Projekt wollen wir Materialien für differenzierte Lerngelegenheiten entwickeln, die von Fragen und Problemen einer nachhaltigen Entwicklung ausgehen und hin zum reflektierten Handeln führen sollen. Als praxisnahe Methode für die Primarstufe wählen wir dazu Fermi-Aufgaben. Im Rahmen des Projekts „Fermi-Aufgaben zur nachhaltigen Entwicklung“ wird an dem Aufbau einer Website gearbeitet (https://kphvie.ac.at/christiannosko/fermi-aufgaben.html), wo Materialien für Schüler:innen und Lehrer:innen zum Download angeboten werden. Der Einsatz sowie die Wirksamkeit der Materialien sollen wissenschaftlich begleitet und beforscht werden.
Folgende inhaltiche Schwerpunktsetzungen stehen dabei im Vordergrund: Pädagogische Ansätze, die sich mit der sprachlichen Vielfalt und Mehrsprachigkeit in einem interdisziplinären Umfeld befassen. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, fruchtbare Diskussionen über Mehrsprachigkeit in Bildungseinrichtungen in verschiedenen europäischen Ländern, unterschiedliche Perspektiven und Forschungstraditionen sowie Wege des Transfers in die Lehrer:innenbildung aufzuzeigen.
Theoretische Fundierung: Aufbau eines gefestigten Zahlbegriffes, Inversion aus inklusiver Sicht, historische Beleuchtung, Vergleich zu anderen Ländern…
Die geplante Forschung soll im Mai 2024 als experimentelle 4-Perioden-Panelstudie mit randomisiertem Cross-over mittels der Diktier-App „Zwanzigeins“ (https://zwanzigeins.jetzt/app/) erfolgen. Studierende des zweiten Semesters am Standort Krems werden im Zuge des unbetreuten Selbststudiums der LV „Didaktik der Arithmetik“ Daten von jeweils sechs (zufällig gewählten) Schulkindern ihrer Praxisklasse erheben.
Die erhobenen Daten werden dankenswerterweise von Herrn PD Dr. Morfeld mittels Statistikprogramm Stata 14 ausgewertet (deskriptiv: z.B. Box-Plots, analytisch: fixed-effects Regressionsmodelle). Datenanonymität und -sicherheit werden an jedem Punkt des Forschungsprozessen gewahrt.
Geplant sind gemeinsame Disseminationen (ev. GGK 2025; GDM 2025).
Die Auseinandersetzung mit Ambiguität stellt für die Lehrer:innenbildung eine Möglichkeit dar, persönliche Weiterentwicklung und Professionalisierung im Umgang mit Kontingenz auszubilden. Über die selbstreflexive Auseinandersetzung mit Konzepten aus divergierenden Blickwinkeln und Provokationen, um Dilemmata und Aporien sichtbar zu machen, können Lehrende angeregt werden, Einstellungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen und daraus Schlussfolgerungen für veränderte Handlungsmuster zu antizipieren.
Im Zentrum dieses Projektes stehen nun Fragestellungen, inwieweit Lehrende an Pädagogischen Hochschulen Mehrdeutigkeit zulassen, Offenheit akzeptieren, divergentes Denken anwenden, kreative Lösungsansätze entwickeln, Resilienz aufweisen und bereit sind, Kontingenz und adäquate Reflexion in ihre Lehrveranstaltungen einzubeziehen.
Das erkenntnisleitende Interesse dieser Pilotstudie bezieht sich darauf, wie Bachelorstudierende den per se herausfordernden Berufseinstieg ohne abgeschlossene Grundausbildung mit der zusätzlichen zeitlichen Belastung eines Bachelorstudiums erleben und bewältigen. Ganz konkret interessieren
o allfälligen Differenzen in Bezug auf deren individuellen Belastungserlebens zwischen Bachelorstudierenden mit bzw. ohne vorzeitigem Berufseinstieg,
o die Motivlagen für den frühzeitigen Berufseinstieg,
o die Gestaltung des Berufseinstiegs,
o die subjektiven Belastungen,
o die Strategien im Umgang mit den Anforderungen,
o mögliche Unterstützungsszenarien an der Hochschule,
o die Erfahrungen mit Veranstaltungen im Rahmen der Induktionsphase
o allfällige Einstellungsveränderungen zum Lehramtsstudium,
o die Sichtweise zum Theorie-/Praxisbezug im Lehramtsstudium.
Das explorativ wissenschaftliche Vorgehen ist empirisch-qualitativ und quantitativ. Alle Bachelorstudierende werden eingeladen an einer quantitativen Befragung (Fragebogenstudie) teilzunehmen. Bachelorstudierende mit vorzeitigem Berufseinstieg werden zudem ersucht an leitfadengestützten Interviews (anonym und freiwillig) mitzuwirken.
Damit gerät schnell die Attraktivität des Lehrerberufs in dem Blick, denn den jungen Menschen, welche die Hochschulreife erlangt haben, stehen eine Vielzahl von weitere möglichen Berufsausbildungen offen. Die Entscheidung für den Lehrberuf wird durch unterschiedlichste, intrinsische und extrinsische Motive gelenkt. Gesellschaftliches Ansehen, finanzielle Aspekte, Arbeitsbelastung, kognitive Ansprüche, aber auch Aspekte wie Flexibilität und Autonomie, bis hin zur Studiendauer zeichnen eine veröffentlichtes Bild von Lehrer:innen-Arbeit und bestimmen deren Attraktivität.
Die projektierte Studie möchte sich eben dieser Perspektive annehmen und die subjektiv wahrgenommene Attraktivität des Lehrberufs aus Perspektive von Studierenden unterschiedlicher Studienrichtungen und Personen mit nicht-pädagogischen Berufen in einer Querschnittstudie in den Blick nehmen.