Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2025
Beschreibung
Das Projekt befasst sich mit den Denk- und Fehlerprozessen von Schüler*innen der Sekundarstufe I beim Mathematisieren von Sachverhalten. Mathematisieren, der Vorgang des Übersetzens eines Sachverhalts aus der Wirklichkeit in die Mathematik, ist eine wesentliche Teilkompetenz des mathematischen Modellierens und zugleich ein zentraler und aktueller Inhalt des Mathematikunterrichts der Sekundarstufe I in Österreich. Die Verdichtung der Informationen und die Beschreibung im Rahmen der Mathematisierung erfolgt mithilfe der mathematischen Symbolsprache. Dass beim Aufstellen von Termen und Formeln im Zusammenhang mit Sachsituationen Schwierigkeiten auch bei den österreichischen Schülerinnen und Schülern auftreten, ist aus früheren Untersuchungen bekannt (vgl. Malle, 1993). Über die aktuellen Schwierigkeiten, die in diesem Kontext im österreichischen Mathematikunterricht auftreten, liegen nur vereinzelt systematische Befunde vor. Plangg et al. (2022) liefern erste Hinweise dazu. Das Ziel des vorliegenden Projekts ist es, die Denk- und Fehlerprozesse von Schüler*innen der Sekundarstufe I beim Mathematisieren von Sachverhalten zu untersuchen. Konkret geht es darum, die ersten Erkenntnisse aus Plangg et al. (2022) zu prüfen und zu erweitern. Zu diesem Zweck werden Schüler*innen und Schüler der Sekundarstufe I Aufgaben zum Mathematisieren von Sachsituationen zur Bearbeitung vorgelegt. Die Analyse der entsprechenden Denk- und Fehlerprozesse erfolgt auf Basis der Methode des Lauten Denkens.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2024
Beschreibung
Das Projekt fokussiert auf die Rekonstruktion von Praktiken des Unsichtbar-Machens des Menstruationsgeschehens im schulischen Feld und auf die daraus entspringenden Ungleichheiten der Geschlechter. Dieses Projekt hat zum Ziel, die Praktiken des Verbergens, der De-Thematisierung und der Beschämung, welche geschlechtsspezifische Subjektivierung zur Folge haben, sichtbar werden zu lassen, damit zukünftige Lehrpersonen die Menstruation explizit thematisieren und normalisieren können. In den westlichen Industriegesellschaften wird die monatliche Blutung im Alltag symbolisch als körperliche Dysfunktionalität eingestuft, weil offenbar der männliche Körper als Norm gilt. In den Schulen fürchten sich Mädchen, dass ein Blutfleck sie als Menstruierende bloßstellen könnte (Lee 1994, S. 347). Offensichtlich gilt das Menstruationsgeschehen als schmutzig und beschämend. Der Eintritt der Menarche führt daher bei jungen Frauen oft zur Einschränkung ihrer Handlungsfreiheit und ihres Selbstwertes.
Das Projekt erhebt, wie junge Studierende den Umgang mit Menstruation an ihren Schulen erlebt haben, ob Lehrpersonen und/oder die Schulkultur Mädchen während ihrer Pubertät gestärkt haben oder ob eine einschränkende Atmosphäre der Scham vorherrschte. Dazu wird in einem ersten Schritt mittels qualitativer Online-Befragung (ca. 50 Personen) erhoben, welche Erfahrungen aktuell Studierende aus ihrer Schulzeit mitbringen. Auf Basis dieser ersten Ergebnisse, werden im nächsten Schritt ca. 15 Studierende ausgewählt und entweder einzeln interviewt oder zu einer Gruppendiskussion eingeladen. Aufbauend auf die Auswertung der Interviews werden im Frühjahr 2024 nochmals schriftliche Online-Befragungen (ca. 50 Personen) durchgeführt, welche die aus den Interviews erarbeiteten Kategorien überprüfen sollen.
Literatur:
Delaney, J.,Lupton, M. J. & Toth, E. (1988). The Curse. A Cultural History of Menstruation. Urbana und Chicago: University of Illinois Press. Hasson, K. A. (2016). Not a “Real” Period? Social and Material Constructions of Menstruation. Gender and Society, 30(6), 958-983.
Lee, J. (1994). Menarche and the (hetero)sexualization of the female body. Gender and Society, 8, 343-362. Tan, D. A., Haththotuwa, R. &Fraser, I. S. (2017). Cultural aspects and mythologies surrounding menstruation and abnormal uterine bleeding. Best Practice &
Research Clinical Obstetrics and Gynaecology, 40, 121-133. Vostral, S. L. (2008). Under Wraps: A History of Menstrual Hygiene Technology. Lanham, MD: Lexington Books. Wood, J. M. (2020). (In)Visible Bleeding: The Menstrual Concealment Imperative. In Ch.
Bobel, I. T. Winkler, B. Fas et al. (Hrsg.), The Palgrave Handbook of Critical Menstruation Studies (S. 331-336). London: Palgrave Macmillan.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Plangg, Simon; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Digitale Technologien wie programmierbare Roboter bieten neue Möglichkeiten mathematische sowie informatische Inhalte für die Schüler*innen in Einem erfahrbar zu machen. Besondere Relevanz erhält dieses Thema aufgrund von aktuellen Offensiven im österreichischen Schulwesen wie die Einführung des Pflichtgegenstandes „Digitale Grundbildung“ in der Sekundarstufe I, der 8-Stufenplan für die Digitalisierung sowie die DLPL-Pilotprojekte (Denken lernen – Probleme lösen) zur Förderung von informatischem Denken, Coding und Robotik in der Primar- und Sekundarstufe I. Informatische Konzepte sind die Grundlage für die Mitgestaltung in einer digital vernetzten Welt und damit wesentlicher Bestandteil einer allgemeinbildenden Schule. Das Hauptziel dieses Projekts ist die Entwicklung und Evaluation eines Handlungsrahmens für den Einsatz von fahr- und programmierbaren Robotern im Mathematikunterricht der Sekundarstufe. Damit wird die Grundlage für das Design von Unterrichtseinheiten geschaffen und die wesentlichen pädagogischen Umsetzungsstrategien akzentuiert. Dies stellt die Basis für den qualitätvollen Einsatz von derartigen Technologien im Unterricht dar. Die Entwicklung dieses Rahmens basiert im Wesentlichen auf Literaturrecherchen und -analysen sowie die Einbindung von Erfahrungen aus laufenden Projekten wie „Mathematikunterricht mit expressiven digitalen Medien“ (Projektleiter: Simon Plangg). Die Evaluation des entwickelten Handlungsrahmens erfolgt dann anhand von damit gestalteten Unterrichtseinheiten mit Schüler*innen im „Robotiklabor“ an der Pädagogischen Hochschule Salzburg im Rahmen des laufenden FFG-Projekts „Digital-kooperativ-interdisziplinär: Unterrichtskonstellationen vor dem Anspruch von Digitalisierung und Medienbildung“ (INTER-DI-KO, Projektleitung: Christine Trültzsch-Wijnen).
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Gasteiger-Klicpera, Barbara; Univ.-Prof.in
Projektleitung intern
Hawelka, Verena; Dr.
Kreilinger, Maria; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hölzl, Christa; Dr.in
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Die SPF-Vergabepraxis stellt eine Schnittstelle in der Weiterentwicklung eines inklusiven Bildungssystems dar, ist aber mit deutlichen konzeptionellen Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Umsetzung verknüpft. Dabei geht es nicht nur um das häufig angesprochene Ressourcen-Diskriminierungs-Dilemma, sondern vor allem um die Frage der Chancengerechtigkeit, nämlich die Frage, wie Schüler*innen mit Beeinträchtigungen die notwendige und ihnen zustehende Unterstützung erhalten können. Die Gefahr der Diskriminierung durch die Zuordnung diagnostischer Kriterien, die Verknüpfung mit sozioökonomischen Bedingungen in den Familien und mangelnde Reliabilität von diagnostischen Kriterien erfordern eine hohe Expertise seitens der handelnden Personen.
Aufgrund der Notwendigkeit der Verschränkung der einzelnen Arbeitsprozesse sind die Zeitangaben als Annäherung zu verstehen.
Arbeitspaket 1: Projektmanagement und Kommunikation: Das Forschungsprojekt wird im Rahmen einer bereits bestehenden transdisziplinären Kooperation unterschiedlicher Institutionen durchgeführt. Zu Beginn des Projektes ist ein detaillierter Zeit- und Arbeitsplan zu erstellen, der Rollen, Verantwortlichkeiten und Arbeitsaufgaben klar definiert und verteilt. Die interdisziplinäre und interinstitutionelle Zusammenarbeit bedarf regelmäßiger Dokumentation und Abstimmungsprozesse zwischen allen Antragsteller*innen. Die Projektkoordination wird von einem Team, bestehend aus Prof. Michelle Proyer (Uni Wien), Prof. Tobias Buchner (PH Oberösterreich) und Prof. Thomas Hoffmann (Uni Innsbruck) und Prof. Barbara Gasteiger-Klicpera Uni Graz) übernommen. Als Sprecherin des Teams fungiert Frau Prof. Barbara Gasteiger-Klicpera.
Arbeitspaket 2: Expert*inneninterviews
Für die Konzeption, Organisation und Koordinierung der Expert*inneninterviews sind Petra Hecht und Anne Frey (PH Vorarlberg) verantwortlich. Sie konzipieren gemeinsam mit den Partnern aus den anderen Bundesländern den Leitfaden für die Interviews und treffen die Entscheidung zum Sample. Die Durchführung der Interviews in den Bundesländern obliegt den jeweiligen Partnern, ebenso wie die Transkription der Gespräche. Auswertung, Inhaltsanalyse und Berichtlegung werden wiederum von der koordinierenden Einrichtung umgesetzt.
Arbeitspaket 3: Fragebogenuntersuchung:
Für die Entwicklung, Pilotierung und Umsetzung der Fragebögen ist das Team der Universität Graz unter der Federführung von Barbara Gasteiger-Klicpera verantwortlich. Die Akquise der Testpersonen sowie die Begleitung in den einzelnen Bundesländern wird durch das Konsortium in den einzelnen Bundesländern sichergestellt. Die Datenanalyse, Auswertung und Berichtlegung wird wiederum von der koordinierenden Einrichtung umgesetzt.
Arbeitspaket 4: Gutachtenanalyse:
Die Gutachtenanalyse wird vom Team der Universität Innsbruck unter der Federführung von Thomas Hoffmann umgesetzt. Die Projektpartner in den Bundesländern führen Gespräche mit den Verantwortlichen in den Bundesländern, organisieren die Übermittlung der Gutachten und übermitteln die Gutachten zeitgerecht. Die Auswertung und Berichtlegung obliegt wiederum dem Team der Universität Innsbruck.
Arbeitspaket 5: Analyse vorhandener
Die Analyse vorhandener Datensätze wird vom IHS als Kooperationspartner unter der Leitung von Mario Steiner durchgeführt. Das IHS greift für die Analyse auf vorhandene Datensätze der Statistik Austria sowie auf Daten, die in den anderen Arbeitspakten (Expert*inneninterviews, Fragebogenuntersuchung) erhoben wurden, zurück.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Klug, Julia; Dr.
Projektleitung intern
Klug, Julia; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Selbstreguliertes Lernen (SRL) ist eine Schlüsselkompetenz zum Lebenslangen Lernen (Wirth & Leutner, 2008) und in einer Vielzahl von Situationen wichtig (Schmitz, Schmidt, Landmann & Spiel, 2007). Selbstreguliert Lernende agieren autonom in der Planung, Ausführung und Evaluation ihres Lernprozesses (Wirth & Leutner, 2008). Der zyklische Charakter des Lernprozesses wird in prozessorientierten Modellen des selbstregulierten Lernens in mehreren Phasen beschrieben, in denen Lernende ihr Lernen vorbereiten, überwachen, steuern und letztlich evaluieren und regulieren (z.B. Schmitz, 2001; Zimmermann, 2000).

SRL steht in einem positiven Zusammenhang mit Leistung und geringer Tendenz zur Prokrastination (De Bruijn-Smoldersa et al., 2014) sowie mit beruflichem Erfolg (Wang et al., 2007). Lehrpersonen sind zentrale Vermittler:innen von SRL (Spiel, 2011) durch direkte oder indirekte Mechanismen der Vermittlung (Peeters et al., 2014). Je mehr Lehrer:innen über SRL wissen, desto besser, können Sie es an ihre Schüler:innen vermitteln (Paris & Winograd, 2003).

Es existiert eine Vielzahl an Publikationen und Befunden zum Thema SRL. Allerdings sind wissenschaftliche Artikel oft für Prakti-ker:innen schwer zugänglich und aufwändig zu lesen. Daher soll in diesem Entwicklungsprojekt ein Blog entwickelt werden, der wissenschaftliche Erkenntnisse zum Selbstregulierten Lernen „übersetzt“ und für Lehrer:innen leichter rezipier- und umsetzbar macht.

SRL ist mittlerweile auch eine wesentliche Komponente in Modellen professioneller Handlungskompetenz von Lehrer:innen (Kunter et al., 2009). Jede:r Lehrer:in sollte mit dem Thema vertraut sein und möglichst auch selbst ein:e selbstregulierte Lerner:in sein, um den Schüler:innen SRL auch bestmöglich vermitteln zu können (Peeters et al., 2014). Der Blog dient als unmittelbare Hilfe für Lehrer:innen und kann auch in Aus- und Fort- und Weiterbildung genutzt werden (u.a. im Seminar Lehr- und Lernformen mit psychologischem Schwerpunkt). Er ist außerdem ein Tool zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und dient damit der Third Mission der PH Salzburg Stefan Zweig.

Folgende Forschungsfragensollen im Rahmen des Projekts beantwortet werden:
Wie kann ein Blog für Lehrer:innen gestaltet werden, der den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse zum selbstregulierten Lernen fördert?
Wie kann dieser umgesetzt und beworben werden? Welche Hürden gibt es?
Wie wird er, sobald veröffentlicht, genutzt?

In der ersten Projektphase werden gemeinsam mit der externen Projektpartnerin Überlegungen zur Vorbereitung, Ausgestaltung und Umsetzung getroffen.
In der zweiten Projektphase wird die Website mit Inhalten über unsere Mission, unsere Personen (the self-regulated learning collective) und generell zu den Grundlagen selbstregulierten Lernens gefüllt. Es werden Blogbeiträge zur Übersetzung wissenschaftlicher Befunde zum selbstregulierten Lernen in die Praxis, die für Lehrer:innen einfach rezipierbar sind, erstellt und in 3 Sprachen (englisch, deutsch und niederländisch) gepostet. Der Blog wird über verschiedene Kanäle (social media, PH Newsletter, Fort- und Weiterbildung, emails, Konferenzen) beworben. Inhalte werden in Lehrveranstaltungen genutzt (z.B. Beiträge können gelesen und diskutiert werden, Bei-träge können von Studierenden verfasst werden und „beste“ werden im Blog veröffentlicht, etc.).
In Phase 3 werden weiterhin Blogbeiträge verfasst und diese auf kreative Weise erweitert. Es sollen Visuals, Videos, Materialien und Interviews mit Expert:innen hinzugefügt werden. Außerdem werden die Nutzungsdaten der Website ausgewertet und geprüft welche Inhalte am häufigsten genutzt werden. Die Nutzung wird beschrieben Empfehlungen zur Weiterführung abgeleitet. Das self-regulated learning collective soll evtl. um weitere Kolleg:innen, die Interesse an der Mitarbeit haben, erweitert werden.

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Projektleitung intern
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2023
Beschreibung
Ein Desiderat in der Deutschdidaktik ist der Aufbau eines aktuellen Korpus an SuS-Texten und die sprachstatistische Analyse der Schreibungen in Bezug auf den Schreibwortschatz allgemein, Phonem-Graphem-Relationen und Fehler. Diese sprachstatistische Forschungslücke wird in drei Teilprojekten anhand von 1.000 freien SuS-Texten der Jahrgangsstufe 3-5 geschlossen: Teilprojekt 1: Wortschatz & Konsonanten (Veröffentlichung: Siekmann 2021), Teilprojekt 2: Wortschatz & Vokale (laufendes Projekt 2022-23). In Projekt 3 werden parallel zu Projekt 1 & 2 Materialien und Übungen für die schulische/lerntherapeutische Praxis entwickelt (laufendes Projekt 2022-2023). Die deutsche Schriftsprache sollte SuS nach einem aufbauenden Konzept vermittelt werden (Thomé & Thomé, 2020). Aufbauend im Sinne von Comenius (bereits 1657) bedeutet, dass vom Einfachen zum Schwierigen und vom Häufigen zum Seltenen gelernt werden sollte. Was bedeutet häufig in Bezug auf die Schriftsprache? Auf der untersten Ebene (Lautebene; Phonem-Graphem-Korrespondenz) werden die grundlegenden und statistisch häufigsten Repräsentationen eines Phonems als Basisgrapheme bezeichnet, alle anderen (statistisch seltenen und somit auch schwierigen Grapheme, die sich auf dasselbe Phonem beziehen) werden Orthographeme genannt (vgl. Thomé, Siekmann & Thomé, 2011). 90 % aller Grapheme in Texten sind Basisgrapheme, markierte Schreibung (Doppelkonsonanz, Dehnungsschreibung) und die Wahrung des morphematischen Schemas (Wortstammschreibungen) bzw. historische Formen bilden 10 % der Grapheme ab (Orthographeme). Auf Wort-/Textebene zeigt sich zudem eine sog. ‚degressive Struktur’ in der deutschen Schriftsprache. Degressiv bedeutet, dass verhältnismäßig wenige Wörter einen großen Teil deutscher Normaltexte ausmachen. So decken die 100 häufigsten Wörter mehr als 50 % der Wörter eines Textes ab (Siekmann, 2021; Teilprojekt 1). Für die Rechtschreibung bedeutet dies: Wird die Orthographie dieser Wörter beherrscht, ist ein erheblicher Teil eines Textes korrekt verschriftet. Aus didaktischer Sicht wäre für die Einführung der Schriftsprache somit eine Mischung aus häufigen Wörtern (Struktur-/Funktionswörter) und (individuellen) Lernwörtern mit orthographisch aufbauendem Charakter (von Basis- zu Orthographemen) sinnvoll. Mittels der sprachstatistischen Analyse in den Teilprojekten 1 & 2 wird eine differenzierte, empirisch fundierte Grundlage für die Vermittlung im Anfangsunterricht eruiert. Exemplarische Übungseinheiten sowie Materialien zu den häufigsten Wörtern (Teilprojekt 3) sollen individuelle Lernprozesse im (Anfangs-)Unterricht unterstützen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Eder, Elisabeth M.; Mag.a
Projektleitung intern
EDER, Elisabeth Monika; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2024
Beschreibung
Identität wird auf unterschiedliche Arten geschaffen, gefestigt und modifiziert. Identitätskonstruktionen können mehr oder weniger rigide, starr oder beweglich sein. Aufmerksamkeit für die Beweglichkeit von Identitäten (zum Beispiel der Geschlechtsidentität) erweist sich als ein Aspekt und Effekt diversitätssensibler pädagogischer Praktiken (Wooley/Airton 2021). Im geplanten Projekt wird diese Aufmerksamkeit für die Beweglichkeit von Identitäten über die Bildungsarbeit mit visuellen Medien und Kunst gestärkt. Zugleich wird im Projekt die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der visuellen Medien und der Kunst für Identitätskonstruktionen gefestigt. Das Projekt basiert auf Karen Barads (2007) Modell von „Intra-actions“ (S. 33), das jene Aufmerksamkeit fokussiert: Nach Barad entstehen Entitäten intraaktiv im Aufeinandertreffen von Objekten, Körpern, Räumen, usw. Das Werden von Identitäten orientiert sich am beweglichen Verhältnis verschiebbarer Kräfte. Die Identität von Menschen (und auch Nicht-Menschen) ist nicht abgegrenzt determiniert, sondern kann verschiedene Bedeutungen annehmen und bleibt somit beweglich und dennoch bestimmt.
Im Zusammenspiel von künstlerischen Praktiken und solchen sozialwissenschaftlichen Analysen, wie Barad sie vorschlägt, kann die Aufmerksamkeit für die Beweglichkeit und Determiniertheit von Identität abstrakt analysiert und konkret eingeübt werden, denn visuelle Medien und Kunst repräsentieren schon immer unterschiedliche Identitätskonstruktionen, doch nutzen sie andere Werkzeuge als die Sozialwissenschaften. In der Analyse und Produktion können die beiden Bereiche einander ergänzen. Bildungsbeteiligte, die nachdrücklich intraaktiv zu Identitätskonstruktionen arbeiten, erfahren reflexive Praxis, die ihre Fähigkeit stärken könnte, Identitäten anderer differenziert wahrzunehmen, sich selbst in der eigenen Identität aktiver zu gestalten und die anhaltende Neu-Erfindung von Identitäten zu steuern.
Ausgehend von mehreren ausgewählten, unterschiedlichen Materialien – das sind zum Beispiel Bilderbücher für Kinder und Kurzfilme – soll exemplarisch auf bildnerische Möglichkeiten eingegangen werden, die Identität beweglich repräsentieren.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Projektleitung intern
Siekmann, Katja; Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2023
Beschreibung
Ein Desiderat in der Deutschdidaktik ist der Aufbau eines aktuellen Korpus an SuS-Texten und die sprachstatistische Analyse der Schreibungen in Bezug auf den Schreibwortschatz allgemein, Phonem-Graphem-Relationen und Fehler. Diese sprachstatistische Forschungslücke wird in drei Teilprojekten anhand von 1.000 freien SuS-Texten der Jahrgangsstufe 3-5 geschlossen: Teilprojekt 1: Wortschatz & Konsonanten (Veröffentlichung: Siekmann 2021), Teilprojekt 2: Wortschatz & Vokale (laufendes Projekt 2022-23). In Projekt 3 werden parallel zu Projekt 1 & 2 Materialien und Übungen für die schulische/lerntherapeutische Praxis entwickelt (laufendes Projekt 2022-2023). Die deutsche Schriftsprache sollte SuS nach einem aufbauenden Konzept vermittelt werden (Thomé & Thomé, 2020). Aufbauend im Sinne von Comenius (bereits 1657) bedeutet, dass vom Einfachen zum Schwierigen und vom Häufigen zum Seltenen gelernt werden sollte. Was bedeutet häufig in Bezug auf die Schriftsprache? Auf der untersten Ebene (Lautebene; Phonem-Graphem-Korrespondenz) werden die grundlegenden und statistisch häufigsten Repräsentationen eines Phonems als Basisgrapheme bezeichnet, alle anderen (statistisch seltenen und somit auch schwierigen Grapheme, die sich auf dasselbe Phonem beziehen) werden Orthographeme genannt (vgl. Thomé, Siekmann & Thomé, 2011). 90 % aller Grapheme in Texten sind Basisgrapheme, markierte Schreibung (Doppelkonsonanz, Dehnungsschreibung) und die Wahrung des morphematischen Schemas (Wortstammschreibungen) bzw. historische Formen bilden 10 % der Grapheme ab (Orthographeme). Auf Wort-/Textebene zeigt sich zudem eine sog. ‚degressive Struktur’ in der deutschen Schriftsprache. Degressiv bedeutet, dass verhältnismäßig wenige Wörter einen großen Teil deutscher Normaltexte ausmachen. So decken die 100 häufigsten Wörter mehr als 50 % der Wörter eines Textes ab (Siekmann, 2021; Teilprojekt 1). Für die Rechtschreibung bedeutet dies: Wird die Orthographie dieser Wörter beherrscht, ist ein erheblicher Teil eines Textes korrekt verschriftet. Aus didaktischer Sicht wäre für die Einführung der Schriftsprache somit eine Mischung aus häufigen Wörtern (Struktur-/Funktionswörter) und (individuellen) Lernwörtern mit orthographisch aufbauendem Charakter (von Basis- zu Orthographemen) sinnvoll. Mittels der sprachstatistischen Analyse in den Teilprojekten 1 & 2 wird eine differenzierte, empirisch fundierte Grundlage für die Vermittlung im Anfangsunterricht eruiert. Exemplarische Übungseinheiten sowie Materialien zu den häufigsten Wörtern (Teilprojekt 3) sollen individuelle Lernprozesse im (Anfangs-)Unterricht unterstützen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Klug, Julia; Dr.
Projektleitung intern
Klug, Julia; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Rühland, Klaus Michael; BEd
DEUTINGER, Antonia; BEd Dipl.-Päd.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2024
Beschreibung
Das österreichische Bildungssystem ist im Umbruch, spätestens seit der mit dem Bildungsreformgesetz 2017 erweiterten Schulautonomie gibt es grundlegende Änderungen, die sich speziell auf Führung im Kontext Schule auswirken (vgl. BMBWF, 2019, 2020). Der Qualitätsrahmen dient dabei als Grundlage für ziel- und wirkungsorientierte Schulentwicklung an österreichischen Schulen aller Schularten (Pitzer, 2019). Schulleitungen stehen vor der Chance und Herausforderung, ihre Schule als lernende, qualitätsorientierte und gesundheitsförderliche Organisation zu leiten und „stark in Führung“ zu sein, um gemeinsam mit Ihrem Team Zukunft gestalten zu können (Rühland, in prep.).

Während der Qualitätsrahmen derzeit als Entwurf vorliegt, gibt es das Schulleitungsprofil, das ein gemeinsames Führungsverständnis aller am Bildungsprozess Beteiligten schaffen soll, aber auch ein Fundament für die Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Schulleitungen darstellt, schon jetzt (BMBWF, 2019). Die Schulleitungsaufgaben sind darin in den drei Bereichen, sich selbst führen, Menschen führen, die Organisation führen (Seliger, 2018) wiederum in 11 Aufgaben spezifiziert, die als nötige Kompetenzen, die Schulleiter:innen mitbringen sollten, gelesen werden können.
Ziel des HLG SF1 ist es, für die komplexe Aufgabe der Führung von Schule zu sensibilisieren und die für schulische Führungskräfte erforderlichen pädagogischen, funktionsbezogenen, sozialen und personalen Kompetenzen aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Folgende Forschungsfragen sollen im Rahmen des Projekts beantwortet werden:
Inwiefern kann der HLG SF1 angehende Schulleiter_innen auf die komplexe Aufgabe der Führung vorbereiten?
1. Steigert die Teilnahme Führungskompetenzen, Selbstwirksamkeit und Interesse an Führungsthemen?
2. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Vorerfahrungen, Interesse, Selbstwirksamkeit und Kompetenzzuwachs?
3. Inwiefern empfinden die Teilnehmer_innen den HLG SF1 als gewinnbringend und fühlen sich gut vorbereitet?
4. Wie haben sich die Teilnehmer_innen des HLG Schulmanagements gefühlt?

Das Projekt „Schulleiter:in werden“ hat zum Ziel den HLG SF1 mittels eines mixed-method Designs im Vergleich zum HLG Schulmanagement zu evaluieren.
Zuerst wird ein Kompetenzmodell ausgehend vom Schulleitungsprofil erstellt und intendierte Kompetenzniveaus bestimmt. Außerdem werden das Evaluationsdesign erarbeitet und die Erhebungsinstrumente programmiert. Zum Einsatz wird u.a. der CSQ-HE (Bergsmann, Klug, Först et al., 2017) zur Einschätzung der eigenen Kompetenzen kommen.
Im Studienjahr 2020/21 wird die quantitative Evaluation des ersten Durchgangs des HLG SF1 sowie die qualitative Evaluation des HLG Schulmanagement stattfinden. Der zweite Durchgang wird im Sommersemester 2022 starten und im Sommersemester 2023 abschließen. Die quantitativen Daten werden mittels Messwiederholungs-ANOVA und Regressionsanalysen in SPSS ausgewertet.
Die Ergebnisse sollen auf einer facheinschlägigen Tagung präsentiert und in einer Fachzeitschrift publiziert werden.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Schmid, Florian; Mag.
Projektleitung intern
Schmid, Florian; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Klug, Julia Loretta; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Begabungs- und Begabtenförderung konzentrierte sich im schulischen Kontext lange Zeit auf die Suche nach Begabten und deren Platzierung in passenden extracurricularen Programmen und Förderstrukturen. Parallel dazu wurden vermehrt Förderansätze entwickelt, die Begabungsförderung als Dialog verstehen, in dem ausgehend von der Person, ihrer Umgebung und ihrem aktuellen Entwicklungsstand im Rahmen von Fördergesprächen individuell passende Fördermaßnahmen identifiziert, vereinbart und begleitet werden. In dieser Tradition verortet sich das multidimensionale Begabungs-Entwicklungs-Tool (mBET).

Das multidimensionale Begabungs-Entwicklungs-Tool (mBET) unterstützt Lehrer_innen bei der ganzheitlichen Begabungsförderung von Schüler_innen der 2. bis 6. Schulstufe. Im Sinne eines ganzheitlichen und systemischen Begabungsbegriffs erfasst das mBET vier Begabungsbereiche, die Schulleistung sowie fünf Persönlichkeits- und Umweltmerkmale, die für die Entwicklung von Begabungen entscheidend sind. Die drei mBET-Beobachtungsbögen (für Lehrpersonen, Eltern und Schüler_innen) basieren auf etablierten Verfahren der Begabungsdiagnostik und ermöglichen eine systematische Beobachtung von Begabungen. Damit wird eine zuverlässige Einschätzung der Stärken und Begabungen von Schüler_innen ermöglicht. Im mBET-Fördergespräch können in der Zusammenschau der Bögen mit Eltern, Kind und Lehrperson individuell passende (schulische und außerschulische) Fördermaßnahmen entwickelt werden.

Das geplante Forschungsvorhaben untersucht das Fördergespräch auf Grundlage von Befragungen von Schüler_innen, Eltern und Gesprächsleiter_innen bei ca. 60 Gesprächen zu zwei Erhebungszeitpunkten (im Anschluss an das mBET-Fördergespräch und in Nachbefragungen bei den Schüler_innen ca. 10 Wochen nach dem mBET-Fördergespräch), die über einen Zeitraum von drei Jahren geführt werden, um Effekte und Wirksamkeit zu erfassen und daraus mögliche Gelingensbedingungen abzuleiten.
Die mBET-Fördergespräche werden von geschulten mBET-Anwender_innen im Rahmen der Initiative „Leistung macht Schule“ (LEMAS) durchgeführt (www.leistung-macht-schule.de).

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht