Kategorie: Bildungsforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Polz, Edda;
Projektleitung intern
Polz, Edda; MEd Mag. Dr. BEd PhD Hochschulprofessorin
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2022
Beschreibung
Die Studie analysiert die Grundlagen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen des lebenslangen Lernens bei Studierenden, Volksschullehrpersonen und Lehrenden des Lehramts Primarstufe an der PH NÖ. Die Erfahrungen und Beobachtungen als Volksschullehrerin, Lehrende und Juristin an der PH NÖ in Zusammenschau mit der Studie einschlägiger Literatur haben die Autorin zur Annahme veranlasst, dass insbesondere die permanente Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen in der Lehrer*innenbildung oft zu Verunsicherungen der betroffenen Personen führt. Auf diesen Beobachtungen basieren auch die Hauptforschungsfrage sowie die sich daraus ergebenden spezifischen weiteren Fragen. Diese werden auf Basis der juridischen und pädagogischen Expertise der Autorin aufbereitet und aus interdisziplinärer Sichtweise bearbeitet.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

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Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Cechovsky, Nora Christiane; Dr. BSc. MSc.
Projektleitung intern
Cechovsky, Nora Christiane; Dr. BSc MSc
Interne Projektmitarbeiter/innen
Pichler, Johanna Philippa; Mag. Dr. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Überzeugungen werden als eine zentrale Dimension der professionellen Handlungskompetenz von Lehrpersonen bezeichnet. Aus diesem Grund gibt es bereits zahlreiche Studien dazu. So weiß man aus der bisherigen Forschung, dass die lehr-lerntheoretischen Überzeugungen von Lehrkräften einen Einfluss darauf haben, wie sie ihren Unterricht gestalten. Einige Studien haben auch herausgefunden, dass die lerntheoretischen Überzeugungen von Lehrkräften die Leistung der Schülerinnen und Schüler beeinflussen. Die Frage, wie sich die lehr-lerntheoretischen Überzeugungen von Studierenden und Lehrkräften so entwickeln lassen, dass sie nachhaltig einer professionellen Haltung entsprechen, ist noch nicht abschließend geklärt. Wenige Befunde gibt es auch dazu, welche Überzeugungen angehende Lehrkräfte im Bereich der Berufsbildung in Österreich in Bezug auf Lernen und Lehren aufweisen. Die lehr-lerntheoretischen Überzeugungen dieser Gruppe sind jedoch besonders interessant, da diese Studierenden meist über umfangreiche Berufserfahrung verfügen und teilweise bereits während des Studiums als Lehrkräfte in der Schule tätig sind.

Aus diesem Grund wird im Rahmen dieses Projektes u.a. folgenden Fragestellungen nachgegangen:
1. Welche lehr-lerntheoretischen Überzeugungen weisen angehende Lehrkräfte im Bereich Berufsbildung an der PHOÖ auf?
2. Welche Zusammenhänge zeigen sich zwischen den Überzeugungen?
3. Welche Einflussfaktoren auf die lehr-lerntheoretischen Überzeugungen bei angehenden Lehrkräften im Bereich Berufsbildung lassen sich identifizieren?

Die Analysen im Rahmen dieses Projektes basieren auf Daten, die in den letzten Jahren bei Studierenden im Bereich Berufspädagogik an der PHOÖ erhoben wurden. Ziel ist eine erste Bestandsaufnahme der lehr-lerntheoretischen Überzeugungen angehender Lehrkräfte im Bereich der Berufsbildung. Aufbauend auf diesen ersten Ergebnissen wird eine Interviewstudie konzipiert, die tiefere Einblicke in die lehr-lerntheoretischen Überzeugungen von angehenden Lehrkräften in unterschiedlichen Stadien des Studiums geben soll. Basierend auf den Ergebnissen dieser Mixed-Methods-Studie werden Implikationen für die Ausbildung der Lehrpersonen im Bereich Berufspädagogik abgeleitet.

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Weinzettl, Claudia;
Projektleitung intern
Weinzettl, Claudia; MEd Dr.phil. BEd MA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Weinzettl, Claudia; MEd BEd MA
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Durch die Einführung der Induktionsphase im Zuge der PädagogInnenbildung Neu im Schuljahr 2015/16 hat sich der Berufseinstieg von neuen Lehrpersonen verändert. Eine formelle und systematische Begleitung in den ersten 12 Monaten (Induktionsphase) wird verpflichtend. Die Einarbeitung soll unter Berücksichtigung der Entwicklung professionsorientierter Kompetenzen (Schrittesser, 2013, S. 136) zu einem effizienten und effektiven Onboarding (Hascher 2012b) und zu einer höheren Retention im Lehrberuf führen. Der Bedarf nach einer doppelten Professionalität, welche einen wissenschaftlich-reflexiven und einen pädagogisch-praktischen Habitus beinhaltet (Helsper, 2001), verdeutlicht mögliche Defizite die Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aufweisen könnten. Personen, die vor der Lehrerkarriere eine andere Profession ausgeübt haben, weisen andere Akzente in Bezug auf ihre Bedürfnisse als ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen auf (Tigelhaar & Melief, 2017, S. 49). Das Interesse liegt in den Herausforderungen, Hürden und Chancen im Berufseinstieg aus der Sicht echter Quereinsteiger*innen. Das Ziel der Forschung ist es zu ermitteln, welche Einarbeitungsmaßnahmen der Personalentwicklung im erweiterten Sinn nach Becker 2013 (S. 5) für neue quereinsteigende Kolleginnen und Kollegen in der Induktionsphase das Onboarding fördern und zu einer effizienteren und effektiveren Einarbeitung führen.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Wiesner, Christian; MMag. Bakk. Bakk.Komm.
Zechner, Kerstin Angelika; Mag. Bakk.phil. Dipl.-Päd. MA Prof.
Projektleitung intern
Wiesner, Christian; MMag. Dr. Bakk. Hochschulprofessor
Zechner, Kerstin Angelika; Mag. PaedDr. Bakk.phil. Dipl.-Päd. Institutsleiterin MA Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Pollak, Isabella; MSc
Schrank, Beate; OÄ Priv.-D
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2024
Beschreibung
Well-being is at the heart of teaching and learning. Social and emotional competencies matter for teachers´ professional performance and career management. In most cases teachers` stress and burnout are related to factors such as work overload, increased accountability requirements, lack of autonomy and decision-making power, authoritative management and leadership styles, and school negative climate (Brackett et al., 2010; Carver-Thomas & Darling-Hammond, 2017). Research has also provided evidence to indicate that students learn better in safe, supportive environments, and how teachers` socioemocional competences may affect the learning environment and model/shape students` emotions and behaviour (Jennings, 2015). Moreover, research evidence confirms the common knowledge that teachers experience a lot of stress in their profession when teaching students (Five et al. 2007). There is evidence that organisational factors such as poor communication between colleagues, general dissatisfaction with work or presenteeism are associated with lower teacher wellbeing (Kidger et al. 2016). It was suggested to support teachers in coping with organisational factors of their professions, such as collaboration with colleagues, work-life balance and to stress the positive impact the school management could have through fostering a supportive school atmosphere or stress management techniques (Gray 2017).
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Döll, Marion; HS-Prof. Dr. Dipl.Päd.
Dirim, Inci;
Projektleitung intern
Döll, Marion; HS-Prof. Dr. Dipl.Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2021
Beschreibung
Unterricht in der Herkunftssprache wird in Österreich seit den 1990er Jahren angeboten. Untersuchungen aus dieser Zeit zeigen, dass nur wenige Lehrkräfte explizit sprachdidaktisch qualifiziert waren und unter prekären Bedingungen arbeiteten (Çınar 1998), über die aktuelle Situation ist wenig bekannt. Erste Anhaltspunkte dafür, dass sich die Umstände nicht wesentlich verändert haben könnten, bieten zehn Expert*inneninterviews, die im November 2015 mit Teilnehmenden eines Hochschullehrgangs zum „Muttersprachlichen Unterricht“ in Oberösterreich erhoben wurden. In unserem Beitrag möchten wir die Ergebnisse einer Sekundäranalyse des Datensatzes vorstellen, in der entlang des Modells professioneller Handlungskompetenz (Baumert & Kunter 2006) und den von Calderhead (1996) skizzierten Facetten von teacher beliefs das Berufsalltagserleben und die professionelle Selbstwahrnehmung der Befragten rekonstruiert wird. Dabei treten das Belastungserleben, das professionelle Selbstverständnis und v.a. die Rahmenbedingungen der Durchführung des Unterrichts als zentrale Kategorien hervor. In der Gesamtschau werden hoch qualifizierte, engagierte und anpassungsfähige Lehrkräfte sichtbar, die aufgrund der linguizistischen Rahmenbedingungen ihrer beruflichen Tätigkeit hohen Belastungen ausgesetzt sind und deren professionelles Selbstverständnis unter gegebenen bildungspolitischen Umständen im Spannungsfeld zwischen Schulleitung, Eltern und Schüler*innen irritiert wird.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Linzer-Sommer, Isabella; Mag.
Projektleitung intern
Linzer-Sommer, Isabella; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Gittler, Georg; ao. Univ.-Prof.
Maresch, Günter; Univ.-Prof.
Kooperationspartner
Universität Wien, Hauptgebäude, Uni Wien
Laufzeit
2019 – 2024
Beschreibung
Die Grundlage zur Beantwortung dieser Fragestellung bildet ein von Gittler (1984) entwickelter Test. In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat der Psychologe Georg Gittler an der Universität Wien mit Hilfe seines davor entwickelten dreidimensionalen Würfel-Tests (3DW-Test) eine Studie durchgeführt, in der die Frage gestellt wurde, ob das Unterrichtsfach Darstellende Geometrie das räumliche Vorstellungsvermögen fördert. In einer Längsschnittstudie konnte er nachweisen, dass das Unterrichtsfach Darstellende Geometrie die Leistungen von Jugendlichen in der primären Intelligenzdimension räumliches Vorstellungvermögen signifikant verbessert. Dabei verwies er auf die „Entwicklung generalisierbarer Fähigkeiten […], die im Sinne eines nichttrivialen Lerntransfers auf andere Materialien und neue Problemstellungen“ (Gittler 1994) außerhalb des Unterrichtsfachs Darstellender Geometrie angewendet werden können. Der von Gittler (1984) entwickelten rasch-skalierte 3DW-Test zur Messung des räumlichen Vorstellungsvermögens sowie weitere Tests zur Überprüfung von verschiedenen Komponenten räumlichen Vorstellungsvermögens kommen in diesem Forschungsvorhaben zum Einsatz.
Die 1994 gewonnen Daten werden den neu erhobenen Daten gegenübergestellt um auch Rückschlüsse auf die Wirksamkeit des computergestützten, methodisch und didaktischen völlig veränderten Unterrichts ziehen zu können.
Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Döll, Marion; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Mußmann, Jörg; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Projektleitung intern
Döll, Marion; HS-Prof. Dr. Dipl.Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Guldenschuh, Sabine;
Sonnberger, Susanne; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 –
Beschreibung
Etliche Länder der Bundesrepublik Deutschland haben in den Vergangenen Jahren sog. DaZ-Module obligatorisch in den Lehramtsstudiengängen verankert. An der Universität Paderborn ist das DaZ-Modul im Studienjahr 2013/2014 erstmals einer explorativ-tentativen Evaluation unterzogen worden. Es zeigten sich eine signifikante Steigerung des Interesses der Studierenden an den Themen DaZ und Mehrsprachigkeit im Laufe des Studienjahres, der Wunsch nach mehr didaktischen Inhalten sowie Hinweise auf eine ausgeprägte Defizitperspektive auf mehrsprachige Schüler*innen und Schüler*innen mit sog. Migrationshintergrund bei Abschluss des Moduls (Döll/Hägi-Mead/Settinieri 2016).
An der PH OÖ werden Grundlagen zu DaZ, Migration und Mehrsprachigkeit im Primarstufenlehramt seit dem Studienjahr 2015/2016 im Modul „Bildungsbereich Sprachliche Bildung 1“ zusammen mit Grundlagen zu Auffälligkeiten und Störungen des Sprachgebrauches, des Sprechens und der Kommunikationsfähigkeit vermittelt. An die explorativ-tentative Evaluation an der Universität Paderborn anknüpfend wird ab dem Wintersemester 2016/2017 aus professionstheoretischer sowie migrationspädagogischer Perspektive untersucht, ob und wie sich Kenntnisse und Werthaltungen der Studierenden dieses Moduls zu den Themen Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit sowie Auffälligkeiten und Störungen des Sprachgebrauches, des Sprechens und der Kommunikationsfähigkeit im Laufe des Studienjahres verändern. Besonders im Fokus stehen dabei zentrale Konzepte der Migrationspädagogik (Assimilationismus, Defizitorientierung, Ethnisierung, Kulturalisierung, Linguizismus, Othering). Auf Grundlage eines an die Paderborner Ersterhebung angelehnten mixed method-Designs werden hierfür zu Beginn und am Abschluss des Moduls Daten erhoben und ausgewertet.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Döll, Marion; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Projektleitung intern
Döll, Marion; HS-Prof. Dr. Dipl.Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Guldenschuh, Sabine;
Carre-Karlinger, Catherine; Mag.
Serglhuber, Roland;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 –
Beschreibung
Im Schuljahr 2014/2015 haben in Österreich rund 33.000 Schülerinnen und Schüler am sog. Muttersprachlichen Unterricht teilgenommen, der von 400 Lehrkräften für 27 verschiedene Sprachen angeboten und durchgeführt worden ist (bmbf 2016). In Ermangelung entsprechender Studiengänge verfügen mutmaßlich nur wenige der eingesetzten Lehrkräfte über eine fachliche und didaktische Ausbildung für das Fach, das sie unterrichten. Erfahrungsberichte von LehrgangsdozentInnen sowie MitarbeiterInnen des Bildungsministeriums lassen zudem darauf schließen, dass die Arbeitsbedingungen der Lehrprsonen des muttersprachlichen Unterrichts häufig als prekär und sozial isolierend zu beschreiben sind, belastbare Untersuchungen liegen jedoch nicht vor.
Das Projekt „Lehrkräfte des herkunftssprachlichen Unterrichts in Österreich“ möchte dazu beitragen, diese Forschungslücke zu schließen. Dazu werden leitfadengestützte qualitative Interviews mit Lehrpersonen verschiedener Sprachen durchgeführt und im Hinblick auf berichtete Arbeitsbedingungen und Qualifikationen sowie aus professionstheoretischer und migrationspädagogischer Perspektive auf Orientierungen und Werthaltungen untersucht.  
Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Steiner, Regina; Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Gamsjäger, Manuela; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Altrichter, Herbert; o.Univ.-Prof. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2011 – 2017
Beschreibung
In den governancetheoretischen Analysen der Politiken der Schulautonomisierung und ihrer Umsetzung in Profilierungsprozessen, die am Beispiel österreichischer Sekundar-schulen in Altrichter et al. (2011) analysiert wurden, konnte festgestellt werden, dass diese Politik nicht dazu geführt hat, dass das Governance-Regime der hierarchisch-professionellen Doppelsteuerung durch neue Koordinationsverhältnisse – z.B. im Sinne einer evidenzbasierten Steuerung oder von New Public Management – vollkommen ersetzt wurde. Vielmehr ist die hybride Koordinationskonstellation der bürokratisch-professionellen Doppelsteuerung weiter hybridisiert worden (vgl. Dupriez & Maroy 2003). So sind die zusätzliche Koordinationsprinzipien „Wettbewerb“ (vgl. Zymek 2009) und „innerbetriebliche Hierarchie“ (vgl. Altrichter 2010b, 101f.) wichtiger geworden, während neuere Instrumente der evidenzbasierten Steuerung (die im Koordi-nationsprinzip „Außensteuerung durch Zielvorgabe und Zielevaluation“ auftauchen müssten) in den untersuchten Schulen – trotz der ministeriellen Propagierung von Schulprogrammen und schulischem Qualitätsmanagement – kaum eine Rolle spielten, was sich aber mit der breiteren Implementation von Bildungsstandards und standard-bezogenen Tests, ändern könnte.

Diesem zuletzt genannten Koordinationsprinzip der evidenzbasierten Steuerung durch die Implementation von Bildungsstandards und deren Testungen möchten wir in einem neuen Forschungsprojekt auf den Grund gehen: Zu welchen Veränderungen der innerschulischen und der zwischenschulischen Koordination führt diese bildungspolitische Innovation?
Im Jahr 2012 werden in Österreich Bildungsstandards erstmals flächendeckend in der 8. Schulstufe, im Jahr 2013 in der 4. Schulstufe getestet (vgl. http://www.bifie.at/bildungsstandards). Seit der gesetzlichen Verankerung der Bildungsstandards im Schulunterrichtsgesetz im August 2008 haben Lehrer/innen „bei der Planung und Gestaltung [ihrer] Unterrichtsarbeit die Kompetenzen und die darauf bezogenen Bildungsstandards zu berücksichtigen sowie die Leistungen der Schüler in diesen Bereichen zu beobachten, zu fördern und bestmöglich zu sichern (http://www.bifie.at/bildungsstandards).
Wir wollen anhand von Schulfallstudien an 3 Volksschulen, 2 Hauptschulen, bzw. NMS und 1 AHS eines Schulbezirkes in drei Erhebungsphasen diese Veränderungen untersuchen. Der erste Erhebungszeitpunkt (E1) wird vor der ersten Testung liegen, der zweite Erhebungszeitpunkt (E2) einige Zeit nach den ersten Ergebnisrückmel-dungen an die Schulen, der dritte Erhebungszeitpunkt soll zeigen welche Konsequenzen Schulen aus den Testrückmeldungen gezogen haben und im Herbst vor der neuerlichen Testung liegen. So wollen wir sowohl die Zeit der Vorbereitung auf die Testung als auch die Wirkung der Testergebnisse auf weitere Entwicklungsprozesse an den Schulen in den Blick nehmen.
Methoden und Ablaufschritte
Das Projekt bearbeitet seine Fragestellungen nach einer Fallstudienmethode (vgl. Yin 1989). Überlappende und widersprechende Muster in den Einzelfallstudien werden im Rahmen einer Cross Case Analyse interpretiert. Die gewonnenen Hypothesen werden governancetheoretisch interpretiert und mit den Ergebnissen der Schulprofilierungsstudien verglichen. Sie sollen Aufschluss geben über die Potenziale der Bildungsstandards zur Weiterentwicklung des Unterrichts und der Schulen sowie mögliche Veränderungen der Steuerung im Bildungswesen aufzeigen. Ergänzt wird die Fallstudienmethode durch eine Literaturanalyse.
Erhebungsdesign
„Fall“ ist im Sinne der hier vorgeschlagenen Untersuchungsstrategie die einzelne Schule. Es werden drei Volksschulen und 3 Sekundarschulen (2 Hauptschulen, bzw. NMS und 1 AHS) eines oberösterreichischen Schulbezirkes ausgewählt. Dabei werden Schulen untersucht, die erstmal getestet werden (keine Pilotschulen).

Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Breit, Simone; Mag. Bakk.Komm.
Bruckner, Johanna; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Breit, Simone; Mag. Dr. PaedDr. Bakk. Hochschulprofessorin Institutsleiterin
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hauck, Theresa;
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2023
Beschreibung
​Seit dem Wintersemester 2018/19 werden an Pädagogischen Hochschulen in Österreich Bachelorstudien der Elementarbildung/Elementarpädagogik für ausgebildete Kindergartenpädagoginnen*-pädagogen angeboten. Im Vergleich zu bereits davor an den Hochschulen angebotenen Hochschullehrgängen, sind genannte Bachelorstudien mit einem höheren Arbeitsaufwand (180 ECTS) verbunden und enden mit einem formalen, akademischen Abschluss (BEd). Einer Studie von Koch (2019; 2020) zufolge, geben die Bachelorstudierenden im Bereich der Elementarpädagogik/Elementarbildung mehrheitlich (90 Prozent, vgl. Koch, 2019, S. 36) die ‚fachlich fundierte Weiterbildung‘ sowie die ‚Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse‘ als Hauptmotive für ihr Studium an. Dieses Forschungsprojekt widmet sich der Professionalisierung und Professionalität. Mittels der Antworten von Fachkräften in der Elementarpädagogik auf berufsfeldbezogene Vignetten wird die Disposition professionellen Handelns erfasst. Die Ergebnisse können vor dem Hintergrund diskutiert werden, inwiefern der Besuch hochschulischer Aus- und Weiterbildungen – abgesehen von formaler Professionalisierung – zu einer professionsbezogenen Kompetenz(weiter)entwicklung bei Fachkräften in der Elementarpädagogik beiträgt.
Beschreibung (engl.)
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Bericht