Gleichzeitig beginnen wir mit dem Aufbau eines Netzwerks von Schulen aus der Türkei, Griechenland, Österreich und Deutschland, die digital und international kommunizieren und das didaktische Konzept von Sharing Worldviews anbieten werden.
Studierende unserer Partner von der Universität Ankara und der Eskişehir Osmangazi Universität in der Türkei, der Aristoteles Universität in Thessaloniki, der Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH), der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und den Pädagogischen Hochschulen in Karlsruhe und Freiburg werden über verschiedene existenzielle und relevante Themen aus der Perspektive ihrer unterschiedlichen Weltanschauungen miteinander ins Gespräch gebracht und bilden sich so in Dialogfähigkeit und digitalen Kompetenzen aus.
Das Ergebnis unseres Projekts wird eine internationale Zusatzqualifikation sein, die auf europäischer Ebene von interessierten Hochschullehrern für ihre Studierenden nachhaltig genutzt werden kann.
Ziel: Ausgehend vom neurokognitiven Modell des Diskonnektionssyndroms soll ein Verfahren entwickelt werden, das die für das erwähnte Modell typischen Schwierigkeiten beim mentalen Verknüpfen von geometrischen Strukturen mit symbolischen und sprachlichen Repräsentationen misst.
Forschungsfrage: Kann Dyskalkulie durch die oben beschriebenen Schwierigkeiten charakterisiert und diagnostiziert werden?
Theoretischer Hintergrund: B. Krön (2023). Dyskalkulie als Diskonnektionssyndrom, neurokognitive Modellierung und Diagnose, KPH Reihe Antrittsvorlesungen, Band 10, sowie die englischsprachige Übersetzung davon und darin enthaltene Literaturangaben.
Als Datenerhebungsinstrument soll ein über ein Semester geführtes Tagebuch dienen, welches in Tabellenform vorstrukturiert ist.
Das Tagebuch hat sich als Instrument der persönlichen Reflexion und Weiterentwicklung bewährt (Altrichter & Posch, 2007). „In den Tagebüchern werden eigene Beobachtungen und Erfahrungen durch das Aufschreiben fixiert, auf den Begriff gebracht, sortiert gegliedert, strukturiert … und so der Erinnerung und der reflektierenden Bearbeitung zugänglich gemacht.“ (Fischer & Bosse, 2003, S. 895) und sie können zudem zu Forschungszwecken herangezogen werden.
Die Analyse dieser Tagebücher soll Aufschluss darüber geben, wie Studierende Berufseinstieg, Masterstudium und Induktionsphase erleben.
Folgenden Fragestellungen soll nachgegangen werden:
Wie gestaltet sich der Berufseinstieg für die Berufseinsteigenden?
Welche Unterstützungsformen erhalten sie?
Welche critical incidents erleben sie und wie werden diese bewältigt?
Welche Gründe lassen sich für einen belastend erlebten Berufseinstieg ausmachen?
Wie verlief das Mentoring im ersten Semester der Berufsausübung?
Inwiefern trug die Induktionsphase zu einer Professionalisierung bei?
Wie bedeutsam für die persönliche Professionalisierung wird die Induktionsphase mit den begleiteten Lehrveranstaltungen an der Pädagogischen Hochschule und dem Mentoring empfunden?
Lassen sich Differenzen in der Bewertung der Induktionsphase zwischen der ‚Induktionsphase alt‘ und ‚Induktionsphase neu‘ erkennen?
Angedacht ist auch in weiterer Folge, Fallanalysen von jenen Lehrpersonen anzustellen, die besondere Situationen bewältigen mussten und mit diesen ggfs. auch noch Tiefeninterviews zu führen.