Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2025
Beschreibung
Das Projekt befasst sich mit den Denk- und Fehlerprozessen von Schüler*innen der Sekundarstufe I beim Mathematisieren von Sachverhalten. Mathematisieren, der Vorgang des Übersetzens eines Sachverhalts aus der Wirklichkeit in die Mathematik, ist eine wesentliche Teilkompetenz des mathematischen Modellierens und zugleich ein zentraler und aktueller Inhalt des Mathematikunterrichts der Sekundarstufe I in Österreich. Die Verdichtung der Informationen und die Beschreibung im Rahmen der Mathematisierung erfolgt mithilfe der mathematischen Symbolsprache. Dass beim Aufstellen von Termen und Formeln im Zusammenhang mit Sachsituationen Schwierigkeiten auch bei den österreichischen Schülerinnen und Schülern auftreten, ist aus früheren Untersuchungen bekannt (vgl. Malle, 1993). Über die aktuellen Schwierigkeiten, die in diesem Kontext im österreichischen Mathematikunterricht auftreten, liegen nur vereinzelt systematische Befunde vor. Plangg et al. (2022) liefern erste Hinweise dazu. Das Ziel des vorliegenden Projekts ist es, die Denk- und Fehlerprozesse von Schüler*innen der Sekundarstufe I beim Mathematisieren von Sachverhalten zu untersuchen. Konkret geht es darum, die ersten Erkenntnisse aus Plangg et al. (2022) zu prüfen und zu erweitern. Zu diesem Zweck werden Schüler*innen und Schüler der Sekundarstufe I Aufgaben zum Mathematisieren von Sachsituationen zur Bearbeitung vorgelegt. Die Analyse der entsprechenden Denk- und Fehlerprozesse erfolgt auf Basis der Methode des Lauten Denkens.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Jonas, Eva; Univ.-Prof.in
Projektleitung intern
Hawelka, Verena; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2024
Beschreibung
Die hohe Quote der prüfungsinaktiven Studierenden stellt Universitäten österreichweit vor eine Herausforderung. Viele
Studierende entscheiden sich zwar aktiv für ein Studium, erzielen aber dann keine angemessenen Fortschritte. Die
Ursachen sind vielfältig und variieren je nach Studiengang und Studierendengruppe, wie etwa „First Generation
Students“ (FGS) oder strukturell benachteiligte Studierende. Das Gefühl „nicht dazu zu gehören“ ist dabei ein
grundlegendes Problem, welches noch verstärkt wird, wenn Informations- und Interaktionsdefizite im Studium vorliegen.
FGS stehen beispielsweise dem Unverständnis der Herkunftsfamilie gegenüber sowie dem Druck, alles alleine schaffen
zu müssen (Bernhardt et al., 2013). Finanzielle und soziale Hürden addieren sich zu fehlendem Wissen über nächste
Schritte und notwendige Handlungen für ein erfolgreiches Studium.Insbesondere bei Schwierigkeiten und Rückschlägen im Studium entsteht ein ungünstiger Kreislauf aus Frustration,
Stress, sozialer Isolation, Angst, vermehrten Zweifeln, Hemmung und Passivität. Unklarheiten, wie es weitergehen
könnte, tragen zu der bangen Frage bei, ob man selbst am richtigen Platz und auf dem richtigen Weg ist. V.a.
Studierende aus gesellschaftlich benachteiligten Gruppen sind sehr sensibel für Signale mangelnder sozialer
Zugehörigkeit und attribuieren Leistungsschwierigkeiten und Rückschläge im Studium oftmals auf die eigene
mangelnde Passung, was den ungünstigen Kreislauf verstärkt (Walton & Cohen, 2007). Damit einhergehende
Studienverzögerungen und finanzielle Belastungen führen häufig zum Studienabbruch.
Das Gefühl „nicht dazu zu gehören“ kann sich auch aus der mangelnden Identifikation mit dem eigenen Studienfach
ergeben. So fühlen sich z.B. Lehramtsstudierende trotz einer School of Education aufgrund ihrer unterschiedlichen
Fächer an mehreren Fachbereichen meist nicht richtig zugehörig (vgl. Hochschulrektorenkonferenz, 2013) und
entwickeln keine Fachidentität. Diese wäre jedoch sowohl für das Commitment als auch für die Qualität des fachlichen
Wissens von Bedeutung. Eine fachkulturelle Heterogenität, mangelnde Verinnerlichung von „fachspezifischen Denkund
Handlungsmustern“ und strukturelle Rahmenbedingungen erschweren die universitäre Sozialisation (Alheit, 2014;
Vosgerau, 2005).
Nutzen und Ziele des Projekts
Um die soziale Zugehörigkeit zur Universität Salzburg und die Identifikation mit dem eigenen Studienfach zu erhöhen,
soll die soziale Vernetzung der Studierenden auf verschiedenen Ebenen durch ein Community Networking & Mentoring
Projekt gefördert werden. Möglichkeiten der Digitalisierung werden hierbei sinnvoll eingesetzt und mit dem Erleben
eines echten sozialen Austausches so verbunden, dass unterstützende Peer-Kontakte aufgebaut, die Identifikation mit
erfolgreich Studierenden gefördert, das Selbstmanagement nachhaltig gestärkt und die Studien- und Prüfungsaktivität
erhöht werden.
a) Förderung des sozialen Kontaktes und fachlichen Austausches zwischen Studierenden eines Studienfaches und
zwischen Lehramt- und Hauptfachstudierenden (PLUS & PH),
b) Austausch mit Vorbildern und Rollenmodellen im Rahmen eines online gestützten Peer-Mentoring Programms für
Studienanfänger/innen,
c) Verminderung der Risikofaktoren für Studieninaktivität indem gefährdete Studierende gezielt auf persönlicher,
fachlicher und struktureller Ebene unterstützt werden.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Digitale Technologien wie programmierbare Roboter bieten neue Möglichkeiten mathematische sowie informatische Inhalte für die Schüler*innen in Einem erfahrbar zu machen. Besondere Relevanz erhält dieses Thema aufgrund von aktuellen Offensiven im österreichischen Schulwesen wie die Einführung des Pflichtgegenstandes „Digitale Grundbildung“ in der Sekundarstufe I, der 8-Stufenplan für die Digitalisierung sowie die DLPL-Pilotprojekte (Denken lernen – Probleme lösen) zur Förderung von informatischem Denken, Coding und Robotik in der Primar- und Sekundarstufe I. Informatische Konzepte sind die Grundlage für die Mitgestaltung in einer digital vernetzten Welt und damit wesentlicher Bestandteil einer allgemeinbildenden Schule. Das Hauptziel dieses Projekts ist die Entwicklung und Evaluation eines Handlungsrahmens für den Einsatz von fahr- und programmierbaren Robotern im Mathematikunterricht der Sekundarstufe. Damit wird die Grundlage für das Design von Unterrichtseinheiten geschaffen und die wesentlichen pädagogischen Umsetzungsstrategien akzentuiert. Dies stellt die Basis für den qualitätvollen Einsatz von derartigen Technologien im Unterricht dar. Die Entwicklung dieses Rahmens basiert im Wesentlichen auf Literaturrecherchen und -analysen sowie die Einbindung von Erfahrungen aus laufenden Projekten wie „Mathematikunterricht mit expressiven digitalen Medien“ (Projektleiter: Simon Plangg). Die Evaluation des entwickelten Handlungsrahmens erfolgt dann anhand von damit gestalteten Unterrichtseinheiten mit Schüler*innen im „Robotiklabor“ an der Pädagogischen Hochschule Salzburg im Rahmen des laufenden FFG-Projekts „Digital-kooperativ-interdisziplinär: Unterrichtskonstellationen vor dem Anspruch von Digitalisierung und Medienbildung“ (INTER-DI-KO, Projektleitung: Christine Trültzsch-Wijnen).
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kainhofer, Judith Maria; Dr.
Projektleitung intern
Kainhofer, Judith Maria; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Dannowsky, Janika Stephanie; BA. MA.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2026
Beschreibung
Ausgangspunkt für das Forschungsprojekt ist die Beobachtung, dass u.a. die Verbesserung der Fachkraft-Kind-Interaktion, sprachbewusste Unterrichtsgestaltung und -gesprächsführung sowie (äußere) Mehrsprachigkeit in Qualifizierungskonzepten oft aufgegriffen werden, während andere Formen sprachlicher Heterogenität kaum berücksichtigt scheinen (vgl. auch die Kritik in Rödel & Simon, 2019; Kainhofer & Weiß, 2020; Kainhofer, 2021).
Eine systematische Analyse und Aufarbeitung bestehender Konzepte mit unterschiedlichem Zielgruppenfokus und bezüglich der Repräsentiertheit sprachlicher Varietäten, unterschiedlicher Sprachlerndispositionen und spezifischer (bildungs-)sprachlicher Mittel steht jedoch aus.
Im Projekt sollen vorliegende Qualifizierungskonzepte und -materialien für die Professionalisierung von Pädagog*innen für sprachliche Bildung für die Elementar-, Primar-, Sekundar- und Tertiärstufe mit Hinblick auf (i) die Repräsentiertheit unterschiedlicher Formen sprachlicher Heterogenität, (ii) die Repräsentiertheit von unterschiedlichen, v.a. komplexeren bildungssprachlich relevanten, sprachlichen Mustern sowie (iii) die Repräsentiertheit unterschiedlicher Varietäten der Sprachverwendung analysiert werden.
Es soll geklärt werden, ob und inwiefern vorliegende Qualifizierungskonzepte für die Professionalisierung von (angehenden) Pädagog*innen für sprachliche Bildung für unterschiedliche Stufen des Bildungssystems unter inklusiver Perspektive geeignet sind, etwa indem auch auf die Ausbildung von kritischer Varietätenkompetenz, differenzierte Kompetenzen im Umgang mit äußerer und innerer Mehrsprachigkeit, aber auch Kompetenzen im pädagogisch-didaktischen Umgang mit unterschiedlichen Formen von sprachlichen Einschränkungen und eine alters- und entwicklungsadäquate, diversitätssensible, Lerndispositionen berücksichtigende und stärkenorientierte Planungs- und Handlungskompetenz abgezielt wird – bzw. unter Verwendung der jeweiligen Qualifizierungskonzepte und -materialien abgezielt werden kann.
Methode: Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Analyseschemas sowie kriteriengestützte Evaluierung und Analyse ausgewählter Qualifizierungskonzepte und -materialien für die sprachliche Bildung für die Elementar-, Primar-, Sekundar- und Tertiärstufe hinsichtlich der genannten Aspekte
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kainhofer, Judith Maria; Dr.
Projektleitung intern
Kainhofer, Judith Maria; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Fuchs, Eva; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2026
Beschreibung
Neben spezifischem Wissen und Planungs-/Handlungskompetenzen sind für sprachliche Bildung insbesondere Wahrnehmungen sowie Einstellungen und Haltungen zentral (z.B. Becker-Mrotzek & Roth, 2017). Erkenntnisse der Professionalisierungsforschung deuten auf sukzessiven Kompetenzaufbau von der Ausbildung bis zur Praxis/Weiterqualifizierung bei entsprechendem Angebot hin (z.B. Jungmann, Koch & Etzien, 2013 zu Sprachförderkompetenz). Individuelle Haltungen und der Habitus der Institution sind ebenso entscheidend (z.B. Bock, 2020), weiters sprachbiografische Aspekte. Oft wird v.a. auf Deutsch als Zweitsprache im Schulkontext abgezielt (Ender, Greiner & Strasser, 2020), zu anderen Aspekten, zumal im tertiären Bereich, bestehen Forschungslücken (Dannerer & Mauser, 2018).
Die inklusive PH Salzburg bekennt sich in ihrem Strategiepapier zur sprachlichen Bildung zu einer breiten, systematischen und nachhaltigen Verankerung von Sprachbildung in all ihren Aufgaben- und Kompetenzbereichen. Ausgangspunkt für eine qualitätsgesicherte Umsetzung muss eine empirische Erhebung des Ist-Standes sein, die bisher noch aussteht. Hier setzt das Projekt an: als perzeptiv-attitudinale Studie, die – um dem vielschichtigen Untersuchungsgegenstand gerecht zu werden – wissenschaftsdömänenübergreifend (u.a. Sprach(en)didaktik, Soziolinguistik, Professionalisierungsforschung) angelegt ist.
Konkret sollen im Forschungsprojekt insbesondere Aspekte in Zusammenhang mit folgenden Bereichen beforscht werden:
– Konzepte von sprachlicher Bildung und Sprachförderung bei unterschiedlichen Akteur*innen der PH Salzburg
– Wahrnehmungen und Einstellungen zu sprachlicher Bildung und Sprachförderung in inklusiven pädagogischen Settings, z.B. zu innerer und äußerer Mehrsprachigkeit, sprachlichen Registern, unterschiedlichen Aspekten sprachlicher Heterogenität (inkl. eingeschränkten Sprachkompetenzen) sowie normativen Aspekten der Sprachverwendung
– Wahrnehmung der derzeitigen Umsetzung von sprachlicher Bildung und Sprachförderung an der PH Salzburg
– Zusammenhänge mit der eigenen Sprachbiografie, dem berichteten Sprachgebrauch oder anderen soziodemografischen Angaben
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sommer, Nicola; Dr.
Projektleitung intern
Sommer-Rainer, Nicola; Mag. Dr. MSc. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Klug, Julia Loretta; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
In Ö leiden rund 400.000 Menschen an einer der etwa 8.000 bekannten seltenen Erkrankungen, in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Rund 75% der seltenen Erkrankungen sind genetisch bedingt, daher machen sich viele schon im frühen Kindesalter bemerkbar. Dennoch ist der Weg von den ersten Symptomen bis zur Diagnosestellung oft ein sehr langer, der mit vielfältigen psychosozialen Auswirkungen auf die gesamte Familie und deren Umfeld einhergeht (Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, 2022).
In den letzten Jahrzehnten wird eine Verschiebung von früher bedrohlichen (Infektions-)Krankheiten bei Kindern hin zu chronischen und seltenen Erkrankungen beobachtet. Medizinische Erfolge erhöhen die Lebenserwartung bzw. Lebensqualität, sodass viele der Betroffenen eine Ausbildung absolvieren können. Dennoch gibt es für diese Kinder einige Hürden im (Schul-)Alltag, weshalb (zukünftige) Lehrpersonen gezielt aufgeklärt und geschult werden sollten (Voigtländer, 2012; HBSC, 2016).
Ziel der empirischen Studie war es, zu erforschen, wie sich das Selbstwirksamkeitsgefühl und die Einschätzung der eigenen Kompetenz im Umgang mit einem betroffenen Kind durch eine Online-Lehrveranstaltung in Aus- und Fortbildung von (zukünftigen) Lehrpersonen verändern. Des Weiteren wurden die Fragen gestellt, wie hoch Vorwissen und Vorerfahrungen bei Lehrpersonen vor der Lehrveranstaltung waren und wie die Teilnehmer:innen die Lehrveranstaltung empfunden haben.
Es handelt sich bei der vorliegenden Studie um eine quantitative Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten, dem ersten zu Beginn des Online-Seminars (Prätest) und dem zweiten am Ende des Online-Seminars (Posttest). Neben demographischen Variablen wurden das Vorwissen und die Vorerfahrung zum Umgang mit seltenen Erkrankungen erhoben.
Die selbst eingeschätzten Kompetenzen zum Umgang mit seltenen Erkrankungen wurden mittels eines Kompetenzscreening-Fragebogen nach Bergsmann et al. (2017; CSQ-HE) erfasst. Hierbei wurden zehn Kompetenzen zum Umgang mit seltenen Erkrankungen eingefügt, die zuvor in einem Kompetenzmodell orientiert an Gutzweiler, Neese & In-Albon (2020) formuliert wurden (z.B. Akute Komplikationen managen; Spezielle Unterrichtssettings mit Rücksichtnahme auf die Erkrankung organisieren und durchführen). Die Teilnehmer_innen schätzen schließlich für jede Kompetenz ihr eigenes Wissen (kognitiver Aspekt) und ihre eigene Anwendungsfähigkeit (praktischer Aspekt) auf Kompetenzniveaus von 0 (kein Wissen/keine Praxis) bis 6 (Generierung) ein. Die Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wurde mit der ASKU (3 Items, Beierlein et al., 2012) erfasst. Für die Lehrer:innenselbstwirskamkeit wurde die Skala WirkLehr (Schwarzer & Schmitz, 2002) herangezogen (10 Items, α=.88 in unserer Stichprobe).
Zur Evaluation des Online-Seminars auf Reaktionsebene (Kirkpatrick & Kirkpatrick, 2006) wurden den Teilnehmer:innen einige Fragen zur generellen Beurteilung der Lehrveranstaltung gestellt (z.B. Gefallen, Profit für die Arbeit in der Schule). Außerdem wurden die Teilnehmer:innen zur Organisation der Lehrveranstaltung befragt (z.B. Informationen, Ziele, Online-Modus).
Die Teilnehmer:innen wiesen eher niedriges Vorwissen und geringe Vorerfahrungen auf. Sowohl die Einschätzung des kognitiven als auch des praktischen Aspekts der Kompetenzen zum Umgang mit seltenen Erkrankungen steigt statistisch signifikant an. Ebenso zeigte sich sowohl für die Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung als auch die Lehrer:innenselbstwirksamkeit ein statistisch signifikanter Anstieg von Prä- zu Posttest mit mittlerem Effekt.
Das Seminar hat den Teilnehmer:innen im Mittel sehr gut gefallen. Sie sind auch der Ansicht durch das Seminar für ihre Arbeit in der Schule profitiert zu haben und sie fühlen sich durch das Seminar gut auf die künftige Arbeit mit Schüler:innen mit seltenen Erkrankungen vorbereitet.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Braun, Mario; Dr.
Hawelka, Verena; Dr.
Kronbichler, Martin; Dr.
Projektleitung intern
Hawelka, Verena; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2021
Beschreibung
Inhalt
Zahlreiche Studien belegen den Effekt der orthographischen Nachbarschaft (ON) auf die Worterkennung beim Lesen. Ebenso ist der Effekt der phonologischen Nachbarschaft (PN) auf die Worterkennungsgeschwindigkeit belegt. Eine Studie von Grainger, Muneaux, Farioli & Ziegler (2005) zeigt auf, dass sich ON und PN gegenseitig beeinflussen. Bis jetzt gibt es keine neuropsychologischen Studien zum Einfluss der ON und PN und deren gegenseitiger Beeinflussung. Daher sollen die Effekte der ON und der PN auf den Leseprozess erstmals anhand einer lexikalischen Entscheidungsaufgabe behavioral und neuropsychologisch erfasst werden. Dies soll zu einem besseren Verständnis der phonologischen und orthographischen Prozesse im Gehirn während des Lesens führen.

Ziel
Die Zahl der orthographischen und phonologischen Nachbarn eines Wortes haben einen Einfluß auf die Verarbeitung von visuellen Wörtern sowohl beim Lesen als auch bei anderen visuellen Worterkennungsaufgaben. Über die Gehirnregionen, die an Effekten der orthographischen und phonologischen Nachbarschaftdichte beteiligt sind, ist noch relativ wenig bekannt, vor allem nicht darüber wie orthographische und phonologische Nachbarschaft im Gehirn interagieren. Um diese Fragen zu untersuchen wurde in diesem Projekt funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) verwendet und ein 2×2 faktorielles Design, bei dem Wörter verarbeitet werden mussten.

Methode
Es wurde von 40 Proband*innen eine lexikalische Entscheidungsaufgabe durchgeführt, während der die Gehirnaktivität mittels des BOLD-Kontrasts mit fMRT, mit einem 3 Tesla Siemens TRIO MRT und einer GE-EPI Sequenz mit einer TR von 2250 ms und einer räumlichen Auflösung von 3x3x3,3 mm, gemessen wurde. Die fMRT Daten wurden mittels einer Pipeline primär mit Funktionen von SPM12 vorverarbeitet und statistisch im Rahmen eines GLMs ausgewertet. Kontrast-Bilder der Kontrast für die 4 Bedingungs-Kombinationen für die 4 Worttypen (ON+PN+, ON+PN-, ON-PN+, ON,PN-) aller Probanden wurden dann in SPM12 in einem 2×2 ANOVA Design für Messwiederholungen ausgewertet.

Ergebnisse
Während der Verarbeitung von visuellen Wörtern (vgl. mit dem Betrachten eines Fixationskreuzes) zeigte sich statistisch signifkante Aktivität in ausgedehnten Regionen vor allem in der linken Hemisphäre, die üblicherweise beim Lesen aktiviert sind unter anderem in Regionen im ventralen visuellen Kortex, temporalen und inferior frontalen und präzentralen Gehirnregionen. Ein Haupteffekt für die Zahl der phonologischen Nachbarn zeigte sich vor allem in einer Region des linken posterioren temporalen Kortex, in Übereinstimmung mit einer Rolle dieser Region in phonologischen Aspekten der Wortverarbeitung, während ein Haupteffekt der Zahl der orthographischen Nachbarn vor allem in inferior und medial frontalen Regionen festzustellen war. Die Interaktion zwischen Zahl der orthographischen und phonologischen Nachbarn wurde primär in einer Region des linken okzipito-temporalen Kortex gefunden was für eine Beteiligung dieser Region in der Integration von orthographischer und phonologischer Information während der visuellen Wortverarbeitung spricht.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sommer, Nicola; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Sommer-Rainer, Nicola; Mag. Dr. MSc. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Klug, Julia Loretta; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Online-Gesundheits-Angebote haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine ausreichende eHealth Literacy ist erforderlich, um Angebote kritisch betrachten zu können. Besonders in Zeiten von Lockdowns kam diesen Angeboten größere Bedeutung zu, weshalb im Rahmen einer Lehrveranstaltung für Primarstufenlehramtsstudierende ein Online-Tutorial zu Gesundheitsthemen angeboten wurde. Parallel dazu erfolgte sowohl eine Erhebung über ein Online-Forum zu den Erfahrungen mit den bearbeiteten Tutorials als auch ein Prä-Post-Vergleich zu persönlich eingeschätzten Stress-, Bewältigungs- und Verarbeitungsmaßnahmen und zum Erholungs-Beanspruchungs-Zustand im Vergleich zu einer Kontrollgruppe.
Ziel der empirischen Studie war es, zu erforschen, ob sich durch Teilnahme an einem kostenfreien Online-Tutorial in vier Teilen via YouTube die persönlich eingeschätzten Stress-, Bewältigungs- und Verarbeitungsmaßnahmen, die psychische Befindlichkeit bzw. der Erholungs-Beanspruchungs-Zustand bei Lehramtsstudierenden im Vergleich zu einer Kontrollgruppe verändern bzw. wie die Durchführung der Tutorials beschrieben wurde.
Erholungswerte der Versuchsgruppe stiegen über den Zeitraum eines Semesters leicht an, Belastungswerte sind leicht gesunken. In Hinblick auf Bewältigungsstrategien konnten keine Änderungen wahrgenommen werden. Insgesamt berichteten die Studierenden über durchaus positive Erfahrungen bzgl. der Bearbeitung der Tutorials.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Stelzhammer-Reichhardt, Ulrike; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Stelzhammer-Reichhardt, Ulrike; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Obwohl Musik und Sprache meist in unterschiedlichen Disziplinen erforscht wird, gibt es immer wieder Überschneidungen. Neben den Gemeinsamkeiten als akustisches Phänomen gibt es Verbindungen unter anderem in den Forschungsfeldern Psychologie, Neurolinguistik und Soziologie. Die Schnittmengen von Musik und Sprache stehen im Forschungsinteresse der vorliegenden Arbeit. Untersucht werden soll in Form einer Literaturarbeit welche Disziplinen wie und mit welchen Ergebnissen daran beteiligt sind. Die Ergebnisse dienen der Weiterentwicklung von Fragestellungen für die angewandte Forschung.
Beschreibung (engl.)
Although music and language are mostly researched in different disciplines, there are always overlaps. In addition to the similarities as an acoustic phenomenon, there are connections in the research fields of psychology, neurolinguistics and sociology. The intersection of music and language are in the research interest of the present work. In the form of a literature research project, it should be examined which disciplines such as and with what results are involved. The results serve the further development of questions for applied research.
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sommer, Nicola; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Sommer-Rainer, Nicola; Mag. Dr. MSc. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Illness? No problem!“ wurden von der Antragstellerin 33 Interviews mit von chronischen Erkrankungen betroffenen Kindern und Jugendlichen, deren Eltern und Lehrpersonen durchgeführt. Eine erste Auswertung mittels Grounded Theory bestätigte die Vermutung, dass es zentral ist, der Erkrankung in der Schule Raum zu geben und gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten Benachteiligungen verhindern kann. Das Datenmaterial soll in einem zweiten Schritt nun inhaltsanalytisch (Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring) ausgewertet werden, um konkret aufzuzeigen, in welchen Bereichen Herausforderungen liegen, die dann bei verschiedenen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen bzw. Vorträgen aufgezeigt werden können. Oft ist es möglich, durch kleine Veränderungen des Unterrichtsalltags die Inklusion von betroffenen Schüler:innen zu gewährleisten bzw. sie bei ihrem Bildungsprozess kompetent unterstützen zu können.
Forschungsfrage: Wie beschreiben verschiedene am schulischen Geschehen Teilhabende Herausforderungen, die sich in Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen in der Schule ergeben und was kann daraus für eine gelingende, inklusive und bildungsfördernde Umgebung abgeleitet werden?

Nach Damm (2015) sind neben vielen anderen Punkten ein strukturiertes Aufnahmeprozedere, die Anpassung der Unterrichtsgestaltung, Fehlstunden-Management, Pausengestaltung oder Prüfungsregelungen für diese Betroffenengruppe zentral (Damm, 2015). Auch Tolbert (2009) betont Verbesserungsbedarf in den Bereichen Kommunikation, Unterstützung nach der Schule, Ausbildung von Pädagog:innen und Gleichaltrigen oder Verfügbarkeit von Schulkrankenschwestern. Aus Schüler:innenperspektive ist es ebenso entscheidend, dass sich Betroffene im schulischen Setting wohlfühlen und vollständig in allen schulischen Aktivitäten inkludiert sind (Edwards, Noyes, Lowes, Haf Spencer & Gregory, 2014).

Durch Auswertung der Interviews kann auf die der anderen Autor:innen angeführten Punkte Bezug genommen werden und dadurch eine Ableitung für den Schulalltag durchgeführt werden. Ein Buch mit dem Titel „Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen in der Schule. Grundlagen, Herausforderungen und Teilhabe“, das im Klinkhardt-Verlag erscheinen wird (vorläufiges Erscheinungsjahr 2022), unterstützt dieses Thema zusätzlich. Die Projekteinreicherin fungiert dabei als Herausgeberin.

Beschreibung (engl.)
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