Kategorie: Sachgebiete

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Weghaupt, Dominik; Mag. Dr. / 1153 ZGMP – Pilotprojekte
Projektleitung intern
Weghaupt, Dominik; Mag. Dr.phil.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Herzog, Petra; Mag.
Schmidtbauer, Karin; Mag. Dr. MSc. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2025
Beschreibung
In zahlreichen Studien der letzten zehn Jahre (aktuell werden ca. 1400 wissenschaftliche Artikel pro Jahr zum Thema Achtsamkeit mindfulness publiziert) hat sich gezeigt, dass im Achtsamkeitskonzept ein psychologisches und pädagogisches Potential steckt, damit Lehr-Lern-Prozesse im Kontext Schule besser gelingen. Knapp zusammengefasst kann gesagt werden, dass durch die Achtsamkeitsübung die psychosoziale Gesundheit der Lehrer:innen (Taylor et al. 2021) und Schüler:innene (Fulambarkar et al. 2023) gefördert wird. Weiters werden durch diese Übungsformen Faktoren – wie z.B.: Aufmerksamkeitsregulation (Verhaeghen 2021), Emotionsregulation (Hoge et al. 2021) – gefördert, die maßgeblich zum Gelingen von Lehr-Lern-Prozessen beitragen.

Im Zuge eines Projektauftrags vom BMBWF an das Zentrum für Gewalt- und Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung (ZGMP) der PPH Burgenland wurde im SS 2023 ein neues Fortbildungskonzept zu achtsamkeitsbasiertem Lehren und Lernen entwickelt. Dieses mehrphasige Fortbildung soll im Rahmen eines Schulentwicklungsprozesses an Schulen der Sekundarstufe II als SCHILF durchgeführt und beforscht werden.

Durch eine Wirkungsforschung soll untersucht werden inwieweit die aus den internationalen Meta-Analysen (Mettler et al. 2023; Dunning et al. 2022; Fulambarkar et al. 2023) bekannten Effekte hinsichtlich der psychosozialen Gesundheit auf der Ebene der Lehrer:innen und Schüler:innen unter spezifischen Implementationsbedingungen im Kontext von österreichischen Schulen bestätigt werden können. Konkret werden auf der Schüler:innenebene und auf der Lehrer:innenebene die gesundheitspsychologischen Variablen: Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden, Stressempfinde, Selbstwirksamkeit erfasst.

Um Handlungsempfehlungen für die zukünftige Implementierungen von achtsamkeitsbasierten Schulprogrammen geben zu können, werden drei Varianten der Umsetzung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft.

Externe Faktoren:
Mit diesem Vergleich wäre es möglich einen bedeutsamen Beitrag zum aktuellen Forschungsstand zu liefern, da es zwar zahlreiche Befunde zur Wirkung einzelner Programme und Projekte gibt, es jedoch bislang kaum Kenntnis über die Faktoren für eine high quality implementation gibt (Roeser et al. 2023). Mit den Erkenntnissen aus dem Vergleich dieser drei Varianten können mitunter Empfehlungen hinsichtlich der Faktoren Zeit- und Kostenaufwand formuliert werden. Diese sind wiederum entscheidend, wenn es auf bildungspolitischer Ebene um eine mögliche Skalierung der ALLS-Modulreihe oder anderer achtsamkeitsbasierter Programme geht.

Interne Faktoren:
Neben den strukturellen Rahmenbedingung, die durch die Umsetzungsvarianten (slow, rapid, expert teaching) resultieren, sollen im Rahmen des qualitativen Forschungsstrangs auch weitere Faktoren identifiziert werden, die zu einer gelingenden bzw. nicht-gelingenden Implementation beitragen. Im Zentrum steht hier die Perspektive der Lehrpersonen, da die Lehrpersonen der Dreh- und Angelpunkt in einem solchen Prozess sind. Ihre Perspektive ist relevant,
•um die Akzeptanz des Fortbildungsprogramms einzuschätzen
•um die schulinternen Prozesse zu erkennen und zu reflektieren
•um die Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung von Achtsamkeitsübungen im Unterricht zu erfassen
•um die Herausforderungen und Unterstützungsfaktoren für eine nachhaltige Implementation zu identifizieren

Auch damit könnte dieses Projekt einen Beitrag zum Diskurs im internationalen Forschungsfeld leisten, da es bislang kaum Befunde zu den Faktoren einer erfolgreichen und nachhaltigen Implementation gibt (Baelen et al. 2023).

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Leonhardt, Ute; Dr.
Projektleitung intern
Leonhardt, Ute; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Brettl, Herbert; Mag. Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
In einer zunehmend medial geprägten Gesellschaft ist der Einsatz von Filmsequenzen im Geschichtsunterricht unabdinglich. Denn Schülerinnen und Schüler begegnen Geschichte nicht in Form von Quellen, sondern sie sehen sich im Fernsehen oder im Kino Filme an, die historische Ansprüche erheben. Oder sie spielen Computerspiele, in denen der Spieler/die Spielerin in historische Szenen eintaucht, um dort „Geschichte“ zu erleben. Vor allem diese Computerspiele prägen die Geschichtsbilder vieler Kinder und Jugendlicher. „Wenn Geschichtsunterricht Kompetenzen vermitteln will, mit Darstellungen und damit auch mit der (perspektivischen) Deutung von Geschichte in der Lebenswelt angemessen umgehen zu können, so muss er Darstellung selbst zu seinem Gegenstand machen.“ (Günther-Arndt, 1985).
Deshalb ist es wichtig, dass Filmdokumente didaktisch passend aufbereitet, im Geschichtsunterricht eingesetzt werden. Filmdokumente können als Mittel der Veranschaulichung und zur Analyse (von Form und Inhalt) eingesetzt werden.
Um Geschichtsdokumentationen in dieser Hinsicht zu nutzen, ist eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt des jeweiligen Films wichtig. Die Auseinandersetzung mit Filmen erfordert mehrere Kompetenzen, die allgemein unter dem Begriff Methodenkompetenz zusammengefasst werden. Im Lehrplanentwurf „Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung 2015″ ist unter Methodenkompetenz Folgendes zu lesen: “ Die Eigenständigkeit im kritischen Umgang mit historischen Quellen zum Aufbau von Vorstellungen und Erzählungen über die Vergangenheit (Re-Konstruktion) sowie ein kritischer Umgang mit historischen Darstellungen (z.B. Ausstellungen, Spielfilme mit historischen Inhalten, Schul- und Fachbücher, Computerspielen) sind zu fördern (De-Konstruktion). Dazu sind Methoden zu vermitteln, um Analysen und Interpretationen vornehmen zu können.“ D.h. Schülerinnen und Schüler sollen filmsprachliche Kenntnisse erwerben und diese analytisch anwenden, sich in Distanz zu entstehenden Gefühlen setzten können und erkennen, wie diese hervorgerufen werden. Um dieser Forderung nachzukommen ist es unerlässlich, den Einsatz von Filmdokumenten im Unterricht zu fördern und zu intensivieren.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Filmdokumente im Geschichtsunterricht leider immer noch keine große Rolle spielen. Das liegt einerseits daran, dass es oft an kurzen und prägnanten Filmquellen mangelt, die sich für den Einsatz im Unterricht eignen und andererseits daran, dass der Einsatz von Filmen meist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist. Die Lehrerin/Der Lehrer muss den Film zunächst finden bzw. auswählen, ihn selber sichten und passende Aufgabenstellungen entwickeln. Das Online-Videoarchiv des ORF TVthek kann im Bereich der burgenländischen Geschichte eine Lücke schließen. Die diversen Beiträge eignen sich hervorragend, die Schülerinnen und Schüler in der Methodenkompetenz zu schulen, um angemessen mit dieser spezifischen Form der Geschichtsdarstellung umgehen zu können.
Beschreibung (engl.)
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Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Weisz, Christian; Mag. BSc
Projektleitung intern
Weisz, Christian; Mag. BSc.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Schneider, Claudia; BEd MEd MA PhD.
Wallner, Florian; MMag. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Ziel der Evaluierung ist die Erhebung eines Ist-Zustands über die Verbreitung von Peer-Learning-Programmen an österreichischen Schulen der Sekundarstufe I und II. Dabei soll auch evaluiert werden, welche Rahmenbedingungen an den einzelnen Schulstandorten gegeben sind und inwieweit diese Peer-Learning-Aktivitäten begünstigen bzw. beeinträchtigen. Des Weiteren wird erhoben, inwieweit sich die Pädagog:innen, welche mit der Implementierung und Begleitung von Peer-Learning-Programmen betraut sind (Peer-Coaches), für diese Aufgabe kompetent fühlen. An Schulen ohne Peer-Programme sollen das Interesse an solchen Programmen sowie förderliche bzw. hinderliche Rahmenbedingungen für die Implementierung erhoben werden.
Beschreibung (engl.)
The aim of the evaluation is to determine the current status of the dissemination of peer learning programs at Austrian lower and upper secondary schools. The aim is also to evaluate which framework conditions exist at the individual school locations and to what extent these favor or hinder peer learning activities. Furthermore, the extent to which the educators who are entrusted with the implementation and support of peer learning programs (peer coaches) feel competent for this task will be assessed. At schools without peer programs, the interest in such programs as well as conducive or obstructive framework conditions for implementation will be surveyed.
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Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Gabriel, Herbert; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Gabriel, Herbert; HS-Prof. Mag. Dr. Vizerektor
Interne Projektmitarbeiter/innen
Gröstenberger, Eva; Mag. Prof.
Hanappi-Mersits, Sonja; Dr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2020
Beschreibung
PISA 2009 mit dem Schwerpunkt Lesen erbrachte für die österreichischen 15-jährigen Jugendlichen für die drei Leseprozesse unterschiedliche Ergebnisse. Auch die Ergebnisse über Lesefreude, die Lesevielfalt und die Lesemotivation der 15-/16-Jährigen waren nicht zufriedenstellend. Schließlich waren bedeutsame Geschlechterunterschiede für diese Bereiche feststellbar. In der PIRLS-Untersuchung der Viertklässler/innen liegen die durchschnittlichen Lesewerte knapp, aber statistisch signifikant unter dem EU-Mittelwert. Sowohl der Grundsatz Erlass zum Unterrichtsprinzip Leseerziehung von 1999 als auch das Rundschreiben 19/2004 zur Stärkung der Lesekompetenzen der Hauptschülerinnen und Hauptschüler betont die Notwendigkeit der Steigerung der Lesemotivation und Lesekompetenz. Der LSR Burgenland hat seit 2014/2015 einen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Leseförderung gesetzt, indem durch den Einsatz multimedialer interaktiver eBücher – „LeseEule“ – zusätzlich zu den angebotenen papiergebundenen Lesemedien die Verbesserung der Lesekompetenzen unterstützt werden sollen. Die „LeseEule“, die in Zusammenarbeit von LSR, LMS und der PH Burgenland ins Leben gerufen wurde, versucht, als digitales Förderprogramm Kinder im Lesen auf verschiedenen Lesekompetenzstufen zu fördern. Das Programm beschäftigt sich sowohl mit der basalen Lesefertigkeit, als auch mit der Stärkung der Strategiearbeit beim Lesen.
Um Effekte und Effizienz des Förderprogramms bewerten zu können soll im Rahmen einer Evaluation die Wirkung des Programms evaluiert werden.
Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Leitgeb, Thomas; HS-Prof. BEd Dr.phil. MA MA
Maitz, Katharina; PhD
Projektleitung intern
Leitgeb, Thomas; HS-Prof. BEd Dr.phil. MA MA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Benesch, Thomas; HS-Prof. Mag. MMag. Dipl.-Ing. DDr. MA MBA
Meller, Stefan; HS-Prof. BEd Dr.phil. BA MA
Reumann-Buczolich, Anna Maria; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Knaus, Marie; BEd
Maitz, Katharina; PhD
Matischek-Jauk, Marlies; HS-Prof in. Dr in.
Mößlacher, Corinna; Maga.
Trattner, Agnes; Dr in
Kooperationspartner
Laufzeit
2024 – 2028
Beschreibung
Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) stellen das Bildungssystem vor Herausforderungen. Eine Betrachtung der Auswirkungen auf Hochschulebene ist notwendig, um Lösungen für den Umgang mit KI-Tools zu finden. Es besteht dringender Bedarf an systematischer Forschung, die Implementierung und Konsequenzen adressiert. Die Studie soll daher zentrale Aspekte der Nutzung und der Auswirkungen von KI-Tools in der Hochschullehre aus zwei Perspektiven (Studierende, Lehrende) im PHVSO betrachten.
Dazu wird ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, der insbesondere auf Ebene der Lehrenden mittels einer (jährlichen) quantitativen Befragung zu Praktiken und Erfahrungen beim Einsatz von bzw. beim Umgang mit KI-Tools einerseits und qualitativen Interviews zur vertieften Analyse sowie zur Identifizierung von Good Practice Lehr-/Lernkonzepten umgesetzt werden soll.
Für die Studierenden wird eine jährliche, querschnittliche, quantitative Befragung implementiert, um Nutzungsmuster und Erfahrungen zu erfassen sowie Trends festzustellen. Eine zusätzliche Längsschnittanalyse, soll Zusammenhänge von unabhängigen und anhängigen Variablen untersuchen.
Die Analyse dieser multiplen Datenebenen soll es ermöglichen, spezifische Parameter für den Einsatz von KI in der Hochschullehre zu identifizieren und Empfehlungen für die Hochschullehre im PHVSO abzuleiten.
Beschreibung (engl.)
Developments in the field of artificial intelligence (AI) pose challenges for the education system. A consideration of the effects at university level is necessary in order to find solutions for dealing with AI tools. There is an urgent need for systematic research that addresses implementation and consequences. The study therefore aims to examine key aspects of the use and impact of AI tools in higher education teaching from two perspectives (students, teachers) in the PHVSO.
A mixed-methods approach is chosen for this purpose, which is to be implemented in particular at the level of teachers by means of an (annual) quantitative survey on practices and experiences in the use and handling of AI tools on the one hand and qualitative interviews for in-depth analysis and identification of good practice teaching/learning concepts on the other.
An annual, cross-sectional, quantitative survey will be implemented for students in order to record usage patterns and experiences and to identify trends. An additional longitudinal analysis will examine the relationships between independent and dependent variables.
The analysis of these multiple data levels should make it possible to identify specific parameters for the use of AI in university teaching and to derive recommendations for university teaching in the PHVSO.

Translated with DeepL.com (free version)

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Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Benesch, Thomas; Mag. MMag. Dipl.-Ing. DDr. MA. MBA
Projektleitung intern
Eldib, Amr; Mag., BSc
Reiter, Markus; HS-Prof. Dr. MAS MSc.
Strobl, Kathrin;
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
Die American Association for the Advancement of Science (AAAS) hat fünfzig Ablaufdiagramme (Strandmaps) erstellt, welche etwa die Hälfte aller Schlüsselkonzepte / Benchmarks des naturwissenschaftlichen Unterrichts enthalten.
Die Strandmaps (strukturierte Karten) liefern den Ausgangspunkt, an denen das schrittweise Lernen von Physik nachvollziehbar wird. Dabei ist es möglich, quantitativ einzelne Verbindung als kritisch für das weitere Verständnis zu formulieren (vgl. Kuhn 2008).
Anhand von dem Thema „Forces and Motion“ werden zu allen auf den Karten vorliegenden Punkten von der Primar- bis zur Sekundarstufe Materialien aufbereitet unter Berücksichtigung von Schüler_innenvorstellungen. Als zusätzliche Querschnittsfunktion dient die Elementarpädagogik, die ebenfalls in den Strandmaps eine entscheidende Bedeutung einnimmt.
Standmaps gehen von der Voraussetzung aus, dass das naturwissenschaftliche Wissen nicht als eine Sammlung einzelner Fähigkeiten und Teilinformationen aufgefasst werden darf, sondern es muss ein reiches Netzwerk von sich wechselseitig unterstützenden Ideen und Kompetenzen angesehen werden, die sich zusätzlich über die Zeit hinweg entwickeln (vgl. Brückmann 2009: 87). Um Strandmaps als grundlegenden Standard zu verankern sind Kriterien der Kontinuität, Sequenzierung und Integration über das Alter der Schüler_innen hinaus im Blickfeld zu halten.
Die Benchmarks, die die Schüler_innen in den Strandmaps erreichen sollen, werden dabei in kurzen Sätzen formuliert und zusätzlich durch Pfeile verflechtet, die sich aufgrund von fachwissenschaftlichen und lernpsychologischen Aspekten herauskristallisiert haben; zusätzlich helfen sie im Verstehen von darzubietenden Lernzielen auf unterschiedlichen Kompetenzebenen von Schüler_innen. Die Einteilung der Standmaps geschieht in verschiedenen Altersbereichen von Elementarbildung bis zur Bildung in der Sekundarstufe.
Anhand der Bearbeitung der Strandmaps, die das naturwissenschaftliche Wissen in kohärenter und entwicklungsmäßig angemessener Weise konzeptualisieren, und gepaart mit den Schüler_innenvorstellungen wird ein Kriterienkatalog erarbeitet, welcher als Leitkonstrukt für die Bearbeitung der Schulbücher aus der Primar- und Sekundarstufe I herangezogen werden kann.
Aufgrund der Verwendung von Strandmaps wird bei der Darstellung von Konzepten auf die gemeinsame Basis von Vorkonzepten hingewiesen, welche durch Fehlvorstellungen überlagert sein können. Zusätzlich wird direkt ein Stufenkonzept zur Verfügung gestellt, welches ermöglicht, ausgehend von der dargelegten Elementarisierung, die Wichtigkeit auf den Blick der zukünftigen Konzepte zu legen. So soll die notwendige Elementarisierung nicht dazu führen, eine Verflachung oder sogar eine mögliche Aussaat von Fehlvorstellungen bei den Schüler_innen zu bewirken, damit darauf aufbauende Aspekte nur durch Kunstgriffe integriert werden können. Die Standmaps bieten die Möglichkeit, die Physik nicht vom Alltag der Schüler_innen losgelöst zu sehen, sondern den Alltag als Modell mit zahlreichen Interdependenzen, die im Laufe der zeitlichen Entwicklung immer reichhaltiger werden, die jedoch kompatibel zu integrieren sind.
In den Schulbüchern wird zusätzlich auf mögliche „Science Myths“ eingegangen, welche die Darstellung von unterschiedlichen Sachverhalten verstärken.
Die Strandmaps sollen als Ausgangspunkt dienen um potentielle Lernwege zu beschreiben, die als Grundlage der systematischen Entwicklung des Verständnisses von zentralen naturwissenschaftlichen Konzepten dienen; dies kann und soll als Kompetenzentwicklungsmodell aufgefasst werden (vgl. Reinders, Neumann: 2011: 191).
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Kaluza, Claudia; HS-Prof. Mag. Dr.
Schimek, Bernhard; HS-Prof. Mag. Dr.
Projektleitung intern
Schimek, Bernhard; HS-Prof. BEd Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2021
Beschreibung
Qualitative Interviews von Supervisor*innen im Wiener Modell zu zentralen Herausforderungen für Schulen
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Benesch, Thomas; Mag. MMag. Dipl.-Ing. DDr. MA. MBA
Projektleitung intern
Benesch, Thomas; HS-Prof. Mag. MMag. Dipl.-Ing. DDr. MA MBA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Bayer-Felzmann, Tanja; Mag. Prof.
Eldib, Amr; MMag. Dipl.Päd. BSc. BSc.
Kernbichler, Maria; Dr.
Reiter, Markus; Dr. MAS MSc.
Schönfeldinger, Barbara; Mag.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
Der Anteil an Mehrsprachigen in Österreich ist zunehmend und liegt bei annährend 30%. Die Mehrsprachlichkeit ergab in PISA-Testungen deutliche Unterschiede im Bereich der Mathematik. Die Problematik liegt jedoch an den sprachlichen Voraussetzungen, die zum Beispiel auf Wortebene lexikalische Hürden, auf Satzebene schriftsprachliche Ausdrucksfähigkeit und auf Textebene textlinguistische Hürden entgegenwirkt. Neben diesen Problematiken sollte die Tatsache bewusst gemacht werden, dass zahlreiche Begriffe der Mathematik keine Fachwörter sind sondern Ausdrücke, die der Bildungssprache zuzuordnen sind und daher eine intensivere Thematisierung bedürfen. Zahlreiche Studien haben weiters gezeigt, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Lese- und Mathematikleistung gibt.

Daher ist bei der Planung von Unterricht neben der Beachtung von alters- und lerngruppengerechter Texte (vgl. Bainski, Krüger-Potratz 2008: 96f) die Alltags- und die Bildungssprache zu vermischen. Die Vermischung von Alltagssprache und gegebenenfalls des bewussten Einsatzes von Dialekt, um die Unterschiedlichkeit zwischen Fach- und Umgangssprache zu unterstreichen, dient dem Ziel des mathematischen Fachunterrichts, die Fachsprache zu fördern (vgl. Carnevale, Wojnestiz 2014: 12).

Der sprachsensible Unterricht soll daher in der Anwendung von Naturwissenschaften in der Mathematik den Wert darauf legen, neben der Erklärung von fachlichen Aspekten auf die Erklärung von sprachlichen Zielen zu achten; die Operatoren können dabei helfen, die mathematische Sprache in ihrer Struktur (wieder)zu erkennen.

Der Mathematikunterricht kommt ohne Sprache nicht aus; dies bezieht sich nicht nur auf das Fehlen bestimmter Fachbegriffe, sondern es geht auch um das Verstehen von Texten und die Unmöglichkeit, relevante Informationen herauszufiltern (vgl. Bainski, Krüger-Potratz 2008: 95). Dies kann zu einer Sprachnot und in weiterer Folge zur Demotivation führen, da das Umschreiben von komplexen Sachverhalten in der Alltagssprache schwer fällt beziehungsweise in die Unmöglichkeit abdriftet (vgl. Carnevale, Wojnesitz 2014: 11).

Bei allen Tätigkeiten sollte der Schwerpunkt auf die Schriftlichkeit gelegt werden, denn die Schriftlichkeit dient einerseits zum Generieren und Strukturieren und andererseits der Förderung der bildungssprachlichen Kompetenzen. Der Migrationshintergrund bewirkt zusätzlich, dass es zu Leistungsunterschieden bei Jugendlichen kommt, die lediglich mit nur einer Sprache aufwachsen. In diesem Bereich werden unterschiedliche mögliche Einflussfaktoren, wie das Niveau der Unterrichtssprache, direkt mit der Schule verknüpfte Aspekte und damit eventuell verbunden das Interesse und die Motivation mit der kognitiven Leistungsfähigkeit gepaart (vgl. Prediger, Özdil 2011: 35f).
Daher verfolgt dieses auf zwei Jahre angelegte Projekt einerseits, die Grundvorstellungen im Bereich der Mathematik auf Objekte und Prozesse und dessen Zusammenspiel zu legen, und anderseits die Schüler_innenvorstellungen in den Naturwissenschaften im derzeitigen Stand der Forschung zu erfassen. Darauf aufbauend sollen unter Bezug der Methodik der sprachsensiblen Unterrichtens Kriterien Arbeitsmaterialien in der Sekundarstufe 1 und 2 ausgearbeitet werden, um im letzten Schritt Hands on für die Lehrkräfte in den betrachteten Schulstufen zur Verfügung zu stehen, die schließlich im Sinne einer Evaluation – bei Möglichkeit durch eine Interventionsstudie – auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Reumann-Buczolich, Anna; Mag.
Projektleitung intern
Reumann-Buczolich, Anna Maria; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hopf, Martin; Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2023 – 2027
Beschreibung
Der Mangel an qualifizierten Physiklehrkräften ist ein zunehmendes Problem in vielen Bildungssystemen, insbesondere dort, wo Lehrkräfte fachfremd unterrichten. Um dem entgegenzuwirken, wurde 2023 an der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (Österreich) ein Weiterbildungsprogramm zur Qualifizierung von Physiklehrkräften initiiert. Parallel dazu existiert ein vergleichbares Programm für Digitale Grundbildung, das unter ähnlichen strukturellen Bedingungen durchgeführt wird.
Signifikante Unterschiede in den Dropout-Quoten der beiden Weiterbildungsprogramme lassen sich feststellen: Während das Programm Digitale Grundbildung eine Abbruchquote von nur 10 % verzeichnete, lag sie im Programm Physik bei 43 %. Diese Diskrepanz legt nahe, dass der Dropout in naturwissenschaftlichen Weiterbildungsprogrammen von spezifischen Einflussfaktoren geprägt ist, die bislang wenig erforscht wurden.
Zur Untersuchung dieser Lücke werden zwei theoretische Ansätze herangezogen: Das Four Capital Framework betrachtet verschiedene Kapitalarten, die den Verbleib beeinflussen: Human Capital (Fähigkeiten, Wissen), Social Capital (Netzwerke, Unterstützung), Structural Capital (institutionelle Rahmenbedingungen) und Positive Psychological Capital (Selbstwirksamkeit, Optimismus, Resilienz). Das Self-to-Prototype Matching untersucht, inwiefern Individuen ihre eigene Identität mit dem Prototyp einer Gruppe oder Berufsrolle vergleichen.
Das vorliegende Forschungsvorhabgen untersucht die Ursachen für den hohen Dropout im Weiterbildungsprogramm Physik und überprüft, ob diese auch in anderen naturwissenschaftlichen Weiterbildungsprogrammen nachweisbar sind. Ziel ist es, zentrale Einflussfaktoren zu identifizieren und gezielte Unterstützungsmaßnahmen zur Verringerung der Abbruchquoten zu entwickeln. Dabei stellt sich die zentrale Frage: Welche Faktoren beeinflussen den Dropout in der naturwissenschaftlichen Lehrer:innenweiterbildung, und welche Maßnahmen können zur Förderung des Studienerfolgs beitragen?
Die Studie kombiniert qualitative Einzelinterviews mit Teilnehmenden und Abbrecher:innen des Weiterbildungsprogramms für Physik sowie des Weiterbildungsprogramms für Digitale Grundbildung. Die Interviews werden halbstrukturiert geführt und methodisch durch stimulierende Elemente aus Fokusgruppeninterviews ergänzt, um die Reflexion der Befragten zu vertiefen.
Die erhobenen Daten werden mit MAXQDA nach der inhaltsanalytischen Methodik von Kuckartz ausgewertet. Dabei erfolgt zunächst eine deduktive Analyse auf Basis der theoretischen Modelle, gefolgt von einer induktiven Analyse zur Identifikation neuer, aus den Daten emergierender Kategorien.
In einer zweiten Erhebungsphase wird das Messinstrument auf weitere Populationen ausgeweitet. In Betracht gezogen werden dabei Quereinsteiger:innen in naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer sowie Abbrecher:innen des Physik-Lehramtsstudiums.
Beschreibung (engl.)
The shortage of qualified physics teachers is an increasing challenge in many education systems, particularly in cases where teachers are required to teach subjects out of field. To address this issue, a professional development program for physics teachers was launched in 2023 at the Private University College of Teacher Education in Burgenland (Austria). In parallel, a comparable program for digital education was introduced under similar structural conditions.
Significant differences in dropout rates between the two programs were observed: While only 10% of the participants left the digital education program, the dropout rate in the physics program was 43%. This discrepancy suggests that dropout in science-related professional development programs is influenced by specific factors that have not yet been thoroughly investigated.
To bridge this gap, two theoretical approaches are applied in this study: The Four Capital Framework, which identifies four types of capital influencing persistence: Human Capital (skills, knowledge), Social Capital (networks, support), Structural Capital (institutional frameworks), and Positive Psychological Capital (self-efficacy, optimism, resilience). The Self-to-Prototype Matching Model which examines how individuals compare their self-perception to the prototypical image of a group or professional role.
This dissertation investigates the factors contributing to the high dropout rate in the physics professional development program and examines whether these factors are also relevant in other science-related professional development programs. The goal is to identify key influencing factors and develop targeted support strategies to reduce dropout rates.
The central research question is: Which factors influence dropout in science-related teacher professional development, and what measures can support retention and academic success?
The study employs qualitative semi-structured interviews with both current participants and dropouts from the physics and digital education programs. To deepen participants’ reflections, the interviews incorporate stimulating elements from focus group methodologies.
The data will be analysed using MAXQDA, following Kuckartz’s qualitative content analysis. The analysis follows a two-stage process: first, a deductive approach based on the theoretical frameworks, followed by an inductive approach to identify emerging categories from the data.
In a second phase, the instrument will be extended to additional populations, such as career changers in science education and former students who dropped out of physics teacher education programs.
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Sprache
Projektleitung gesamt
Mandl, Harald; IL Prof. MAS
Projektleitung intern
Mandl, Harald; MAS
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2013 – 2016
Beschreibung
Im Projekt soll untersucht werden, ob sich über den Umweg einer Beziehung zu einer Großmutter sichere Bindungsbeziehungen zwischen Kindern und ihren Lehrern eher anbahnen lassen. Dieser zunächst ungewöhnlich anmutende Zugang begründet sich dadurch, dass es in der Beziehung zu einer Großmutter eher keine der beschriebenen Transmissionsprozesse zu gehen scheint. Unsichere Bindungen werden zwar auf andere Erwachsene übertragen (die dazu tendieren, sich wiederum komplementär zu verhalten), scheinbar aber nicht auf Großmütter. Die bisherigen narrativen Daten legen nahe, dass ungeachtet des internalisierten Bindungsmusters – ob es nun sicher, unsicher oder hochunsicher ist – Kinder eher eine positive Beziehung zu einer ihr fremden Großmutter entwickeln. Diese Ergebnisse basieren allerdings nur auf erste Fragebogendaten. Im Projekt soll zum ersten Mal untersucht werden, ob sich sichere Bindungsprozesse zwischen Kindern und Großmüttern auch auf der Verhaltensebene sowie auf neurobiologischer Ebene nachweisen lassen. Ließe sich das bestätigen, käme der Arbeit mit ausgebildeten älteren Menschen der schulischen Arbeit eine große Bedeutung bei der Veränderung der maladaptiven Beziehungsmuster unsicher gebundener Kinder zu. Großmütter könnten die Kinder für sichere Bindungserfahrungen offen machen und es Lehrern so extrem erleichtern, eine sichere Beziehung zu diesen Kindern aufzubauen, die wiederum der wichtigste Prädikator für eine schulische Entwicklung sowohl im kognitiven als auch im emotionalen und sozialen Bereich ist. Mit den gleichen Ressourcen könnten so wesentlich mehr betroffene Kinder erreicht werden.
Beschreibung (engl.)
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