Kategorie: Bildungsforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Böheim-Galehr, Gabriele; VR. Dr.
Quenzel, Gudrun; Dr. habil.
Projektleitung intern
Neureiter, Herbert; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Giger, Silvia; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2019
Beschreibung
INHALT: Die österreichischen Pädagogischen Hochschulen führten eine Studie durch, die einen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten der 14 bis 16.-Jährigen in Österreich gibt. Zentrale Themenbereiche sind beispielsweise: Freizeit, Freunde und Beruf, Zukunftserwartungen und Werthaltungen, oder Lebenswelt Schule. Zusätzlich zum österreichweit eingesetzten Kernfragebogen wurde in jedem Bundesland ein weiteres Themenfeld bearbeitet. In Salzburg wird das Themenfeld „Einstellungen von Jugendlichen zu technischen Themen“ in den Fokus genommen.

ZIEL: Derzeit gibt es noch sehr wenige quantitative Jugendstudien, die die Entwicklung von Technikorientierungen und Technikerfahrungen Jugendlicher untersuchen und dabei einen systematischen Zusammenhang zwischen den Einstellungen und den sozialisatorischen Einflüssen aus Elternhaus, Freizeitkultur und schulischer Bildung in den Blick nehmen (Wensierski, 2015). Ziel des Fragebogens ist es, u.a. folgenden IST-Zustand zu evaluieren: Welche Haltung nehmen Jugendliche gegenüber technischen Inhalten ein? Welche Ängste und Hemmschwellen im Umgang mit Technischer Bildung bzw. technischen Artefakten gibt es?

METHODE: Die Erhebungen wurden vom 9. März bis 10. Juli 2020 auf Basis eines kombinierten (dis-)proportionalen Stichprobenplans im Klassenverband per internetbasierten Fragebogen durchgeführt. Nach Bereinigung der Daten standen für die österreichweite Auswertung 14.432 und für Salzburg 1.805 Fälle aus 72 Schulen bzw. 119 Klassen zur Verfügung.

ERGEBNISSE
Die österreichweiten Ergebnisse wurden im Rahmen einer Pressekonferenz und einer gemeinsamen Publikation am 1. Juni 2021 präsentiert. Die salzburgspezifischen Daten werden in der ph.script Ausgabe (17) im Frühjahr 2022 vorgestellt. Diese nimmt neben den „Lebenswelten“ auch die Haltungen und Einstellungen zu Technik in den Fokus.

