Projektdetails
Katschnig, Tamara; HS-Prof. Mag. Dr. Priv.-Doz.
Thomas, Stornig; PhD. BEd
Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems kann einerseits bereits auf ein reiches Erbe im Bereich der MRP zurückgreifen. Andererseits jedoch ist sie gefordert, sich hier auch weiterhin zu positionieren, Angebote für Lehrende, Studierende und eine interessierte Öffentlichkeit zu schaffen und sich den jeweiligen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Darüber hinaus ist es für eine Kirchliche Pädagogische Hochschule wichtig, auch zu aktuellen Problemen Stellung zu nehmen und im Bereich der Menschenrechte in aktuelle Diskurse einzubringen. Menschenrechtsbildung bedeutet neben konkreter hochschulischer Lehr- und Forschungstätigkeit auch, einer zunehmend verunsicherten Gesellschaft Orientierung anzubieten in einer Zeit, wo Menschenrechtsverletzungen immer mehr zuzunehmen scheinen. Daher sollen auch Auftritte in sozialen Medien vorbereitet und durchgeführt werden.
Dazu wurde ein Fragebogen entwickelt, der allen Masterstudierenden im 1. Semester im Rahmen der Lehrveranstaltung Erziehung und Bildung vorgelegt wird. Die Ergebnisse werden dann in Bezug zu den Curriculumsanalysen gesetzt, um ggf. Informationen für die neu zu entwickelnden Curricula zu erhalten.
Der intuitive Wahrscheinlichkeitsbegriff bezieht sich auf die Vorstellung oder das Verständnis von Wahrscheinlichkeit auf der Grundlage von Erfahrung und Alltagswissen, ohne die Verwendung mathematischer Formeln oder Konzepte. Er basiert auf dem natürlichen menschlichen Verständnis von Wahrscheinlichkeit, das Menschen in ihrem täglichen Leben nutzen, um Einschätzungen und Entscheidungen zu treffen.
Der neue Lehrplan 2023 verankert einen intuitiven Zugang zur Wahrscheinlichkeit bereits in der Primarstufe, den Übergang zur Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Sekundarstufe 1 (bislang in der Sekundarstufe 2).
Im Zuge der Lehrplanentwicklung erfolgte auf Anfrage der Entwicklergruppe „Lehrplan Neu“ nach einem konstruktiv kritischen Feedback ein reger Austausch im Themenbereich „Wahrscheinlichkeit“ und eine intensive Literaturrecherche.
Das Ziel des Projekts ist es, auf Basis stoffdidaktischer Analysen und Recherchen Unterrichtskonzepte für den im österreichischen Mathematikunterricht völlig neuen Themenbereich zu entwickeln und zu evaluieren.
Das erkenntnisleitende Interesse dieser Pilotstudie bezieht sich darauf, wie Studierende den per se herausfordernden Berufseinstieg mit der zusätzlichen zeitlichen Belastung eines Masterstudiums in der Induktionsphase erleben und bewältigen. Als Vergleichsgruppe dienen die Studierenden, die die Variante eines Vollzeitstudiums gewählt haben.
Methodologisch wird die Studie sowohl im quantitativen wie auch im qualitativen Bereich verortet sein. Quantitativ werden mittels Fragebogenerhebungen unabhängige Variable (wie Geschlecht, Berufstätigkeit etc.) und abhängige Variable mit Skalen zu Konstrukten wie Persönlichkeitseigenschaften, Belastungsfaktoren, etc. erhoben.
Da es sich auch um eine Studie mit explorativem Charakter handelt, werden im Sinne einer Datentriangulation leitfadengestützte Interviews mit den Studierenden geführt.
In dieser nun letzten Phase werden Detailergebnisse aufgearbeitet und publiziert.
Folgende inhaltiche Schwerpunktsetzungen stehen dabei im Vordergrund: Pädagogische Ansätze, die sich mit der sprachlichen Vielfalt und Mehrsprachigkeit in einem interdisziplinären Umfeld befassen. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, fruchtbare Diskussionen über Mehrsprachigkeit in Bildungseinrichtungen in verschiedenen europäischen Ländern, unterschiedliche Perspektiven und Forschungstraditionen sowie Wege des Transfers in die Lehrer:innenbildung aufzuzeigen.