Kategorie: Bildungsforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Das Projekt erläutert sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Herstellung gesellschaftlicher Unsichtbarkeit und bewertet die Bedeutung dieser Theorien und Methoden für die Bildungswissenschaften, und zwar speziell für die Lehrer_innenbildung. Aufbauend auf eine bereits durchgeführte Schulbuchanalyse soll gezeigt werden, dass „starken Theorien“ in Bezug auf geschlechtsspezifische Ungleichheitslagen in den Büchern zwar umgesetzt werden, jedoch Sorgetätigkeiten dennoch unsichtbar werden. In den Schulbüchern konnte mit diskursanalytischen Methoden die Wirksamkeit des derzeit gültigen Geschlechterregimes sichtbar gemacht werden. Letzteres ist dadurch gekennzeichnet, dass es Diskurse, Subjekte, Strategien und Sanktionen auf ein bestimmtes Ziel ausrichtet – und zwar auch gegen die bewussten Absichten der Sprechenden und Agierenden. Das bedeutet, dass sich ein Geschlechterregime mittels einer Reihe von geschlechtsspezifischen Maßnahmen konstituiert und durch ordnende Diskurse und begleitende Sanktionen unterstützt wird, um sich in und durch Subjekte zu reproduzieren. Das Projekt soll dieses Zusammenspiel der Faktoren rekonstruieren. Mit Hilfe weiterer diskursanalytischer Erhebungen in Unterrichtsmaterialien der Sekundarstufen, sowie mit wissenssoziologischen Analysen von Bildungsdiskursen und Lehrplänen soll die Herstellung von Unsichtbarkeit spezifischer Personengruppen, Tätigkeiten und Wissensformen als Prozess nachvollziehbar werden. Der Fokus liegt dabei auf den Unterschieden zwischen traditionell als weiblich oder männlich konnotierten Tätigkeiten. Ziel der Forschungen ist es, (meist unbewusste) Prozesse der Herstellung sozialer Unsichtbarkeit zu rekonstruieren und dadurch der Reflexion (speziell von Lehrpersonen) zugänglich zu machen, um die Verteilung von Anerkennung in Zukunft gerechter gestalten zu können.

Literatur:
Brighenti, A. (2007). Visibility. A Category for the Social Sciences. Current Sociology, 55(3), 323–342.
Connell, R. (1999). Der Gemachte Mann: Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Opladen: Leske Budrich.
Gibson-Graham, J. K. (2014). Rethinking the Economy with Thick Description and Weak Theory. Current Anthropology, 55 (S9, Crisis, Value, and Hope: Rethinking the Economy), 147–153.
Honneth, A. (2003). Unsichtbarkeit: Stationen einer Theorie der Intersubjektivität. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
McRobbie, A. (2010). Top Girls: Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Trültzsch-Wijnen, Christine Wilhelmina; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Trültzsch-Wijnen, Christine; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Naringbauer, Alexander; MMag. Bakk.Komm.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Welche Bedeutung hat das Konzept der „redaktionellen Gesellschaft“ für eine Schule der Zukunft?
Was muss in der Lehramtsausbildung vermittelt werden, um LehrerInnen auf eine „redaktionelle Gesellschaft“ vorzubereiten?
In diesem Projekt sollen die Chancen aber auch potentiellen Probleme dieses Konzepts analysiert und dessen Möglichkeiten für den Unterricht in der Primarstufe und in der Sekundarstufe herausgearbeitet werden. Darüber hinaus sollen basierend auf den Ergebnissen dieser Arbeit Möglichkeiten für weiterführende Forschungs- und Praxisprojekte diskutiert werden.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Niederreiter, Heike; Mag.
Projektleitung intern
Niederreiter, Heike; Mag. Dr. Dipl.-Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
Inhalt
Vorliegendes Dissertationsprojekt befasst sich mit der Thematik des selbstregulierten Lernens. Gegenstand der Studie ist die Evaluation der Lernprozesse aus Sicht der am Lehr- und Lernmodell ABC 3plus beteiligten Studierenden.

Forschungsinteresse/Ziel
Es wird hinterfragt, wie die innerhalb des Lehr- und Lernmodells ABC 3plus angestrebten Lernprozesse, die getragen werden von der Idee des selbstregulierten Lernens, von den beteiligten Studierenden in Bezug auf die Lern- und Leistungsmotivation wahrgenommen und rekonstruiert werden und ob das Projekt zu einer signifikant höheren Leistungsmotivation bei den Studierenden führt.
Des weiteren wird danach gefragt, ob sich die Prävalenz der Anstrengungsvermeidung von Lehramtsstudierenden (Lehramt VS) auf Grund der Intervention verändert.

Forschungsdesign
Das Untersuchungsdesign wird mit explorativem Charakter angelegt – die Erforschung eines Settings während des Tuns wird angestrebt. Als Stichprobe wurden jene Lehramtsstudierenden herangezogen, die sich für das Studienjahr 2013/14 zum Lehramt Volksschule (im ersten Studienjahr gemeinsam mit dem Lehramt Sonderschule) angemeldet haben und zugelassen wurden (N = 139;
Stand vom 25.9.2013). Aus ihnen werden fünf Gruppen gebildet – eine Versuchsgruppe (25 Personen; Stand vom 17.10.2013) und vier Vergleichsgruppen (113 Personen).
Gearbeitet wird mit der ¬quantitativen Methode der Fragebogenerhebung (LMI/Leistungsmotivationsinventar; SELLMO/Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation; AVT-St/Anstrengungs-vermeidungstest) mit der qualitativen Methode der Gruppendiskussion nach Bohnsack et. al.
Das Gruppendiskussionsverfahren, auf der Basis der dokumentarischen Methode, ist prädestiniert, den Zugang zu kollektiven Erfahrungen und Orientierungen einer Gruppe zu ermöglichen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

IMC

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Rogl, Silke; Mag. Dr. Prof.
Klug, Julia Loretta; Dr.
Projektleitung intern
Klug, Julia; Dr.
Rogl, Silke; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Hamader, Kathrin Claudia; BA. MA.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Universität Salzburg, Naturwissenschaftliche Fakultät
Laufzeit
2021 – 2026
Beschreibung
Im Projekt IMC wird das Themenmodul „Mentoring als
Sprungbrett“ hinsichtlich Outcomes auf Mentor:innenseite hinsichtlich der Implementierungsbedingungen,
die für das Gelingen maßgeblich sind, evaluiert. Uns
interessiert dabei, wie sich das Mentoringverständnis der
Mentor:innen (Lehramtsstudierende) durch die Teilnahme verändert, wie sich die Selbstwirksamkeit und die selbsteingeschätzten Kompetenzen (als Mentor:in bzw. in Bezug auf schulische, soziale und emotionale Aspekte) entwickeln und welche Bedingungen im Mentoring-Prozess für eine erfolgreiche Zielerreichung nötig sind.
Das Untersuchungsdesign ist längsschnittlich multi-methodal mit
Prä-Posttestung für Mentori:innen angelegt. Das
Projekt lässt sich in 4 Phasen untergliedern. In der ersten Phase
der „Vorbereitung“ (2021) werden die Durchführung geplant und
die einzusetzenden Instrumente entwickelt. Die Instrumente
umfassen Fragebögen mit offenem und geschlossenem
Antwortformat zum Mentoring-Begriff, der Selbstwirksamkeit und
Attributionsmustern, einen Kompetenzen-Katalog zu Mentoring-Kompetenzen, die in einen Kompetenzscreening-Fragebogen eingepflegt werden, ein Logbuch zur Erfassung der
Implementierungsbedingungen sowie Vignetten zum Mentoring.
In Phase 2 „Pilotierung“ (2021/2022) erfolgen die ersten
Erhebungen bei den Mentor:innen (Studierenden). Die Instrumente werden daraufhin optimiert. Das Logbuch wird in dieser Phase von paper-und-pencil auf online umgestellt. Dazu wird eine App für Mentor:innen entwickelt, die auch für andere Mentoring-Programme adaptiert und
genutzt werden könnte. In Phase 3 „Erhebung“ (2022/2023)
werden die optimierten Instrumente auf Mentor:innenseite erneut
eingesetzt und die Erhebung um die Mentee-Sicht ergänzt. In
Phase 4 „Analyse und Dissemination“ (2023/2024) werden die
Daten analysiert und die Ergebnisse disseminiert.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kahlhammer, Michael; B.Ed. MA.
Projektleitung intern
Kahlhammer, Michael; BEd MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2021
Beschreibung
Forschungsfrage
Welche Professionskompetenzen zeichnen Fortbildner_innen länderübergreifend aus?
Welche Potentiale bietet dazu die Digitalisierung ?

theoret. Zugang
Shadowing, Hospitation, Professionelle Lengemeinschaften, transnationale Workgroups

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
McMahon-Rothauer, Angelika; Mag. Dipl.-Päd. MA.
Projektleitung intern
McMahon-Rothauer, Angelika; Mag. Dipl.-Päd. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2022
Beschreibung
Forschungsfrage
Welche Potentiale hat eine Schule, die sich als Lebenswelt und Sozialraum, als Lebens-Lern- und Arbeitswelt für Schüler/innen und Lehrer/innen begreift und mit welchen Herausforderungen ist diese Schule konfrontiert?

theoret. Zugang
Theoretische Bezugspunkte zu diesem Thema finden sich bei John Dewey (2012) und Pierre Bordieu (2012). Erziehung muss im pädagogischen Sinn von Dewey „Lernumwelten bereitstellen, die es Lernenden ermöglichen, aus eigenem Handeln erfolgreich zu lernen und daran zu wachsen. Schulische Erziehung hat somit die Aufgabe, ein Verlangen nach fortgesetztem Wachstum zu erzeugen und entsprechende förderliche Mittel zur Verfügung stellen“ Deweys Konzeption von Erziehung liegt zudem der Demokratiegedanke zugrunde.
Einer der zentralen Begriffe mit denen Pierre Bourdieu arbeitet ist der Begriff des „sozialen Raums“. „In seiner Theoriebildung berücksichtigt er systematisch die Prozesshaftigkeit sozialen Lebens“.

Forschungsstand
Im deutschsprachigen Raum gibt es eine marginale Auseinandersetzung mit dem Thema Campusschule. Die äußere Struktur von Campusschulen ist definiert. Die Lernumgebungen mit denen Campusschulen arbeiten, ihre Leitbilder und Schulprogramme sind sehr unterschiedlich. Herangehensweisen einzelner Standorte richten sich nach Parametern, die standortbezogenen Bedürfnissen und standortbezogenen Möglichkeiten geschuldet sind. Daher verdient es jede Campusschule, im Rahmen einer eigenen Fall- und Entwicklungsgeschichte (Fatke 1995) gesondert betrachtet zu werden. Die Thematik Schule als Sozialraum wurde in den letzten Jahren in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung eingehend betrachtet. Einen detaillierten Überblick dazu gibt Jeanette Böhme(2009).

Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Oberlechner, Manfred; Mag. Mag. Dr. BA. Prof.
Projektleitung intern
Oberlechner-Duval, Manfred; MMag. Dr. BA. MA. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2023
Beschreibung
Forschungsfrage
Das Forschungsprojekt in der LehrerInnenbildung erforscht innovative Wege der Inklusion vor dem Hintergrund eines globalen, kritisch-theoretischen Humanismus: Welche Akteurschaften lassen sich im Rahmen von inklusiven Bildungsprozessen festmachen? Wie eignen sich z.B. Personen „mit oder ohne Migrationshintergrund“ Bildung aus intersektional-humanistischer Sicht an? Zeigen sich darin Teilhabeprozesse im Sinn eines konjunktiv-inklusiven Erfahrungsraums?

theoret. Zugang
Die wissenschaftstheoretische Grundintention geht dahin, einen genetisch-produktiven Zugang zu Wissen, Verstehen und Darstellung von (Fach-)Wissen zu entwickeln. Der Ansatz ist verwandt mit den vielfältigen internationalen Bemühungen in der universitären Lehre, das „träge Wissen der Lernstoffe“ in ko-konstruktive Lern- und Verstehensprozesse zu transformieren und die Studierenden als aktive, verantwortliche TeilnehmerInnen in der Lehre zu gewinnen. Unter Schlagworten wie „Building Knowledge“, „Enabling Spaces“, „Lehren und Lernen im Atelier“ oder „Epistemic and Learning Cultures at the University of the 21st Century” (Epistemic and Learning Cultures 2017) wird die produktive Rolle der universitären Lehre für das Forschungsprojekt betont.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Schneider-Reisinger, Robert; Mag. Dr. MA.
Projektleitung intern
Schneider, Robert; Mag. Dr. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2022
Beschreibung
Forschungsfrage
Das zentrale Erkenntnisinteresse besteht in der bildungstheoretischen Reformulierung des ›Zivilen Ungehorsams‹ als Artikulation ›Aktiver Bürger*innenschaft‹ von Personen als politische Subjekte im gesellschaftlichen Prozess der sozialen Inklusion und den Zusammenhängen im Hinblick auf die Entwicklung personaler Identität (Selbst). Diese Praxis kann paradigmatisch als Friedens- und Demokratiebildung und umfassende Aktualisierung von Menschenrechte verstanden werden.

theoret. Zugang
– Bildungsphilosophie: systematisch-historische Methode – kritische Ideengeschichte
– besonders: Dialektik
– Genealogische und praxeologische Momente
– „Perlentauchen“

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Cerny, Doreen; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Cerny, Doreen; Mag. Dr. Dr. habil. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2021
Beschreibung
In Österreich wird vor dem Hintergrund der Debatten um Intersektionalität verstärkt der gezielte Einsatz von Lehrkräften mit Migrationshintergrund diskutiert. Das Ziel des Projektes ist es einerseits herauszuarbeiten, wie LehrerInnen mit Migrationshintergrund den Herausforderungen, die ein pluralisierter Schulalltag mit sich bringt, angemessen begegnen. Andererseits interessiert, ob und falls ja, inwiefern ihre Herkunft bedeutsam für die Bewältigung dieser Aufgabe ist.
In dem empirisch-qualitativ angelegten Forschungsprojekt stehen LehrerInnen aus Österreich – insbesondere aus Salzburg/Salzburger Land – mit ihrer migrationalen Erfahrung in ihrer Berufskarriere im Mittelpunkt des Interesses.
Mit der Studie kann eine differenzierte Sichtweise auf diese LehrerInnenschaft erfolgen – nicht zuletzt um die Qualität des Lehramtsstudiums und das professionelle Handeln in den Schulen zu sichern.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Haberfellner, Christina;
Projektleitung intern
Egger, Christina; Dr. Dr. habil. Bakk.phil. Dipl.-Päd. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
„Wissenschaftsverständnis” bezeichnet nach Grygier (2008, S. 57) „das Verständnis von Aspekten der Wissenschaftsphilosophie und entspricht im Wesentlichen der Redewendung ‚learning about the nature of science’”. Es besteht eine Reihe an Argumenten, warum Wissenschaftsverständnis im Schulkontext
(resp. Sachunterricht) eine Rolle spielt (u. a. Osborne, Colling, Ratcliffe, Millar & Duschl, 2003; Grygier, 2008). Die Förderung des Wissenschaftsverständnisses in der Grundschule setzt voraus, dass die Lehrkraft nicht nur den Schülerinnen und Schülern metatheoretische Inhalte zutraut, sondern auch sich selbst das notwendige Wissen über die Natur der Naturwissenschaft aneignet und dies im Unterricht zur Anwendung bringt. Betrachtet man die internationale Forschungslage zur Erfassung des Wissenschaftsverständnisses von Lehrkräften, lässt sich jedoch ableiten, dass hier Defizite zu erwarten sind, die sich (a) in einem naiv-szientistischen wie auch (b) in einem radikal relativistischen Wissenschaftsverständnis widerspiegeln (Thoermer & Sodian, 2002; Lunn, 2002; Abd-El-Khalick & Ledermann, 2000; Günther, 2006). Dies hat auch Konsequenzen für die Lehrerinnenaus- und -fortbildung. „Eine Einbindung des Themas ‚Über Naturwissenschaften Lernen’ in die Lerninhalte des Sachunterrichts müsste dann in entsprechender Form in die Ausbildung der Lehrer
integriert werden” (Günter, 2006, S. 72).
Im Forschungsprojekt, das Primarstufenstudierende in den Fokus nimmt, soll zunächst (1) das Wissenschaftsverständnis erfasst und dann (2) im Rahmen einer Lehrveranstaltung gefördert werden. In diesem Zusammenhang wird ein
Vergleich zweier unterschiedlich konzipierter Lehrveranstaltungen (implizite Wissensvermittlung versus Kombination aus expliziter und impliziter Wissensvermittlung) in ihrer Auswirkung auf das Wissenschaftsverständnis angestrebt, um bestehende Forschungsergebnisse im österreichischen Kontext analysieren zu können. Erfasst wird das Wissenschaftsverständnis jeweils am Beginn bzw.
am Ende der Lehrveranstaltung mit der Methode des
Concept Mappings. Der dritte interessierende Aspekt betrifft die Änderungen des Wissenschaftsverständnisses aus der Sicht der Studierenden. Hierzu werden diese nach Absol-
vierung der Lehrveranstaltung und der Erstellung der
Concept Maps um ein Interview ersucht. Sie sollen die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Veränderungen in ihren beiden Concept Maps aus ihrer Sicht darlegen und auf für sie
wichtige Punkte verweisen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht