Projektdetails
Kopp-Sixt, Silvia; MA BEd
Geider, Patricia; Mag. Bakk.
Graß, Karl-Heinz; Mag. Dr. Dr.rer.nat. Prof.
Luschin-Ebengreuth, Nora; Mag. Dr. Prof.
Perl, Ingrid;
Riegler, Brigitte;
Spiegel-Neumann, Birgit;
Die forschungsleitende Fragestellung lautet:
Welchen Beitrag leisten Pädagogische-Praktische Studien zur Entwicklung überfachlicher-personenbezogener Kompetenzen?Davon abgeleitet versteht sich das Forschungsprojekt als Qualitätsinitiative in der Hochschullehre, in dem es der weiterführenden Fragestellung nachgeht, welche persönlichkeitsbildenden Prozesse sich auf der Basis der Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre im Kontext der PädagogInnenbildung NEU sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagog/innen modellieren lassen.
Leitend in den Analysen ist die fokussierte Bearbeitung folgender Forschungsfragen:
Wie kann es gelingen, literaturhistorisches Wissen ausgehend von prototypischen Texten zu vermitteln?
Welche Ansätze der Literaturdidaktik unterstützen PädagogInnen in ihrer Unterrichtspraxis?
An welchen Primärtexten lassen sich welche didaktischen Modelle für den Literaturunterricht wie demonstrieren?
Anhand dieser Fragestellungen sollen verschiedene Szenarien skizziert werden. Dabei soll es zu einer Verknüpfung soziologischer, historischer, kunsthistorischer, literaturwissenschaftlicher und politologischer Ansätze mit pädagogischer und didaktischer Forschung aus internationaler Sicht kommen. Hierfür werden einerseits fachwissenschaftliche Beiträge vorgestellt und andererseits Verknüpfungen und Konzepte für die praktische pädagogische Vermittlung des Themas präsentiert.
Dabei möchten wir nicht in der „traditionellen” Exilforschung verweilen, die sich in erster Linie mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt hat, sondern einen breiteren Blick auf historische und aktuelle Formen von Exil werfen. Die momentane Flüchtlingssituation hat einmal mehr gezeigt, wie zentral das Thema Migration und damit einhergehend auch das Thema Exil für unsere Gesellschaft sind. Die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig hat mit ihrer Umbenennung im November 2014 und der ersten Stefan Zweig Tagung im Dezember 2015 ein klares Statement hinsichtlich der Relevanz der Fragen nach „Menschenrechten – Flucht – Exil” für die pädagogische Ausbildung gesetzt.
Als Forschungsprojektabschluss ist daher ein Sammelband mit 10-20 Beiträgen geplant sowie eine internationale Tagung an der Université de Lorraine im Rahmen eines Erasmus+-Abkommens mit der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig.
Mit dem vorliegenden Forschungsprojekt und der daraus resultierenden Publikation wollen wir an diese wegweisende Fokussierung anknüpfen und einen wissenschaftlichen Beitrag zur pädagogischen Auseinandersetzung und Umsetzung des Themenkomplexes liefern.
Forschungsfragen
Wie ist die Differenzerfahrung beim Theaterspielen zu analysieren?
Unter welchen Gestaltungsbedingungen führen theatrale Arbeitsweisen im Unterricht zu ästhetischen Erfahrungen?
Welche Modelle und Einsatzmöglichkeiten theatral-performativer Arbeitsweisen lassen sich im Sinne des forschenden Lernens für die Grundschule und Sekundarstufe I entwickeln, die sowohl den Lerninhalt als auch die theatrale Bildung im Blick haben?
Ausblick
Aus den Ergebnissen soll ein Konzept einer theatral-ästhetischen Praxis für den Unterricht entwickelt werden. Im Zusammenspiel von Lerninhalten und Vermittlungsweisen können SchülerInnen damit performative Formen erproben und durch szenisches Forschen individuelle Zugänge zu Themen des Unterrichts entwickeln und reflektieren.
Forschungsinstrumente u. a.
Narrative Interviews
Videographische Rahmenanalyse
Teilnehmende Beobachtung
Erstellung eines Endberichtes an das BMBF Ziel des Schulversuchs ist die Attraktivierung des Schultyps. Durch die Evaluierung des Schulversuchs soll erhoben werden, ob der Schultyp einerseits attraktiver wird (für alle im System beteiligten). Andererseits soll die Evaluierung aufzeigen, was gut funktioniert hat, aber auch den Bedarf der Schulen sichtbar machen. Die Evaluierung erfolgt ausschließlich durch die PH Salzburg. Als Basis für das Forschungsprojekt dient die Methode der Aktionsforschung. Alle im Schulversuch beteiligten Personen (Mitglieder der Strategiegruppe gleichsam wie alle Personen an den Schulen) werden als Expertinnen und Experten einer lernenden Organisation gesehen.
Folgende Forschungsfragen sollen beantwortet werden:
Wie wirken sich die organisatorischen Vorgaben (Phasen, Modularisierung, spätere Zuordnung in Fachbereiche, neue übergeordnete Fachbereiche) auf das System Schule aus?
Mit welchen Herausforderungen sehen sich die im System agierenden Personen konfrontiert?
Welcher Mehrwert ist für die im System agierenden Personen aus ihrer Sicht erkennbar?
Der Schulversuch bietet die Möglichkeit, neben den drei Vernetzungstreffen den Schulversuch mittels Onlinebefragung zu vier Zeitpunkten zu evaluieren.
Die Befragungen finden jeweils nach den Phasen statt. Hier werden je nach Bedarf folgende Zielgruppen befragt:
Schulleiterinnen und Schulleiter
Lehrerinnen und Lehrer
Schülerinnen und Schüler
Erziehungsberechtigte
Zusätzlich werden bei Bedarf noch Interviews geführt. Die Ergebnisse aus den Evaluierungen werden in einem Endbericht offengelegt.
Dazu wird auf eine kategoriale Schulbuchanalyse nach Schreiber et al. zurückgegriffen, die sich auch über Philipp Mayring unter Erweiterung von Jochen Gläser und Grit Laudel entwickeln lässt, sowie auf die vom Georg Eckert Institut für
Internationale Schulbuchforschung in Braunschweig vorgeschlagenen Anforderungen an ein Projekt der Schulbuchforschung. Entsprechend werden im dritten Schritt Schulbücher, die seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 in den einzelnen Schultypen approbiert sind, untersucht. Geplant ist eine vergleichende Analyse über den Einsatz schriftlicher Quellen in Lehrwerken von der Volksschule, über die Neue Mittelschule bzw. AHSUnterstufe bis hin zur AHSOberstufe.
Im Fokus der Untersuchung stehen eine Vollerhebung im Bereich der Primarstufe sowie die Analyse ausgewählter Kapitel, die sowohl in der Sekundarstufe I als auch II behandelt werden. Idealerweise wiederholen sich inhaltliche Festlegungen der Sekundarstufe I in der Oberstufe, sodass eine Vergleichbarkeit besteht (sowohl zwischen Büchern einer Reihe als auch zwischen Ober und Unterstufe im Allgemeinen). Aus arbeitsökonomischen Gründen können hier nicht alle Themenbereiche berücksichtigt werden.
Der vierte Schritt ist die Interpretation der Ergebnisse entlang der curricularen Vorgaben der einzelnen Schultypen und der geschichtsdidaktischen Theoriebildung sowie die Rekonstruktion einer erkennbaren Entwicklungslogik von der Primarstufe bis zur Matura im allgemeinbildenden Schulbereich.