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Kipman, Ulrike;
Projektleitung intern
Kipman, Ulrike; DDDr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
Es wurde ein positiver Zusammenhang zwischen Extraversion und vermeidungsorientierter Bewältigung in Stresssituationen festgestellt (Brebner, 2001; Uehara et al., 1999). Gewissenhafte Menschen sind im Allgemeinen anpassungsfähiger als andere und haben eine höhere Lernfähigkeit (Costa & McCrae, 1992). Andere Studien haben gezeigt, dass Resilienz negativ mit Neurotizismus und positiv mit Extraversion, Offenheit und Gewissenhaftigkeit korreliert ist. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Extraversion einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Selbstakzeptanz, persönlicher Kompetenz und wahrgenommener sozialer Unterstützung hat (de las Olas Palma-García & Hombrados-Mendieta, 2017).
Im Zusammenhang mit der Problemlösung zeigt sich, dass Personen mit höheren Werten bei Gewissenhaftigkeit, Offenheit für Erfahrungen auch eine höhere Problemlösungsfähigkeit aufweisen. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Personen mit schlechten Problemlösungsfähigkeiten höhere Werte bei Neurotizismus aufweisen (D’Zurilla et al., 2011). Dies stimmt mit den Ergebnissen von McMurran et al. (2001) überein, in denen eine positive Beziehung zwischen Neurotizismus und Impulsivität/Aufmerksamkeit, Vermeidungsstil und negativer Problemorientierung festgestellt wurde. Darüber hinaus wurde ein negativer Zusammenhang mit den beiden konstruktiven Dimensionen des Problemlösens, nämlich der positiven Problemorientierung und dem rationalen Problemlösen, festgestellt. Außerdem wies Coskun (2016) auf einen positiven Zusammenhang zwischen konstruktivem Problemlösen und Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Verantwortung hin.
Weiters ist die Fähigkeit zum Multitasking für die vorliegende Studie von Interesse. Multitasking ist definiert als die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zwischen verschiedenen Aktivitäten zu wechseln (Mark et al., 2016). Der Umfang des Multitaskings einer Person kann durch kognitive Unterschiede beeinflusst werden (Keele & Hawkins, 1982). Es wurde festgestellt, dass Personen, die viel Multitasking betreiben, weniger in der Lage sind, Störungen durch Umweltreize herauszufiltern, wodurch sie anfälliger für Ablenkungen sind (Ophir et al., 2009). Auch bei der Steuerung der Aufmerksamkeit gibt es individuelle Unterschiede (Keele & Hawkins, 1982). So zeigt sich beispielsweise, dass eine Person mit hohen Neurotizismus- oder Impulsivitätswerten eine kürzere Fokusdauer aufweist (Mark et al., 2016). Zudem deuten die Ergebnisse von Mesmer-Magnus et al. (2014) darauf hin, dass Personen, die sich mit Multitasking wohlfühlen, wahrscheinlich auch in der Lage sind, Herausforderungen selbstständig zu bewältigen und gesellig zu sein. Sie scheinen auch gerne schnell zu arbeiten, fühlen sich in autonomen Rollen wohl und gehen Aufgaben seltener geplant und strukturiert an. Darüber hinaus fanden sie in ihrer Studie heraus, dass Personen, die kontaktfreudig und extravertiert sind, besser mit Unterbrechungen umgehen können. Darüber hinaus zeigten Mark et al. (2016), dass Personen mit höheren Ausprägungen der Eigenschaften Offenheit und Gewissenhaftigkeit eine unterbrochene Aufgabe schneller abschließen.

Die vorliegende Studie soll Unterschiede im Arbeitsverhalten (kognitive Fähigkeiten, Multitasking, Stressbewältigung, Resilienz) abhängig von der Persönlichkeit (Big 5) untersuchen.

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Bramberger, Andrea; Mag. Dr. Univ.-Doz.
Fritz, Isabella; BEd Dr.phil. BA. MA.
Projektleitung intern
Bramberger, Andrea; Mag. Dr. Univ.-Doz.
Fritz, Isabella; BEd Dr.phil. BA. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2022 – 2027
Beschreibung
In inklusiven, kritisch-reflexiv orientierten Bildungsinstitutionen sind Lehrende und Lernende an einer gemeinsamen Gestaltung des Bildungsraums als Ort der Produktion, des Transfers und der Reproduktion von Wissen interessiert (Winter & Bramberger 2021). In diesem Prozess sind die Rollen unterschiedlich verteilt; Autorisiertes Wissen ist sozial konstruiert; Es spiegelt Werte, Haltungen und Handlungen derer wider, die es vertreten (Sensoy & DiAngelo 2012). Zugleich ist agency – Handlungsmacht – nicht per se einzelnen Gruppen oder Individuen gegeben oder vorenthalten; Vielmehr ist agency flottierend; Entitäten konstituieren sich anhaltend über intra-action (Barad 2007). Bemühungen, nicht nur uneingeschränkten Zugang zu Bildungseinrichtungen, sondern darüber hinaus Zugehörigkeit zu etablieren (Hinz 2006), implizieren einen bewussten und achtsamen Umgang mit der Gestaltung des Bildungsraums. Um Schule als ein Forum zu stärken, in dem über deliberativ-demokratische Iterationen (Benhabib 2016) die Erfahrungen aller Bildungsbeteiligten aufgerufen, sichtbar und absichtsvoll Teil jenes Wissens werden und sind, das in diesem Bildungsraum Gültigkeit hat, sind umfassende Reflexionen sinnvoll: Die Reflexion des Verhältnisses des autorisierten Wissens und des Referenzrahmens – die Erfahrungen aller Bildungsbeteiligten am Prozess der Herstellung von Wissen – kann nicht auf die Lehrenden beschränkt bleiben.

Das geplante Projekt erforscht demnach die Einschätzungen der Lernenden und fragt danach, wie Mädchen in einer inklusiven Klasse der Sekundarstufe I ihre Lernerfahrungen in der Schule und ihre Zugehörigkeit zum Bildungsraum wahrnehmen, erleben – und ihn (auch dadurch?) gestalten.

Das Projekt ist als eine Langzeitstudie angelegt und umfasst die vier Schuljahre, in denen sich die Schülerinnen gemeinsam in dieser Schule bilden. Jedes Jahr findet eine Erhebungsphase statt. Unter Bezugnahme auf komplexe Materialien, die Sensitives implizieren, schreiben die Schülerinnen über ihre Lernerfahrungen (Hartnack 2019). Auch die Klassenlehrerinnen arbeiten mit dem Material und verfassen in jedem Jahr einen Text. Die Dokumente werden gesammelt und mithilfe der Metaphernanalyse (Johnson & Lakoff 1998) ausgewertet – jener Methode der Auswertung und Interpretation, die der Rede bzw. den Redewendungen zugrunde liegende Muster der Vorstellung und Wahrnehmung aufgespürt werden: Wie erleben die Schülerinnen ihren Bildungsraum? Wie verändert sich dieses Erleben – für jede einzelne Person bzw. für die Gruppe im Verlauf der vier Jahre?

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Klug, Julia; Dr.
Projektleitung intern
Klug, Julia; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Rühland, Klaus Michael; BEd
DEUTINGER, Antonia; BEd Dipl.-Päd.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2024
Beschreibung
Das österreichische Bildungssystem ist im Umbruch, spätestens seit der mit dem Bildungsreformgesetz 2017 erweiterten Schulautonomie gibt es grundlegende Änderungen, die sich speziell auf Führung im Kontext Schule auswirken (vgl. BMBWF, 2019, 2020). Der Qualitätsrahmen dient dabei als Grundlage für ziel- und wirkungsorientierte Schulentwicklung an österreichischen Schulen aller Schularten (Pitzer, 2019). Schulleitungen stehen vor der Chance und Herausforderung, ihre Schule als lernende, qualitätsorientierte und gesundheitsförderliche Organisation zu leiten und „stark in Führung“ zu sein, um gemeinsam mit Ihrem Team Zukunft gestalten zu können (Rühland, in prep.).

Während der Qualitätsrahmen derzeit als Entwurf vorliegt, gibt es das Schulleitungsprofil, das ein gemeinsames Führungsverständnis aller am Bildungsprozess Beteiligten schaffen soll, aber auch ein Fundament für die Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Schulleitungen darstellt, schon jetzt (BMBWF, 2019). Die Schulleitungsaufgaben sind darin in den drei Bereichen, sich selbst führen, Menschen führen, die Organisation führen (Seliger, 2018) wiederum in 11 Aufgaben spezifiziert, die als nötige Kompetenzen, die Schulleiter:innen mitbringen sollten, gelesen werden können.
Ziel des HLG SF1 ist es, für die komplexe Aufgabe der Führung von Schule zu sensibilisieren und die für schulische Führungskräfte erforderlichen pädagogischen, funktionsbezogenen, sozialen und personalen Kompetenzen aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Folgende Forschungsfragen sollen im Rahmen des Projekts beantwortet werden:
Inwiefern kann der HLG SF1 angehende Schulleiter_innen auf die komplexe Aufgabe der Führung vorbereiten?
1. Steigert die Teilnahme Führungskompetenzen, Selbstwirksamkeit und Interesse an Führungsthemen?
2. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Vorerfahrungen, Interesse, Selbstwirksamkeit und Kompetenzzuwachs?
3. Inwiefern empfinden die Teilnehmer_innen den HLG SF1 als gewinnbringend und fühlen sich gut vorbereitet?
4. Wie haben sich die Teilnehmer_innen des HLG Schulmanagements gefühlt?

Das Projekt „Schulleiter:in werden“ hat zum Ziel den HLG SF1 mittels eines mixed-method Designs im Vergleich zum HLG Schulmanagement zu evaluieren.
Zuerst wird ein Kompetenzmodell ausgehend vom Schulleitungsprofil erstellt und intendierte Kompetenzniveaus bestimmt. Außerdem werden das Evaluationsdesign erarbeitet und die Erhebungsinstrumente programmiert. Zum Einsatz wird u.a. der CSQ-HE (Bergsmann, Klug, Först et al., 2017) zur Einschätzung der eigenen Kompetenzen kommen.
Im Studienjahr 2020/21 wird die quantitative Evaluation des ersten Durchgangs des HLG SF1 sowie die qualitative Evaluation des HLG Schulmanagement stattfinden. Der zweite Durchgang wird im Sommersemester 2022 starten und im Sommersemester 2023 abschließen. Die quantitativen Daten werden mittels Messwiederholungs-ANOVA und Regressionsanalysen in SPSS ausgewertet.
Die Ergebnisse sollen auf einer facheinschlägigen Tagung präsentiert und in einer Fachzeitschrift publiziert werden.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Das Projekt greift zwei bei Jugendlichen sehr beliebte Serien („Game of Thrones“ und „Vikings“) auf, um zu untersuchen, wie sie alteuropäische, archaische Geschlechterrollen naturalisieren. Die zentralen Filmfiguren und ihre Handlungen werden nach der Figurenanalyse von J. Eder (2008) analysiert, und als hegemoniale Subjektfiguren interpretiert. Die Hypothese lautet, dass Geschlechterstereotype zwar oberflächlich modernisiert werden, sich jedoch in den tieferen Strukturen wenig ändert oder eventuell sogar Rückschritte zu vormodernen Rollen sichtbar werden. Das Vorhaben stützt sich auf aktuelle Forschungen zur Subjektivierung (A. Geimer), und geht davon aus, dass Filme Relationen zwischen Subjektnormen und Habitus aufbauen. Die historischen Fiktionen werden als Dokumente des politischen Unbewussten gelesen (Jameson 1981), wobei zu bedenken ist, dass Veränderungen im politisch kulturellen Bereich bereits vor ihrer Umsetzung in Institutionen in Filmen sichtbar werden. Die Ergebnisse dieses Projekts soll die Lehrer_innenbildung im Bereich Geschlechterdemokratie unterstützen.
Literatur:
Besand, A. (Hrsg). Von Game of Thrones bis House of Cards. Politische Perspektiven in Fernsehserien. Wiesbaden: Springer VS.
Böhm, K. (2017). Archaisierung und Pinkifizierung: Mythen von Männlichkeit und Weiblichkeit in der Kinder- und Jugendliteratur. Bielefeld: transcript.
Boni, M. (2017) (Hrsg.). World Building. Transmedia, Fans, Industries. Amsterdam: Amsterdam University Press.
Eder, J. (2008): Die Figur im Film. Grundlagen der Figurenanalyse. Marburg: Schüren.
Geimer, A. (2010). Filmrezeption und Filmaneignung: Eine Qualitativ-rekonstruktive Studie über Praktiken der Rezeption bei Jugendlichen. Wiesbaden: VS Verlag.
Jameson, F. (1981). The Political Unconscious. Narrative as a socially symbolic act. Ithaca, New York: Cornell University Press.
Massumi, B. (2015). Politics of Affect. Cambridge: Polity.
Michel, B. (2006): Bild und Habitus. Sinnbildungsprozesse bei der Rezeption von Fotografien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Peltzer, A. & Keppler, A. (2015). Die soziologische Film- und Fernsehanalyse. Oldenburg: Walter de Gruyter.
Schubart, R. & Gjelsvik, A. (2016). Women of Ice and Fire. Gender, Game of Thrones and Multiple Media Engagements. New York: Bloomsbury.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Sorgo, Gabriele; Mag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Das Projekt erläutert sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Herstellung gesellschaftlicher Unsichtbarkeit und bewertet die Bedeutung dieser Theorien und Methoden für die Bildungswissenschaften, und zwar speziell für die Lehrer_innenbildung. Aufbauend auf eine bereits durchgeführte Schulbuchanalyse soll gezeigt werden, dass „starken Theorien“ in Bezug auf geschlechtsspezifische Ungleichheitslagen in den Büchern zwar umgesetzt werden, jedoch Sorgetätigkeiten dennoch unsichtbar werden. In den Schulbüchern konnte mit diskursanalytischen Methoden die Wirksamkeit des derzeit gültigen Geschlechterregimes sichtbar gemacht werden. Letzteres ist dadurch gekennzeichnet, dass es Diskurse, Subjekte, Strategien und Sanktionen auf ein bestimmtes Ziel ausrichtet – und zwar auch gegen die bewussten Absichten der Sprechenden und Agierenden. Das bedeutet, dass sich ein Geschlechterregime mittels einer Reihe von geschlechtsspezifischen Maßnahmen konstituiert und durch ordnende Diskurse und begleitende Sanktionen unterstützt wird, um sich in und durch Subjekte zu reproduzieren. Das Projekt soll dieses Zusammenspiel der Faktoren rekonstruieren. Mit Hilfe weiterer diskursanalytischer Erhebungen in Unterrichtsmaterialien der Sekundarstufen, sowie mit wissenssoziologischen Analysen von Bildungsdiskursen und Lehrplänen soll die Herstellung von Unsichtbarkeit spezifischer Personengruppen, Tätigkeiten und Wissensformen als Prozess nachvollziehbar werden. Der Fokus liegt dabei auf den Unterschieden zwischen traditionell als weiblich oder männlich konnotierten Tätigkeiten. Ziel der Forschungen ist es, (meist unbewusste) Prozesse der Herstellung sozialer Unsichtbarkeit zu rekonstruieren und dadurch der Reflexion (speziell von Lehrpersonen) zugänglich zu machen, um die Verteilung von Anerkennung in Zukunft gerechter gestalten zu können.

Literatur:
Brighenti, A. (2007). Visibility. A Category for the Social Sciences. Current Sociology, 55(3), 323–342.
Connell, R. (1999). Der Gemachte Mann: Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Opladen: Leske Budrich.
Gibson-Graham, J. K. (2014). Rethinking the Economy with Thick Description and Weak Theory. Current Anthropology, 55 (S9, Crisis, Value, and Hope: Rethinking the Economy), 147–153.
Honneth, A. (2003). Unsichtbarkeit: Stationen einer Theorie der Intersubjektivität. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
McRobbie, A. (2010). Top Girls: Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Trültzsch-Wijnen, Christine Wilhelmina; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Trültzsch-Wijnen, Christine; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Naringbauer, Alexander; MMag. Bakk.Komm.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Welche Bedeutung hat das Konzept der „redaktionellen Gesellschaft“ für eine Schule der Zukunft?
Was muss in der Lehramtsausbildung vermittelt werden, um LehrerInnen auf eine „redaktionelle Gesellschaft“ vorzubereiten?
In diesem Projekt sollen die Chancen aber auch potentiellen Probleme dieses Konzepts analysiert und dessen Möglichkeiten für den Unterricht in der Primarstufe und in der Sekundarstufe herausgearbeitet werden. Darüber hinaus sollen basierend auf den Ergebnissen dieser Arbeit Möglichkeiten für weiterführende Forschungs- und Praxisprojekte diskutiert werden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Niederreiter, Heike; Mag.
Projektleitung intern
Niederreiter, Heike; Mag. Dr. Dipl.-Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
Inhalt
Vorliegendes Dissertationsprojekt befasst sich mit der Thematik des selbstregulierten Lernens. Gegenstand der Studie ist die Evaluation der Lernprozesse aus Sicht der am Lehr- und Lernmodell ABC 3plus beteiligten Studierenden.

Forschungsinteresse/Ziel
Es wird hinterfragt, wie die innerhalb des Lehr- und Lernmodells ABC 3plus angestrebten Lernprozesse, die getragen werden von der Idee des selbstregulierten Lernens, von den beteiligten Studierenden in Bezug auf die Lern- und Leistungsmotivation wahrgenommen und rekonstruiert werden und ob das Projekt zu einer signifikant höheren Leistungsmotivation bei den Studierenden führt.
Des weiteren wird danach gefragt, ob sich die Prävalenz der Anstrengungsvermeidung von Lehramtsstudierenden (Lehramt VS) auf Grund der Intervention verändert.

Forschungsdesign
Das Untersuchungsdesign wird mit explorativem Charakter angelegt – die Erforschung eines Settings während des Tuns wird angestrebt. Als Stichprobe wurden jene Lehramtsstudierenden herangezogen, die sich für das Studienjahr 2013/14 zum Lehramt Volksschule (im ersten Studienjahr gemeinsam mit dem Lehramt Sonderschule) angemeldet haben und zugelassen wurden (N = 139;
Stand vom 25.9.2013). Aus ihnen werden fünf Gruppen gebildet – eine Versuchsgruppe (25 Personen; Stand vom 17.10.2013) und vier Vergleichsgruppen (113 Personen).
Gearbeitet wird mit der ¬quantitativen Methode der Fragebogenerhebung (LMI/Leistungsmotivationsinventar; SELLMO/Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation; AVT-St/Anstrengungs-vermeidungstest) mit der qualitativen Methode der Gruppendiskussion nach Bohnsack et. al.
Das Gruppendiskussionsverfahren, auf der Basis der dokumentarischen Methode, ist prädestiniert, den Zugang zu kollektiven Erfahrungen und Orientierungen einer Gruppe zu ermöglichen.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Schober, Christine; Dr. Bakk.phil. MA.
Projektleitung intern
Schober, Christine; Dr. Bakk.phil. MA.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2016
Beschreibung
Im laufenden Studienversuch ABC3plus steht für dieses Forschungsprojekt der Prozess zur Entfaltung eines professionellen Habitus und dabei die Entwicklung von Selbstreflexion im Fokus. Die zentrale Fragestellung orientiert sich an der Rekonstruktion von Lernerfahrungen von Studierenden. Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, wie es gelingen kann, eine selbstreflexive Haltung hinsichtlich einer pädagogischen Professionalisierung im Studium an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig anzubahnen und damit auch einen Beitrag zur Theorie-Praxis Diskussion zu leisten.
Der richtungsweisende theoretische Rahmen ist dem Professionstheorem verpflichtet. Das strukturtheoretische Verständnis nach Werner Helsper umfasst fachspezifisches Wissen mit dazugehöriger Sprache und Begrifflichkeit sowie
ein Handlungsrepertoire, das sich im Gegensatz zu einer Berufung zum Lehrberuf an einer Lehr- und Erlernbarkeit ausrichtet.
Methodologisch ist das Projekt dem interpretativen Paradigma der qualitativen Forschungslinie zuzuordnen. Um an Daten zu gelangen, die Einsicht in individuelle Wirklichkeitskonstruktionen liefern, kommt das Gruppendiskussionsverfahren der dokumentarischen Methode zum Einsatz. Dadurch können kollektive Wissensbestände und Strukturen der gelebten Praxis herausgearbeitet werden.
Erste Ergebnisse
Eine ganz wesentliche Basis des Studienversuchs bildet das Konzept des Selbstregulierenden Lernens nach Zimmerman (2000). Vorerst wurde dieser Aspekt in den Fokus gerückt. Erste Ergebnisse zeigen, dass nach zwei Semestern Studium an der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig selbstregulierendes Lernen die Studierenden noch vor große Herausforderungen stellt. Parallel zu den hohen Anforderungen selbstregulierender Lernprozesse erlebt die Studiengruppe hohe öffentliche Anerkennung. Dadurch eröffnet sich ein Spannungsfeld zwischen wohltuender Anerkennung und hohem Leistungsdruck, den sich die Gruppe selbst auferlegt.
Ausblick
In einem weiteren Schritt werden konstitutive Antinomien des Professionstheorems nach Helsper (2002) zum Fokus der Betrachtung. Die Bewältigung dieser Gegensätze erfordert eine Rekonstruktion eigenen Handelns auf Basis von reflexivem biografischen Wissen und begünstigt somit den Aufbau professionellen Handelns. Die leitende Fragestellung orientiert sich daran, wie auftretende Spannungsfelder von den Studierenden bearbeitet werden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Salzburg
Sprache
Projektleitung gesamt
Seethaler, Elisabeth; B.Ed. Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Seethaler, Elisabeth; BEd Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2010 – 2018
Beschreibung
Inhalt
Ausgehend von dem geltenden Experten-Paradigma der Lehr-Lernforschung wurden und werden die Persönlichkeitsdispositionen allgemeine Selbstwirksamkeit, bereichsspezifische Lehrer-Selbstwirksamkeit und proaktive Einstellung sowie die Dimensionen erfolgreicher Klassenführung nach dem Linzer Konzept der Klassenführung bei Lehramtsstudierenden von Beginn ihres Studiums bis zum Ende und darüber hinaus in ihrem Arbeitsfeld Schule im Rahmen einer Langzeitstudie erhoben. Im Fokus steht die Frage, inwieweit Selbstwirksamkeit und/oder bereichsspezifische Lehrer-Selbstwirksamkeit und/oder pro aktive Einstellung untereinander und mit den drei Dimensionen erfolgreicher Klassenführung („Unterricht gestalten, Verhalten kontrollieren, Beziehungen fördern” aus dem Linzer Konzept zur Klassenführung) von Studierenden im
Rahmen ihrer Schulpraxis und später im Rahmen ihrer unterrichtlichen Tätigkeit als Lehrperson in Verbindung stehen. Die erste Projektphase (2010 bis 2012) erstreckte sich von Studienbeginn der Probandinnen und Probanden bis
zum Ende des vierten Semesters. In einer zweiten Phase (2012 bis 2015) wurden die Lehramtsstudierenden bis zum Abschluss ihres Studiums begleitet. In Phase III (2015-2018) werden die Absolventinnen und Absolventen der
Stichprobe, die mittlerweile ein bis drei Dienstjahre in einer Schule absolviert haben, erneut hinsichtlich der oben angeführten Persönlichkeitsdispositionen und ihrer Verbindung zum pädagogischen Handeln als ausgebildete Lehrperson im Berufsfeld Schule befragt.
Methode
Die Langzeitstudie (seit 2010) beinhaltet quantitative und qualitative Erhebungen mit bisher neun Messzeitpunkten und 11 verschiedenen Messinstrumenten bzw. Verfahren. In die Untersuchung sind 309 Studierende, 333 Lehrende und
bislang 10.086 SchülerInnen aus ca. 60 Schulen eingebunden.
Dissemination
Die bisherigen Ergebnisse aus Phase I und II belegen: Zwischen Selbstwirksamkeit, Lehrer-Selbstwirksamkeit und proaktiver Einstellung und pädagogischem Handeln bestehen statistisch relevante Zusammenhänge.
Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse aus Phase II werden derzeit publiziert. Die Untersuchung im Rahmen von Phase III ist aktuell in Vorbereitung und wird um zusätzliche Instrumente zur Erhebung der Persönlichkeitsdispositionen erweitert. Für die Einschätzung des pädagogischen Handels werden als Instrumente der bisherige Linzer Diagnosebogen zur Klassenführung, das für die Studie erstellte Instrument zur Erhebung des pädagogischen Könnens
sowie weitere Tests zur Erfassung des pädagogischen Wissens eingesetzt.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht