Kategorie: Bildungsforschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Helm, Christoph; Univ.-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Weber, Christoph; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Sengschmid, Eva; BA BSc MSc
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität Linz
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Laufzeit
2023 – 2026
Beschreibung
Der sich zuspitzende Lehrkräftemangel in Österreich geht mit einer steigenden Zahl an fachfremd unterrichtenden Lehrpersonen einher. Dies wirft die grundsätzliche Frage auf, wie Fachfremder Unterricht (FFU) das österreichische Bildungssystem beeinflusst. Im Nationalen Bildungsbericht monieren Weber et al. (2018), dass für Österreich keine wissenschaftlich belastbaren Befunde vorliegen; weder zum Ausmaß oder zur Verteilung von FFU, noch zu den Effekten des FFU auf Schüler:innenoutcomes und Lehrer:innenprofessionsmerkmale.

Darüber hinaus kann moniert werden, dass auch die Frage nach der Wirksamkeit von Kompensationsmaßnahmen (z.B. Nachqualifizierungsprogrammen von FFU-Lehrkräften) und ganz allgemein die Frage nach den Potentialen und Vorzügen des FFU bisher wissenschaftlich ungeklärt blieb. Nur durch verstärkte Forschung in diesen Bereichen, so Weber et al. (2018), können Evidenzen geschaffen werden, die eine Bewältigung der mit dem FFU einhergehenden Herausforderungen im Schulsystems gewährleisten. Solche Evidenzen sind aber auch nötig, um die Chancen des FFU zu ergreifen und zu nützen.

Die nachfolgenden PhD-Projekte leisten hierzu einen substanziellen Beitrag, da sie sowohl Wissen auf der Systemebene zur Verfügung stellt als auch konkrete Vorschläge zum Umgang mit dem Phänomen FFU generieren.

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Gamsjäger, Manuela; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Gamsjäger, Manuela; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Himmelsbach, Michael; Dr.
Lenz, Sonja; Mag. MA MEd
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität Linz
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Im Zuge der Neuordnung der Lehrerinnenbildung in Österreich (BGBl. I Nr. 211/2013) wurden die Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) als verbindendes Element zwischen universitären Lehrinhalten und schulischer Praxis etabliert (Kucher & Rulofs, 2018). Ziel der PPS ist es, Reflexionsprozesse und Verbindungen zu initiieren, die Studierende in ihrer professionellen Entwicklung und bei der Durchführung der Praktika unterstützen (UG §51, Abs. 5e). Während österreichweite Befunde die Praktika hinsichtlich Unterricht und Umgang mit Schülerinnen positiv bewerten, wird die Kohärenz als zentrales Merkmal der PPS meist nur neutral bis negativ eingeschätzt (Flick-Holtsch et al., 2023; Schnider et al., 2023). Am Standort Linz, Cluster Mitte, zeigen erste Analysen eine etwas höhere, jedoch weiterhin moderate Kohärenz zwischen Lehrveranstaltungen und Praktika (Himmelsbach et al., 2023). Die Schaffung eines „dritten Raums“ zur Verbindung von Theorie und Praxis kann daher bislang nicht als umfassend gelungen betrachtet werden (Fahrenwald & Gamsjäger, in Druck).
Trotz der bislang begrenzten Evidenz werden die PPS in der aktuellen Reform der Lehrerinnenbildung als vierte Säule weiter gestärkt (RV: 943/BNR, BGBl. I Nr. 50/2024). Gleichzeitig unterrichten aufgrund des Lehrerinnenmangels immer mehr Studierende bereits im Bachelorstudium an Schulen und absolvieren dadurch keine klassischen Praktika mehr. Es stellt sich daher die Frage, was Studierende im Rahmen der PPS bzw. im Früheinstieg tatsächlich lernen und wie dieses Lernen zur Professionalisierung beiträgt. Die seit 2019 laufende Evaluierung der PPS am Standort Linz für das Bachelorstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung bietet eine erste, umfangreiche Datenbasis, um diese Fragen im Quasi-Längsschnitt zu untersuchen.
Das Forschungsprojekt EPPAL widmet sich darauf aufbauend bzw. diese erweiternd folgenden Forschungsfragen, um Erkenntnisse für das aktuelle und zukünftige Curriculum der Sekundarstufe Allgemeinbildung zu generieren und die PPS am Standort Linz kontinuierlich zu evaluieren und weiterzuentwickeln:
1. Inwieweit tragen die wahrgenommenen Lerngelegenheiten in den PPS bzw. studienunbezogenen Tätigkeiten zur Professionalisierung der Studierenden bei?
2. Inwieweit gelingt am Standort Linz die Verbindung von Theorie und Praxis?
3. Welche Faktoren beeinflussen die Nutzung von Lerngelegenheiten bzw. die Einschätzung der Kohärenz?
Auf Basis eines für die PPS adaptierten Angebots- und Nutzungsmodells (Gamsjäger et al., 2022) wird mittels regelmäßiger Onlinebefragungen von Bachelorstudierenden im Praktikum untersucht, welche Lerngelegenheiten genutzt werden und wie Kohärenz zwischen Praktika und Begleitlehrveranstaltungen gelingt. Durch vertiefte Mehrebenen- und Modellanalysen der Daten (WiSe 2019 bis SoSe 2024) werden standortspezifische Erkenntnisse generiert, die in die Weiterentwicklung der PPS einfließen. Neben den Kernfragen werden weitere Aspekte analysiert, die bisher nur teilweise untersucht wurden, etwa Motive und Überzeugungen der Praxispädagoginnen, die Qualität der Unterrichtsbesprechungen sowie die Beziehung zwischen Praxispädagoginnen und Studierenden. Die bisherigen Befunde machen zudem eine Neukonzeption der Evaluierung notwendig, um die Fragen sowohl für regulär Studierende als auch für Früheinsteiger*innen zu beantworten.
Im Rahmen eines quantitativen Längsschnittdesigns werden in drei aufeinanderfolgenden Studienjahren Studierende der Kohorte 2024/25 sowie Praxispädagoginnen mittels Onlineerhebung befragt. Ergänzend werden zwei qualitative Teilstudien durchgeführt: Gruppendiskussionen und eine Dokumentenanalyse von Lernprodukten, um spezifische Aspekte wie das Belastungserleben bei Früheinsteigerinnen vertiefend zu untersuchen. Das Mixed-Methods-Design ermöglicht es, die PPS am Standort Linz evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
Beschreibung (engl.)
In the course of the reorganization of teacher education in Austria (Federal Law Gazette I No. 211/2013), the Pedagogical Practical Studies (PPS) were established as a connecting element between university teaching content and school practice (Kucher & Rulofs, 2018). PPS aims to initiate reflection processes and connections that support students in their professional development and the implementation of internships (UG §51, para. 5e). While Austria-wide findings rate the internships positively in terms of teaching and interaction with students, coherence as a central feature of the PPS is usually only rated neutrally to negatively (Flick-Holtsch et al., 2023; Schnider et al., 2023). At the Linz location, Cluster Mitte, initial analyses show slightly higher but moderate coherence between courses and practicals (Himmelsbach et al., 2023). The creation of a „third space“ to link theory and practice can not yet be considered a comprehensive success (Fahrenwald & Gamsjäger, in press).
Despite the limited evidence to date, the PPS are being further strengthened as the fourth pillar in the current reform of teacher training (RV: 943/BNR, Federal Law Gazette I No. 50/2024). At the same time, due to the shortage of teachers, more and more students are already teaching in schools during their Bachelor’s degree. They are, therefore, no longer completing traditional internships. This raises the question of what students actually learn as part of the PPS or early entry and how this learning contributes to professionalization. The evaluation of the PPS at the Linz site for the Bachelor’s degree program in secondary general education, which has been ongoing since 2019, provides an initial, comprehensive database to examine these questions in a quasi-longitudinal section.

The EPPAL research project is dedicated to the following research questions in order to generate findings for the current and future curriculum of secondary general education and to evaluate and further develop the PPS in Linz continuously:
1. To what extent do the perceived learning opportunities in the PPS or non-study-related activities contribute to the professionalization of students?
2. To what extent does the Linz location succeed in combining theory and practice?
3. Which factors influence the use of learning opportunities and the coherence assessment?
Based on a supply and utilization model adapted for the PPS (Gamsjäger et al., 2022), regular online surveys of Bachelor’s students on internships are used to investigate which learning opportunities are used and how coherence between internships and accompanying courses is achieved. In-depth multi-level and model analyses of the data (winter semester 2019 to summer semester 2024) will generate site-specific findings that will be incorporated into the further development of the PPS. In addition to the core questions, other aspects will be analyzed that have only been partially investigated so far, such as the motives and convictions of the practice teachers, the quality of the lesson discussions and the relationship between practice teachers and students. The findings to date also make it necessary to redesign the evaluation to answer the questions for both regular students and early entrants.
As part of a quantitative longitudinal design, students from the 2024/25 cohort and practice teachers will be surveyed online for three consecutive academic years. In addition, two qualitative sub-studies will be conducted: group discussions and a document analysis of learning products to examine specific aspects, such as the experience of stress among early career teachers, in greater depth. The mixed-methods design makes it possible to develop the PPS in Linz further in an evidence-based manner. EPPAL, thus, significantly contributes to fulfilling the quality framework for pedagogical-practical studies.

URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Huber, Matthias;
Projektleitung intern
Kemethofer, David; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2028
Beschreibung
Das multi-methodische Forschungsprojekt widmet sich der Frage, welche Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Anforderungen einen gelingenden Einstieg in den Beruf als Lehrperson in Österreich begünstigen und welche Implikationen sich daraus für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie für die Gestaltung eines gelingenden Berufseinstiegs in Österreich ergeben.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Kemethofer, David; HS-Prof. Mag. Dr.
Altrichter, Herbert; O.Univ.-Prof. Dr.
Projektleitung intern
Kemethofer, David; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Beer, Hannah; BA MA
Fahrenwald, Claudia Maria; HS-Prof. Dr. MA Prof.
Krainz, Ulrich; HS-Prof. Mag. Dr.
Windischbauer, Susanne; Mag. BEd BA
Externe Projektmitarbeiter/innen
Brauckmann-Sajkiewicz, Stefan;
Braun, Kristina;
Froschauer, Johanna;
Groß Ophoff, Jana;
Jesacher-Rößler, Livia;
Pöppl, Daniel;
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2027
Beschreibung
Das Projekt „Gut beraten“ untersucht die Rolle der Schulentwicklungsberatung (SEB) im schulischen Unterstützungssystem. Schulen sind gegenwärtig stärker als früher mit Fragen der Unterrichts-, Organisations- und Qualitätsentwicklung konfrontiert, merken bei anspruchsvolleren Entwicklungsaktivitäten jedoch, dass sie an Grenzen stoßen und Unterstützung benötigen. In diesem Zusammenhang lässt sich eine steigende Nachfrage an SEB beobachten; das BMBWF nennt die Stärkung der SEB sowie die bedarfsgerechte Bereitstellung von Schulentwicklungsberater*innen als strategische Ziele. Eine Analyse der bisherigen Forschungslage weist allerdings deutliche Leerstellen auf, die auch mit einer unklaren Konzeptualisierung von SEB zusammenhängen. Der Anspruch des Projektvorschlags besteht darin, durch insgesamt sechs Dissertationen fundiertes Wissen zur Praxis von SEB im österreichischen Schulsystem, ihren Bedingungen und Einflussfaktoren sowie ihren Ergänzungen bzw. Überschneidungen mit anderen Akteuren des schulischen Unterstützungssystems zu generieren und auf diesem Weg zur Weiterentwicklung der Qualität und des institutionellen Status von SEB beizutragen. Die Dissertationen nutzen in ihrer empirischen Arbeit ein gemeinsames tätigkeitsbezogenes Rahmenmodell von SEB und stützen sich auf unterschiedliche Forschungsstrategien und -methoden.
Das Konsortium umfasst insgesamt zwei Pädagogischen Hochschulen (PH Oberösterreich, PH Vorarlberg) und zwei Universitäten (JKU Linz, AAU Klagenfurt). Darüber hinaus ist eine weitere Forscherin der FAU Erlangen-Nürnberg als kritische Freundin beteiligt.
In Summe ergibt sich durch das geplante Projekt Mehrwert auf unterschiedlichsten Ebenen: Für die Dissertant*innen etwa die gemeinsame Arbeit an einem übergreifenden Thema und der regelmäßige Austausch mit erfahrenen Wissenschaftler*innen, für die Mitarbeitenden der Hochschulen die Chance einer längerfristigen und durch unterschiedliche Perspektiven erweiterten inhaltlichen Arbeit sowie für die beteiligten Institutionen die Zusammenführung und das Upgrading von Forschungssträngen, von Maßnahmen der Nachwuchs- und Mitarbeiter*innenqualifikation sowie des Forschungstransfers.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Aschauer, Wolfgang; Mag. Dipl.-Ing. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Aschauer, Wolfgang; Mag. Dipl.-Ing. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Ivanjek, Lana;
Krainer, Konrad;
Schmölzer, Bernhard;
Kooperationspartner
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Johannes Kepler Universität Linz
Pädagogische Hochschule Kärnten
Laufzeit
2023 – 2027
Beschreibung
Im Schuljahr 2022/2023 startete an ausgewählten österreichischen Mittelschulen ein Schulversuch mit dem neuen Schulfach „MINT“. Die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs wird im Auftrag des BMBWF von AAU (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) und die PHK (Pädagogische Hochschule Kärnten) koordiniert. Im Rahmen dieser Begleitung sollen in dem hier beschriebenen Forschungsprojekt gemeinsam mit Forschergruppen anderer Institutionen, wie der JKU, Materialien für den Kompetenzbereich „Phänomene in Natur, Umwelt und Technik“ entwickelt und evaluiert werden. Konkret werden folgende Ziele verfolgt:
Kriteriengeleitete Sichtung von bestehenden Materialien für den MINT-Unterricht.
Bereitstellen der kommentierten Materialien auf einer digitalen Plattform.
Entwicklung und Evaluierung neuer Materialien für den MINT-Unterricht im Rahmen einer fachdidaktischen Entwicklungsforschung.
Beschreibung (engl.)
In the school year 2022/2023, a school project with the new school subject „MINT“ started at selected Austrian secondary schools. The scientific monitoring of the school trial is coordinated by the AAU (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) and the PHK (Pädagogische Hochschule Kärnten) on behalf of the BMBWF. The research project described here is to develop and evaluate materials for the competence area „Phenomena in Nature, Environment and Technology“ together with research groups from other institutions, such as the JKU. Specifically, the following goals are being pursued:
Criteria-based review of existing materials for STEM lessons.
Making the materials available on a digital platform.
Development and evaluation of new materials for STEM lessons within a design-based research framework.
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Flotzinger, Christian; IL HS-Prof. Mag. Dr. Bakk.rer.soc.oec. BSc.
Pichler, Johanna Philippa; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Flotzinger, Christian Walter; IL HS-Prof. Mag. Dr. Bakk.rer.soc.oec. BSc
Pichler, Johanna; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Redhammer, Oskar;
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2022
Beschreibung
Das Lernjournal als Instrument zur Erhöhung der inhaltlichen Konnektivität in der dualen Ausbildung

Die duale Ausbildung liefert in Österreich seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräfteausstattung. Trotzdem besteht Verbesserungspotenzial in einigen Bereichen. So zeigt sich beispielsweise für die Kooperationstätigkeit zwischen den beiden Lernorten Berufsschule und Betrieb, insbesondere auf der Mikroebene, Handlungsbedarf. Ostendorf hält fest: „Betriebe und Berufsschulen stehen relativ für sich, außer in beiden Institutionen existiert eine Kultur der Zusammenarbeit“ (Ostendorf 2014, S. 18). Zwar ist aus ihrer Sicht auf curricularer Mesoebene das duale System durchaus konnektiv, jedoch dringt es auf der Mikroebene des Lernens und Lehrens nicht so stark durch (Ostendorf 2014, S. 18f). Weiters untermauern empirische Studien wie der österreichische Lehrlingsmonitor (Lachmayr/Mayr 2017, S. 45) und Studien des Ibw (z.B. Dornmayr/Winkler 2016, S. 20) die Erkenntnisse von Ostendorf. Für das vorliegende Forschungsprojekt wird der Begriff Konnektivität folgendermaßen definiert:
„Eine Verknüpfung schulischen und betrieblichen Lernens bzw. Konnektivität […] bezieht sich zunächst auf intendierte und/oder realisierte Lehr-Lernprozesse der Mikroebene, in denen eine Übertragung von Lern- und Anwendungskontext entweder von den Schülern explizit wahrgenommen wird oder bei denen der (Lern-) Transfer implizit stattfindet.“ (Wirth, 2013, S.7)
Das Instrument des Lernjournals stellt eine Möglichkeit der Unterstützung dar, um die inhaltliche Konnektivität zwischen den beiden Lernorten Schule und Betrieb (im Rahmen der dualen Ausbildung) zu stärken. Für das vorliegende Projekt wurde, basierend auf zentralen Theorien zur Konnektivität Tynjälä (2008, S. 19f), Schwendimann et al. (2015, S. 6ff), Elsholz/Knutzen (2010, S. 6) sowie Griffiths/Guile (200), S. 57f) ein theoretisches Modell (2019) entwickelt. Dabei soll bei den Lehrlingen über die s.g. „Lernortkooperation im Kopf“ – also das Verbinden des in den beiden Lernorten Gelernten – anhand des „border crossing“ der für die Konnektivität notwendige Transferprozess initiiert werden. Im Forschungsprojekt spielen die Begriffe Konnektivität und Lernortkooperation eine zentrale Rolle.

Seit 2018 beschäftigten sich die Autor*innen mit der Fragestellungen zur Verbesserung der Konnektivität und Lernortkooperation in der dualen Ausbildung in Österreich. Aufbauend auf einem explorativem Forschungsdesign wurde die erste Forschungsfrage, wie Lernortkooperation zwischen Berufsschule und Betrieb auf der Mikroebene (Ebene der Lehr-Lernprozesse), mittels konnektiver Lernanlässe verbessert werden kann, näher beleuchtet. Um fundierte Informationen zu den Rahmenbedingungen für eine gelungene Lernortkooperation zu generieren, wurden mit verschiedenen Expert*innen der Lernorte des dualen Systems acht qualitative Interviews geführt. Basierend auf diesen Erkenntnissen sowie dem Stand der Forschung wurde anschließend ein konnektives Lernjournal als Lernanlass entwickelt, erprobt und evaluiert. Für die nächste Phase ist nun der Einsatz des Lernjournals in der Ausbildung der Lehrkräfte (duale Ausbildung) an der PH OÖ geplant. Diese Vorgangsweise wird u.a. durch die Ergebnisse von Wesselink et. al (2010) gestützt. Die Verfasser*innen weisen auf Basis ihrer Studie explizit darauf hin, dass eine gemeinsame Reflexion über Lernaktivitäten die geteilte Verantwortung von Lehrkräften, Ausbilder*innen und Lernenden darstellt. (Wesselink 2010 et. al. zit. n. Caruso et. al., 2020, S. 216). Caruso et. al. (2020) stützen diese Vorgehensweise und halten fest, dass die Reflexion von Lernerfahrungen und die Verbindung von Kontexten nicht spontan stattfinden können, sondern unterstützt und stimuliert werden müssen. (Caruso et. al., 2020, S. 217).

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Lassila, Erkki T.; Ass. Prof.
Projektleitung intern
Hyry-Beihammer, Eeva Kaisa; HS-Prof. PhD. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2023
Beschreibung
Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten über die Vorstellungen und Konzeptualisierungen von Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen in der Aus- und Weiterbildung zum Thema Hochbegabung gibt es einen Mangel an qualitativer, kulturübergreifender und vergleichender Forschung zum Thema. Wir schließen diese Lücke, indem wir die schriftlichen Erzählungen von Lehramtsstudierenden der Sekundarstufe aus fünf Ländern über den Unterricht von begabten Schülern in einem regulären inklusiven Klassenzimmer untersuchen. Unsere Forschung generiert Erkenntnisse für die Entwicklung von Inhalten und Praktiken in der Lehrerausbildung, die den Lehramtsstudenten helfen, die Bedürfnisse begabter Schüler zu verstehen und in der Unterrichtsplanung sie berücksichtigen.
Beschreibung (engl.)
Despite a good body of scholarly work on pre- and in-service teachers‘ attitudes and conceptualizations on giftedness, there is a lack of qualitative cross-cultural comparative research on the issue. We address this gap via examining secondary education student teachers’ written stories from five countries about teaching gifted students in an inclusive classroom. Our research provides knowledge for developing teacher education contents and practices that help the student teachers understand and plan for the needs of the gifted student population.
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Kemethofer, David; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Kemethofer, David; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Helm, Christoph; Univ. Prof.
Muslic, Barbara; Univ. Prof.
Warwas, Julia; Univ. Prof.
Kooperationspartner
Laufzeit
2021 – 2025
Beschreibung
Im Rahmen jährlichen Bildungsstandardtestungen wurden vom Bundesinstitut für Forschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE; seit Juli 2020: Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen [ISQ]) Kontextfragebögen zur Erfassung der Rahmenbedingungen des Lernens eingesetzt. Diese Befragungen richteten sich an Schulleiter*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern und ergänzen die Testergebnisse um erklärende Faktoren der Schülerleistungen (BIFIE, 2012). Die erhobenen Daten werden in der Forschungsdatenbibliothek archiviert und können per Antrag für die wissenschaftliche Sekundärnutzung beantragt werden (ISQ, 2021).
Sekundärstudien bieten den Vorteil, dass „die eigene Datenerhebung entfällt“ und „man auf sehr umfassende Datensätze zurückgreifen“ kann, haben dafür den Nachteil, dass spezifische Variablen, die für das eigene Forschungsprojekt benötigt werden, nicht zwingend im Datensatz enthalten sind (Döring & Bortz, 2016, S. 191). Für Sekundäranalysen können sowohl quantitative und qualitative Daten herangezogen werden.
Das geplante Forschungsprojekt besteht aus zwei Anträgen zur Nutzung der Forschungsdatenbibliothek.

1) Im ersten Projekt sollen die Zusammenhänge zwischen Schulleitungshandeln, den Arbeitseinstellungen, Arbeitsweisen und Arbeitsbedingungen im Kollegium der geführten Schule und der Schülerleistung analysiert werden. Als Datenbasis dient die Standardüberprüfung Mathematik auf der 4. Schulstufe aus dem Jahr 2018.
2) Das zweite Projekt nutzt Interviewdaten, die im Schuljahr 2016/17 erhoben wurden für einen deutsch-österreichischen Vergleich datenbasierter Steuerung in Schulen durch Schulleitungen.

Im Fokus beider Kooperationsprojekte steht somit das Handeln von Schulleiter*innen. Die Bildungspolitik und die Bildungsforschung betrachten Schulleiter*innen als zentrale Akteure einer qualitätsvollen Schule. Entsprechend der ihnen zugewiesenen Gestaltungsaufgabe wurde die Position der Schulleitung in den letzten Jahren mit erweiterten Entscheidungs- und Handlungsspielräumen ausgestattet, die sich auch in Anforderungsprofilen wiederfinden (z.B. Brauckmann, Kemethofer & Warwas, 2020). Daher sind belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirksamkeit der Schulleitung wichtig, um bestehende Annahmen zu prüfen.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Feichter, Helene Juliana; IL Mag. Dr. BEd Prof.
Projektleitung intern
Feichter, Helene; IL Mag. Dr. BEd Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Prorok, Judith; IL Mag. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Auferbauer, Martin;
Fernandez, Karina;
Katschnig, Tamara;
Wanitschek, Isabel;
Kooperationspartner
Private Pädagogische Hochschule – Hochschulstiftung Erzdiözese Wien, Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich
Pädagogische Hochschule Steiermark
Laufzeit
2022 – 2024
Beschreibung
1. Ausgangslage:
In Anlehnung an die Forderungen des Entwicklungsplans für die Pädagogischen Hochschulen (PHEP),
der Ziel- und Leistungspläne (ZLP) und des Bundesqualitätsrahmens für Fort- und Weiterbildung
sowie Schulentwicklungsberatung zum Schwerpunkt Wirksamkeit von Fort- und Weiterbildung im
Schulsystem erforscht dieses Projekt die Frage „Was braucht wirksame Fort- und Weiterbildung?“
anhand von organisationalen und strukturellen Gegebenheiten von Fortbildung der beteiligten
Pädagogischen Hochschulen.
2. Zielsetzungen und Fragestellungen:
Konkret soll in diesem Forschungsprojekt auf die Strukturen fokussiert werden, innerhalb derer
Fortbildner*innen tätig werden. Dabei soll insbesondere folgenden Fragen nachgegangen werden:
• Wie ist der Bereich der Fortbildung an den teilnehmenden Hochschulen organisational
eingebettet?
• Wie lässt sich die Gruppe der Fortbildner*innen hinsichtlich Beschäftigungsstatus, -ausmaß
und -dauer differenzierend erfassen?
• Wie sind zentrale Abläufe im Bereich des (Fort-)Bildungsmanagements (etwa: Recruiting,
Personalführung- und -entwicklung, Qualitätsmanagement) ausgestaltet? Welche
Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede zeigen sich dabei an den beteiligten
Pädagogischen Hochschulen?
Entlang dieser Forschungsfragen soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig
beforschten Bereichs der Fortbildung entwickelt werden. Diese Erkenntnisse sollen – nach einer
diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung – wiederum
Ableitungen von Empfehlungen zur Organisation von Fortbildung, zu Rekrutierungsmaßnahmen
geeigneter lehrender für dieses Feld sowie zu Personalentwicklungs- und
Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner*innen zulassen.
3. Methoden:
a. Dokumentenanalyse der Organigramme und Organisationsstrukturen der beteiligten
Hochschulen sowie der jeweiligen PH-Online-Daten der beteiligten Hochschulen, um
Aufschluss über die Gruppe der Fortbildner*innen hinsichtlich Beschäftigungsstatus, –
ausmaß und -dauer sowie die Anzahl der (abgehaltenen) Fortbildungsveranstaltungen zu
erhalten und diese strukturellen Daten PH-übergreifend zu vergleichen.
b. Durchführung von leitfadengestützten qualitativen Interviews mit
Fortbildungsverantwortlichen der beteiligten Hochschulen (n=3 pro beteiligter Hochschule,
entlang der Gliederung nach Verantwortung für Primar- sowie Sekundarstufe I und II).
c. Anschließend erfolgt eine inhaltsanalytische Auswertung der Daten, um die institutionelle
bzw. organisationale Eingebundenheit des Fortbildungsbereichs besser fassen zu können.
d. Auf Basis der Ergebnisse sollen mögliche Empfehlungen für die Weiterentwicklung der
organisationalen und strukturellen Bedingungen im Bereich der Fortbildung innerhalb der
jeweiligen PH abgeleitet werden können.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Döll, Marion; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Mußmann, Jörg; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Projektleitung intern
Döll, Marion; HS-Prof. Dr. Dipl.Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Guldenschuh, Sabine;
Sonnberger, Susanne; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 –
Beschreibung
Etliche Länder der Bundesrepublik Deutschland haben in den Vergangenen Jahren sog. DaZ-Module obligatorisch in den Lehramtsstudiengängen verankert. An der Universität Paderborn ist das DaZ-Modul im Studienjahr 2013/2014 erstmals einer explorativ-tentativen Evaluation unterzogen worden. Es zeigten sich eine signifikante Steigerung des Interesses der Studierenden an den Themen DaZ und Mehrsprachigkeit im Laufe des Studienjahres, der Wunsch nach mehr didaktischen Inhalten sowie Hinweise auf eine ausgeprägte Defizitperspektive auf mehrsprachige Schüler*innen und Schüler*innen mit sog. Migrationshintergrund bei Abschluss des Moduls (Döll/Hägi-Mead/Settinieri 2016).
An der PH OÖ werden Grundlagen zu DaZ, Migration und Mehrsprachigkeit im Primarstufenlehramt seit dem Studienjahr 2015/2016 im Modul „Bildungsbereich Sprachliche Bildung 1“ zusammen mit Grundlagen zu Auffälligkeiten und Störungen des Sprachgebrauches, des Sprechens und der Kommunikationsfähigkeit vermittelt. An die explorativ-tentative Evaluation an der Universität Paderborn anknüpfend wird ab dem Wintersemester 2016/2017 aus professionstheoretischer sowie migrationspädagogischer Perspektive untersucht, ob und wie sich Kenntnisse und Werthaltungen der Studierenden dieses Moduls zu den Themen Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit sowie Auffälligkeiten und Störungen des Sprachgebrauches, des Sprechens und der Kommunikationsfähigkeit im Laufe des Studienjahres verändern. Besonders im Fokus stehen dabei zentrale Konzepte der Migrationspädagogik (Assimilationismus, Defizitorientierung, Ethnisierung, Kulturalisierung, Linguizismus, Othering). Auf Grundlage eines an die Paderborner Ersterhebung angelehnten mixed method-Designs werden hierfür zu Beginn und am Abschluss des Moduls Daten erhoben und ausgewertet.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht