Kategorie: Sachgebiete

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Dangl, Oskar; DDr. OStR Prof.
Projektleitung intern
Dangl, Oskar; DDr. OStR
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Weigl, Michael; Univ.-Prof. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
Die Vorarbeiten, auf denen dieses Projekt beruht, stammen vor allem aus dem von Prof. Dr. Monika Bayer, MSc, geleiteten Projekt „Unterrichtsmaterialien/Pro Dateien für die Menschenrechtserziehung“. Im Rahmen dieses Projekts wurden viele aktuelle Beiträge zum Thema Menschenwürde verarbeitet. Der gegenwärtige Diskussionsstand dient als hermeneutischer Hintergrund der Rückfrage nach dem biblischen Verständnis von Menschenwürde. Die biblische Rückfrage konzentriert sich deswegen auf das Alte Testament (AT), weil dieses Textkorpus interreligiös relevant ist. Es fungiert in den drei großen abrahamitischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam, als normative Grundlage oder zählt zumindest dazu. Daher kann auf dieser Basis ein hohes Maß an interreligiös relevanten Ergebnissen erwartet werden. Damit soll auch einem wichtigen Schwerpunkt der KPH entsprochen werden. Das Neue Testament (NT) wird aus diesem Grund ausgenommen. Es kann aber in einem etwaigen Folgeprojekt gut thematisiert werden, weil dann die alttestamentlichen Grundlagen bereits vorliegen. In der konkreten Durchführung wird auf jeden Fall darauf geachtet, dass das Thema Menschenwürde nicht ausschließlich auf die erste Schöpfungserzählung (Gen 1) beschränkt wird. Daher ist das Projekt so angelegt, dass es in seinem Aufbau und Verlauf der Kanonstruktur des AT folgt, und zwar in seiner hebräischen Form und Gestalt. Daraus ergibt sich die dreiteilige Grobstruktur, plus die Einbettung in den aktuellen menschenrechtlichen Diskurs zur Konzeptualisierung der Menschenwürde. Das Projekt ist dann gelungen, wenn eine Handreichung in elektronischer Form vorliegt (PDF), die aus vier Teilen mit ihren jeweiligen Unterkapiteln besteht: Das Verständnis der Menschenwürde in der Tora, bei den Nebiim, in den Ketubim, sowie die Aktualisierung und Kontextualisierung im Rahmen des gegenwärtigen Diskurses um die Menschenwürde im Kontext der Menschenrechtspädagogik. Die für das Projekt notwendige Kommunikation erfolgt in Form persönlicher Gespräche und sicherlich zahlreicher Emails.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Sattlberger, Eva; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Sattlberger, Eva; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2025
Beschreibung
Ausgehend von den in der Antrittsvorlesung „Was wir leisten, wenn wir beurteilen“ präsentierten Ergebnissen zur Fragestellung „Was müssen Lehrer*innen können (Teilprojekt A), um Leistungen von Schülerinnen und Schülern gerecht bewerten zu können“, sollen in diesem Forschungsprojekt (Teilprojekt B, September 2020 bis Februar 2021) die Curricula sowohl zum BA- als auch zum MA-Studium Lehramt Primarstufe der KPH analysiert werden. Die Inhaltsanalyse erfolgt nach Mayring (2008) und Früh (2001) und soll jene Bereiche der Curricula beleuchten, die sich inhaltlich auf den Erwerb von Kompetenzen im Bereich Leistungsbeurteilung beziehen. Eingeteilt wird in die Kategorien „erwartete Lernergebnisse/Kompetenzen“ (Ebene 1), Lehrveranstaltungen (Ebene 2) und „Bildungsziele und Bildungsinhalte“ (Ebene3).

Damit soll ein Überblick über die Struktur und die konkreten Lerninhalte zum Thema Leistungsbeurteilung in den Curricula der KPH entstehen.

Eine Ausdehnung der Analyse auf Curricula anderer PHs ist geplant.

In einem Nachfolgeprojekt (Teilprojekt C, ab SoSe 2021) sollen auf Basis der Ergebnisse der Curriculaanalysen sowohl Lehrenden- als auch Studierendenbefragungen durchgeführt werden. Ausgangs-punkt dafür ist die These, dass dem Themengebiet der Leistungsfeststellung und -beurteilung insgesamt im Lehramtsstudium zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Da der Umgang mit Leistungsbeurteilung in Österreich aber hochselektiv und sozial ungerecht ist, ist es besonders wichtig ein detailliertes Bild über den Kompetenzerwerb von Studierenden in diesem Bereich zu erhalten und in weiterer Folge ein gemeinsames Konzept zur Thematik der Leistungsbewertung bzw. -beurteilung zu entwickeln.

Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Ballis, Anja; ​​Prof. Dr.
Projektleitung intern
Danner, Sonja; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2021
Beschreibung
Memorial sites and Holocaust museums are important places around the world where people think about the crimes and their consequences. Of particular interest are educational opportunities for young people who are to learn from the past for the present and the future. The role of guides, the mediators, in this process is often overlooked, as well as the consequences of their activities for themselves. The aim of the planned study is to have a close look at tour guides at those places of difficult history.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Beer, Rudolf; Univ. Lektor Mag. BEd Dr. Dipl.-Päd.
Projektleitung intern
Beer, Rudolf; Univ. Lektor Mag. Dr. BEd Dipl.-Päd. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2022
Beschreibung
Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Moduls Bachelorarbeit 7-01 aus dem Fachbereich Allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen gemeinsam mit den Studierenden durchgeführt. Die Studierenden verfassen auf Basis der erhobenen Daten ihre Bachelorarbeiten.

Aus prozessorientierter Perspektive können Aspekte von Schulqualität im Besonderen durch Kinder und deren Eltern beschrieben werden. Weitere elterliche Sichtweisen gegenüber schulischen Innovationen und gesellschaftspolitischen Schulfragen geraten ebenso in den Blick. Die einzelnen Bachelorarbeiten widmen sich in einer gemeinsamen, explanativen Querschnittstudie (Kinder und deren Eltern) den Aspekten Klassenklima, Lernen und Unterricht, Lehrer/innenkompetenz und Mobbing. In der projektierten quantitativen Feldstudie werden überdies die elterliche Sichtweisen zu aktuellen Schulfragen wie Inklusion, Chancengleichheit, häusliche Unterstützung, ganztägige Schule und Elternpartnerschaft erhoben. (Literaturstudium, Fragebogenerhebung im Feld, statistische Auswertung mit SPSS)

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Danner, Sonja; Dr.
Projektleitung intern
Danner, Sonja; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hellmuth, Thomas; Univ. Prof. Dr.
Kooperationspartner
UNI Wien
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
Das erste österreichische Mädchengymnasium Wien VI, Rahlgasse, besteht seit 1892 und machte erstmalig möglich, dass Mädchen die Hochschulberechtigung erlangen konnten. Es erlebte immer wieder turbulente Zeiten, wie die Geschichte des 2. Weltkrieges zeigte. Das Archiv der Rahlgasse weist eine lückenlose Serie der Hauptkataloge auf, anhand derer seine Geschichte im Austrofaschismus und Nationalsozialismus nachgezeichnet und didaktisch aufbereitet werden soll. Biografiearbeit steht hier im Vordergrund.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Hammerer, Franz; Mag. Dr. OStR
Rosenberger, Katharina; HS-Prof. Mag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Hammerer, Franz; Mag. Dr. OStR
Rosenberger, Katharina; HS-Prof. Mag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
AUVA Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Laufzeit
2017 – 2020
Beschreibung
Räume haben erhebliche Wirkungen auf das Bedingungsgefüge des Lernens, auf das soziale Geschehen, das leibliche Erleben etc., kurz also auf jegliche Art der Interaktion und Kommunikation in Schule und Unterricht. Durch die ihnen eigene Struktur und Aussagekraft lösen Räume Grundstimmungen aus und beeinflussen das Verhalten der sich in ihnen aufhaltenden AkteurInnen (vgl. Rehle 1998, S. 69f). Es ist daher ein zentrales Thema der Pädagogik, das an der KPH als Profilthema „Schule und Raum“ in den letzten Jahren erfolgreich implementiert werden konnte. Zahlreiche Kontakte im In- und Ausland, mit unterschiedlichen Institutionen und aus unterschiedlichen relevanten Fachbereichen führten zu gewinnbringenden Vernetzungen und Kooperationen, denen mehrere Projekte und Publikationen entsprangen. Das Profilthema soll in den nächsten Jahren weiterverfolgt und vertieft werden.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Schrei, Thomas; Mag. BEd Prof.
Projektleitung intern
Schrei, Thomas Friedrich Anton; Mag. BEd Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Oman, Petra; BEd Fachoberlehrerin
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Die Studie beschäftigt sich im Rahmen einer Vergleichuntersuchung mit Mehrstufenklassen in Öster-reich und Israel. Mittels sturkturierter Interviews von Schüler*innen, Lehrer*innen und Direk-tor*innen befasst sich die Studie mit mehreren grundlegenden Fragen:
1) Welche geselllschaftlichen und pädagogischen Visionen prägen die MS-Klassen in Österreich und Israel?
2) Welche Kriterien gibt es, dass sich Lehrer*innen für den Einsatz in MS-Klassen entscheiden?
3) Welche Lehr- und Lernmethoden ergeben sich aus der Struktur der MS-Klassen, wie sorgen die Lehrer*innen für eine angemessene Lernumgebung?
4) Welche Vor- bzw. Nachteile gibt es aus Sicht der Schüler*innen und des pädagogischen Personals im Bezug auf die emotionale, soziale und kohnitive Entwicklung der Kinder in MS-Klassen?
5) Wie kann der Ansatz des Universal Designs of Learning (UDL) speziell im Hinblick auf Inclusion in den MS-Klassen umgesetzt warden.
Ziel der Studie ist es Gemeinsamkeiten und Unterschiede der MS-Klassen in Österreich und Israel aufzuzeigen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Engberding, Elisabeth Fanny; BEd
Projektleitung intern
Engberding, Elisabeth Fanny; BEd
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2019 – 2020
Beschreibung
Im Rahmen eines einjährigen Entwicklungsprojekts wird ein Konzept für die Vermittlung von Grundlagen einer systemisch-konstruktivistischen Begabungsförderung erstellt. Die Ergebnisse in Form eines mehrstündigen Fortbildungsprogramms sollen in die Fort- und Weiterbildung einfließen. Dieses umfasst Übungen sowie Materialien und orientiert sich am sich am Modul Grundlagen einer personalisierten Begabungsförderung und Einführung in die Begabungsforschung“ des Lehrgangs „VielHarmonie der Begabungen“ des TIBI der KPH Wien/Krems. Die Aspekte des Begabungsbegriffs, Begabungsdefinition, die Identifikation von Begabung, begabungsfördernde Maßnahmen und die Beurteilung von Begabung werden aus systemisch-konstruktivistischer Sicht beleuchtet. Ein Fokus liegt auf den Konstruktionen, die durch die Interaktionen zwischen den Lernenden und ihren Systemen entstehen. Die Absicht und der Mehrwert des Programms liegt in der Schwerpunktsetzung der Stärkung der Reflexionskompetenz der LehrerInnen, wie er im Grundsatzerlass zur Begabungs- und Begabtenförderung gefordert wird. Die theoretischen Grundlagen für dieses Projekt liefert die 2019 veröffentlichte Masterarbeit „Das Kohärente Begabungsmodell. Begabungsförderung auf Mikro-, Meso- und Makroebene“. In dieser Arbeit werden die wesentlichen Merkmale einer systemisch-konstruktivistischen Begabungsförderung beschrieben, die bisher in der Begabungsforschung noch nicht thematisiert wurden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Gabriel, Sonja; Mag. Dr. MA. MA.
Projektleitung intern
Gabriel, Sonja; Mag. Dr. MA MA
Interne Projektmitarbeiter/innen
Überacker, Gudrun; BEd MA.
Wallner, Jasmin; BA.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Plattform Studyly, edurise GmbH
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Die Mathematiklernplattform studyly.com bietet einen Pool von über 2500 Aufgaben der Oberstufenmathematik, die während des Lockdowns der Schulen ab März 2020 besonders zur Maturavorbereitung verwendet wurden. Das Projekt möchte in zwei Schritten von Lehrenden und Lernenden erfahren, ob und wie die Plattform im Mathematikunterricht der Oberstufe eingesetzt wurde/wird, worin Lernpotentiale, aber auch Wünsche, Schwierigkeiten und Verbesserungspotential gesehen werden.
In einer ersten Stufe sollen Lehrende und Lernende mittels halbstrukturiertem Interviewleitfaden zu ihren Erfahrungen befragt werden. Hier soll ein möglichst diverses Sample (bezüglich Schule (privat/öffentlich), Geschlecht, Dienstalter, Einsatz der Plattform etc.) sicherstellen, dass unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden.
Aus den qualitativen Daten soll ein quantitativer Fragebogen erstellt werden, der als Zielgruppe alle Lehrenden und Lernenden, die bereits mit studyly.com gearbeitet haben, umfasst. Hiermit soll repräsentativ erhoben werden, worin die Lernpotentiale, Einsatzmöglichkeiten und Verbesserungswünsche für die Plattform bestehen.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Private Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Sprache
Projektleitung gesamt
Danner, Sonja; Dr.
Projektleitung intern
Danner, Sonja; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2020
Beschreibung
Das Forschungsprojekt untersucht den Beitrag des Religionsunterrichts zur gesellschaftlichen und schulischen Erinnerung an den Holocaust in den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Religionslehrkräfte sind in der Regel sehr engagiert zu diesem Thema, sie ergänzen die notwenige historische Bildung im Kontext des Geschichtsunterrichts durch spezifische religionsdidaktische Zugänge, u.a. durch Beschäftigung mit jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart, Behandeln des historischen und aktuellen Antijudaismus und Antisemitismus aus religiöser Perspektive, Erkunden von Spuren jüdischen Lebens, Besuchen von Gedenkstätten, ehemaligen Synagogen und jüdischen Museen, Erforschung von konkreten Biografien, Beschäftigung mit der Gottesfrage angesichts von Auschwitz.
Zu all diesen Punkten fehlen bislang genaue empirische Daten. Das Forschungsprojekt REMEMBER hat sich zum Ziel gesetzt, erstmalig eine Bestandsaufnahme der didaktischen Formen und der Bedeutung der Holocaust-Erinnerung im Religionsunterricht zu erstellen. Dazu wurde 2016 und 2017 eine Online-Befragung durchgefühlt, an der mehr als 1200 Religionslehrkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmen. Sie ergab eine Fülle quantitativer und qualitativer Daten, die derzeit ausgewertet und in den Horizont der aktuellen Forschung gestellt werden.
Theoretisch ist das Forschungsprojekt geleitet von den Ergebnissen des derzeitigen wissenschaftlichen Diskurses um Holocaust-Education, der weltweit geführt wird. Danach steht die Holocaust-Education vor bzw. mitten in einem Paradigmenwechsel. Das Verstummen der Zeitzeugen (As the Witnesses Fall Silent: Zehavit Gross, Doyle Stevick), der Verlust des Kontakts mit direkt Betroffenen (z.B. Großeltern, die befragt werden könnten; vgl. Harald Welzer), die Europäisierung und Globalisierung der Erinnerungskulturen (Aleida Assmann), die Digitalisierung (u.a. Kirstin Frieden) und der neu aufkommende Antisemitismus (z.B. die Forschungen von Samuel Salzborn; Monika Schwarz-Friesel; Michael Blume) sind Kontextbedingungen, in denen die bislang in Schulen praktizierte Erinnerung an den Holocaust völlig neu aufgestellt werden muss – auch im Religionsunterricht.
Erste Ergebnisse bestätigen das breite Engagement der Religionslehrkräfte und räumen mit dem Vorurteil auf, heutige Schülerinnen und Schüler seien nicht mehr ansprechbar oder desinteressiert gegenüber dieser Thematik. Ländervergleichende Aspekte geben Aufschluss über die unterschiedlichen Zugangswege in den kontextuell verschieden geprägten Schul- und Unterrichtskulturen. Ein explorativer Blick in die Lehrpläne zeigt das Desiderat, um nicht zu sagen Defizit an curricularer Verankerung der Erinnerungskultur und der Sensibilisierung gegen Antisemitismus.
Eine Publikation der Ergebnisse wird derzeit für 2020 vorbereitet. Gleichzeitig werden Pilotstudien und explorative Erkundungen für Folgeprojekte durchgeführt, u.a. Befragungen von Studierenden an der Evangelischen Hochschule Freiburg, die Religionslehrkräfte werden wollen, genauere Lehrplananalysen, Befragungen von Religionslehrerinnen und -lehrern in leitfadengestützten Interviews, Schülergruppeninterviews etc. Weitere Publikationen der Forschungsgruppe REMEMEBER sind ebenfalls in Vorbereitung.
Beschreibung (engl.)
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