Kategorie: Sachgebiete

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Hirschenhauser, Katharina Maria; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Gürtler, Hannelore;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Universität Wien
Laufzeit
2013 – 2016
Beschreibung
Lernvorgänge setzen eine Atmosphäre der Vertrautheit, der Entspannung und des Sich-Wohlfühlens voraus. Die Wirkung von Bewegungseinheiten auf das Lernverhalten von Kindern wurde bereits häufig untersucht (Sibley & Etnier, 2005), empirische Studien zur Wirkung von Entspannungsübungen, insbesondere bei Kindern im Grundschulalter, fehlen bisher in der Fachliteratur.
Das vorliegende Projekt hat sowohl pädagogische, als auch wissenschaftliche Ziele. Die Ergebnisse sollen erlauben, belegbare Empfehlungen für einen (gesundheits-)förderlichen Umgang mit dem Schulalltag zu formulieren. Durch die aktive Mitarbeit der Kinder lernen diese die individuelle Belastbarkeit am eigenen Körper zu beobachten und die Heterogenität im Klassenverband wahrzunehmen. Die erstmalige Erhebung langfristiger Stresshormonmuster von Grundschulkindern ist darüber hinaus für die Verhaltensbiologie und Stressforschung von Interesse.
Pilotstudien mit Studierenden haben gezeigt, dass bereits kurze tägliche Übungen das Verhalten und die Aufmerksamkeit der Schüler/innen im Unterricht verändern. Im vorliegenden Projekt wird die Wirkung von kurzen in den Schulalltag integrierten Entspannungsübungen auf die Stressbelastung von neun- bis zehnjährigen Schulkindern überprüft.
Stress coping ist hochgradig individuell und subjektiv. Auch bei Erwachsenen kann die subjektive Wahr-nehmung von Belastung beeinflusst und trainiert werden. Die Wirkung von gesteigerter Achtsamkeit auf die subjektive Wahrnehmung von Stressbelastung soll an Studierenden der PHOÖ überprüft werden.
In diesem Projekt werden Methoden aus der Verhaltensphysiologie (Messung von Stresshormonen aus Speichelproben) und den Bildungswissenschaften (qualitative Erhebung von individuellen Erfahrungen) eingesetzt.
Beschreibung (engl.)
Both, science and education may benefit from merging traditional, i.e. quantitative and qualitative approaches. We focus on hormonal and biopsychological data for assessing stress load and on testing changes due to experiences as evidence of learning. We show modulatory effects of different treatments on stress in primary school children based on salivary cortisol levels, and in students based on self-reports of individually perceived stress load. In children we measured salivary cortisol levels twice during school days. Four weeks of ordinary school routine were compared with four weeks, during which short relaxation exercises were initiated as stringent daily interventions. An overall effect of the daily short exercises on cortisol was observed in the noon samples. Remarkably, this effect was not persistent over the entire period of repeated exercises. Interviews with the children revealed supplementary details on their individual perception of the intervention. With adult students we tested the modulation of the subjective perception of stress load during a course dealing with various aspects of stress research. The students were asked to fill out diary-protocols every evening during five months. The summary of these notes showed significant changes of the students’ subjective perception of stressors and stress load until the end of the course. Taken together, we show that teaching methods may effectively modulate physiological and perceptual concepts in children and students.
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Rothböck, Johann; MA. Prof.
Weber, Christoph; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 –
Beschreibung
Das Projekt „Themenorientierte Mathematik“ geht im Rahmen eines quasi-experimentellen Designs der Frage nach, ob sich durch eine Aufgabensammlung, die sich an den Handlungsbereichen des Kompetenzmodells orientiert und diese Handlungsbereiche an lebensnahen Themen „trainiert“, eine positive Wirkung auf die Leistungen, das Selbstkonzept und die Motivation von Schüler/innen der 5. Schulstufe feststellen lässt. Rund 30 Lehrkräfte werden im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen mit den entwickelten Aufgaben vertraut gemacht und sollen diese Aufgaben im Schuljahr 2016/17 verwenden. Durch begleitende Fortbildungsveranstaltungen soll die Qualität des „Aufgabeneinsatzes“ optimiert werden, wobei aber auch auf etwaige Probleme bei der Anwendung eingegangen werden kann. An den teilnehmenden Schulen werden Parallelklassen der Experimentalklassen als Kontrollklassen rekrutiert.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Hirschenhauser, Katharina Maria; Mag. Dr. Prof.
Neuböck-Hubinger, Brigitte; Mag. BEd
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Konrad Lorenz Research Station
Oberösterreichisches Landesmuseum
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
Der Einsatz von lebenden Tieren im Sachunterricht ist für Lehrpersonen aufwändig, aber für Schüler/innen erlebnisreich und fachdidaktisch wertvoll. Außerschulische Angebote können den Aufwand z. B. für Tierpflege und -haltung „outsourcen“, nehmen aber dennoch oft einen großen Anteil der Unterrichtszeit in Anspruch. In diesem Projekt sollen die Erwartungen und pädagogischen Nutzen sichtbar gemacht werden, die mit dem Einbinden von außerschulischen Expertinnen und Experten in den Unterricht verbunden sind. Unter Mitarbeit von Studierenden der PHOÖ werden die Lernwege und veränderte Vorstellungen der Schüler/innen im Projektverlauf, sowie die Erwartungen und Einstellungen von Lehrpersonen untersucht. Auch die Einstellungen von Lernenden und Lehrenden zu Grundlagenforschung per se sollen erhoben werden. Mit Fokus auf naturwissenschaftliche Projektangebote des Programms Sparkling Science werden zudem ungenutzte Potenziale für Konzepte der inklusiven Pädagogik beleuchtet.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Universität Wien (Dr. D. Frigerio, Sparkling Science Projekt „Quo volis Geronticus eremita?“) und dem OÖ Landesmuseum (Mag. A. Bisenberger, Natur auf Tour) durchge-führt. Es werden Schüler/innen und Lehrpersonen in verschiedenen Schulen, aus Klassen beider Grundschulstufen untersucht, die außerschulische Lernangebote in Anspruch nehmen. Die gewählten Ansätze verschneiden Erkenntnisse aus quantitativen und qualitativen Erhebungen, es werden empirisch Daten gesammelt und Interviews mit Lehrpersonen durchgeführt.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Steinmair, Gabriele; MA.
Weber, Christoph; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Androsch, Gertrude; Mag.
Döll, Marion; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Eidenberger, Johanna; Mag. Dr. Fachoberlehrerin
Janny, Beate; M.Ed. BEd
Lindner, Gertrud;
Mayrhofer, Sandra; Mag.
Schuster, Natascha; Dipl.Päd. MA.
Wagner, Wolfgang; Mag.
Zauner, Norbert; M.Ed.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2015 – 2017
Beschreibung
Im WS2015 startet an der PH OÖ die neue Primarstufenausbildung. Das Curriculum sieht für das 3. und 4. Semester eine LV zu Lesson Studies (LS) vor. LS sind eine Form kollaborativer, reflexiver Praxis, im Rahmen derer Lehrkräfte gemeinsam Unterrichtseinheiten planen, durchführen, evaluieren und weiterentwickeln. Im Rahmen des Projekts soll die Durchführung von LS in der Ausbildung pilotiert werden und auf Basis der Befunde der Pilotstudie sollen entsprechende Lehrveranstaltungen für die neue Ausbildung entwickelt werden.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Döll, Marion; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Mußmann, Jörg; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Aschenberger, Rita; Dipl.Päd.
Marischler, Elisabeth;
Neulinger, Hanna Maria;
Oliveira-Mußmann, Maria;
Öttl, Patrick;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2018
Beschreibung
Im Kontext inklusiver Bildung und der institutionellen und professionstheoretischen Entwicklung inklusiver Pädagogik wird mit dem Anspruch einer de-kategorisierenden Perspektive ein Spektrum an Diversitätsdimensionen aufgespannt, das im entwick-lungspsychologischen Bereich ebenso Erstsprachentwicklung und Sprachentwicklungs-schwierigkeiten wie auch die Mehrsprachigkeit umfasst. Pädagogische Unterstüt-zungsmaßnahmen der Förderung bei entwicklungsbedingten Sprachbeeinträchtigungen und bei Deutsch als Zweitsprache (DaZ) scheinen dabei in ein und denselben pro-fessionellen Kontext zu fallen. Professionsgeschichtlich, institutionell und strukturell stellen die Sprachheilpädagogik und die sprachlichen Bildungtheorie im Kontext der aktuellen Migrationsgesellschaft aber auch in einem inklusiven System völlig unter-schiedliche Handlungsbereiche dar.
Das Vorhaben geht von der Annahme aus, dass in Österreich sprachheilpädagogisch ausgebildete bzw. spezialisierte Lehrkräfte in der Förderung bei DaZ eingesetzt werden und dass dabei diese genannten Divergenzen hinsichtlich der Zielsetzung, Hand-lungsformen und professionellem Selbstverständnis nicht in einem hinreichenden Maße berücksichtigt werden. Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass dies mit einem theoretischen Verständnis des Zweitspracherwerbs und Argumenten pädagogischer Diskurses über migrationsgesellschaftliche Differenz begründet wird, aus migrations- und inklusivpädagogischer Perspektive kritisch zu hinterfragen sind. In dem For-schungsprojekt sollen der Umfang des Einsatzes, die Zielsetzungen und das professio-nelle Selbstverständnis sprachheilpädagogisch qualifizierter Lehrkräfte in der DaZ-Förderung in einem methodenkombinierten Erhebungsdesign mit dem Anspruch eines explorativen Survey rekonstruiert werden. Semi-standardisierte Online-Fragebögen werden sukzessive mit qualitativen und kontrastiven Expert*inneninterviews ergänzt.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Prorok, Judith; IL Mag. Prof.
Projektleitung intern
Prorok, Judith; Mag.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Auferbauer, Martin; PhD Mag.
Katschnig, Tamara; Univ.Doz. Mag. Dr.
Schroll, Christian; HS-Prof. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
Ad 1) Ausgehend von einer Initiative der Rektorate mehrerer pädagogischer Hochschulen und des BZBF soll in diesem kooperativen Forschungsprojekt an vier Hochschulen der Bereich der Fortbildung von Lehrer_innen beleuchtet werden. Konkret wird auf die Person der Fortbildnerin/des Fortbildners fokussiert, um Aufschluss über die Ausprägungen des Rollenverständnisses sowie jener Faktoren zu gewinnen, die aus Sicht der Fortbildner_innen zum Gelingen von Fortbildung beitragen können. Entlang der Aussagen der Fortbildner_innen in Leitfadeninterviews soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig beforschten Bereichs Fortbildung entwickelt werden, das – nach einer diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung – wiederum Ableitungen geeigneter Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner_innen- sowie Rekrutierungsmaßnahmen geeigneter Personen für dieses Feld zulässt.
Ad 2) Die Projektziele lassen sich auf den folgenden Ebenen festlegen:
• Ebene 1 „Rollenverständnis“: Aufschluss über die Wahrnehmungen des Rollenverständnisses von in der Fortbildung von Lehrer_innen tätigen Personen erhalten. Aufschluss über deren Wahrnehmung von förderlichen und hindernden Faktoren in der Fortbildung zu erhalten.
• Ebene 2 „Fortbildungsbedarfe“: Ableitung von möglichen Unterstützungsangeboten von Fortbildner_innen (train the trainer – Formate).
• Ebene 3 „Personalrecruiting“: Ableitung von möglichen Strategien für die Rekrutierung von Fortbildner_innen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet:
• Welches Verständnis ihrer professionellen Rolle haben Lehrende der beteiligten Hochschulen in der Fortbildung?
Folgende spezifischen Fragestellungen wurden ausformuliert:
• Warum sind Personen in der Fortbildung tätig?
• Was verstehen Lehrende unter einer qualitätsvollen Fortbildung?
• Welche Erwartungen – etwa hinsichtlich Rahmenbedingungen, teilnehmenden Lehrer_innen, organisierendes Fortbildungsinstitut etc. – nehmen Lehrende der Fortbildung wahr?
• Welche Ansprüche haben Lehrende der Fortbildung an ihre Funktion und Rolle?

Ad 3) siehe Punkt 5.2.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Mußmann, Jörg; Dr. Dipl.Päd. Prof.
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Aschenberger, Rita; Dipl.Päd.
Marischler, Elisabeth;
Neulinger, Hanna Maria;
Öttl, Patrick;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2014 – 2019
Beschreibung
Inklusiver Unterricht hat den Anspruch, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Sprache, individuellen Fähigkeiten, Religion oder Geschlecht die gleich-berechtigte Teilhabe an Bildung und Erziehung zu ermöglichen. Dies stellt insbesondere die Fachdidaktik der Unterrichtsfächer und Bildungsdomänen vor die Herausforderung, Kriterien für die Adaption der fachspezifischen Methodik zu entwickeln und ope-rationalisierbare Indikatoren für die Unterrichtsevaluation und Qualitätssicherung In-dikatoren für inklusiven Fachunterricht zu identifizieren. Sprache als Medium schulischen Lernens und sozialen Handelns erhält dabei eine zentrale Rolle. Insbesondere Kinder und Jugendliche mit primären oder sekundären spezifischen Beeinträchtigungen im Bereich der Sprache, des Sprechens und der Kommunikationsfähigkeit sind hinsichtlich des schulischen Lernens sowie ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung vulnerabel und können damit an der Teilhabe am Unterricht benachteiligt werden. Das Projekt beabsichtigt, mit Hilfe videogestützter Unterrichtsanalysen systematische und inzidentelle Merkmale einen entwicklungsförderlichen Unterrichts mit dem hier ge-nannten Fokus evidenzbasiert zu ermitteln.
Das Ziel des Vorhabens liegt in der Weiterentwicklung einer Unterrichtstheorie als Grundlage für ein Konzept zur Umsetzung des inklusiven Bildungsanspruches mit dem Fokus auf dem zentralen Unterrichtsmedium Sprache. Dabei werden die Problemlagen von Kindern mit spezifischen Entwicklungsstörungen der Erstsprache Deutsch als Aus-gangspunkt für eine didaktische Entwicklung sonderpädagogischer Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote im inklusiven Unterricht genommen. Dafür sollen auf der Ebene der Lehr-/ Lernprozesse in konkreten Unterrichtssituationen mit heterogenen Lerngruppen intuitive und intendierte Strategien der Lehrkräfte mit und ohne sonderpädagogische Qualifikation unter den Bedingungen ausgewählter fachdidaktischer Anforderungen identifiziert, rekonstruiert und typologisiert werden. Dabei werden drei Unterrichtsinteraktionen nach Zusammensetzungen der pädagogischen Professionen und paraprofessionellen Berufsgruppen unterschieden. Zum einen werden videobasierte Analysen inklusiven Unterrichts in der Grundschule ohne sonderpädagogische und sprachtherapeutische Professionen vorgenommen. Vergleichend werden Unterrichtsanalysen mit Grundschullehrkraft und Sonderpädagoge bzw. Sonderpäda-gogin mit dem Förderschwerpunkt Sprache vorgenommen sowie mit paraprofessionellen Berufsgruppen aus der Logopädie oder akademischen Sprachtherapie.
Auf einer zweiten Ebene sollen aus diesen Fallrekonstruktionen und Typologisierungen (Induktion) mit Bezug auf bereits vorliegende, evidenzbasierte Qualitätsdimensionen (Deduktion) in einem abduktiven Verfahren Kriterien für die adaptive Planung, Gestal-tung und Evaluation inklusiven Unterrichts entwickelt werden, die im weiteren Verlauf im Rahmen von Workshops einer ökologischen und kommunikativen Validierung un-terzogen werden sollen (Marquardt 2006; Tashakkori & Teddlie 2003), um sie schließlich zum obligatorischen Bestandteil einer inklusiven Lehramtsbildung zu entwickeln. In diesem Zusammenhang schließen sich verschiedene Disseminationsprodukte (Modi-fikation informierender und regulativer Sachtexte, z.B. Sachbücher, Unterrichtsmate-rialien etc. sowie eine Lehr-DVD mit Filmsequenzen zur Unterrichtsanalyse) an.
Die leitenden Fragestellungen werden wie folgt zusammengefasst und dargestellt:
 Welche Interaktionsmuster lassen sich im inklusiven Unterricht identifizieren, die die Teilhabe sprachbeeinträchtigter Schülerinnen und Schüler behindern oder fördern?
 Welche dieser Interaktionsmuster sind didaktisch intendiert?
 Welche Unterschiede lassen sich
 in den zufälligen und
 den intendierten Interaktionsmustern identifizieren in Abhängigkeit
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Winkler, Kurt;
Projektleitung intern
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Schöfl, Martin; Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2016 – 2017
Beschreibung
Rechenentwicklung beginnt nicht erst mit der ersten Klasse Primarstufe, die Entwick-lungsrichtung kann bereits im Kindergarten erhoben werden. Themenfelder, die in der Primarstufe inhaltlich erarbeitet werden, sind „Raum und Form“, „Muster und Struktu-ren“, „Größen und Messen“, „Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten“ und „Mengen, Zahlen und Operationen“. Die Voraussetzungen zum Erwerb dieser Kompe-tenzen sind in der Elementarstufe bedeutsam unterschiedlich, was die Entwicklungs-chancen der Kinder mit geringeren Voraussetzungen schmälert und den Schulstart erschweren kann.
Bisherige Längsschnittstudien zum Verlauf der mathematischen Leistungen von der Elementar- in die Primarstufe weisen auf eine hohe prognostische Validität von Aufgaben zum numerischen Zahlvorwissen hin. Während rechenunspezfische Faktoren, wie etwa Intelligenz oder Motorik keine -oder nur geringen Einfluss auf die ma-thematische Entwicklung haben, sind es vor allem basisnumerische Fertigkeiten, die einen hohen Vorhersagewert aufweisen. Als günstigster -weil stabilster- Erhebungs-zeitpunkt für die Prognose der mathematischen Leistungen wurde das zweite Halbjahr des letzten Kindergartenjahres beschrieben.
Kinder, die in den Entwicklungsschritten des Rechnens Schwierigkeiten aufweisen, werden in der Literatur als mit den Begriffen Rechenschwäche oder Dyskalkulie be-schrieben. Die Differenzierung der Begriffe ist uneinheitlich, meist wird unter Dyskalkulie verstanden, dass die Leistungen im Rechnen diskrepant zur Intelligenz sind, während beim Begriff Rechenschwäche die Intelligenz unberücksichtigt bleibt und der Fokus auf mangelnde mathematische Leistungen gelegt wird. Fischbach und Kollegen (2011) wiesen in einer umfangreichen deutschsprachigen Stichprobe darauf hin, dass eine Differenzierung fachlich nicht gerechtfertigt ist. Bezüglich der Vorkommenshäufigkeit muss auf diese artifizielle Unterscheidung hingewiesen werden: Im deutschsprachigen Raum werden Prävalenzraten für Dyskalkulie zwischen 4,4 % und 6,6 % angegeben. Berücksichtigt man dagegen den Anteil an förderwürdigen Kindern, so steigt dieser auf mindestens 15 %. Diese Zahlen weisen auf eine große Anzahl an Kindern in der Grundschule hin, die Probleme in der Rechenentwicklung aufweisen. Gleichzeitig können obig beschriebene Längsschnittstudien herausstreichen, dass bereits vorschulisch Risikofaktoren (testpsychologisch) erhebbar sind, am günstigsten im letzten Kindergartenjahr, und dass diese relativ unabhängig von Intelligenz, Händigkeit und anderen unspezifischen Faktoren sind. Evaluierte Verfahren hierzu sind mehrfach vorhanden: OTZ, MARKO-D, TEDI-MATH, MBK-0. Schließlich zeigten unter anderem Kaufmann und Lorenz (2009), dass durch ein vorschulisches Training von „domä-nenspezifische Beeinträchtigungen der kognitiven Verarbeitung von Numerositäten“ Kinder mit Risikopotential das Aufschließen zur durchschnittlichen Leistung in der Pri-marstufe ermöglicht wird.

Innerhalb einer explorativen Längsschnittstudie werden zwei Formen von Leistungs-standserhebungen in der Rechenentwicklung von Kindergartenkindern in der 2.Hälfte des letzten Kindergartenjahres erhoben: Elementarstufenpädagoginnen schätzen die vorschulische Rechenleistungen der Kinder mit einem am 5-Stufen-Modell der Re-chenentwicklung Beobachtungsbogen ein. Diese Ergebnisse werden zuerst quer-schnittlich mit jenen aus der standardisierten und normierten Testbatterie MARKO-D verglichen. Die untersuchten Kinder sollen möglichst lückenlos in die Primarstufe ver-folgt werden und erneut etwa nach 3 Monaten Beschulung hinsichtlich ihrer basisnu-merischen Fertigkeiten untersucht werden (KALKULIE). Mit dieser Versuchsanordnung soll die Güte eines ökonomischen Beobachtungsbogens für den schulischen Einsatz analysiert werden. Die Elementarstufenpädagoginnen erhalten insbesondere für Kinder mit Schwächen zum Zeitpunkt der Ersterhebung individualisierte Förderanregungen.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Böing, Ursula Maria; Dr.
Projektleitung intern
Böing, Ursula Maria; Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Simon, Viktoria; BEd
Externe Projektmitarbeiter/innen
Köpfer, Andreas; Prof. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2019
Beschreibung
1. Ausgangslage/Problemaufriss
Zur Rolle der Assistenz in Schulen, zur Implementierung dieser semiprofessionellen Rolle in
an Inklusion orientierten Schulen und zu den Notwendigkeiten ihrer Professionalisierung
liegen – trotz eines zu verzeichnenden starken Anstiegs an Assistenz in diesen Schulen und
eines damit gestiegenen Forschungsinteresses in den letzten Jahren – nach wie vor nur
wenig empirische Befunde vor. Die Pädagogische Hochschule Oberösterreich – als eine in
der Ausbildung von Assistent/innen führende Institution – ist in besonderem Maße
gefordert, Forschungen im Kontext von Inklusion und Assistenz durchzuführen und damit
Impulse für die Weiterentwicklung und Professionalisierung dieser Rolle im Kontext
inklusiver Schulentwicklung bereit zu stellen.
Das geplante Forschungsprojekt zeigt sich hier anschlussfähig. Ausgehend von einer ersten
eigenen Studie zu Assistenz aus Schüler/innenperspektive (SAS), die in Kooperation mit
Andreas Köpfer (Pädagogische Hochschule Freiburg) an Dortmunder Schulen in
Deutschland durchgeführt wurde, sollen die dort gewonnen Erkenntnisse in dieser
erweiterten Studie weiter ausdifferenziert und hinsichtlich des österreichischen
Bildungskontexts vertieft werden.
2. Zielsetzung
Rekonstruktion habitueller, kollektiver Erfahrungsräume von Schüler/innen mit und ohne
Assistenz in Schul- und Unterrichtssettings mit Assistenz.
3. Forschungsfragen
Welche habituellen Erfahrungsräume von Schüler/innen in ausgewählten an Inklusion
orientierten Schulen in Oberösterreich manifestieren sich in Schul- und Unterrichtssettings
mit Assistenz?
Teilfragen:
 Wie bearbeiten die Schüler/innen Handlungssituationen in Schul- und
Unterrichtssettings mit Assistenz und welche Ambivalenzen manifestieren sich ggf.?
 Welche (strukturellen, personellen etc.) Differenzsetzungen können ggf.
rekonstruiert werden?
4. Methode
narrative Interviews (Przyborski & Wohlrab-Sahr 2014) und Gruppendiskussionen
(Bohnsack 2000); dokumentarische Methode der Textinterpretation nach Bohnsack (2014)
und Nohl (2012).
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Feyerer, Jakob; Mag. Dr.phil.
Mußmann, Jörg; HS-Prof. Dr. Dipl.Päd.
Projektleitung intern
Feyerer, Jakob; Mag. Dr. Prof.
Mußmann, Jörg; HS-Prof. Dr. Dipl.Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Dippelhofer, Sebastian; Vertr. Prof. Dr.
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2019
Beschreibung
Lehramtsstudierenden haben in ihrer späteren beruflichen Tätigkeit die wichtige Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern eine persönliche und praktische sowie eine soziale und politische Bildung überzeugt und überzeugend zu vermitteln, sie anzuregen, sich mit einer heterogenen Gesellschaft auseinander zu setzen und sich demokratische Werte sowie Urteils- und Handlungskompetenzen anzueignen. Dadurch sind sie in der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ihre spätere Rolle in der Gesellschaft in einer Schlüsselposition. Obwohl der soziale Wandel die Lehrkräfte vor stets neue Aufgaben stellt, wurden in bisherigen Studien zu studentischen Werthaltungen Lehramtsstudierende selten dezidiert in den Fokus genommen. Dadurch ist über die politisch-demokratischen Werthaltungen, das Berufsbild und dementsprechende Kompetenzen von Lehramtsstudierenden an Pädagogischen Hochschulen noch relativ wenig bekannt.
Diese Studie untersucht die gesellschafts- und berufsbezogenen Werte sowie die beruflichen Zuschreibungen und Selbstbilder der Lehramtsstudierenden an Pädagogischen Hochschulen, um dadurch Erkenntnisse über deren Haltungen insgesamt zu erhalten und einen Vergleich der unterschiedlichen nationalen Lehramtsvorstellungen zu ermöglichen. Darüber hinaus werden weitere Faktoren wie die Semesterzahl, das Studienfach und die angestrebte Schulform der Studierenden einbezogen, um ein differenzierteres Bild der Werthaltungen zu erhalten. Außerdem kann dieser internationale Vergleich Aufschluss über Vorzüge und etwaige Mängel in der Lehramtsausbildung geben und Anregungen für Veränderungen bieten.
Dazu werden Lehramtsstudierende an zwei deutschen und vier österreichischen Pädagogischen Hochschulen mit einem anonymisierten, schriftlich standardisierten Fragebogen in ausgewählten Veranstaltungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Fachsemester befragt. Die zu erwartende Netto-Stichprobe umfasst rund 5.000 Studierende.
Diese Studie legt den die Ausbildung begleitenden beruflichen Wertekanon und die daraus resultierenden Anforderungen an den Lehrberuf dar und beleuchtet die Sicht der Studierenden darauf. Die Erkenntnisse dieser Studie können dazu beitragen, spezifische institutionelle Steuerungsmechanismen zu erarbeiten beziehungsweise diese zu verändern. Weiters wird dadurch der zentrale gesamtgesellschaftliche Beitrag von Pädagogischen Hochschulen verdeutlicht.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht